Tankstelle

27. November 2011

Die alte Gasolin-Tankstelle verfällt, keine Frage. Aber ekelhaft, wie ein Leser dieses Blogs meint? Nein, da liegt er bei diesem wunderschönen 1950er-Jahre-Gebäude völlig falsch. Zu diesem Ekelhaft habe ich die richtige Antwort bei Hans Einspanier (fotogen) gefunden. Sie sehen hier das Foto des Lingener Fotographen aus dem Juni dieses Jahres. Als großformatiges Original beeindruckt es übrigens ungleich stärker. Einspanier liefert eine grandiose Aufnahme, die das Potential dieses – unter Denkmalschutz stehenden – Gebäudes erkennen lässt.
Ich freue mich, dass ganz aktuell einmal mehr darüber diskutiert wird, was dort passieren soll und muss und wird. Es darf jedenfalls kein Projekt für einen Altenlingener Unternehmer werden! Rettet die Gasolin-Tankstelle!

22 Antworten to “Tankstelle”

  1. Frank O. said

    Mein Vorschlag:
    Subvention für den Fritten-Schlitten und Eröffnung eines leicht amerikanisch angehauchten 50iger Jahre Diner , mit Kartoffelecken und Currywurst am Stiel, in den denkmalgeschützten Gemäuern der ehemaligen Tanke.
    Zwei Fliegen mit einer Klappe und die Studenten werden es dankend annehmen.

  2. kib said

    Wo Robert Recht hat, hat er Recht: Als sehr „ekelhaft“ empfände ich ein Schwenken der Abrissbirne, wobei ich allerdings einräume, keine Ahnung über den Zustand der Bausubstanz unserer „Gasolina“ zu haben. Selbige lässt sich überprüfen, wobei das mit „nur“ einem Gutachten so eine Sache ist….
    Nach meiner Kenntnis wurden sowohl Tankstelle als auch ehemaliges Lincron- Gebäude (letzteres nun Sitz der Stadtwerke) vom selben Architekten entworfen.
    Eventuell hilft es zu hinterfragen, wie viele Gutachten zum Erhalt des Lincron Gebäudes erforderlich waren (JA!, ich weiß, völlig unterschiedliche Baujahre).
    Bitte, liebe Fraktionen/ Verwaltung: spart Geld, Zeit & Nerven: Was schön, teuer & vertretbar an der Waldstrasse erhalten wurde, soll bitte auch an der Bernd Rosemever Strasse möglich sein:
    Abreißen kann man nur einmal!!!

  3. Sofonisba Anguissola said

    Diese von Jacobsen steht seit Jahrzehnten.
    Die Dänen lieben ihre eigene Kultur!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Tankstelle_Skovshoved

  4. Sofonisba Anguissola said

    http://www.autobild.de/klassik/artikel/die-schoensten-alten-tankstellen-1185927.html?bild=bild3
    Formschön!
    Da sollten wir mithalten.
    Eine Slow food Tankstelle oder so…
    Hausmannskost.
    Minestrone, Steckrübeneintopf, Gemüsepasteten, Quiches und
    Hirseaufläufe.

  5. Heidi said

    @Sofonisba Anguissola
    QUERBEET…?! 😉

  6. John said

    @Sofonisba: eine Speisekarte mit Minestrone, Steckrübeneintopf, Gemüsepasteten, Quiches und Hirseaufläufe ist wohl der Garant für einen Reinfall…Minestrone und Quiches sind sicherlich ok, aber der Rest ist nichjtfür Jedermann.

    Ein schönes American Diner würde ich auch gut finden. Gute Burger, Rips und Steaks bekommt man sonst nirgends in Lingen. Für die Dessertkarte noch Cupcakes und Brownies. Das wäre ein Traum…

  7. Sofonisba Anguissola said

    A propos Qualität:

    Querbeet ist ein erstklassiger Leckerbissen in Lingen und kein Reinfall.
    Ich meine immer noch, wir sollten ihrem Beispiel folgen und nach Besserem streben.

    A propos Geld:

    Wieviel soll denn ein „guter Burger“ kosten?
    Beim Steckrübeneintopf hättste Produkte aus der Massentierhaltung schon mal ausgeschlossen.

    American Diner?

    Pfui, dann soll es eine Tankstelle bleiben.

    Oder dieses Objekt wird die E-Tankstelle zum Laden der vielen E-Roller von Emco, damit das Netz endlich erweitert wird.
    Lingen, mein kleines Lingen!

  8. Tiger, T. said

    Diese Tankstelle muss der Nachwelt erhalten bleiben!

    Liebe Stadtmütter und -väter,
    zeigt mehr Weitblick als euer Oberindianer, der sich selbst einen Planungshorizont von zwei (!) Jahren vorgenommen hat. Respekt Herr Stadtgeograf!

    Ob Steckrübeneintopf- oder Burger-Tanke, gute Ideen für eine kurzfristige Nutzung der verwaisten Tankstelle, aber darum geht’s letztlich nicht.
    Wenn sich in nicht allzu ferner Zukunft der letzte Tropfen des Schwarzen Goldes in Form von CO2 usw. in unsere Umwelt verteilt hat, beginnt die wahre Nutzung:

    Stadtführungen werden um eine Attraktion reicher:
    Unter fachkundiger Leitung erfahren Schulklassen, Fahrradtouristen und die letzten noch lebenden ADAC-Mitglieder,
    dass in solchen Anlagen früher Kraftstoffe wie Benzin und Diesel verkauft wurden, mit denen Autos usw. angetrieben worden seien.
    Der Name hierfür sei damals „Tankstelle“ gewesen. Kleine Schnupperproben machen die Runde!
    Die Schulkinder werden „Igitt, wie eklig“ schreien und erstaunt fragen „Waren die Menschen früher wirklich so blöd?“. Die ADAC-Veteranen dagegen, die zuvor bereits das Industriedenkmal „Alte Raffinerie“ besichtigt haben, werden ein paar Tränen nur schwer unterdrücken können.

    Anschließend geht’s zur „Alten Posthalterei“, wo einst die Pferde der Kutschen gewechselt wurden,….

    Zum Glück hat’s nie jemanden gegeben, der sich bei diesem Gebäude mit Abriss-Plänen durchsetzen konnte.

  9. Job said

    Wollen wir wetten?
    Die Tanke wird renoviert, Alles nur vom Feinsten.
    Dann geht das Geschrei los. Wer übernimmt die Kosten für die Herrichtung der Tanke als Kulturdenkmal?
    Natürlich der Steuerzahler. Ich bin für ein Abriss der Tanke. Alles Andere ist Geldverschwendung.

  10. Andreas said

    Gasolin-Tankstelle, Taxizentrale, (S)Kul(p)tur, Cafe – Die Punkte zwei und drei können gerne übersprungen werden.

  11. Die Zeiten der Tankstellen geht vorbei. Einerseits schade, andererseits eine echte Befreiung! Wir gehen nun in das Zeitalter der Freien Energie. Es ist Fakt, diese Energieform wird alle unser Bewusstsein verändern. Aber auf eine positive Art und Weise. Freut Euch auf die Zukunft! Seht hin und lernt es selbst. Habe die Dinge der Neuzeit alle zusammengetragen: http://goldstaender.wordpress.com/2011/11/21/jetzt-knackt-das-ei-die-geburt-vom-bewusstseinssprung/

  12. Also, ich würd’s schade finden, wenn diese Tankstelle nicht irgendwie gerettet werden könnte. Lingen hat im Vergleich zu anderen Städten nur sehr wenige historische Gebäude. Diese Tankstelle sieht jetzt vielleicht nicht schön aus, aber restauriert kann sie ein Beispiel für Industriearchitektur (im Kleinen) sein. Was man dann darin macht, wird sich zeigen. Da gäbe es mehrere Möglichkeiten. Abreißen wäre die schlechteste Lösung. In derselben Straße gegenüber ist ein Wohnhaus im Jugendstil auf so prächtige Weise wieder hergestellt worden. Für mich aktuell das schönste Haus Lingens. Wenn dann noch die Tankstelle restauriert würde, wäre das eine richtig nette Ecke!

  13. Sofonisba Anguissola said

    ein Ecke als Anfang…
    und das Spielcasino, die Frittenbude und Chinashop? Und die Trasse bis zu BVL, Insgesamt wenig attraktiv, eher lieblos.
    Richtig nett ist die Ecke erst in der Kurve zum Bahnhof, dort wo das Grün anfängt. Und an dieser Stelle kann diese Stadt -Gott sei es gedankt-sich nicht verändern.

  14. Den Chinashop finde ich super! Nicht schön, aber nützlich. Für Freunde der asiatischen Küche ist es unabdingbar, dann und wann mal eine original Thai-Currypaste kaufen zu können. Und diese Asia-Läden sehen nun mal so aus. Keine Designer-Läden, dafür umso originalere Inhalte.

  15. Michael Sänger said

    Kann mich mal jemand aufklären- also ich meine über die Tankstelle – warum ist sie so verludert? Wem gehört sie oder wem gehört das Grundstück?? Vor zwanzig Jahren war ich der Meinung, sie müsse „abgeholzt“ werden, aber mittlerweile habe ich Respekt vor ihr: Jahrzehnte hat sie an der Rosemeyerstraße ausgehalten und das sollte man jetzt honorieren. Wenn es also einen Grundstücks- bzw. Tankstellenbesitzer gibt, dann müßte man dem klarmachen können, das er ein „Industriekulturdenkmal“ besitzt. Wen muß ich also anrufen, um „dem“ das klarzumachen?
    Wer wie ich sich noch an Tankstellen der 50er Jahre erinnert, wo der Tankwart das Benzin per Hand in das Auto pumpen mußte, der erlebt ein Stück seiner Kindheit wieder und das macht doch eine Stadt mit so einer alten Tankstelle auch liebenswert, oder?

    • ulrike said

      Um Gottes Willen , Herr Sänger , Erbarmen!Sie wollen doch nicht ernsthaft eine alte Dame anrufen, von ihr verlangen , einige hunderttausend Euro in die Hand zu nehmen und die gefühlte fünfzigste Alkohol-Essen Tankstelle in der Innenstadt zu finanzieren.Das komplette Menue-Programm liegt ja schon vor.Mit Sicherheit erreichen Sie damit den vorzeitigen Erbfall. Also bitte nicht !

      • ulrike said

        Zusatz : Der öffentlichen Hand wollen Sie doch nicht ernsthaft einen weiteren Zuschußbetrieb aufhalsen ?Lesen Sie noch kurz dazu die Schuldenentwicklung der Stadt Lingen in der heutigen L T.

  16. kib said

    wir trinken demnächst wieder eine A- Schorle oder besser ein Bier bei Heidi (ich denke, das ist wirklich kein Thema für diesen Blog). Kommste mit Koop?

  17. kib said

    Hinter der Tankstelle „verlottert“ auch die Kokemühle: Ich möchte nicht arrogant daher kommen, allerdings denke ich, dass dies ein Thema ist, das nicht zwingend in diesen Blog gehört. Zumindest jetzt nicht…

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