nur bei uns

25. November 2011

Über den neuen Bildband  “Expeditionen ins Emsland” von Gerhard Kromschröder habe ich  bereits berichtet. Zuletzt gestern und heute gibt es schon wieder Neues. Der Emskopp schreibt gerade:

„Seit gestern steht eine Besprechung des Buches sowie eine Fotostrecke bei ZEIT ONLINE, und nicht nur die sind lesens- und anschauenswert, sondern auch die zahlreichen Kommentare, die in Teilen an die Reaktionen auf die Filmchen der Deichkönigin erinnern.

Auch eine weitere Reaktion erinnert daran. Heute erreichte die ZEIT-Redakteurin Tina Groll nämlich eine Mail von Udo Mäsker, Sprecher des Landkreises Emsland“, und die veröffentlicht gerade der Emskopp in seinem Blog und sie darf meiner verehrten Leserschaft nicht vorenthalten werden:

Sehr geehrte Frau Groll,

mit Interesse haben wir Ihren Artikel im Onlineauftritt der Zeit zum Bildband “Expeditionen ins Emsland” gelesen – der allerdings leider eine sehr einseitige, verzerrte Sichtweise vertritt und (wie die Bildauswahl von Herrn Kromschröder) längst überholte Klischees bedient. Das Emsland ist heute tatsächlich ein moderner Wirtschafts- und Lebensstandort mit einer sehr hohen Lebensqualität (einige Eindrücke sowie grundlegende Fakten finden Sie bei Interesse unter http://www.emsland.info). Eine Vielzahl starker Unternehmen ist hier ansässig, auch die Arbeitslosigkeit von unter 3 Prozent ist kein Zufall. Zahlreiche Stärken – von Familienfreundlichkeit und Bildung über das Freizeitangebot bis hin zum Klimaschutz – möchte ich an dieser Stelle gar nicht weiter thematisieren. Im Übrigen leben heute 313.000 Menschen im Emsland und damit fast 75.000 mehr als noch 1980 – es haben sich also offenbar nicht wenige Menschen in diesen Landstrich verliebt und sind hier heimisch geworden. Zudem hat der Landkreis sehr wohl “Karriere als Touristen-Gegend gemacht”, seine touristischen Wachstumszahlen suchen ihresgleichen: In den letzten zwanzig Jahren sind die entsprechenden Kennzahlen um fast 150 Prozent gestiegen und liegen damit weit über dem Landesschnitt. 1,8 Millionen Übernachtungen pro Jahr sprechen eine deutliche Sprache.

Wir möchten Sie daher herzlich willkommen heißen, sich persönlich ein Bild vom Landkreis Emsland zu machen. Denn die Wahrheit liegt weder in einem einseitigen Bildband, noch in irgendwelchen “Treckerfurchen” – sondern nur bei uns vor Ort im Emsland. Vielleicht nutzen Sie die Chance, sich mit unserem offenbar nach wie vor verkannten Landstrich etwas genauer auseinander zu setzen!

Mit freundlichen Grüßen aus Meppen,

Udo Mäsker

Tja, er springt sehr kurz, der Herr Pressesprecher.

Heute geht übrigens der neue Emskopp in Druck. Er erscheint in der kommenden Woche und enthält  ein Interview mit Gerhard Kromschröder.

(Quelle: Emskopp)

16 Antworten to “nur bei uns”

  1. Michael Sänger said

    Ja, diesen Blogbeitrag verstehe, wer genügend literaturanalytischen Verstand besitzt. Ich nur mit Mühe, was an meinem Alter liegen mag. Zunächst geht es um ein Buch von Herrn Kromschröder, der offenbar ein Buch über das Emsland mit Bildern und Texten verfaßt hat. Der Emskopp hat dazu nichts Eigenes verfasst, sondern verweist auf einen Artikel in der ZEIT, worin sich eine gewisse Frau Groll über diesen Bildband äußert. In welcher Weise erfährt der Leser hier nicht. Aber einem Herrn Mäsker vom Landkreis Emsland scheint der Kommentar von Frau Groll nicht zu gefallen, also schreibt er einen Gegenkommentar. Und von diesem Gegenkommentar scheint unser lieber Blogrobert nicht angetan zu sein. Habe ich das bis dahin richtig verstanden? Nicht? Oder doch? Hier vermisse ich ein wenig klare Gedankenführung. Und jetzt erst – o Himmel – kann ich mich dem etwas „zu kurz gesprungenen“ (wieso eigentlich „gesprungen“) Kommentar – also dem von Herrn Mäsker – zuwenden. Der Leser merkt, dass meine Ausführungen sich dem verworrenen Sprachstil dieses Beitrages anpassen. Ich möchte jetzt gern wissen – und zwar konkret – was an diesen Ausführungen des Herrn Mäsker nun „zu kurz gesprungen“ ist? Stimmt doch alles, oder? Oder fehlt was? Was fehlt, das steht dann in dem sehr schönen Buch von Herrn Krommschröder. Die ganze Wahrheit über das Emsland, mein Gott, die ist größer als es Herr Mäsker oder Frau Groll zu Papier bringen. Ich lebe hier seit 25 Jahren und liebe dieses Emsland, egal wie es Frau Groll oder Herr Mäsker sehen. Es hat schon was faszinierendes, mit dem Fahrad von Lingen am Kanal bis Geeste zu fahren und dann weiter über einsame Feldwege vorbei an Clusort-Bramhar über Brögbern nach Lingen. In die Toskana fahre ich immer gern, aber das Emsland ist mir nach dem Urlaub in Italien doch lieber, Krommschröder hin oder Mäsker her!

    • ulrike said

      Mir ging es wie Ihnen, Herr Sänger. Auch ich hatte mit dem Text zu kämpfen und mich dann entschlossen, diesen nicht zu verstehen .Und dabei lasse ich es.Genau wie mit den Deichköniginfabrikationen, ich verstehe sie nicht. Und auch nicht,was die Hersteller uns damit sagen wollen.

  2. Monia said

    Der Emskopp hat sehr wohl etwas eigenes dazu verfasst. Das hat Robert Koop in einem Blog-Beitrag vom 27. Oktober (nämlich hier: https://robertkoop.wordpress.com/2011/10/27/kromschroders/) bereits verlinkt, genauso wie es der Emskopp in der zweiten Zeile seines heutigen Beitrags auch getan hat. Vielleicht haben Sie das ja nicht gesehen.
    Hier der Emskopp-Beitrag zum Kromschröder-Buch: http://www.emskopp.de/?p=4266.

  3. Stef said

    ich weiß nicht, was es daran nicht zu verstehen gibt. Der Landkreis maßt sich erneut an, Menschen zurechtzuweisen, die das Emsland aus einer Sicht darstellen, die nie den Anspruch erhoben hat, objektiv oder vollständig oder sonstwas zu sein. Der Landkreis„Vertreter/ Mitarbeiter des Landkreises“ zeigt schon wieder, wie humorlos er ist und wie wenig Sinn für Ironie er hat. Er kann nicht einfach drüber stehen und über das schweigen, womit er nichts anfangen kann. Damit macht er sich (und damit auch das Emsland) erneut lächerlich.

  4. Michael Sänger said

    Zu Stef: Ein Landkreis hat keinen Humor! Menschen haben Humor oder nicht, z. Bsp. die Menschen, die beim Landkreis arbeiten. Aber ich freue mich immer über Menschen, die Sachverhalte verstehen, die ich nicht kapiere. Vielleicht kann
    mir das Stef mal bei einem Bier im Litfass verklaren?

  5. Stef said

    Genau genommen ist Udo Mäsker auch nicht der Sprecher des Landkreises, sondern der Sprecher der Vertreter/ Mitarbeiter des Landkreises. Das haben Sie vergessen, noch hinzuzufügen. Bitte ändern Sie in meinem Text oben „Landkreis“ in „Vertreter/ Mitarbeiter des Landkreises“, denken dann noch einmal darüber nach, und dann (da bin ich mir sicher!) werden auch Sie verstehen, was ich da geschrieben habe. Ganz ohne Bier.

  6. lingentheo said

    Gerhard Kromschröder wollte provozieren, und bei den jetzt die beleidigte Leberwurstpielenden hat er sein Ziel erreicht, man soll doch bitte nicht alles so ernst nehmen, unser Emsland ist nun mal so einmalig, dass…und so weiter…

    • chm said

      moin moin.

      also ich verstehe die kommentare nicht wirklich. in dem schreiben gehts doch nicht um krommschröders bilder, sondern um einen zeit-artikel,in dem steht, dass das emsland trostlos ist, man hier nicht heimisch wird und auch touristisch nix läuft. stimmt so doch nicht.

      gruß von einem wochenend-emsländer

      chm

  7. Stef said

    Doch, es geht auch um den Bildband: „…und (wie die Bildauswahl von Herrn Kromschröder) längst überholte Klischees bedient…“ und „Denn die Wahrheit liegt weder in einem einseitigen Bildband, noch in irgendwelchen “Treckerfurchen” „.

    • chm said

      naja, ist ja auch nicht ganz von der hand zu weisen, allein mit den vielen bildern in landwirtschaft oder einsamer provinz. aber so oder so, dass ist ja auch alles legitim. ist eben kunst, tolle Fotos, voll ironie, müssen wir gar nicht drüber reden. und die bilder müssen ja nicht objektiv oder ausgewogen sein, ist ja nicht das ziel. aber dann ist das eben eine persönliche sichtweise und einzelne facette. dann kann die zeit nicht generell schreiben, das emsland ist trostlos, man fühlt sich hier nur schwer heimisch etc. kann man doch so nicht stehen lassen.

  8. im Klappentext dieses WUNDERVOLLEN Bildbandes steht:
    „…so ist ein farbiger Stummfilm aus Standbildern entstanden,
    mit surrealen und komischen Akzenten aber immer wieder auch mit Seitenblicken auf das Bezaubernde…“
    und genau das ist es! Nehme ich z.B. ein Bild, auf dem eine Prozession an der Pizzeria ROMA vorbeizieht, entbehrt dies nicht einer gewissen Komik. Schaue ich auf das doppelseitige Photo, auf dem ein Winterbaum(Borken) abgebildet ist sehe ich den Winter von seiner schönen Seite. Betrachte ich die Abbildung
    einer Kuh, die gerade am GRILLPAVILLION vorbeigeführt wird sehe ich förmlich das Grinsen des Fotografen. Blättere ich weiter…ja von wegen. Buch kaufen und Freude daran haben 😉

  9. kib said

    Der Bildband ist klasse, die Region schön, der Touristikverband zufrieden… Wo ist das Problem?
    http://www.noz.de/lokales/59036676/positive-bilanz-trotz-eines-verregneten-sommers

    Abgekürzt: Über Humor & Geschmack lässt sich famos streiten….. allerdings nur mit Menschen, die entweder das ein oder andere besitzen (optimal wäre beides).

    @Heidi: Mal wieder ein toller Buchtipp.

  10. […] dringende Aufgabe für den emsländischen Kreispressesprecher Udo Mäsker. Der hat entschlossen schon vor einer Woche die renommierte ZEIT in die publizistischen Schranken gewiesen. Jetzt wartet auf ihn eine neue […]

  11. […] Emslandfreund Gerhard Kromschröder wurde 1963 Lokalredakteur im Emsland. Ihn interessierte vor allem die Geschichte der Konzentrationslager Börgermoor und Esterwegen. Doch mit seiner Neugier eckte er an und musste seinen Posten schließlich räumen. Ein kleiner Beitrag von ihm auf Gedächtnis der Nation.  […]

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