Öffentlich

17. November 2011

Da wurde Anfang der Woche ein öffentlicher Sachverhalt in einer nicht-öffentlichen Sitzung mitgeteilt: Nicht berücksichtigte Kosten für die Beseitigung schadstoffbelasteten Bodens drücken die Kosten der Emslandarena voraussichtlich um knapp eine halbe Million Euro nach oben. Und zugleich wird schon fröhlich für die Emslandarena abgeholzt. Die Bäume auf dem Foto werden überwiegend in wenigen Tagen nicht mehr da sein.  Mein BN-Fraktionskollege Atze Storm meint dazu:

„Vor einigen Wochen wurden die Lingener Bürger – also auch die BürgerNahen – über die Tagespresse darüber informiert, dass ab Mitte November die ca. 20.000 qm große Grünfläche zwischen der Lindenstraße und dem Kirmesplatz „geräumt“ werden soll (Ver- und Entsorgungsleitungen, Fällen der Bäume, Abschieben von Oberboden), um dem Generalunternehmer für den Bau der Emslandarena ein geeignetes Baufeld zu überlassen.

Da zu diesem Zeitpunkt (und bis heute immer noch) nicht feststand, wer dieser Generalunternehmer sein wird, hat….“

weiter hier im Blog der BürgerNahen.

7 Antworten zu “Öffentlich”

  1. Haben die Verantwortlichen im Rathaus tatsächlich vergessen, dass das Erdreich in der Umgebung der EL-Hallen mit einer „PER-Blase“ stark belastet ist?
    Schon beim Bau der EL-Hallen vor mehr als 20 Jahren wurde auf die ursprünglich geplante Schießsporthalle im Kellergeschoß der EL-Hallen verzichtet weil die Entsorgung der belasteten Erdreiches zu hohe Kosten verursacht hätte. Offizieler Grund für den Verzicht waren allerdings angebliche Erschütterungen durch die nahe liegende Strecke der Deutschen Bahn. Geglaubt hat das allerdings kaum jemand so richtig…
    Fragt doch mal Atze Storm danach, der kann bestimmt einiges dazu berichten.
    Fazit: Die ersten Mehrkosten treten schon auf bevor die Ausschreibungsergebnisse für den Bau der EL-Arena vorliegen. Der Kostenrahmen kann somit nicht eingehalten werden. Aber die Bäume sind weg!
    Weitere Mehrkosten sind zu erwarten. Aber wer wird nach den jetzt schon geschaffenen Fakten noch den Mut haben, dieses Projekt zu stoppen?

  2. Anna said

    @Hajo Wiedorn

    „Aber wer wird nach den jetzt schon geschaffenen Fakten noch den Mut haben, dieses Projekt zu stoppen?“

    Nicht immer nur fehlender Mut, den haben und hatten sicherlich einige, sondern auch die Möglichkeiten gegen den immer noch vorhandenen Filz anzukämpfen.

    Ich frage mich aber, ob es rechtlich haltbar ist, die Bäume so mir nichts dir nichts abzuholzen, schließlich ist dieses grüne Kleinod vermutlich eines der letzten in Lingen (an der Kokenmühle noch)
    Vielleicht sollten sich einige, wie ein Greenpeaceaktivist, an die noch vorhandenen Bäume ketten. Ich würde Glühwein (natürlich alloholfrei) und Decken sponsern. 😉
    Aber im ernst, ist das wirklich rechtlich ok, liegen Umweltgutachten etc. vor? Ist das vielleicht eine Aufgabe für die Grünen?

  3. Christine E. said

    @Anna
    Du kommst etwas zu spät…Viele Bäume zum Anketten stehen schon nicht mehr. Auf deine Frage hin, ob es rechtlich ok ist und zuvor geprüft wurde, würde ich sagen: NEIN.

    Es gibt 3 Dinge die in Lingen hervorragend und ganz besonders schnell funktionieren:

    1. ABHOLZEN
    2. ABREISSEN
    3. FEHLPLANUNGEN

    • ulrike said

      Es gibt , liebe Christine , in Lingen noch eine Vorform des Baumfrevels , Misshandlung der Bäume, ob jung oder alt , durch viel zu kleine Baumscheiben. Der Stamm wird in der Fußgängerzone bis auf 30 cm heran zugepflastert, bei den Bäumen am Fußweg/Fahrradweg der Bernd Rosemeyerstraße ist die Stammumgebung mit Schotter und Zementmilch zugekleistert . Da waren mal wieder die botanischen Fachleute der Stadt zugange , die es auch fertigbrachten, im Anschluß des Busbahnhofes an den Bahnsteig Pflanzen mit unterschiedlichen Ansprüchen noch dazu viel zu eng zu pflanzen. Der „Magnolienhain “ läßt grüßen !!!

    • Frank O. said

      @Christine E.
      Nicht Anna kommt zu spät, ganz Lingen kommt mal wieder zu spät.
      Die Lingener quatschen viel und meckern und mosern gerne aber wirklich Eier in der Hose, um auch selbst etwas zu unternehmen, haben die wenigsten Lingener.

  4. kib said

    @Frank ich hege den Verdacht, Christine E. wird eventuell missverstanden.
    Ich erlebe gerade ein Déjà-vu, denn die Formulierung „an jeden Baum ketten“ hab ich erstmalig in kontroverser Diskussion zu Abholzung des AL-Forstes gehört… rate mal von wem ….. und vor allem, als wie „kontrovers“ ich das Gespräch im Nachgang empfand.

    Und Robert, trotz der https://robertkoop.wordpress.com/2011/11/15/kader/#comment-9787- Debatte, denke ich schon, Du schätzt mich „farblich –halbwegs- richtig“ ein.

    Mir ging es hier vielmehr um Deinen „gesellschaftlich erhobenen Zeigefinger“, wobei Dir natürlich gestattet sei, die CDU nicht zu mögen:
    Gesellschaftliche Spaltung magst Du allerdings auch nicht (glaube ich zu wissen, seitdem ich hier etwas über unseren Mallorca-Auswanderer „Westerwave“ gepostet habe).

  5. Tiger, T. said

    PER-Blase,
    urinierende Kirmesbesucher,
    Kampmann-Dressur-Festival:

    Für die Bäume muss es eine Erlösung sein!

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