Verschlimmbesserung

14. November 2011

Der von den Architekten Droste, Droste-Urban ersonnene Lingener Busbahnhof „VGE-ZOB“ passt sich in seiner Disfunktionalität nahtlos dem missglückten „Mittelbahnsteig“ des angrenzenden Bahnhofs an. Blogleser S. schickt mir dazu das aktuelle Foto und schreibt: „Verschlimmbesserung! Ein neues Wartehäuschen der Stadt Lingen – erbaut , weil die Busdächer nicht vor Regen schützen. Man beachte den gegen Westen hoch öffnenden Zugang dieses Stadtobjektes. Schade, dass es keine Amtshaftung gibt.“

Für Fans der politischen Mehrheit habe ich auch noch echt Schönes vom Busbahnhof, weil man ja „nicht immer nur das Negative…“. Wir verstehen uns? Guckst Du hier.

13 Antworten to “Verschlimmbesserung”

  1. Peter G. said

    Wir wissen doch schon lange, dass bei den Städteplanern der Stadt Lingen und bei den Genehmigungsstellen für Städtebaulichen Maßnahmen Menschen sitzen die wenig nachdenken über das was sie da machen. Aber vielleicht haben sie bei ihrer Ausbildung nur nicht richtig aufgepasst. Es gibt nicht nur den misslungenen Busbahnhof, auch der Schiessstand an der Wilhelmshöhe ist ein Beispiel von missglückter Planung und Ausführung. (keine Verkehrsplanung, keine behinderten gerechte Planung, keine Berücksichtigung des angrenzenden Theater oder Kino etc…) Ganz zu schweigen von der grandiosen Umgehungsstraße. Die hat wohl einer 1958 geplant.

    • Wallgräfin said

      In Lingen ist ganz neu die Stelle eines Stadtplaners zu besetzen. Vielleicht mit einem, dem die Tatsache des Westwindes mit Regen nicht unbekannt ist, damit das Problem der Durchnässung auf dem Busbahnhof gemindert werden kann.

  2. Tobias D. said

    Was ist denn nun an der Umgehungsstraße auszusetzen?

    • Heukampstannener said

      Tobias D., das fragst du nicht im Ernst, oder?

      Acht Kilometer Überholverbot? Acht Kilometer als eine einzige Kurve? Acht Kilometer ohne die geringste Ausweichmöglichkeit? Ohne Seitenraum oder Standspur? Zwei lebensgefährliche Stahlbrücken mit Forstgefahr ab fünf Grad plus? Kilometerlange Staus bei der kleinsten Baustelle? Stundenlange Verzögerung beim kleinsten Unfall? Mehrere undurchdachte Ausfahrten mit hohem Unfallrisiko? Schlechte Beschilderung für Durchreisende? Immer wieder Irritationen bei abbiegenden Ortsfremden? Mieseste Abbiegemöglichkeiten Richtung Innenstadt? Katastrophale Radwegführung? Halbherzige Ampelanlagen an den Schnittpunkten? Null Lärmschutz für Anwohner? Schlechte Regenwasser-Abführung, kein Flüsterbelag? Wie 1958 eben.

      Benutz mal die Umgehungstraße und stell deine Frage danach nochmal. Derweil kommen wir zum Thema zurück:

      Der VGE-ZOB ist vermurkst. Und zwar vierspurig.

    • Wo es hier gerade so schön paßt: Wenn man auf der Umgehungsstraße aus Richtung Meppen in Richtung Rheine unterwegs ist und in Damaschke runterfährt, kommt man in Richtung Bawinkel (also Linksabbiegen) nur unter Inkaufnahme waghalsiger Augen-zu-und-Gasgeben-Manöver dort weg. Es ist meines Wissens die einzige innerstädtische Stelle, an der keine „Reaktionsampel“ (nennt man das so?) steht.

      Habe das schon dem Vorsitzenden des Verkehrsausschusses (Marc Riße) als Problemfall genannt, aber er meinte, da es sich um eine Bundesstraße handele, habe die Stadt dort keine Handhabe.

      Bedauerlich!

  3. Peter G. said

    Danke an den Heukampstannener aber Tobias ist noch jung und er muss noch vieles lernen.

    • Michael Sänger said

      Die Bemerkung von Peter G. über Tobias Dankert ist wieder so ein Beispiel von „Altersarroganz“! Da gibt es einige junge Leute in Lingen – egal bei welcher Partei – die sich im Gegensatz zur Masse der Jugendlichen kommunal engagieren und da fällt dem Herrn G. nichts anderes ein, ihn mit seinem jugendlichen Alter zu diffamieren. Blamabel, blamabel! Solche dummen Beiträge fördern doch nur die Politikverdrossenheit der jungen Generation. Tobias Dankert – er war am Gymnasium Johanneum vor Jahren einmal mein Schüler – hat sich schon frühzeitig aktiv und positiv am Schulleben beteiligt und zu seiner Zeit viel zu einem guten Schulklima beigetragen, wofür er bei der Abiturentlassungsfeier auch besonders augezeichnet wurde. Über ein ähnlich starkes Engagement von Herrn Peter G. ist mir dagegen nichts bekannt. Ich halte diesen Blogbeitrag für überflüssig.

      • Tobias D. said

        Zunächst „Danke“ an Michael für die netten Worte.

        Lieber Peter – wir kennen uns doch eigentlich auch privat, sodass ich mal zu Peter greife.

        Meine Nachfrage zur Umgehungsstraße war nicht als Verleumdung der von „Heukammstannener“ angesprochenen Punkte gemeint, sondern eher als interessierte Nachfrage zu verstehen. Daher gebe ich auch zu, dass ich noch einiges lernen muss, da ich bei vielen Bauten noch nicht gelebt habe und nur die Ist-Situation kenne und nicht die Situation vor dem Bau und die jeweiligen Umstände. Daher bin ich auch der Meinung, dass ich noch „vieles lernen“ muss. Das sollte aber jeder – und nicht nur ich, weil ich noch „jung“ bin.

        Genug der persönlichen Worte. Ich halte es eigentlich immer nach dem Motto: Machen statt Meckern. Nun füge ich noch hinzu: Sachlich statt persönlich!

        In diesem Sinne…

  4. Frank O. said

    Ich weiß gar nicht was Sie wollen. Der Busbahnhof sieht doch prima aus. Schauen Sie sich die tolle Beleuchtung doch mal an, die übrigen fast immer nur an ist wenn keine Busse mehr fahren(ausgenommen Nachtbusse am WE). Die paar Busmitfahrer, die es in Lingen gibt sollen, bei Regen, gefälligst in die stinkende, vermüllte Bahnhofshalle gehen oder gleich Zuhause bleiben. Ich finde es eine Frechheit ein funktionierendes Überdach zu fordern solange es bei Kik noch Regenschirme für 2,50 Euro gibt. Denken Sie doch auch mal an die Lingener Wirtschaft, wieviele suchen bei Regen in der Bahnhofsgaststätte unterschlupf?! Oder eben an die kikschen Schirme. Gerade jetzt wo Sie in die Burgstr. umziehen, Herr Koop, und Kik quasie zu den Nachbarn zählt.

    Den Mittelbahnsteig halte ich übrigens (ohne Flaks) für gelungen.
    Sie und viele andere, die hie meckern, sind keine Zugfahrer (so wie ich) und es gibt erheblich schlimmeres als den Lingener Mettelbahnsteig ,auf den Strecken der DB.

  5. Dem Kommentar von Michael Sänger kann man nur zustimmen. Alter allein ist kein Verdienst, Jugend allerdings auch ein Vorteil, der jeden Tage geringer wird.

  6. Peter Golbeck alias Peter G. said

    Jung sein ist keine negative Kritik, auch das nicht Wissen nicht, aber dass nicht weitergeben von Fehlern, die gemacht worden sind, dass sollte negative Kritik hervorrufen. Mein Kommentar zu Tobias bitte ich nicht als negative Kritik zu verstehen! „Altersarroganz“ nehme ich selbstverständlich für mich in Anspruch, wir Alten müssen die Jungen über unsere Fehler auf klären, damit sie es nicht wiederholen! Dass Herr Sänger über meine 30 jährige ehrenamtlich Tätigkeit im Verein nichts weiß, ja mein Gott, damit kann ich leben.

    • Michael Sänger said

      Ja, verehrter Herr Golbeck, wenn Sie mir jetzt noch sagen, in welchem Verein Sie 30 Jahre ehrenamtlich tätig sind, dann nehme ich meine etwas harsche Kritik an ihren Äußerungen
      gern zurück!

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