9. November

9. November 2011

Gedenkfeiern

heute am 9. November
im Emsland zur Erinnerung an die Novemberpogrome von 1938 in
Lingen (Ems),
Lengerich,
Freren,
Haren,
Meppen,

Sögel,
Papenburg.

Noch ein Wort zu  Sögel. Dort werden heute erstmals Stolpersteine von dem Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt, zunächst in der „Alte Poststraße“ zum Gedenken an die Familie Bertha Jacobs und im Anschluss daran in der Straße „Am Pohlkamp 10“ zum Gedenken an die Familie Gottfried Grünberg und daran anschließend in derselben Straße bei der Haus-Nr. 6 zum Gedenken an die Familie Isidor Grünberg. Im Anschluss daran, lese ich auf der Webseite der Gemeinde im Gegensatz zur NOZ, ist die Gedenkveranstaltung anlässlich des Jahrestages der Reichsprogromnacht am Denkmal in der Straße „Am Pohlkamp“ vorgesehen. Dazu sei die gesamte Bevölkerung ebenso wie zu der anschließenden Kaffeetafel im Heimathaus eingeladen. Leider findet sich auf der Internetseite der Gemeinde Sögel keine Uhrzeit. Die Lokalzeitung meldet allerdings, dass die Veranstaltung um 15 Uhr beginnt.

Ähnlich gedankenlos präsentieren sich leider auch die Internetseiten der Stadt Freren und Lengerich. Noch peinlicher: Andere emsländische Orte, in denen noch Spuren jüdischen Lebens zu finden sind, ignorieren diese und verzichten gleich ganz auf  Gedenkveranstaltungen. Zu nennen sind Aschendorf, Haselünne, Herzlake und Lathen.

(Foto: Jüdischer Friedhof in Lingen (Ems) © Forum Juden – Christen, Altkreis Lingen eV)

3 Antworten zu “9. November”

  1. Frank O. said

    Ich finde es nicht ganz richtig,was Sie hier schreiben, Herr Koop.
    Gedenken findet nicht nur an einen bestimmten Tag statt. Der kleine Friedhof in Herzlake z.B. wird übers ganze Jahr gehegt und gepflegt. Viele Jahrzente war er verkommen und überwuchert aber dank Gerd Henkel, aus Herzlake, wurde die Pflege und das Gendenken hier vor ca. 25 Jahren wieder vorbildlich aufgenommen.
    Ich finde es heuchlerisch zu behaupten man müsse an einen bestimmten Tag gedenken. Das findet im Herzen und im Kopf statt und nicht auf dem Kalender.

    • Heuchlerisch? Der Begriff gefällt mir nicht. Gedenktage sind Teil unserer Kultur. Taggenau. Der Gegensatz „im Herzen und Kopf und nicht auf dem Kalender“ ist konstruiert, kann man sich doch 365 Tage im Jahr um einen Gedenkort kümmern und trotzdem einen besonderen Tag des Gedenkens haben.

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