Tellerrand I

4. November 2011

Flotte Tweets und ganz viel facebook (oder mittels Pressesprecherin  traditionelle Medienarbeit) machen noch keine Bürgerbeteiligung, wenn man so simple Dinge ablehnt, wie es Dieter Krone, Björn Roth oder der junge Fabian Rode in der Sitzung des Rates unserer Stadt mit ihrem Nein zum Livestream getan haben. Sie eint der öffentlich verkündete Anspruch auf mehr Bürgerbeteiligung und -information und dass sie dann trotzdem für das Gegenteil stimmen.  Politisch ist das unehrlich und fragwürdig. Aber es passt ins aktuelle (bundes-)politische Bild. Schauen wir über den lokalen Tellerrand und lesen bei Netzpolitk.org:

„Volker Beck, parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen hat in seinem Blog die Bemühungen einiger konservativer Politiker kritisiert, sich mit etwas twittern als Netzpolitiker zu inszenieren und damit “Augenwäscherei” zu betreiben, aber gleichzeitig früher für die Online-Durchsuchung und die Vorratsdatenspeicherung gestimmt zu haben: Tweet, tweet, tweet, wir haben uns alle lieb.

Gleichzeitig argumentiert er als Fortsetzung seines vor kurzem in der FAZ publizierten Beitrages, die konservativen Bundestagsabgeordneten würden jetzt auch nur mit der Piratenpartei kuscheln, um diese zu stärken und damit Rot-Grün bei der kommenden Bundestagswahl zu verhindern.

Diese Vorlage lassen sich Jürgen Scheele und Jörg Braun, Mitarbeiter der Linksfraktion, nicht nehmen und erinnern Volker Beck wiederum an die grüne Vergangenheit in der letzten Rot-Grünen Koalition, als diese die beiden Otto-Kataloge mit Beteiligung von Volker Beck beschlossen haben: Durchs wilde Tadschikistan – Noch mehr Tacheles.

Sie plädieren dabei für mögliche Dreier-Koalitionen – inklusive der Linken oder der Piraten, weil beide Varianten für eine “umfassendere Bürgerrechtspolitik” stehen würden.“

Stammbuch

4. November 2011

Hajo Wiedorn hat 34 Jahre lang für die SPD im Lingener Stadtrat gesessen. Seine politische Arbeit begann schon vor über 50 Jahren in der damals noch selbständigen Gemeinde Biene. Im Gespräch mit Ems-Vechte-Welle-Reporter Mario Köhne blickt Wiedorn gemeinsam mit seiner Frau Inge zurück.
Und da schreibt er seinen Genossen ebenso klare Worte ins Stammbuch wie zum Beispiel OB Dieter Krone. Und er erklärt auch, was das ist, die „alte Idee von Heinz Rolfes“. Köstlich!

Das Hajo Wiedorn Interview der Ems-Vechte-Welle

ps Hajo Wiedorn hat mir übrigens zugesagt, künftig Beiträge für diesen Blog zu schreiben. Ich freu mich darauf und meine Leser dürfen das auch. Allerdings fährt HW erst einmal in Urlaub. Lingen, Beesten, Schapen, Malta ist wohl die Strecke, höre ich.