Sozialassistentin

12. Oktober 2011

Während in Alten- und Pflegeheime längst  schlecht bezahlte „Altenpflegehelferinnen“ die Arbeit machen, soll es jetzt auch den ohnehin nicht gut entlohnten  Erziehern und Erzieherinnen in den Kindergärten mittels Billigvariante „Sozialassistentin“ an den Kragen gehen. Statt wie andere Bundesländer in die frühkindliche Bildung zu investieren und die ErzieherInnen-Ausbildung zu verbessern, favorisiert ausgerechnet das rot-grüne  Bremen die Billigvariante, um die sich abzeichnende Betreuungslücke zu schließen. Denn ab 2013 haben auch Eltern von Kindern unter drei Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Um dafür gerüstet zu sein, will das rot-grüne „Bremen … die ErzieherInnen-Ausbildung ändern und führt die Sozialassistentin ein. Verbände fordern im Interesse von Frauen und Familien ein anderes Modell.

Wer soll Bremens Kinder in Zukunft betreuen? Rot-Grün hat diese Frage für sich längst beantwortet: Durch gering qualifizierte sozialpädagogische Assistentinnen, ein neu zu schaffender Ausbildungsberuf, der noch schlechter bezahlt ist als der der Erzieherin. Eigentlich sollte dies bereits in der letzten Legislaturperiode geschehen, jetzt steht es im Koalitionsvertrag. Spätestens in einem halben Jahr sollen die Pläne umgesetzt werden, sagt die stellvertretende SPD-Fraktionschefin Sybille Böschen der taz.

Dennoch hat sie für heute diejenigen eingeladen, die sich vehement gegen das Vorhaben ausgsprochen haben und in einer gemeinsamen Stellungnahme ein alternatives Modell vorschlagen. In erster Linie sind dies der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Zentralstelle für die Gleichberechtigung der Frau (ZGF). Deren Leiterin Ulrike Hauffe warf Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) …“

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(Foto: Kindergartenkinder mit Erzieherinnen in Emden, 1980er Jahre; © schoschie flickr CC)

Night of the Profs

12. Oktober 2011

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