Zu wenig

10. Oktober 2011

Aus der LT über OB Dieter Krone:

„[…]Auf die Frage nach dem Weg der Stadt in den nächsten Jahren antwortete der OB: „Ich bin kein Freund von langen Vorausplanungen, sondern konzentriere mich lieber erst einmal auf die beiden kommenden beiden Jahre. Jetzt steht zunächst  die Vermarktung des Emsauenparks als größtes Projekt mit dem Bürgerpark auf der Agenda, und dann folgt die weitere Entwicklung des Quartiers rund um den Alten Hafen. Das sind große Projekte, die erst einmal gestemmt werden müssen“, erinnert Krone an den Arbeitsaufwand auch für die Verwaltung.[…]“

Sorry, lieber Dieter Krone, das ist (mir) zu wenig.

13 Antworten zu “Zu wenig”

  1. Jörn Laue-Weltring said

    Viel zu wenig. So etwas mag ein Bundesligatrainer den Journalisten sagen: „Hm, wir denken nur von Spiel zu Spiel“. Aber ein OB einer hochkomplexen Stadt wie Lingen? Und wie soll da seine versprochene Bürgerbeteiligung zu Stande kommen? Ohne erklärten Willen, kann ich schlecht dazu mir eine Meinung bilden und mitmischen. Oder ist das doch gar nicht mehr erwünscht? Welche Stadt stellt er sich in zehn oder zwanzig Jahren vor? Wie ökologisch, wie innerstätisch, welches Bild wollen wir abgeben, was verzahnt sich womit, wo sind unsere sogenannten „Alleinstellungsmerkmale“? Und was davon verkörpert der OB?

    • Klaus said

      Der Körper steht doch fast jden Tag in der Zeitung, reicht das nicht? Den Rest kann man eh vergessen?
      Es gibt keine konstruktiven Vorschläge, keine richtigen Antworten… Gut das wir die CDU haben, sonst wären wir führerlos…

      • Ach Gottogott, Klaus, „Ohne die CDU führerlos“ ? – Ihre Bemerkung kann eigentlich nur ironisch gemeint sein.

        • Klaus said

          Sie haben mich durchschaut, allerdings so ironisch war es doch irgendwie auch nicht, denn wer leitet denn die Geschicke der Stadt? Wer hat denn noch mal kurz 4,5 Millionen Euro in die Hand genommen und für Lingen ausgegeben? Ob dies richtig war oder nicht, mag dahin gestellt sein. Durch ihre Mehrheit führen (ein blödes Wort sagen wir lieber leiten) sie doch wie sie wollen …oder? Wenn die Herren und Damen der CDU geschlossen hinter einem Projekt stehen, dann kann es in den nächsten Jahren niemand verhindern, Politisch gesehen jedenfalls.

  2. Brad Chase said

    Hurra, ein Jahr ist geschafft. Er konnte nicht allzu viel kaputt machen.
    Woher soll der Mann denn auch seine Visionen beziehen? Von Herrn L aus O? Wie soll das denn klappen? Wie ich schon öfters sagte, er ist Musiklehrer. Er hat einen Taktstock aber die Noten sind ihm ausgegangen. Im Wahlkampf sagte er, er sei Geograph. Dem ist nicht so, er hat Geographie im Lehramt studiert. Das ist was völlig anderes.

    Sein Wahlkampf wurde auf Lügen aufgebaut. Und so verhält er sich jetzt auch. Von der Hand in den Mund. Von Tag zu Tag.Der OB der großen selbständigen Stadt meint, der Verkauf von ein paar Grundstücken in Reuschberge sei Chefsache. Ein Treppenwitz. Das mag in kleinen Gemeinden wie in Salzbergen oder Emsbüren so sein.

    Einfach nur traurig. Und das Schlimmste ist, er hat noch sieben Jahre.

  3. s.stueting said

    Dieter Krone versteht sich vorrangig als Repräsentant und nachrangig als Moderator. Keines von beidem erfordert eigene Ideen. Er lässt sich vom Alltagsgeschäft ausfüllen und übersieht, dass es mehr gäbe.

    Natürlich ist es schwierig, ohne Hausmacht eine Richtung vorzugeben, denn er liefe immer Gefahr, ohne Gefolge alleine dazustehen. Aber selbst ein Moderator könnte mehr tun, als den Bürgern die Entscheidungen der Verwaltung in nachträglich einberufenen Bürgerversammlungen darzulegen. Er sollte die Diskussion über die kommenden Aufgaben für die Stadt moderieren, wenn schon nicht leiten, und das sind wie oben richtig beschrieben nicht die Grundstücksverkäufe, sondern die Fragen: was und wie zu welchem Zweck (von mir aus: zu wessen Gewinn) baut die Stadt.

    Ein guter Moderator könnte sogar ohne eigene Ideen einiges bewegen, wenn er z.B. vorausschauend Themen wie den Weg von der Vollbeschäftigung zum Facharbeitermangel, den demographischen Wandel oder auch den Umbruch der Lingener Industrie allein durch die Stillegung des Kernkraftwerkes von Fachleuten unterschiedlicher Richtung beleuchten ließe und damit die Diskussion auch innerhalb der Stadt befruchten würde.

    Der Anspruch an den Oberbürgermeister ist in der Tat mehr, als kurzfristig – weitgehend – pannenfrei das Lokalblatt zu zieren.

    • auchauslingen said

      und genau das Hauptproblem unseres OB, die fehlende Hausmacht, wurde bereits im Vorfeld der OB-Wahl hier im Blog mehrfach thematisiert.

      Das ist ein Manko der Direktwahl (so „basisdemokratisch“ sie auch scheinen mag): ein (vermeintlich, wie zu sehen ist) cooler und kluger Typ zieht rattenfängerartig die Wählermeute auf seine Seite. Gibt es einen farblosen (und nichtmal fehlerfrei englisch parlierenden, wie hier zu lesen war) Gegenkandidaten, ist der Fisch bereits gegessen.

      Wenn das Wahlvolk auch ein wenig polit-strategisch denken könnte, hätte es sch ausmalen können, was mit einem solchen Kandidaten passiert: Abhängig und vorgeführt von der Mehrheitsfraktion. Die Machtfülle französischer oder amerikanischer Präsidenten gibt die NGO eben nicht her.

      Seis drum, was kann man erwarten?

      Einen guten Moderator? Das wäre Gottschalk auch, und die neue Arena wäre immer voll.

      Schön wäre es, wenn er wenigstens eigene gute Ideen hätte. Die könnte er via Presse oder Bürgertreffen fein kommunizieren und somit den Rat in Zugzwang bringen. Dazu muß man aber auch Ideen haben.;)

  4. Altodis said

    Ups, alle überrascht? Warum? Herr Krone ist einfach „ keine pessimistische Type“!
    Sehr nett & ehrlich dazu: Jedem Gast der „Infoveranstaltung“* zur EL-Arena hat er klar signalisiert: „Sorge Dich nicht, lebe“ (ich bin im Nachgang sogar froh, dass nicht gesungen wurde).

    * Fragen hätten allerdings beantwortet werden dürfen!

  5. Nun leben neu gewählte Amtsträger zunächst immer von den Taten ihrer Vorgänger. So war das auch bei Heiner Pott. Der hat die von Oberstadtdirektor Karl-Heinz Vehring eingestielten Projekte zu Ende geführt und dessen Ernte eingefahren.

    Aber etwas mehr dürfte es schon sein. Sich zunächst „auf die nächsten zwei Jahre“ konzentrieren zu wollen spricht nicht für Ideen oder gar Visionen für unsere Stadt.

  6. Altodis said

    Über den Planungshorizont unseres OBs von max. zwei Jahren sind vermutlich viele Leser des Interviews gestolpert.
    Andererseits erschließt sich mir nun, warum Herr Krone die durch die EL-Hallen entstehenden Kosten relativ entspannt sieht (oder übersieht?).
    Für sein zweites Amtsjahr wünsche ich mir dass er, wenn schon nicht langfristig- zumindest- mittelfristig plant. Das wäre eine Vorausschau von fünf Jahren (und das geschönt, also politisch betrachtet; „konservative BWLer „ verstehen unter Mittelfristigkeit einen Planungszeitraum von sechs bis acht Jahren).

    Guckste hier
    http://www.mf.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=1053&article_id=1554&_psmand=5

  7. […] Dieter Krone hat unlängst die „Vermarktung des Emsauenparks“ im Lingener Stadtteil Reuschberge zu einem seiner […]

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