Nachrücker

5. Oktober 2011

Ungeplant  haben sich die BürgerNahen (BN) in den Tagen nach der Kommunalwahl ein Stück weit personell neu ausrichten müssen; denn zwei gewählte BN-Ratsmitglieder können ihr Ratsmandat nicht antreten: „Dr. Martin Oevermann aus dem Wahlbereich VI muss aus gesundheitlichen Gründen sein Mandat für den neuen Lingener Stadtrat ablehnen. Joachim Reul aus dem Wahlbereich III muss als Unternehmensberater einen Sanierungsfall in Süddeutschland annehmen und ist bis auf Weiteres unter der Woche nicht in Lingen“. So formuliert es eine Presseerklärung der BürgerNahen, die mich in den neuen Lingener Stadtrat entsenden.

Nachrücker der beiden sind Atze Storm (Foto oben) und Volker Becker.  Mit  ihnen und Marc Riße sind insgesamt vier Ratsmitglieder der BN im neuen Lingener Stadtrat vertreten. Die neue BN-Fraktion wird sich jetzt am 10. Oktober konstituieren. Wie es sich gehört im Lingener Rathaus. Die Fraktion wird u.a. beraten durch den Vorstand der BN, die gewählten Ortsratsmitglieder, die auf den Wahllisten der BN kandidiert haben und sachkundige Bürger sowie Mitglieder in einzelnen Gremien, die von der Fraktion benannt worden sind. In den letzten Tagen hat die BN ihre Fraktions(geschäfts)ordnung diskutiert und verabschiedet. Also: Die Ratsarbeit beginnt.

(Foto: Atze Storm © privat)

45 Antworten to “Nachrücker”

  1. kib said

    An Dr. M. Oevermann liebe & die besten Genesungswünsche! Seinem Stellvertreter einen „guten Wirkungsgrad“: unverhofft kommt oft!

  2. Hallo Robert,

    wie sieht es mit Joachim Reuls Ortsratsmandat in Altenlingen aus?

    Bei Nicht-Antreten, wäre es ja ein „leerer Stuhl“ für die Oppositionsparteien siehe: § 44 Absatz 4 NKWG…..

    Grüsse,

    Thomas Adolf

  3. Frank O. said

    Ist schon eine komische Demokratie, in der gwählte Leute, 3 Wochen nach der Wahl, verzichten und man einfach Leute ins Amt schicken kann die „nicht“ gewählt wurden.
    Verwirrend auch: „…. in den Tagen nach der Kommunalwahl….“. Wirklich ungewollt? Oder zumindest schon geahnt?

    Auf der HP der BN finde ich dazu übrigens nichts.
    Lieber erstmal eine Presseerklärung abgeben, bevor Gerüchte aufkommen, dann wieder Bürgernähe zeigen.
    Schwache Leistung.

    • Leni said

      Möglich ist es schon, dass vor wenigen Wochen noch niemand etwas geahnt hat; speziell Krankheiten sieht man nicht voraus. Gute Besserung!

      Fraglich ist, ob sich das Mandatskarussell weiter dreht oder jetzt ein fixer Zustand erreicht ist ??

    • Michael Sänger said

      Das ist keine komische Demokratie, sondern diese Demokratie hat Regeln und diese besagen, wenn jemand ein Mandat aus welchen Gründen auch immer nicht wahrnehmen kann, dann rücken diejenigen nach, welche die nächsthöchste Stimmenzahl erreicht haben. Deshalb ist die Aussage, dass „man einfach Leute ins Amt schicken kann, die nicht gewählt wurden“ etwas unüberlegt. Da zwischen der Zusage für ein Amt zu kandidieren und der Amtsübernahme nach einer Wahl oft Monate liegen, kann es eben sein, dass jemand krank wird oder sich seine berufliche Situation gravierend geändert hat. Darüber sich kleinkariert zu mokieren zeugt von wenig Verständnis menschlicher Lebenssituationen.

      • Frank O. said

        @ Michael Sänger
        Bitte nochmal lesen! …….“nicht“……
        Und die mit den meißten Stimmen sind eben NICHT nachgerückt.
        Lassen wir Krankheit mal gelten aber berufliche Situation, in den Tagen nach der Wahl geändert, hätte man auch auf Spanisch schreiben können.

        @ Robert Koop jun.
        Peinlicher befangener Kommentar.

  4. Brüggmann, Brigitte said

    Vor Jahren gab es schon einmal solch einen Fall. Bei den
    damaligen „Unabhängigen“ verzichtete Leni Johannsen aus
    gesundheitlichen Gründen auf ihr Mandat und Dr. Bendick
    rückte nach. War das damals ein Geschrei und Seiten der
    Lingener Tagespost füllten sich. Damals kam der Protest
    hauptsächlich aus dem Lager der CDU, dessen ehemaliges
    Mitglied ja Leni Johannsen war. Ich bin gespannt, wie diesmal
    die Reaktionen sind. Gute Besserung für H. Dr. Oevermann.

  5. Robert Koop jun. said

    Wir sprechen hier über einen krankheitsbedingten Ausfall (Oevermann) und über jemanden, der einen Job in Süddeutschland (Reul) macht.

    Haltet ihr es nicht für möglich, dass diese Ereignisse (Krankheit & Job) vor der Aufstellung zur Wahl (Wochen vor dem 11.9.) unbekannt waren?

    Was für eine perfide Art hier irgendwelche Unterstellungen zu machen.
    Wir sprechen hier vom Umgang untereinander und beklagen uns, wenn Pott eine Granate vor die Tür bekommt, Kemmer Flugtickets ausgestellt werden oder uns die Tür weggesprengt. Aber wenn gewählte Lingener erkennen, dass sie der Aufgabe -aus welchen Gründen auch immer- nicht gewachsen sind, ist das Wahltaktik und Gemauschel. Irre!

    Gute Besserung, Dr. Oevermann. Und gutes Gelingen in Süddeutschland, Herr Reul.

  6. Tobias D. said

    Lieber Robert jun.
    Was ist denn mit dem Ortsratsmandat von Herrn Reul?
    Das hat er nicht abgelehnt…? Stinkt gewaltig…

    • Rolf Heinrich said

      @ Tobias:
      Vielleicht stinkt’s den Christdemokraten!

      Denn mit Herrn Storm hat die BN-Fraktion an Kompetenz und Schlagkraft gewonnen,
      der ist nicht auf den Mund gefallen und weiß ’ne scharfe Klinge zu führen!

      • Tobias D. said

        @Rolf,

        es geht mir hier nicht um die Stadtratsfraktion. Atze kenne ich auch – und ist ein sehr netter und kompetenter Mann! Das streitet niemand ab.

        • Rolf Heinrich said

          @ Tobias:

          Jetzt bin ich verwirrt, ob des von Ihnen wahrgenommen Gestanks:
          Ist seine Ursache der Mandatsverzicht zweier BN-Mitglieder des Stadtrates oder entsteigt er dem Ortsrat Altenlingen, weil dort ein BN-Vertreter nicht verzichtet?

  7. Job said

    @Tobias
    Ortsratssitzungen sind nur 6-7 mal im Jahr. Stadtratssitzung 10-11 mal im Jahr. Hinzu kommen die wöchentlichen Fraktionssitzungen und Ausschusssitzungen.
    Auch so mancher Landwirt/in ist (oder wird es noch) an den hohen Sitzungsaufwand scheitern.

    • Tobias D. said

      Achso…
      „Bürgernah“ ist also, wenn man nur zur Ortsratssitzung kommt und sonst in Süddeutschland weilt… Man ist ja den „BÜRGERN“ dann so „NAH“…

      • Moin Tobi,
        erst mal diesen Contra-BN-Reflex sacken lassen und dann bitte nicht diese JU-Position hier breit treten. Joachim Reul arbeitet in Württemberg, er weilt dort nicht. Er ist in der Lage, sein Ortsratsmandat auszufüllen, sonst hätte er es nicht angenommen. Hast Du schon mal ein Ortsratsmandat inne gehabt? Nein? Na, dann warte mal ab und schau es Dir an.

        • Tobias D. said

          Das Eigentor merkst Du selber Robert oder?
          Entweder ist er hier und kann Orts- und Stadtrat machen – oder er ist eben nicht hier …
          Bürgernah ist anders, Robert!

          • kib said

            @ Tobias: Lassen Sie es bitte gut sein.
            Über die jüngste Entwicklung ist die BN sicherlich nicht sehr erbaut (vermutlich i.e.L. die Herren Oevermann und Reul). Es gibt allerdings Dinge, die lassen sich nicht ändern, und Häme bringt nie jemanden weiter.
            Ich vermute Ihnen schwirrt sicherlich der Umgang eines anderen krankheitsbedingten Rücktritts durch den Kopf (ging mir- wie sehr vielen Lingenern- ebenso).
            Seien Sie sich gewiss : Den diesbezüglichen Umgang der BN und des Blogbetreibers empfand ich moralisch als völlig unakzeptabel. Aber noch unsäglich war seinerzeit die Lingener Gerüchteküche in diesem Zusammenhang. (bitte letzten Satz „fett“).

            Bei allem verständlichen Ärger der Wähler und bei zum Teil verständlicher Schadensfreude der Union. Reflektiere ich den Umgang des Blogbetreibers hinsichtlich des Rücktritts der Unions-OB-Kandidatin und lese dann wenige Monate später einen Artikel der Union der derart beginnt:
            „Die Spatzen pfeifen es schon seit Tagen von den Lingener Dächern… „ (auch fett, bitte) ..
            habe ich eigentlich keine Fragen mehr: Halt, eine noch: Wen erstaunt es dann noch, wenn Politikverdrossenheit auch auf der kommunaler Ebene / dem platten Land ankommt?

  8. Tim H. said

    „Bürgernah“ hin oder her, nah oder fern, die zwei neuen Bürger-Vertreter werden hoffentlich auch gut ins neue Bild des Stadtrats passen und aktiv an der Politik mitwirken durch konstruktive Beiträge und gute Denkansätze!
    -> mal weniger Rhetorikkanonaden und mehr nachvollziehbare Taten

  9. Reinhard-Rauscher said

    Alles schön und gut,
    aber, dass gleich VIER für Stadt- bzw. Ortsräte (auch von SPD und Grünen!) gewählte Personen ihr Mandat nicht antreten, ist schon befremdlich und wird zumindest in meinem Bekanntenkreis mit Zorn wahrgenommen. Für die an sich wünschenswerte Senkung der Politikverdrossenheit ist das ein absoluter Bärendienst gewesen.

  10. Brüggmann, Brigitte said

    Zu Job: Ortsratssitzungen finden nicht 6 bis 7 mal statt, sondern
    monatlich.
    Herrn Rauscher kann ich voll und ganz zustiimmen. Wenn ich
    zur Wahl gehe und mein Kreuzchen bei einer bestimmten Person
    mache und diese sagt später: Danke, lieber Wähler, aber ich
    nehme mein Mandat nicht an. (außer krankheitsbedingt, das ist
    nicht planbar), dann gehe ich das nächste Mal doch erst gar nicht
    zur Wahl hin.

  11. otto h said

    Alles gut und schön, Herr Rauscher, Ihnen kann so etwas ja schließlich nicht passieren. Weder aus gesundheitlichen, noch aus beruflichen Gründen.

    Zumindest vor berufsbedingter Krankheit sind sie als Beamter auf Lebenszeit ja weitestgehend gefeit. Das eigenhändige Aufhängen von Wahlplakaten im ganzen Emsland war mit ungewohnter körperlicher Bewegung verbunden, aber gerade deshalb zusätzlich gesundheitsfördernd und mindert ergo sogar das Risiko, die Wahlverdrossenheit durch Ihr Zutun zu erhöhen. Ihre Schadenfreude, die Sie mit künstlicher Erregung zu kaschieren suchen, könnte allerdings einem derartig gegen Stress völlig untrainierten Gemüt erheblichen Schaden zufügen. Denn ihre Bekannten könnten ebenfalls mit Zorn über Ihre selbstherrliche Art reagieren mit der Sie die Verhinderung anderer so hämisch kommentieren.

    Als (Fach-) Hochschullehrer mit unendlich viel Freizeit nicht nur in den Semesterferien laufen Sie natürlich ebenfalls niemals Gefahr, wegen BERUFLICHER Verpflichtungen auch nur eine einzige Sitzung zu versäumen. Da können sich Ihre Wähler beruhigt zurücklehnen.

    Man darf gespannt sein auf Ihre unbeugsame Oppositionsarbeit. Vielleicht sollten Sie ihre Wähler ja nicht nur wissen lassen, was Ihre Bekannten zornig macht, sondern was wir von IHNEN zu erwarten haben. Auf Ihrer Homepage ( http://www.reinhard-rauscher.de ) lassen Sie uns leider nur wissen, dass man Ihre so mühsam in unerreichbarer Höhe aufgehängten Wahlplakate zerstört hat. Und nicht zu vergessen, dass Sie Tausend Klicks hatten. Sollten das Erreichen von mehr als 1000 Klicks und die Beseitigung von Schmierereien auf Ihrem Konterfei tatsächlich das einzige politische Ziel sein, das Sie verfolgen? Sieht jedenfalls ganz so aus.

    Nein?
    Stimmt!
    Folgendes lassen Sie uns jedenfalls noch wissen: „An sich könnte es mir egal sein, aber ich ärgere mich darüber, weil derartige Vorgänge (4 Mandate wurden nicht angenommen) wahrlich geeignet sind die Politikverdrossenheit weiter zu schüren.“

    Ich stelle mir jedoch die Frage, warum einer wie Sie überhaupt zur Wahl antritt, einer dessen politisches Ziel einzig in der Pflege seiner Wahlplakate und der Schelte anderer Kandidaten besteht. Hoffentlich merken Ihre zu Zorn und Politikverdrossenheit neigenden Wähler das nicht.

    • Reinhard-Rauscher said

      Unglaublich!

      Das schreibt der Richtige!

    • Job said

      @otto h
      was war das denn?
      Ich habe immer gedacht, Sie sind von Vorurteilen gefeit. War wohl nichts. Sie haben sich mit ihren Kommentar zu Rauscher für immer selbst disqualifiziert.
      UNGLAUBLICH

  12. Weltbürger said

    @otto h
    Ein BürgerNaher, der mit dem ehemaligen Vorsitzenden der BN noch ein Hühnchen zu rupfen hat?
    Ganz, ganz schlechter Stil!
    Mehr ist dazu wohl nicht zu sagen.

  13. BN Joachim Reul said

    @ Weltbürger
    Hier geht es wohl mehr um einen ehemaligen Vorsitzenden, der mit der BN noch ein Hühnchen rupfen will. Auch wenn otto h sehr polemisch wird, so hat er doch nicht ganz Unrecht.

    @Reinhard Rauscher
    Da sag ich doch auch mal schön und gut, lieber Reinhard.
    Damit meine ich Deine Homepage, von der ich hier zum ersten Mal höre. Hab ich mir natürlich erst einmal angesehen, bevor ich hier auch mal was sage. Deine Seitenhiebe gegen BN sind streckenweise ziemlich derb.

    Auf deiner Homepage schürst Du sogar Spekulationen über die Herkunft von Spenden für die BN, die nach Deinen Worten einen „faden Beigeschmack“ haben sollen. Die Herkunft der von Dir als Großspende bezeichneten Mittel kennst Du durch Deinen gar nicht so geheimnisvollen Informanten eben so genau, wie deren Höhe. Hier unterschwellig den Eindruck von Illegalität zu vermitteln ist bösartig.

    Immerhin findet sich ja auch so einiges aus meiner Feder bei Dir wieder. Das könnte ja durchaus zu Gemeinsamkeiten im Ortsrat führen. 😉

    Ich finde ich es auch nicht gerade freundlich, wie Du Dich dort und auch hier zu Martins und meinem Rückzug äußerst. Dass Martin Oevermann erkrankt ist, ist wohl kaum ein Grund, sich hier derart über einen Verzicht auszulassen. Und was meine Person betrifft, möchte ich Folgendes dazu sagen:

    Ich bin, wie Du sehr wohl weißt, Freiberufler. Als solcher kann ich anders als Du nicht meine Zeit schon bis zu meiner Pensionierung im Voraus planen. Ich habe nach meiner Nominierung ein Mandat im Schwäbischen angenommen. Dieses Mandat sollte zeitlich eng befristet sein. Erst nach der Wahl stellte sich heraus, dass mich das Projekt für längere Zeit vollständig in Anspruch nehmen wird. Dieses Engagement, bei dem es um die Sanierung eines großen mittelständischen Unternehmens und den Erhalt vieler hundert Arbeitsplätze geht, ließ sich mit der Stadtratsarbeit in Lingen einfach nicht vereinbaren.

    Annehmen und dann einfach nicht hingehen bis es dann mal wieder passt wäre vielleicht viel weniger Leuten aufgefallen als mein Rückzug. Das deckt sich jedoch nicht mit meinem Verständnis von einem solchen Mandat, wonach damit verbundene Termine dann auch Pflichttermine sind. Schweren Herzens habe ich mich also entschlossen, die Wahl zum Stadtrat der Stadt Lingen NICHT anzunehmen. Da Du mich wohl kaum gewählt haben dürftest, solltest Du etwaige Kommentare meinen Wählern überlassen. Außerdem ist es im Interesse der BN und unserer Wähler (als deren Vertreter ich auch gewählt wurde), kompetent und regelmäßig im Stadtrat vertreten zu sein. Dem mir nachrückenden Volker Becker wünsche ich jedenfalls den Erfolg, den ich mir selbst gewünscht hätte.

    Das mir ebenfalls von meinen Wählern übertragene Mandat im Ortsrat Altenlingen werde ich jedoch antreten. Der damit verbundene zeitliche Aufwand ist im Vergleich zur Arbeit im Stadtrat sehr überschaubar und terminlich sogar langfristig planbar. Das wird zwar mit ein paar extra Flügen verbunden sein, doch das ist mir die Sache wert.

    Das Programm das ich dort vertreten werde, kannst Du auf der BN Homepage nachlesen.

    • Reinhard-Rauscher said

      Den Text habe ich gelesen. Kommentieren möchte ich ihn hier nicht, möchte aber anmerken, dass ich das ohne weiteres könnte, das aber nicht als zielführend ansehe. Auch die Unterstellung, ich wöllte der BN generell Böses, ist falsch. Ich könnte allerdings …..

  14. Könnt Ihr bitte alle miteinander mal die Pöbelei einstellen, sonst schließe ich die Kommentarfunktion für diesen Thread.

    • Wallgräfin said

      Sehr geehrter Herr Koop, ich stelle den Antrag, sämtliche Kommentare zu diesem Thema ( das völlig legitime Recht , ein Mandat nicht anzunehmen ) , zu s t r e i c h e n ! ! Über ein Drittel der Zusendungen enthalten Pöbeleien, Unterstellungen, Spott, Häme und zuletzt auch noch Drohungen. Das reicht.

      • Ich sehe es genauso wie Sie. Aber streichen ? Da tue ich mich bekanntlich schwer. Aber versprochen: Ich denke drüber nach. Vielleicht ist es besser, den Thread einfach mal durchsacken lassen.

  15. Reinhard-Rauscher said

    Hallo Robert,
    ich pöbele nicht, andere vielleicht!

    Ferner,ich glaube, wir kennen uns lange und gut genug, um abschätzen zu können ,was der andere gleich macht. Natürlich, es hätte nur einer kleinen Aufforderung wie der von auchauslingen bedurft, dass ich einen Text zur Klarstellung z.B. des faden Beigeschmacks erstellt hätte.Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, die zum Belegen erforderlichen, netten Mails kann man auch noch in drei Monaten aus der Tasche ziehen.

  16. Buggy said

    Also eine grundsätzliche Diskussion zur Parteienfinanzierung fände ich wirklich sehr interessant.
    Welche Partei darf auf welcher Stufe eine eigene Kasse haben und auf welchen Stufen landen die Mitgliedsbeiträge der Parteien. Wer darf Spenden in welcher Höhe annehmen. Ist da alles einheitlich oder gibt es da Unterschiede zwischen den Parteien bzw. Wählergruppen?
    Kommunalwahlen sind für die Parteienfinanzierung außen vor?

  17. Brüggmann, Brigitte said

    Zu Jürgen: Mag ja sein, das der OR Bramsche nicht so oft tagt.
    Der Ortsrat Laxten hat nur im Juli nicht getagt und die Arbeits-
    gruppen haben sich zusätzlich noch in unterschiedlichen Ab-
    ständen getroffen. Der Stadtrat hat auch nicht viel öfter getagt.
    Das nur zur Richtigstellung.

    • Aber neben dem Stadtrat gibt es pro Woche eine Fraktionssitzung und mindestens 1 – 2 Ausschusssitzungen und bei der BN alle zwei Wochen ein Mitglieder- bzw. Vorstandstreffen. Kann man nicht mit einem Ortsrat vergleichen, Brigitte.

  18. Reinhard-Rauscher said

    War hier nicht heute morgen noch ein Kommentar von Weltbürger ?? Gestrichen?? So ehrabschneidend war der Kommentar nun doch wirklich nicht!
    Gruss R.Rauscher

  19. küster said

    Überschrift: Listenwahlen

    Nun mal Butter bei die Fische! Ein Parteivorstand trifft sich. Es wird besprochen wer am meisten Stimmen ziehen „könnte“! Eine Partei- ober Bewegungsvorstand beschließt eine Liste, die dem gemeinen Partei oder Bewegungsvolk vorgelegt wird. In einer Mitgliederversammlung wird also über diese Liste abgestimmt. Wer der Meinung ist, dass er einen besseren Listenplatz verdient hat, kann sich also einer „Kampfabstimmung“ stellen. Was in der Regel ziemlich aussichtslos ist. Was ist denn das hier für eine Diskussion!

    Dann aber steht jemand auf der Liste für den Stadtrat, den Ortsrat und mit viel Pech auch noch für den Kreistag an vorderster Stelle und wird gewählt. Die, die nach Ihm auf der Liste stehen sind aber ebenso gewählt, wenn auch mit weniger Stimmen. Krankheit, oder versterben führen oft dazu, dass der „nächstgewählte“ den Platz einnimmt. Ein ganz normaler Vorgang in unserer Demokratie, das hat nichts mit Unrecht zu tun. Auch wenn man manchmal rote Punkte vor Wut im Gesicht bekommen könnte.

    Sicherlich verhält es sich im Verzicht etwas anders. Denn wenn ich für einen Stadtrat an vorderster Stelle kandidiere, für den Ortsrat auch noch, das letzte Mandat annehme, weil es eine bequeme Sache ist, das „wichtigere“ aber ablehne, habe ich mindestens mein Wählervotum verraten. Es ist demjenigen selber überlassen, wie er bei der nächsten Wahl seinen bisherigen Wählern das erklären will.

    Wer in der freien Wirtschaft und nicht als Oberlehrer arbeitet, muss immer damit rechnen, abberufen zu werden. Natürlich auch für einen wichtigeren Job als den des Stadtrates im Rat der Stadt Lingen. Immerhin ist das wirtschaftliche Überleben wichtiger als Mandat im Rat. Das soll aber jetzt kein Plädoyer für Beamte und Lehrer sein, sondern vielleicht nur die Prüfung eines jeden selbst. Es ist vielleicht sogar eine Frage über das Demokratieverständnis und das Verantwortungsbewusstsein in einer Zeit, in der immer mehr Menschen von Politik, Parteien, Bürgerbewegungen nichts mehr wissen wollen und sich zurückziehen, in Ihre eigene, selbst geschaffene Eigenmächtigkeit.

    Auch auf die Gefahr hin, dass ich persönlich wieder angegriffen und angepöbelt werde. Das größte, ja wichtigste Gut, das wir in Deutschland haben ist die Demokratie. Und jeder, der sich in die Verantwortung nehmen lässt hat diesem Gut zu dienen. Und das schon bevor die Listen beim Wahlleiter eingereicht sind.

    Mit freundlichem Gruß
    Jörg-Friedrich Küster

  20. Weltbürger said

    otto h ist ja bislang in diesem blog über den grünen Klee gelobt worden. Vielleicht ist es einfach nicht schicklich, seinen Kommentar zum Thema „Nachrücker“ kritisch zu hinterfragen.
    Sollte man dann allerdings allen blog-Lesern vorweg mit auf den Weg geben.

  21. BN Joachim Reul said

    Hier eine streckenweise wenig sachliche Diskussion um die Tatsache entbrannt, dass Martin Oevermann aus gesundheitlichen und ich aus beruflichen Gründen das uns von unseren Wählern erteilte Mandat abgelehnt haben. Während die Erkrankung von Martin als Begründung noch weitestgehend mit Verständnis aufgenommen wurde, waren die Kommentare zu meinem Rückzug eher gemischt. Einige Kommentare zeigten Verständnis, andere waren kaum noch als nur unsachlich zu bezeichnen. Sogar latente Drohungen wurden locker formuliert.

    Deshalb möchte ich an dieser Stelle noch einmal ganz sachlich zu meinem Entschluss Stellung beziehen. Besonders natürlich für diejenigen, die mich gewählt haben:

    Ich bin Freiberufler, insofern nicht wirklich in der Lage, meinen Arbeitsort und den mit meinen Projekten verbundenen Arbeitsaufwandwirklich planen zu können
    .
    Das unterscheidet mich von den allermeisten anderen im Arbeitsleben stehenden Zeitgenossen. Dazu kommt, dass ich von den Fehlern und Versäumnissen Anderer lebe. Von Fehlern und Versäumnissen, die den Fortbestand eines Unternehmens existenziell gefährden. Kurz gesagt, ich restrukturiere gefährdete Unternehmen. Das geschieht sowohl in Form externer Beratung, als auch durch die temporäre Übernahme der vollen operativen Verantwortung für das Unternehmen als Organ, also als Vorstand oder Geschäftsführer auf Zeit.

    Im konkreten Fall, den ich derzeit betreue, war es zunächst ein Mandat als externer Berater. Als solcher kann ich mir meine Zeit frei einteilen und eben auch zu einem erheblichen Teil die anfallende Arbeit in meinem Home Office erledigen. Da produziert man relativ viel Papier, formuliert zielführende Strategien und „Koch“-Rezepte, die dann von anderen, nämlich den jeweiligen Geschäftsführungen umzusetzen sind. Das kollidiert i.d.R. überhaupt nicht mit den Verpflichtungen als Stadtrat.

    Anders jedoch die Übernahme eines Geschäftsführungs- oder Vorstandsmandates auf Zeit. Das bedeuted 80-Stunden Wochen vor Ort. Dafür aber ganz wenig Papier. Selber machen ist angesagt.

    Ich habe schon seit ein paar Jahren vorzugweise statt Organfunktionen zu übernehmen solche Beratungsmandate wahrgenommen, die zudem den besonderen Charme haben, dass man NICHT 1 bis 2 Jahre lang und an 5 bis 6 Tagen in der Woche aus dem Koffer und in einem Hotel lebt. Warum also zurücktreten, bevor man überhaupt gewählt ist, wie es jemand anriet. Im Falle eines Wahlerfolges hätte es doch überhaupt keine Kollision von Terminen und Interessen gegeben. Auch der zeitliche Horizont für die Erstellung des beauftragten Sanierungskonzeptes stand nicht dagegen. So ein Konzept wird entweder schnell fertig und umsetzbar, oder es wird nicht mehr gebraucht.

    Doch wie so oft im Leben kommt es eben manchmal anders, als man es sich vorgestellt hat. Kaum war die Wahl für mich als Kandidat erfolgreich gelaufen, ergaben sich nach kurzer Zeit Komplikationen bei meinem Auftraggeber, in deren Folge sich über Nacht eine schwere Grippe des Unternehmens zu einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung mit Multiorganversagen“ und Einlieferung auf die Intensivstation auswuchs. Die Geschäftsführer (die Organe) waren von einem auf den anderen Tag nicht mehr zu halten. Dazu über 600 Arbeitsplätze vor dem Aus. Ich fand mich von einem auf den anderen Tag vor die Frage gestellt, ob ich bereit sei, sofort einzuspringen.

    Lieber in Lingen für meine Wähler im Stadtrat antreten und dem Unternehmen absagen? Hier in Lingen gibt es einen Nachrücker, der genau die gleichen kommunalpolitischen Vorstellungen vertritt wie ich. Bei dem Unternehmen gab und gibt es den Nachrücker nicht, wenn ich dort absage. Wer geht schon freiwillig als Geschäftsführer in ein insolvenzgefährdetes Unternehmen? Als Geschäftsführer geht man da sehr hohe persönliche Haftungsrisiken ein. Wer nicht genau weiß, was geht und was eben nicht mehr geht, der ist sein Häusle ganz schnell los. Zumindest DAS wissen zum Glück die Allermeisten.

    Wie ich mich entschieden habe, ist ja inzwischen hinreichend bekannt. Für ein Leben aus dem Koffer, für ein Leben im Hotel, wo ich gerade diesen Beitrag schreibe. Für eine Wochenendehe (meine geliebte Frau trägt übrigens meine Entscheidung voll mit) und nicht zuletzt für die Bestellung als Geschäftsführer. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

    Der eine oder andere Kommentator wird jetzt sicherlich enttäuscht sein, dass ich schon wieder nicht nicht auf deren „freundlichen Zuspruch“ reagiere. Dieses Niveau ist mir ehrlich gesagt zu anstrengend.

  22. Jürgen Dietrich said

    Es ist alles gesagt. Genug ist genug.
    Ich als Arbeitnehmervertreter im Stahlwerk Lingen wünsche Herrn Reul viel Glück bei dem Versuch die 600 Arbeitsplätze zu halten.

    • Rolf Heinrich said

      Richtig, Jürgen D., es ist fast alles gesagt,
      insbesondere nachdem Herr Reul (BN) auch in seinem zweiten Blog-Beitrag seine Beweggründe sehr sehr offen dargelegt hat Für mich ist das absolut überzeugend. Was soll er noch tun, um die letzten Zweifler zu überzeugen, seine Arbeitsverträge oder etwa die Hotelrechnungen und Fahrkostenbelege hier einstellen?

      Zum Abschluss noch ein paar tröstende Hinweise für alle, in deren Bekanntenkreis seit den Mandatsverzichten „Zorn“ herrscht, denen dieser Vorgang üble Gerüche in die Nase treibt oder die eine neue Welle der Politikverdrossenheit, von der emsländischen Metropole ausgehend, wahrnehmen,
      Trost aber auch für die „Rückzieher, wegen eines vielleicht schlechten Gewissens „ihren“ Wählern gegenüber:

      Nach dem „Nieders. Kommunalwahlrecht“ werden Gemeindevertretungen nach dem Verhältniswahlrecht, das mit einer Personenwahl verbunden ist (NKWG, § 4,2), gewählt: Alle Kreuzchen für eine Partei, d. h. die Stimmen für die Liste sowie die Kreuzchen bei einem Bewerber dieser Liste, werden zusammengezählt. Die Sitzverteilung erfolgt dann nach dem Standardquotenverfahren nach Hare/Niemeyer.
      Bis hierhin haben wir also eine klassische Verhältniswahl, erst jetzt greifen z. T. die Personenstimmen bei der personellen Besetzung der errungenen Sitze. Die Einteilung des Wahlgebietes spielt hierbei aber teilweise eine größere Rolle als die erzielten Personenstimmen.
      Also: Jeder, der auf einer Liste steht, kann auch als gewählter Vertreter in einen Rat einziehen. Personenstimmen sind nicht alles und sie sind auch nicht besser als Listenstimmen.Sie sollten auch nicht zur Pflege persönlicher Eitelkeiten oder zur Diffamierung des politischen Gegners dienen, sondern immer auch als Stimmen für die Partei oder Gruppierung gesehen werden, der ein Kandidat angehört. Insofern haben die Kandidaten, die jetzt verzichtet haben, mit ihren durchweg guten persönlichen Ergebnissen ihren Parteien und den Inhalten, die diese vertreten, genützt. Damit sollte man als Wähler kein Problem haben.

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