Dynamisches Licht

2. Oktober 2011

Dynamisches Licht.
ZERO und die Kunst der 1960er Jahre

Museum Kloster Bentlage  
Bentlager Weg 130, 48432 Rheine

02.10.2011 – 24.06.2012
Eröffnung Heute 11 Uhr
Öffnungszeiten: Mi-So 10-18 Uhr (ab 2. 11. 2011: 11 – 17 Uhr)
Das Museum Kloster Bentlage im benachbarten Rheine präsentiert ab heute die Kunst der 1960er Jahres. 15 künstlerische Positionen  von Künstlern aus Westfalen, Deutschland und weiteren europäischen Ländern zeigen, wie  sich ihre Protagonisten vor mehr als einer Generation zeitgleich mit Phänomenen der Wahrnehmung beschäftigten, die Grenzen zwischen Kunst und Alltag aufhoben und den Betrachter zum Bestandteil ihrer Werke machten.

Im Zentrum der Ausstellung steht die Lichtinstallation „Die Geschichte des Feuers“ von Otto Piene, „bei der der Betrachter die gewohnte distanzierte Position zum Kunstwerk aufgibt und stattdessen in einen Erlebnisraum eintritt“ (Ausstellungstext). Otto Piene, Mitbegründer der Künstlergruppe ZERO wurde durch seine ungewöhnlichen Aktionen mit elementaren Materialien wie Licht, Luft, Feuer und Erde bekannt, die darauf abzielten, Natur, Technik und Kunst zu vereinen. Skulpturen, Lichtobjekte, Gemälde und Arbeiten auf Papier von u. a. Victor Vasarely, Günther Uecker, Kuno Gonschior, Adolf Luther und Yaacov Agam werden zu seiner Installation spannungsreich in Beziehung gesetzt.

Mit der Ausstellung geben erneut Meisterwerke des Münsteraner Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte ein „Gastspiel im Grünen“.  Alle gezeigten Werke sind Leihgaben aus dem LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster. Die Ausstellung der Meisterwerke aus dem   zentralen Kunstmuseums in Westfalen nutzt damit die Gelegenheit, dass im Herzen Münsters der neue Museumsbau des Landesmuseums entsteht. Am Freitag wurde übrigens fröhlich das Richtfest gefeiert; gebaut wird allerdings noch weitere 30 Monate…

Die Studioausstellung im Dormitorium des ehemaligen Klosters schließt sich unmittelbar an die ständige Präsentation in der Westfälischen Galerie an, die mit Josef Albers, Emil Schumacher, Fritz Winter und anderen ebenfalls Einblick in die Kunst nach dem 2. Weltkrieg gibt.

Lingener erinnern sich derweil an die erste große Ausstellung des Kunstverein Lingen, die vor gut 25 Jahren ebenfalls die Gruppe ZERO vorstellte. Damals hatte sich der Kunstkreis Lingen zerstritten und aufgelöst und der neue Kunstverein präsentierte zwei Jahre nach seiner Gründung unter der Verantwortung von Heiner Schepers im „Galerie im Theater“ für emsländische Augen Ungewohntes, eine inzwischen spannende Tradition, die der Kunstverein bis heute erfolgreich pflegt.

 

(Foto: „Geschichte des Feuers“ Otto Piene,  © LWL)