Alkohol

18. September 2011

Der nüchterne Kommentar von Sabine Stüting (BN) tut gut. Ich lese ihn und weiß: Das Lingener Altstadtfest ist in diesem Jahr  zu einer wirklichen Sauf-und-Pinkelorgie verkommen, auf der dann geradezu zwangsläufig auch noch heftig geprügelt wurde. Hätte es nicht am frühen Sonntagmorgen so heftig geregnet, würde unsere Lingener Innenstadt stinken wie ein nie gereinigtes, vollgekotztes Ostblockurinal. Das  war schmutzig, überlaut und aggressiv. Mitternächtlich waren drei Viertel der Besucher augenscheinlich betrunken und aufgebrezelte 12-jährige hatten die Bierflasche am Hals. Für alle Innenstadtbewohner ist vor allem die fehlende WC-Entsorgung eine einzige Zumutung. Die „Ab-1-Uhr-ist-Ruhe-Regel“ wurde nicht beachtet. Es gab kein Sicherheitspersonal.

Das Fest muss wieder ein Fest werden. Doch die Organisatoren des finanziell maroden LWT wuppen das nicht mehr. Sie wirken überfordert, wollen vielleicht nur ihre schlechten Finanzen mit den Einnahmen verbessern, aber nehmen nicht zur Kenntnis, wie andere Kommunen solche Feierlichkeiten klüger und durchdachter durchführen. Die ganze Veranstaltung gehört, so wie sie jetzt  emslandrosenmontagsähnlich alkoholisiert abläuft, dringend auf den externen Prüfstand.

Hier die weiteren Bemerkungen von Sabine Stüting:

„Das Altstadtfest an diesem Wochenende hat einige unschöne Seiten aufgezeigt, neben allem, was – wie immer – gut lief und Spaß gemacht hat (Gruß an Revoice!).  Schon Freitag nachmittag waren die ersten Angetrunkenen in der Stadt unterwegs. Viele Jugendliche waren schon am Bahnhof angetrunken und zogen gröhlend in die Stadt, die obligatorischen Rucksäcke klingend dabei. Die Polizeinachrichten über Massenschlägereien am Pferdemarkt und am AWO-Spielplatz in der Nacht von Samstag auf Sonntag sind definitiver Tiefpunkt – ich kann mich nicht erinnern, ähnliches im Zusammenhang mit dem Altstadtfest je gehört zu haben.

Zugegeben unbewiesen/unbeweisbar sehe ich da einen Zusammenhang. Mit Sicherheit wird das Thema Alkoholkonsum auch bei Jugendlichen wieder diskutiert werden, und zu diskutieren gibt es einiges, wenn beim ASF selbst 14-jährige keine Probleme hatten, an den Verkaufsständen Bier nachzuordern. Allgemein…“

Fortsetzung im Blog der BürgerNahen…

57 Antworten to “Alkohol”

  1. BN_Riße said

    Robert, du hast in vielen Punkten Recht, aber das Altstadtfest war mehr:

    Am Samstagmorgen sind wir mit unserem BN-Mobil in die Marienstraße gefahren. Auf unserem genehmigten Standplatz wurde gerade ein Segelflugzeug (!) montiert. Frau Wildemann-Pleister vom LWT hat die Situation engagiert und zur Zufriedenheit aller „gewuppt“. (Der Segler hat sich übrigens gegen den Start entschieden „Keine Thermik“.)

    Der Flohmarkt war gut, das Kinderprogramm klasse, Karussellfahrten á zwei Euro allerdings teuer. Abends dann schöne Unterhaltungen mit Bekannten, die man sonst selten sieht. Und viele nette Menschen kennengelernt. Ein tolles Musikangebot für jeden Geschmack und satt geworden sind wir auch.

    Als einziges überhaupt ernst zu nehmendes Sicherheitspersonal sind mir mehrere Polizisten aufgefallen, die sympathischerweise ohne Mütze auftraten. Das Toilettenangebot war auch in Ordnung. Die Wagen neben dem Pulverturm z.B. waren picobello und kosteten nur 30 Cent mehr als der nächste Hauseingang. Aus so einem habe ich übrigens gemeinsam mit einem Das-etwas-andere-Möbelhaus-Junior einen Wildpinkler an den Ohren zum Klo gezogen.

    Ob Prügeleien zwischen Serben und Libanesen, Linken und Rechten (die gibt’s hier?) vordergründig mit dem Fest zu tun hatten und ob sich die Kontrahenten wirklich dort mit Alkohol versorgt haben – das will ich bezweifeln.

    Mein Fazit: Das war ein schönes Fest und durchaus gut organisiert. Gemeinsam kümmern wir uns nun um die Randerscheinungen, damit es noch schöner wird!

    Marc Riße

    P.S. Und unser Matze Wagner hat seit gestern einen neuen Bühnengruß: Er reckt jetzt vier Finger in die Höhe.

    • Frank O. said

      Das mit dem AWO-Spielplatz ist doch nun wirklich nichts Neues. Auch am Tage tummeln sich dort reichlich zwielichtige Gestalten, unter anderem die Lingener-Drogenszene (ja sowas gibts in Lingen).

      @BN_Riße

      Gott sei Dank nur an den Ohren.

    • Moin Marc,
      das Sein bestimmt das Bewusstsein, hat mal ein bekannter Deutscher gesagt. Die Sichtweise eines, Ich- bin-mal-eben-hier-und-nach-ein-paar-netten-Gesprächen-wieder-weg-Besuchers, unterscheidet sich von der eines Lingeners, der drei Tage mittendrin statt nur dabei ist. Also abgesehen davon, dass 2 Euro für das Karussell wirklich unverschämt sind (ich habe mich immer gefragt, warum da so wenige Kinder mitfahren…), waren die Klos am Pulverturm die einzigen, die funktionierten. Ansonsten muss Pfarrer Franz Bernhard Lanvermeyer die Fundamente der Bonifatiuskirche untersuchen lassen, nachdem sich Dutzende dort erleichtert haben. Das nächste Mal darfst Du auch gern vor meinem Hauseingang die Ohren der Pinkelnden lang ziehen oder sehr gern auch nächtens eimerweise Wasser über die verunreinigte Umwelt kippen. Das Toilettenangebot, bester Marc, war eine absolute Katastrophe. Und „tolles Musikangebot“? Naja, viel Covermusik hab ich erlebt. Wo warst Du denn außer bei Piano Pete und Revoice? Schöne Woche
      R

    • Hendrik said

      …nur böse Zungen würden Vermutungen darüber anstellen, warum es gerade am Pulverturm, in der nähe der Castellstraße, gleich zwei Toilettencontainer gab.

  2. pyrofa said

    Ich frage mich, ob die Zahlen, die die LT heute genannt hat, stimmen. Ein Polizeiaufgebot von 10 Beamten für eine Veranstaltung derartiger Größe ist meiner Meinung nach nicht angemessen. Auch das Sicherheitspersonal vor dem Oktoberfestzelt war maßlos überfordert, da dort zum Beispiel am Freitagabend nur eine Person für die Sicherheit abgestellt wurde. Ich persönlich habe die Polizeipräsenz auf meinem Gang über das Altstadtfest etwas vermisst.

    Und warum herrscht für Polizeibeamte keine Mützenpflicht? Ohne die Schirmmütze erkennt man die netten Damen und Herren in den dunklen Uniformen ja noch schlechter.

  3. Toni said

    Es gab keine WCs! Es gibt sie einfach nicht. Die, die in dem Plan der Stadt eingezeichnet sind, sind definitiv nicht vorhanden. Der Stadtpark (einige nennen ihn den Garten der Justiz), die Bonifatius Kirche/Kindergarten, der Parkhügel, das Kreishaus und viele andere Orte sind vollgepisst worden.
    Und das nicht zum Ersten mal: nein! Es ist seit Jahren so, dass der LWT und früher die Stadt es nicht schaffen Konzepte vorzulegen. Die Toiletten der Kneipen sind dem Ansturm nicht gewachsen.

  4. ulrike said

    Leute,das Problem sind nicht so sehr fehlende Toiletten, die man dem LWT in die Schuhe schieben könnte, ( tolles Bild!) sondern der ungebremste Alkoholkonsum . Im Emsland werden traditionell Komplettbesoffene nur milde belächelt, solange bis man selbst das Erbrochene vor der Gartentür hat. Klartext : hier haben ganze Elterngenerationen versagt, so isses.Und der arme Herr Koop ist selber schuld, ( ist in Schuld) wenn er vor dem Zustand der totalen Ertaubung, gern auch kombiniert mit Erblindung, in die Innenstadt zieht.

    • Toni said

      Zunächst mal wohnt Robert Koop in der Innenstadt. Merkste selbst.

      Und zu den Toiletten: Wir sprechen hier von -so schreibt es der LWT selbst auf der Homepage- 80.000 Besuchern.
      Wir dürften uns einig sein, dass am Samstagabend die meisten Menschen in der Stadt sind; ich tippe auf circa 25.000. Dafür reichen doch nicht 3 WC Anlagen (Kreishaus, Pferdemarkt, Pulverturm). Jeder, der schon einmal in einem Fußballstadion der 1. oder 2. Bundesliga war, weiß das!
      Es sind einfach zu wenige. Und das hat nichts mit Alkoholkonsum zu tun, sondern mit einem natürlichen Vorgang. Jeder, auch die, die gar nicht trinken, müssen mal auf die Toilette.

      • Na, ich schätze mal, es waren Samstagabend zwischen 6.000 und 9-10.000. Bei 25000 wäre hier der Teufel los und nicht nur der Pi….
        ps Freitagabend waren es deutlich weniger. Dies zeigt auch die Panoramaaufnahme vom Bungee-Kran heute in der LT.
        Ansonsten stimmt natürlich, was Toni schreibt.

        • ulrike said

          Nicht ganz.Alkohol ist harntreibend.

          • Lars said

            Ich wohne ebenfalls direkt in der Innenstadt und wäre das Toiletten Angebot so schlecht, wie es hier den Anschein macht, wäre ich zu mir nach Hause gegangen. Das musste ich aber nicht. Die Toiletten waren sauber und gut zu erreichen.

            Schlimmer war der ungebremste Alkoholausschank und die fehlenden Sicherheitskräfte. Das die Nachtruhe nicht eingehalten wurde, ok damit kann ich leben. Ich bin schließlich freiwillig in die Fußgängerzone gezogen und da bleibt nächtlicher Lärm nicht aus. Aber wenn Nachts um 3 zwei oder drei besoffene Jungendliche versuchen die Schaufensterscheiben in der Marienstr. zu zertrümmern und keine Ordnungskräfte mehr vorort sind, gibt das ein ziemlich schlechtes Bild.

            /* Ironie ON */ Aber es ging ja nur bis 1 Uhr, dann brauch man darüber hinaus auch keine Ordnungskräfte mehr! /* Ironie OFF */

    • Nönö, ich bin nie weggezogen!

      • ulrike said

        Weiß ich . Präsensgebrauch als Zustandsbeschreibung, nicht in die Zukunft gerichtet.Also selbst in Schuld.Clusorth-Bramhar wär ruhiger.

  5. Monia said

    Genau! Es wurde auch mal wieder Zeit für das am liebsten genommene Argument in dieser Region: Ist doch selbst schuld, wenn er dahin zieht, soll er doch wegziehen, wenn’s ihm nicht passt!

    • ulrike said

      Mein Gott,liebe Monia ,die Ironie nicht gemerkt?Gerade Sie nicht?Ich muss doch nicht jedesmal einen Warnhinweis mit ausdrucken, dann gäbs von mir kaum noch Text.

    • Durchblick said

      …sprach die Monia, und Recht hat sie!

    • Job said

      @Robert
      Nicht jedes Altstadtfest endet mit einer Prügellei. Auf jeden Festplatz stand ein Toilettenwagen. Allerdings zu wenige.
      Toilette Parkgarage Marktplatz war geöffnet.
      Ja, es wurde zum Teil heftig, bei alt und jung gesoffen.
      In den Bierständen wurde, so gut es geht, auf das Jugendschutzgesetz geachtet (ich war selber im Bierstand).
      Vollgekotztes Ostblockurinal habe ich noch nicht gesehen. Wo treiben Sie sich denn überall herum?
      Was meinen Sie damit, dass Fest muss wieder ein Fest werden. Das Altstadtfest war noch nicht anders als heute. Es gab 31 Altstadtfest in Lingen. Einige waren gut (gute Musik, wenig auffallende Betrunkene) und einige waren von der Musik und von den Besoffenen her, grottenschlecht.
      Was ist zu tun? Alkoholverbot auf dem Altstadtfest. Statt Bierstände sind Saftbars aufzustellen. Ab 23:00 Uhr Nachtruhe.
      Ich denke da an die Bewohner in den umliegenden Altenwohn- und Pflegeheimen. Und ich denke an die Kranken und Pflegebedürftigen im Krankenhaus.
      Eine andere Möglichkeit: Stadtfest in den Emslandhallen und auf dem Kirmesplatz.

      • Toni said

        Wieso reagieren denn hier so viele so dünnhäutig, wenn man die Folgen des Alkoholkonsums anspricht!?

        Natürlich soll und darf kräftig auf dem Altstadtfest (so ist die überhaupt genau??) gefeiert werden. Aber man wird doch noch daraufhinweisen dürfen, dass

        a) die Musik zu laut und zu viel Covermusik war, in Altenlingen muss man das ASF nicht mehr hören!
        b) zu wenig WCs in Betrieb waren, warum ist sonst alles vollgepinkelt worden.
        c) viele Jugendliche zu viel getrunken haben.
        d) es ein hohes Gewaltpotential gibt.

        Da sind natürlich alle gefragt. LWT bzgl Musikauswahl und Toiletten, die Eltern für den Konsum der Kids und die Polizei, die andere Strategien fahren sollte.

        Wenn wir da nicht bald etwas besser organisieren und aufpassen haben wir hier (mit Verlaub) Meppener Verhältnisse.

  6. Monia said

    @ulrike: Sorry, konnt ich mir einfach nicht verkneifen. Ich versteh Ihre Ironie aber durchaus, keine Panik.

  7. küster said

    Is´aber auch ein spissiges Thema. War den wenigstens die Musik gut? Die Stimmung der tausenden „Nichtpisser“, das Futter und die Laune vieler tausend Besucher auf einem der größten und beliebtesten Events im Emsland? (ohne Haue natürlich)

  8. Wer vom Altstadtfest mehr erwartet, sollte besser zu Hause bleiben. Ich kann die Ansichten von Robert Koop voll nachvollziehen.
    Was mich mehr irritiert, ist die Zufriedenheit der LWT
    ( Aussage Schmidt ).
    Die Ausführung und Zuständigkeit für das Altstadtfest obliegt einzig und allein der Stadt Lingen (Ems). Dies gilt auch für die Gebührenerhebung.
    Die Stadt Lingen müßte eigentlich zufrieden sein.

  9. Tim said

    Ich kann in allem zustimmen. Mir ist die Lust zu feiern bereits vor dem Wochenende vergangen, ansonsten hätte ich mich auch unter das Volk der Feiernden geworfen.

    Was war denn mit der Pferdemarktbühne und dem „Open Air Club“? Nach Aussagen von Bekannten und Freunden, sollen diese zumindestens ein voller Erfolg gewesen sein. Natürlich nicht auf das Toilettenproblem bezogen.

    Nur die Lärmschutzregel ist mir herzlich egal. Natürlich sorgt das gerne für Unmut, aber einmal im Jahr kann ich damit gut und gerne leben. Auch als Direktbetroffener, der ich bin.

  10. Ernst said

    @Tim:

    Du hast natürlich recht. Tendenziell kann man das alles ‚ertragen‘. Nur wenn man in der Stadt wohnt, kommt da doch einiges zusammen: Altstadtfest, Karneval, Altstadtwirtefest, City-After-Work Feten, karibische Nächte, Sommerkonzerte, Coctails on Ice, verkaufsoffene Sonntage, Spinola-Markt, Kivelingsfest (alle 3 Jahre), Flohmärkte, Pöttemärkte und sicherlich die ein oder andere Veranstaltung, die ich jetzt vergessen habe.

    Ich beschwere mich nicht, aber man muss auch die Fairness haben, wenn die Innenstadtbewohner sagen. Bitte haltet euch an die Zeiten und Absprachen.

    • @Ernst: in eigener Sache … es nennt sich Musikfest der Altstadtwirte 😉 Die Lifemusik findet innerhalb der Gebäude statt und ich kann mir beileibe nicht vorstellen,
      dass 2 Ausschanktresen auf dem Marktplatz die gleiche Geräuschkulisse bilden, wie die von Ihnen genannten Veranstaltungen?! Ansonsten finde ich Ihre Ein und Darstellung
      absolut korrekt!

  11. „Schon Freitag nachmittag waren die ersten Angetrunkenen in der Stadt unterwegs. Viele Jugendliche waren schon am Bahnhof angetrunken und zogen gröhlend in die Stadt, die obligatorischen Rucksäcke klingend dabei.“

    Über was für ein Problemkomplex wird hier eigentlich diskutiert? Mir scheint als ging es wieder um das ewig sich selbst beweihräuchernde monokausale Gewäsch derer, die ihre glatt gestriegelte und für niveauvoll befundene Biedermannskultur gegen den Untergang des Abendlandes verteidigen wollen.

    • Robert Koop said

      Huch! Das ist aber ein Abschlusssatz! Am stinkenden Wildpinkeln von Hunderten ändert er aber nichts…

      • „Ja, Herr Hauptmann, die Tugend – ich hab’s noch nit so aus. Sehn Sie – wir gemeine Leut, das hat keine Tugend, es kommt einem nur so die Natur; aber wenn ich ein Herr war und hätt ein’ Hut und eine Uhr und eine Anglaise und könnt vornehm reden, ich wollt schon tugendhaft sein. Es muss was Schönes sein um die Tugend, Herr Hauptmann. Aber ich bin ein armer Kerl.“

        😉

  12. Bei allem nötigen Respekt… aber dieser Satz könnte genauso gut aus den Zeiten des aufgeklärten Absolutismus stammen:

    „Wie wäre es mit einem Zeichen, dass wir die Vorbildfunktion für die Jugendlichen ernst nehmen?“

    Wie wäre es einmal hiermit: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/476#/beitrag/video/1374052/nachtstudio-vom-3-Juli-2011

    Und wie wäre es mit einem neuen Denken bezüglich unserer Rauschkultur? Der obige Beitrag gibt dazu interessante Ansätze und Anstöße abseits von spießigen Phrasendreschereien und Schnellverurteilungen, von denen wir so oft schon penetriert worden sind. Eine Hegelsche 3-Liter-Philosophie wäre auf jeden Fall eine Überlegung wert. 😉

    • ulrike said

      Dieser pseudowissenschaftliche Quark des Herrn Sievers ist unerträglich.Leute,es geht hier schlicht um Drogenkonsum, der schöngeredet wird. Und um die zahlreichen die Mitbewohner erfreuenden Folgen. Alkohol ist eine starke Droge und ein Zellgift, da hilft auch kein elegantes Ambiente irgendeiner Location.Für die Wirte derselben geht es schlicht um die Frage: wie bekomme ich das Geld aus euren in meine Tasche. so einfach ist das. Der Gewinn ist individualisiert, die Kosten der Folgeschäden sozialisiert .Bloß wird das gerne ausgeblendet und von Lebensstil und ähnlichem gefaselt. Rauschkultur, wenn ich das schon höre. Was ist am Besaufen als Kultur zu bezeichnen?

    • Anne said

      Herr Sievers, wissen Sie eigentlich, dass Alkohol bei Schwangerschaften Schäden am ungeborenen Leben zur Folge hat – Behinderungen und Missbildungen etc. … aber das scheint Ihnen und Ihrer Rauschkultur egal zu sein. Denken Sie mal darüber nach und schwätzen Sie nicht immer so geschwollen daher.

      • EvaWeckenbrock said

        Was hat seine Aussage denn jetzt mit Alkohol während der Schwangerschaft zu tun. Die Diskussion läuft ja völlig aus dem Ruder.

  13. Monia said

    Wie wäre es mit einem Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde über Monokausalität und Hegelsche Rauschkultur (der aufgeklärte Absolutismus und die Biedermannkultur lassen sich da bestimmt auch noch irgendwie unterbringen), und zwar abends aufm Schützenfest, nachts am zum Pissoir umfunktionierten Hauseingang oder auf einer zünftigen Landjugendparty (tbc)? Ich bin mir sicher, die angenehm unspießigen Menschen, die Sie da treffen werden, sind allesamt passionierte ZDF-Nachtstudio-Kucker und werden begeistert sein von Ihren Ausführungen.

    • bn_stueting said

      Aber, Herr Sievers, vielleicht ohne allzu ausführliche Darlegung Ihrer anstößigen Penetrationserfahrungen, das wäre ohne Bewußtseinserweiterung allein schon von der vermuteten Tiefe Ihrer Introspektionssbereitschaft kaum zu ertragen – und wie Sie richtig unterstellen, ich hab es nicht so mit der Rauschkultur.

  14. benni said

    also, wenn sie alle so ein problem mit jungen menschen, die die sau raus lassen, haben, dann bleiben sie alle doch einfach zuhause. wenn hier was quark ist, dann dieser ganze hetzerische blog mit seinen durchsichtigen texten und leuten, die kein bock haben, sich mit wirklich wichtigen problemen zu beschäftigen und stattdessen sich um jeden kleinen kleinstadt furz künstlich aufregen. insofern hat herr sievers auch keine chance gegen rechte spießer seine ansichten hier zu posten. gut, dass leute wie sie, keine entscheidende rolle bei dem spielen, was sache ist und was nicht. ich lass mir den spaß auf dem altstadt fest von solch kleinkarierten personen wie ihnen nicht verderben. lustig finde ich im übrigen die bemerkung „Wenn wir da nicht bald etwas besser organisieren und aufpassen haben wir hier (mit Verlaub) Meppener Verhältnisse.“ ohh, wie schlimm. und natürlich auch lob an herrn koop, der beim slime-konzert damals noch behauptet hat, „gut, dass in lingen mal wieder richtig die post abging“. eine band, die textet, deutschland muss sterben, und wir wollen keine bullenschweine, ist natürlich genau das richtige für lingen, damit hier mal wieder die post abgeht. aber wenn leute sich dann real so benehmen, sind sie wieder frei fürn abschuss. was für eine heuchelei…

    • ulrike said

      Diese Füße sind schon ganz platt .Weil so draufrumgetreten wird. Da wird auch sicher die wichtige Rolle drunter leiden, die Benni bei allem spielt , was Sache ist. Na denn, Prost.

      • küster said

        Also das mit dem rechten Spießer lass´ich nicht auf mir sitzen. Ansonsten denke ich über den Benni-Beitrag ernsthaft nach. Und das Herr Sievers hier nicht das Gehör findet liegt weniger daran, das hier alle zu dumm sind, sondern eher daran, dass auch bodenständige Menschen die Botschaft verstehen möchten. Nein, sie sollen sie sogar verstehen. Benni´s Eintrag (oder Post oder so) hat mir deswegen gefallen, weil er eine klare Sprache spricht. Herr Sievers schreibt in einer Sprache, die unverständlich ist und die eigentlich keiner verstehen will.

        Davon einmal ganz abgesehen, halte ich es eigentlich für völlig überflüssig sich an einem Thema abzuknabbern, das sich ohnehin nie ändern lässt.

        @Robert ich finde Deine sachlichen Beiträge in dem Blog wirklich gut. Kaum jemals, das etwas widerlegt werden konnte. Dabei solltest Du bleiben, wenn ich mir das erlauben darf.

    • Toni said

      Sie haben keine Ahnung, Benni. Problem ist, dass sie scheinbar gerne feiern und sobald man dies kritisiert jegliche Objektivität vermissen lassen.

      Natürlich sollen Jugendliche in Lingen feten dürfen. Aber auch Sie werden eingestehen müssen, dass alles im Rahmen bleiben muss. Wenn sich unter 18/16 Jährige am Alkohol vergreifen (also viel zu viel trinken), dann ist das ein Problem; natürlich nicht nur in Lingen, sondern überall.
      Und ähnlich ist es auch bei Schlägereien gelagert. Wie die Situation in Meppen ist, scheinen Sie entweder nicht zu kennen oder nicht richtig einschätzen zu können.

      Mich würde mal interessieren, was dann in Ihren Augen die ‚wirklich wichtigen Probleme‘ der Stadt sind.

      Und das angebliche Zitat: „Gut, dass in Lingen mal wieder richtig die Post abging“. – hätte ich auch gerne belegt.

      Wie gesagt: Altstadtfest soll sein; gern auch zünftig, aber nicht chaotisch.

      • benni said

        ich glaube schon, dass ich mehr oder weniger ahnung habe. ich bin im emsland groß geworden. so wie ich es von allen möglichen leuten kenne, ist das hier schon immer so gewesen, dass die leute hier einen gewissen stolz in punkto alkoholkonsum und trinkfestigkeit haben. egal auf welchem stadt- oder dorffest ich hier im umkreis war, die leute haben hier kein problem damit schnaps an 14-jährige zu verkaufen (habe noch nie gesehen, dass einer da nein gesagt hätte und das ist schon merkwürdig). im gegenteil! hier sind die leute stolz auf heydt und co. wenn so eine kultur gepflegt wird, braucht man sich doch nicht zu wundern, das manche leute einen über den tee trinken und sich dann nicht mehr im griff haben.

        • klaruras said

          Alkoholkonsum ist in Ihrem sozialen Umfeld mit Sicherheit gang und gäbe, ich kenne solche Menschen nicht.
          Alkohol zerstört Gehirnzellen, das merke ich deutlich an Ihrem Kommentar, in dem Sie Bewohner der Innenstadt als ‚“Rechts“ einordnen, die etwas dagegen haben wenn an ihre Haustür, in den Vorgarten, Hausflur und was weiß ich wohin uriniert wird.
          „Sau raus lassen“ beinhaltet im richtigen Leben nicht sich zu prügeln, Vandalismus und Besucher dieses früher friedlichen Festes anzupöbeln.
          Ich möchte Ihr Geschrei nach Gerechtigkeit und Polizei nicht hören, wenn Sie mal tätig angegriffen werden.
          Wenn Sie einmal in diesem Block stöbern werden Sie feststellen, das auch andere Themen von Wichtigkeit behandelt werden.
          Einige Leser dieses Blocks haben sehr wohl die Möglichkeit etwas zu ändern und ich hoffe, sie werden es auch tun.

          • Tim said

            „Don’t be fooled by the rocks that I got
            I’m still, I’m still Robert from the block
            Used to have a little, now I have a lot
            No matter where I go, I know where I came from (from L-Town!)
            Don’t be fooled by the rocks that I got
            I’m still, I’m still Robert from the block
            Used to have a little, now I have a lot
            No matter where I go, I know where I came from (from Lingen EL!)“

            Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen. 😉

          • Komme aber nicht aus der Bronx und bin weder weiblich noch heiß ich Jenny Lo. 😉

    • max koop said

      @Benni Und jetzt einmal das echte Zitat.
      Im Beitrag „Slime“ (https://robertkoop.wordpress.com/2010/12/10/slime/) schreibt mein Vater „ps: Es wurde auch dringend Zeit, dass es im Alten Schlachthof wieder richtig los geht, Stefan [gemeint war Stefan Epping, Konzertbooker vom Alten Schlachthof]!“

      Benni, damit war gemeint, dass es in der Konzertsaison 2010/2011, im Schlachthof bis dato keine Konzerte gab*. Darauf hatte ich ihn damals hingewiesen.

      *Wohl aber in den Emslandhallen.

  15. Hier noch einmal in bester Spam-Manier für Frau Stüting:

    „Ja, Herr Hauptmann, die Tugend – ich hab’s noch nit so aus. Sehn Sie – wir gemeine Leut, das hat keine Tugend, es kommt einem nur so die Natur; aber wenn ich ein Herr war und hätt ein’ Hut und eine Uhr und eine Anglaise und könnt vornehm reden, ich wollt schon tugendhaft sein. Es muss was Schönes sein um die Tugend, Herr Hauptmann. Aber ich bin ein armer Kerl.“

    😉

    • Rolf Heinrich said

      Respekt!
      Büchner wird korrekt zitiert,aber meint Woyzeck die „Sauf-„Tugend bei emsländischen Festen?

      Man sollte den Verfasser des „Woyzeck“ (un des „Hessischen Landboten“) hierfür nicht instrumentalisieren, also:

      Respekt!
      (vor diesem großen Dichter)!

  16. EvaWeckenbrock said

    Was ist denn jetzt eigentlich das Problem? Die Sauferei, die Toiletten oder der Lärm?

    Ich finde auch, dass manche Leute das mit der öffentlichen Sauferei ein wenig übertreiben. Übrigens nicht nur unter 30-jährige. Ich habe so einige mittleren Alters gesehen, die sich auch nicht besser zügeln können. Also ist es schon mal gar kein Jugendproblem. Und zum anderen sollten Erwachsene ja gerade Vorbild sein, so dass die Jungen das nicht nachmachen. Ich denke das ein bisschen was trinken in unserer Gesellschaft ok ist. Aber diese Zügellosigkeit finde ich wirklich auch schlimm. Da sollte man irgendwann mal heraus wachsen.

    Zum Lärm. Ja die Musik sollte wirklich pünktlich aufhören für die Anwohner. Ist ja so schon stressig genug. Leider ist es wohl so, wenn es nicht schärfer überwacht wird, dann spielen die Bands einfach länger. Da sollte ich von Seiten der Stadt und Polizei auch stärker drauf geachtet und auch durchgesetzt werden.

    Mit den Toiletten ist mir auch aufgefallen. Ich war überwiegend am Pulverturm. Da ging es. Aber ansonsten waren kaum welche ausgeschildert. Ich wusste auch nicht so genau wo Toilettenwagen stehen. Das ist auch schon seid Jahren ein Thema und ich kann die Gastwirte wirklich verstehen, die keine Lust auf diese Horden haben. Es wird viel zu viel Dreck hinterlassen. Auch da müsste mal jeder daran denken wie er Toiletten vorfinden möchte. Und ein paar mehr Toilettenwagen und Hinweise wo welche zu finden sind fände ich wirklich nicht verkehrt. Dann verringert sich zumindest das Wildpinkeln.

    • hans1550 said

      Problematisch waren ja dann wohl Toiletten, Polizei, Musik und Alkohol:

      TOILETTEN: Zu wenig Toiletten, insb. Pissoirs. Die 30 ct. Toilettencontainer waren aber gut – und trotzdem zu wenig.
      Es Problem ist auch, dass es dem Selbstverständnis vieler Männer widerspricht für einen „kleinen“ Toilettengang 30 ct. bezahlen zu müssen. Das kann ich nachvollziehen. Ich gehe zudem davon aus, dass es nicht einmal rechtens ist Geld für den Toilettengang zu verlangen. Ausschilderung der WC-Container war lächerlich. Übersichtskarten wo ich/man ein WC finden kann waren nicht vorhanden. Was nützt es, wenn man unbeleuchtete Pseudo-Wegweiser auf die Veranstaltungsorte stellt, die man schon bei Tageslicht übersieht?

      POLIZEI: Wie oben schon geschrieben sollen nur 10 Beamte für das gesamte Altstadfest eingesetzt gewesen sein. Das ist nicht genug. Leider verfügt die PI Emsland aber nicht über mehr Personal (sodass u.a. Beamte aus OS zur Verstärkung für Schlägereien anrücken mussten). Das ist ein massiver Schwachpunkt. Zum einen ist das Altstadtfest so nicht in der Lage die Lautstärke, Personenkontrollen, Jugendschutzkontrollen, Gewalt- und Sachbeschädigungstaten (insb. Wildpinkeln) zu bekämpfen, bzw. zu verhindern. Zum anderen ist auch nicht für „Eventualitäten“ vorgesorgt. „Was wäre wenn…“, da reichen dann auch nicht 45 Minuten später eintreffende Kollegen. Ich sehe hier nur die Möglichkeit die Sicherheit (noch mehr) in die Hände von erfahrenen privaten Sicherheitsdiensten zu geben, um die Polizei zu entlasten und für wesentliche Aufgaben „frei zu machen“, die sie schlicht nicht wahrnehmen: Offenbar gibt es auf dem Altstadtfest 3(!) Beamte in einem Team speziell zur Jugendschutzkontrolle. Klar, dass das nicht funktionieren kann. Und ebenso haben die restlichen 7 Beamten sich „einen Scheiß“ um dieses Thema gekümmert, wie gesagt, wie auch?

      MUSIK: Auf Konzerten ist es laut. Es sollte natürlich nicht zu laut sein. Auch hierzu gibt es klare Regeln und Bestimmungen. Zum Beispiel muss jede Bühne Gehörschutz in ausreichender Menge vorhalten. Fragen Sie mal 😉
      Wenn es eine Sache gibt die funktioniert, dann, dass die Musik um 1.00 Uhr aus und die Getränkebuden um 2.00 Uhr dicht sind. Merkwürdigerweise schafft es die Polizei hier immer für „geordnete Verhältnisse“ zu sorgen (wohl zwecks Feierabend).
      Klar klimpert eine Kapelle gerne auch mal noch eine, zwei, oder drei Zugaben. Aber niemand übertreibt es, die Polizisten wollen halt ihren Feierabend.

      ALKOHOL: Volljährige müssen selbst wissen, was sie ihrem Körper antun wollen. Jugendliche müssen kontrolliert werden. Dies geschah (in diesem Jahr?) offenbar so gut wie nicht. Ob die ältere Generation da jetzt Vorbild ist, oder nicht, das geht so nicht.
      Was ebenso nicht geht: An einigen Ständen gab es das im Emsland offenbar übliche „Gedeck“, bestehend aus einer Flasche Schnaps und zwei Flaschen Cola, zu kaufen. So etwas gehört verboten.

      Gekürzte Fassung:
      (Gratis) Pissoirs, (noch) mehr Klo-Container, Sicherheitsdienst zur Entlastung der Polizei, Bessere (WC-)Beschilderungen, Jugendschutzkontrollen der Polizei massiv ausweiten, Getränkeverkauf (inbs. das Angebot) kontrollieren.

  17. bn-stueting said

    Wenn der LWT nicht gerade andere Probleme hätte, es gibt auch praktische Hilfen und Anregungen:

    http://www.koma-emsland.de/fete.html

    Herausgegeben von KOMA, Projekt kontrollierter Umgang mit Alkohol, eine Zusammenarbeit der kommunalen und kirchlichen Jugendarbeit im Emsland. Ist gedacht für Jugendfeten, lässt sich aber auch für größere Veranstaltungen als Richtschnur begreifen.

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