Uhlmann!

16. September 2011

Gerade gehört, schönes Stück von Thees Uhlmann, der in Lingen mit Tomte auf dem Abifestival (war es nicht sogar zwei Mal?) und im Alten Schlachthof  aufgetreten ist. Jetzt hat er sein erstes Soloalbum Thees Uhlmann herausgebracht. Der Song Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf  ist die erste Single-Auskopplung.

Ich wünsche derweil meinen Lingenern und ihren Gästen ein schönes Altstadtfest-Wochenende, bei dem alle dann gemeinsam mit mir die gut 350.000,– Euronen suchen dürfen, die der kluge LWT gerade (und nur) in diesem Jahr in den Emssand gesetzt hat. Aktuell fehlen dem Vernehmen nach rund 100.000,-  Euro in der LWT-Kasse. Wie schön, dass so nett bis nach der Kommunalwahl dicht gehalten wurde! Nicht auszudenken, wenn darüber und über die Verantwortlichkeiten im Wahlkampf diskutiert worden wäre!

Wer hat eine Idee, wer hilft? Vielleicht sollte am besten schnell gebeichtet und gebetet werden…

ps Bevor sie irritiert nachfragen: Thees Uhlmann und der LWT-Finanzcrash haben natürlich überhaupt nichts miteinander zu tun. Nur laufen sie mir gerade gleichzeitig über meinen Mac.

pps Oh, schön!Uhlmann jedenfalls. Mein Nachwuchs klärt mich gerade hierüberauf. Hätte ich auch selber drauf kommen können. Schließlich ist Stefan Epping  im Alten Schlachthof verantwortlich und ich hoffe, dass dies auch so bleibt und er nicht abgeworben oder abgeordnet wird,

unterstellen

16. September 2011

Zum Wochenende noch diese kleine Anekdote:

Im Reisebus von Amsterdam nach Frankfurt.

Der Bus wird in der Nähe von Frankfurt von einem Polizisten angehalten, der standardmäßig alle Taschen auf Drogen untersucht. Ein etwas mürrischer Fahrgast möchte den Beamten so schnell wie möglich wieder loswerden.

Fahrgast (während sein Geldbeutel auf Marihuana untersucht wird):
“Aber das Geld lassen Sie schön drin!”

Polizist: “Wollen Sie mir unterstellen, Sie zu beklauen?”

Fahrgast: “Wollen Sie mir unterstellen, Drogen zu schmuggeln?”

(Über die Berechtigung der Durchsuchung möchte ich bei dieser Gelegenheit nicht nachdenken…)

Quelle

Altstadtfest

16. September 2011

Am Wochenende vor dem grandiosen und eher leisen „Fest der Puppen“ steht das  diesjährige Altstadtfest auf dem in diesem Jahr wenig anspruchsvollen Lingener Feierprogramm. Das Wetter soll dementsprechend nicht so dolle sein. Das Altstadtfest  wird wie immer laut sein und es lässt  die Innenstadtbewohner, also auch mich, nächtens selbst dann mittendrin statt nur dabei mitfeiern, wenn sie zuhause sind und gar nicht so recht mitfeiern wollen. Nun, welche Programmhöhepunkte gibt es? Einmal mehr diese zwei:

  • Für die Live-Musikfans bietet der „Alte Pferdemarkt“ ein Bühnenprogramm mit insgesamt 12 Bands an. Am Freitagabend stehen a.u die Band „Triggerfinger“ (Videoleckerli unten) und  „Mambo Kurt“ (Videoleckerli unten) auf der Bühne. Außerdem sind an diesem Abend mit dabei: „Ira Atari“, „Findus“, „Nakes Fuzz Ensemble“ und das „Alternative Rotation DJ Team“.
    Am Samstag werden ab 18.00 Uhr  „Itschy Poopzkid“, „Bakkushan“, „Keule“, „Grenzwert“, „Fifty4Plants“ und erneut vom „Alternative Rotation DJ Team“ präsentiert.
  • Zum fünften Mal wird in diesem Jahr der Kleinkunstpreis „Lingener Theo“ vergeben. Hierzu präsentieren Kleinkünstler am Samstag von 14.00 Uhr bis 21.00 Uhr und am Sonntag in der Zeit von 14.00 bis 16.00 Uhr  in Straßenperformances, Walk-Acts oder Straßentheater ihr Können, bevor um 17.00 Uhr die Preisverleihung auf der Marktplatzbühne stattfindet.
    Bereits am Samstagmorgen gibt es in diesem Kontext von  10 Uhr – 12 Uhr am Maktplatz übrigens eine besondere, im Altstadtfest-Programm bislang noch nicht enthaltene Stand-up reality performance der „4 Orange Boys feat. BMdabbeljuh tandem“ – mein diesjähriger Geheimtipp, der sich übrigens bereits für die kommenden fünf Jahre angesagt hat!

 

Gronau

16. September 2011

2010 konnte der Transport tausender Tonnen Atommüll ais dem Zwischenlager Ahaus in das russische Majak zwar verhindert werden. Aber rund 30.000 Tonnen Uranmüll exportierte der Urenco-Konzern, der im benachbarten Gronau die Urananreicherungsanlage betreibt, seit etwa Mitte der 90er Jahre von Gronau nach Russland. Dort lagert es in verschiedenen Atomzentren auf großen Flächen, ebenso wie in Gronau, in Containern  unter freiem Himmel und gefährdet die Gesundheit der Bevölkerung. Klar, dass die über den  Atommüll aus Gronau in Deutschland  nicht glücklich sind.

Also lautet die Frage: Was macht Gronauer Uranmüll in Russland? Zu einer Informationsveranstaltung unter diesem Titel laden die Antiatom-Initiativen im westfälischen Gronau ein für Samstagabend (17. September) in das Hotel Bergesbuer in Gronau ein, Ochtruper Str. 161. Beginn ist um 20.00 Uhr. Eintritt -zu diesem Alternativprogramm zum Lingener Altstadtfest- wird nicht erhoben.

Themen der Veranstaltung sind die russischen Atomfabriken  und Atomkraftwerke, die Gefahren der radioaktiven Strahlung und der Verbleib des Gronauer Uranmülls, der  nach Russland exportiert wurde.   Außerdem wird bei der Veranstaltung allgemein über die Gronauer Urananreicherungsanlage, den Widerstand dagegen und über den möglichen Verkauf der RWE- und E.ON-Beteiligung am Betreiberkonzern Urenco informiert. Das Besondere an der Informationsveranstaltung sind die Gstreferenten. Sie reisen eigens aus St. Petersburg und aus Tscheljabinsk an.

Rashid Alimov (31) engagiert sich bei der Gruppe “Öko-Perestroika” und kommt aus St. Petersburg. Er enga giert sich grundsätzlich gegen die Nutzung der Atomenergie und ist ein engagierter Kritiker der inzwischen gestoppten Atommülltrans porte von Gronau nach Russland gewesen. Er war Ostern Kundgebungsredner beim Gronauer Ostermarsch.

Natalya Mironowa (65) aus Tscheljabinsk am Ural ist seit 1989 Vorsitzende der Organisation „Movement for Nuclear Safety“, die sich für einen Ausstieg Russlands und anderer Länder aus der Atomenergie einsetzt. Einer der größten Erfolge dieser Bewegung war die Verhinderung der Anlieferung  von ungarischem Atommüll nach Tscheljabinsk. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist ihr Einsatz für die Opfer der Atomkatastrophen von Tscheljabinsk.

Der Rechtsanwalt Andrey Talevlin (38) stammt ebenfalls aus Tscheljabinsk und hat sich seit Jahren auf Umweltrecht spezialisiert. Als Anwalt vertrat er in zahlreichen Prozessen russische Umweltschützer, die gegen den Import von ausländischem Atommüll kämpften.

Tscheljabinsk ist übrigens 270 km von Nowouralsk entfernt. Auch dort lagert Uranmüll aus Gronau.150 km von Tscheljabinsk entfernt ereignete sich am 29. September 1957 der Nuklearunfall in der kerntechnischen Anlage Majak, bei dem größere Mengen an radioaktivem Material als bei der Havarie des Reaktors von Tschernobyl freigesetzt wurden. Das Geschehen wurde erst 1989 von der damaligen sowjetischen Regierung zugegeben. Ein Teil des Gebietes ist bis heute Sperrzone. Dies unter anderem auch, weil unkontrollierte Abgaben radioaktiven Materials in die Umwelt z. B. dazu geführt haben, dass der Karatschai-See heute rund halb soviel Radioaktivität in sich versammelt, wie bei der Katastrophe von Tschernobyl freigesetzt wurde.

(Quellen: scharflinkswikipedia)