Schandphal

9. September 2011

Unsere niederländischen Nachbarn kommen auf immer neue rechtspopulistische Schnapsideen. So berichtet taz-Mann Falk Madeja über diese kleinbürgerliche Pranger-Aktion:

Fred Teven, Staatssekretär für Sicherheit in Den Haag, will zu Arbeitsstrafen verurteilte Landsleute künftig in auffälligen Kleidern arbeiten lassen – zum Glück ist dabei wohl nicht an Sträflingskleidung, Ketten usw. gedacht sondern etwa an orangefarbende Westen. Darauf der Text: “Arbeitet für die Gesellschaft”.

In den Niederlanden werden jährlich 30.000 Menschen zu Arbeitsstrafen verurteilt. Das können bsw. Reinigungsarbeiten in einem Park sein. Das Problem ist, dass diese Strafe von vielen Menschen nicht als vollwertig angesehen werden. Nach dem Motto: der Verurteilte sammelt ein bisschen Papier im Park und die Sache ist gut. Bzw. nicht gut. Zu lasch und so.

Die Idee stammt von Sjef van Gennip, Direktor von Reclassering Nederland. Es gehe ihm nicht um eine Art “Schandphal”, sondern darum zu zeigen, dass Menschen, die etwas verkehrt gemacht haben auch mal etwas ríchtig machen könnten.

Ach so!

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