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9. September 2011

Bahaji

9. September 2011

Der 11. September 2001 ist noch jedem im Gedächtnis. An jenem Tag stürzten zwei Passagierflugzeuge in das World Trade Center in New York, ein drittes in das Pentagon in Washington. Mitverantwortlich für diesen Anschlag soll auch Said Bahajisein, ein 1975 in Haselünne geborener  Emsländer. im Sommer 2001 verließ er seine Familie und reiste er nach Pakistan. Dann verliert sich seine Spur. 2009 wurde in Pakistan sein deutscher Pass sichergestellt. Darin sei ein pakistanischer Einreisestempel vom 4. September 2001 hieß es seinerzeit.

Der Elektrotechnik-Student soll der Internet-Experte der so genannten Hamburger Terrorzelle gewesen sein. Drei der vier Flugzeuge, die damals in den USA entführt und bei den Anschlägen eingesetzt wurden, wurden von Mitgliedern der Hamburger Zelle geflogen. Bahaji gilt als „Cheflogistiker“ der Gruppe um den späteren Todespiloten Mohammed Atta, der am 11. September 2001 mit einem entführten Passagierflugzeug das Welthandelszentrum in New York zerstörte.

Ems-Vechte-Welle-Reporterin Inga Graber hat sich vor Ort auf Spurensuche nach einem der meistgesuchten Männer der Welt begeben. Hier der aktuelle Podcast der Ems-Vechte-Welle.

 

(Quelle evw, NDR; Fotos: © BKA-Fahndungsplakat)

Schandphal

9. September 2011

Unsere niederländischen Nachbarn kommen auf immer neue rechtspopulistische Schnapsideen. So berichtet taz-Mann Falk Madeja über diese kleinbürgerliche Pranger-Aktion:

Fred Teven, Staatssekretär für Sicherheit in Den Haag, will zu Arbeitsstrafen verurteilte Landsleute künftig in auffälligen Kleidern arbeiten lassen – zum Glück ist dabei wohl nicht an Sträflingskleidung, Ketten usw. gedacht sondern etwa an orangefarbende Westen. Darauf der Text: “Arbeitet für die Gesellschaft”.

In den Niederlanden werden jährlich 30.000 Menschen zu Arbeitsstrafen verurteilt. Das können bsw. Reinigungsarbeiten in einem Park sein. Das Problem ist, dass diese Strafe von vielen Menschen nicht als vollwertig angesehen werden. Nach dem Motto: der Verurteilte sammelt ein bisschen Papier im Park und die Sache ist gut. Bzw. nicht gut. Zu lasch und so.

Die Idee stammt von Sjef van Gennip, Direktor von Reclassering Nederland. Es gehe ihm nicht um eine Art “Schandphal”, sondern darum zu zeigen, dass Menschen, die etwas verkehrt gemacht haben auch mal etwas ríchtig machen könnten.

Ach so!