Schönes Lünne 9

16. August 2011

Neues aus „Schönes Lünne“:

a) Matthias Miersch, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, hat sich gegen Fracking ausgesprochen. Auf einem Ortstermin in Lünne sagte der Politiker jetzt, dass es im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages eine Anhörung zu dem Thema geben solle. Der Sozialdemokrat sprach sich zudem für eine Gesetzesänderung aus. Miersch sagte gegenüber der Ems-Vechte-Welle:

„Das, was Atomenergie bis jetzt geleistet hat können wir locker über konventionelle Energieträger ohne Fracing sicherstellen. Das Lösungsthema muss sein, zukünftig Energieeinsparung, Energieeffizienz und dann der Umstieg auf Erneuerbare Energien. Nicht: neue Abhängigkeiten, nicht: neue Risiken, die dadurch entstehen, dass wir immer tiefer immer risikoreicher die Erde ausplündern.“

Der Energiekonzern Exxon hatte in Lünne eine Fracking-Probebohrung durchgeführt. Ende des Jahres will Exxon das Ergebnis bekanntgeben und entscheiden, ob dort mit Hilfe von Fracking Gas gefördert werden soll. Bei einem Frac werden giftige Chemikalien in den Boden gepumpt. Die Interessengemeinschaft „Schönes Lünne“ wehrt sich gegen das Vorgehen des Energiekonzerns.

b) Vertreter der IG Schönes Lünne hatten vor wenigen Tagen gegenüber der Lingener Tagespost unterstrichen, dass sie jedwedes Fracking ablehnen. Markus Rolink, Sprecher der IG: „Wir sind natürlich weiterhin gegen das sogenannte Fracking, weil wir die Auffassung vertreten, dass toxische Stoffe nicht in die Erde gehören.“ (mehr…)

c)  Gemeinsam mit den Interessen-Gemeinschaften (IG) aus Nordwalde, Drensteinfurt und Borken hatten Vertreter der IG „Schönes Lünne“ in der letzten Woche insgesamt 13000 Unterschriften gegen das Fracking an die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Eva Bulling-Schröter, überreicht.

d) Hinweis 1:
Aktuelles aus der Antifracking-Initiativen findet sich auf der facebook-Seite

e) Hinweis 2. Die Interessengemeinschaft „Schönes Lünne“ veranstaltet am 22. August um 19 Uhr in der Gaststätte „Wulfekotte“ in Lünne eine Podiumsdiskussion zum Thema „Unkonventionelle Gasförderung – Fracking“. Zugesagt haben bereits die Landtagsmitglieder Heinz Rolfes (CDU), Karin Stief-Kreihe (SPD), Gabriela König (FDP) und Christian Meyer (B90/Die Grünen). 

Langsam

16. August 2011

Am heutigen Dienstag (16. August)  beginnen endlich die Asphaltierungsarbeiten im Abschnitt der Bernd-Rosemeyer-Straße vom Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) bis zum Kreisverkehr Jakob-Wolff-Platz. Weshalb die 200m-Baustelle fast während der ganze Sommerferien den Verkehr im Stadtzentrum beeinträchtigt hat, weiß der Geier. Insgesamt fünf lange Wochen.

Die Asphaltierungsarbeiten werden Morgen im Baustellenbereich „unter Vollsperrung“ durchgeführt, heißt es jetzt. Eine Zufahrt in die Bernd-Rosemeyer-Straße vom Kreisverkehr Jakob-Wolff-Platz bis zum ZOB ist daher nicht möglich. Der Verkehr aus der entgegengesetzten Richtung wird umgeleitet. Die Vollsperrung endet, so die Stadt in einer Pressemitteilung,  „voraussichtlich am frühen Donnerstagmorgen“. Voraussichtlich? Da bin ich ja gespannt, ob der Schülerverkehr davon noch betroffen wird, der am Donnerstag wieder einsetzt.

Ich weiß nicht, wie Sie dies empfinden. Aber ich finde es ausgesprochen langsam, wie derartige, nicht sonderlich große Baustellen auf viel befahrenen Straßen abgewickelt werden. Dass der Tag 24 Stunden hat, hat sich bis in die Verwaltung noch nicht herumgesprochen. Anders: Warum wird eine solche Baustelle nicht in deutlich weniger Tagen abgewickelt? Es mag sein, dass die Baumaßnahme dann teurer wird. Doch so wie jetzt, wird es für die Betroffenen teurer, die  zeitaufwändige und damit kostenträchtige Umwege fahren müssen.