Deichkönigin

12. Juli 2011

Sie erinnern sich?

Inzwischen ist ein Schützenbruder persönlich zur Deichkönigin marschiert und hat von ihr verlangt, das Video vom 8. Mai bei youtube zu löschen; das zeigte ihn mit einer Handvoll alkoholfreudiger Schützenbrüder beim Schützenfest in Wesuwe – sozusagen auf dem Weg vom Taxi zur Tränke.

Es komme so schlecht, meint der junge Mann, wenn das sein Chef sehe. Als der Aufforderung nicht entsprochen wird, beschwert man sich bei youtube und das Video wird gelöscht. Ein Vorgang, den man lächerlich nennen könnte, wenn er nicht bloß Zensur wäre.

Wesuwes Schützenbrüder sind wirklich deprimierend.  Und erst Youtube!

Umbau

12. Juli 2011

Fern im Urlaub lese ich von dem geplanten Umbau des Theaters an der Wilhelmshöhe. Solche hausgemachten Lingener  Ertüchtigungen sind in der Vergangenheit fast immer gescheitert. Sie sind stets und allemal eine Gefahr für die architektonische Einzigartigkeit von Bauwerken. Diese wird geschützt durch das Urheberrecht des Architekten. Offenbar hat hierüber noch niemand nachgedacht. Also will ich warnend den Finger heben; denn das Lingener Theater ist ein überaus gelungenes Auftragswerk des Architekten Ulrich von Altenstadt, der inzwischen 83-jährig in Münster lebt.

Wer fragt ihn? Wann zieht man ihn hinzu? Das muss sicherlich nicht für den Einbau einer neuen Heizung gelten. Aber für alles andere, was denn da an Fitmachen und Sanierung stattfinden soll braucht man nicht nur seine Zustimmung sondern vor allem seinen Rat. Übrigens sollte man nicht den Unfug verbreiten, als sei das Theater nicht behindertengerecht, pardon barrierefrei gebaut worden. Die (erste) niedersächsische Landesbauordnung aus dem Jahr 1974 sah ausdrücklich das behindertengerechte Bauen vor. Entsprechend ist das 1977 entstandene Theater realisiert worden, was trotz Loge, Aufzügen und mehr nicht bedeutet, dass -wie immer- nicht noch mehr getan werden kann.

Und wenn man Ulrich von Altenstadt denn endlich fragt, empfehle ich dringend, vor seinem Besuch den Bretterverschlag an der Westseite des Gebäudes  zu entfernen, den man den Rauchern zuliebe an das Bauwerk geklatscht und es damit regelrecht verschandelt hat.

Hier mehr vom Architekten des Lingener Theaters: