Buggy kämpft

5. Juli 2011

Einmal mehr hat eine emsländische Kommune für die weitere Zerstörung der heimischen landwirtschaftlichen Strukturen gestimmt. Diesmal war es der Stadtrat in Freren, der mit dem fast einstimmigen Ja für eine 4,5 MW große Biogasanlage in der Gemarkung Bardel u.a. die Weichen für eine weitere Vermaisung der Region gestellt haben dürfte. Die zugelassene  Energieerzeugung ist rund 9 mal so groß wie eine übliche Biogasanlage. Sinnvoll betrieben werden kann sie nur mit ordentlich viel Mais oder ähnlichem Pflanzeninput. Auch der engagierte Einsatz von Bernhard „Buggy“ Barkmann an der Spitze von 40 Treckerfahrern änderte nichts mehr. Die Ratsvertreter glauben, mit einem „städtebaulichen Vertrag“ die Dinge regeln zu können. Vorhersage:  Sie werden es nicht.

Die LT berichtet dazu heute:

„Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung fällte der Frerener Stadtrat am Montagabend den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 38 „Sondergebiet Energiepark Freren“ – und stimmte damit für den in dem ehemaligen Bundeswehrdepot geplanten Bau einer 4,5-Megawatt-Biogasanlage. Das Projekt wird vor allem von vielen Landwirten in der Region abgelehnt: Rund 100 Bauern waren auf rund 40 Treckern zur Ratssitzung gekommen, um ihren Unmut über das 19,5-Millionen-Euro-Projekt zu äußern.

„Wir haben diese Entscheidung durchaus erwartet – sind aber davon natürlich enttäuscht.“ Dies erklärte Bernhard Barkmann, der Vorsitzende des landwirtschaftlichen Ortsvereins Messingen, nach der Sitzung. Mit befreundeten Landwirten als auch mit Hermann Reeker, Geschäftsführer des in Hopsten ansässigen Investors Biene Service GmbH, diskutierte Barkmann noch lange, nachdem der Ratsbeschluss gefallen war.Kritisiert worden…“

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(Grafik/Foto: ©blog agrar)