Dauerjubler

3. Juli 2011

Redakteur Thomas Pertz hat in seiner Tageszeitung das Ja des Lingener Stadtrates zur Auftragsvergabe an die Emslandarena als zukunftweisend kommentiert.  Schlüsselsatz:

„Die Stadt gibt damit ein unüberhörbares Signal an potenzielle Investoren, dass sie ihren Gestaltungswillen in Zeiten der „Dagegen“-Demokratie noch nicht verloren hat.“

Pertz‘ Bericht über die Ratssitzung war nicht nur damit  erst einmal ein Signal an potenzielle CDU-Wahlkämpfer: Ihr, liebe konservative Filzfreunde, habt weiterhin von meiner Zeitung nichts Kritisches zu befürchten.  Dabei gab und gibt es für einen Journalisten allen Anlass, die Arena-Planungen kritisch zu sehen oder jedenfalls kritisch darüber zu berichten.  Schauen wir uns dies an:

Die Handelnden:

  • Dieter Krone ist im Herbst 2010 nur mit den Stimmen der Arenaskeptiker überhaupt erst in sein OB-Amt gewählt worden; schon nach kurzer Zeit ist er zu einem unkritischen Dauerjubler für das Vorhaben geworden. Einst dagegen, hat er schon wenige Wochen nach seinem Amtsantritt  daran mitgewirkt, dass seine Fans die verdienstvolle Arenawahn-Bürgerinitiative auflösten. Überzeugend ist das nicht.
  • Grünen-Chefin Birgit Kemmer hat sich ganz früh für die wahrlich ungrüne Arena vereinnahmen lassen und nie ihre kindlich-freudige „Das-wird-aber-schön“-Haltung kritisch überprüft. Rührend geradezu, wie sie darüber hinwegplappert („Das ist Demokratie!“), dass sie damit bei den Lingener Grünen fast allein steht.
  • FDP-Mann Jens Beeck, sonst Streiter gegen jede Art und öffentlicher Subvention, beispielsweise für Seniorenwohnungen oder Baudenkmale, hat vor drei Jahren daran mitgewirkt, den Landes- und Bundeszuschuss festzuschreiben; den hatte Hannover irgendwie vergessen. Seither ist für ihn an der Emslandarena alles gut, alles richtig, alles bestens. Er hat wahrlich jede der unsäglichen Plan-Varianten zur Emslandarena beklatscht, die dem staunenden Publikum präsentiert wurden. Sein „Das-kann-nicht-ernsthaft-bestritten-werden“-Satz kam stets und prompt, wenn ein neuer Plan auftauchte. Nur über die  Dauersubventionen für die Arena, darüber schweigt der Liberale. Ist ja auch keine Seniorenwohnung.
  • SPD-Fraktionschef Hajo Wiedorn hat sich vom Befürworter längst zum Arena-Gegner gewandelt. Das war für ihn kein leichter Prozess, unterstreicht aber seine politische Qualität. Er kann zuhören, prüfen, abwägen und nachdenken, wo andere seit Jahren nur jubeln. Allerdings haben ihm seine Genossen dabei die Gefolgschaft verweigert. Also blieb nur die taktische SPD-Flucht in die geheime Abstimmung, wo im stillen Kämmerlein mit Nein votieren konnte, wer wollte.  Politisch wertvoller, weil offen-demokratisch wäre wohl ein Antrag auf namentliche Abstimmung gewesen, bei der dann Hajo Wiedorn,  Michael Fuest, Peter Supritz (und ich auch) Ihr Nein hätten deutlich machen können.
  • Und die CDU-Granden tragen für das finanzpolitisch mehr als problematische Ja die Verantwortung, trauen sich aber seit ihrem OB-Wahl-Trauma nicht mehr so wirklich, dies öffentlich zu äußern. CDU-interne Kritiker der Halle blieben der Ratssitzung lieber fern.
  • Und warum gibt es eigentlich einen Maulkorb für die Mitarbeiter der Emslandhallen, wie Hajo Wiedorn in der Ratssitzung -unwidersprochen- zu berichten wusste? Sie dürfen tatsächlich nichts mehr sagen! Direkt nachdem Wiedorn  das geäußert hatte, begab sich Stadtkämmerin Dr. Claudia Haarmann zu Florian Krebs; der umtriebige Macher der Emslandhallen verfolgte die Ratsdebatte im Zuschauerraum. Mit einem Fingerzeig  bat sie ihn ausgiebig vor die Tür des Sitzungssaales. Ob sie dem Arenabefürworter Krebs wohl den Kopf gewaschen hat?

Und dann diese Fakten:

  • Von 4.000 Sitzplätzen haben die Planer vor einem Vierteljahr Abschied genommen. Es sind jetzt nur 2.500.  Damit wird eine Halle entstehen, die kleiner ist als das Euregium in Nordhorn und nur unwesentlich größer als die jetzigen Emslandhallen. Macht das Sinn?

Und die Kosten?

  • Die künftigen laufenden Kosten stehen fest, werden aber nicht verraten. (Nebenbei: Alle Fragen der JU sind offen, trotzdem jubelt sie plötzlich mit) Der Trick der bemühten NEUTRALEN Stuttgarter Experten bestand darin, alle zusätzlichen Ausgaben „den Mietern der Emslandarena“ hinzuzurechnen. „Die belasten dann die Stadt nicht!“.  Es gibt weitere grobe Schwächen des Gutachtens, die von unserer täglichen Zeitung aber nicht aufgearbeitet wurden. Guckst du hier… Es war wirklich ein bestelltes Gutachten aus Stuttgart mit dem erwarteten Ergebnis. Wir Skeptiker hätten nicht nur die Auswahl des gutachtenden Unternehmens sondern auch die vermeintlich kleinen und einseitigen Vorgaben von Krone & Co.  für die Gutachter kontrollieren müssen. Unser Fehler, dass wir dies nicht getan haben. Dann wäre Schluss gewesen mit der Dauerjubelei zulasten solider kommunalen Finanzen.
  • Die kluge und nachhaltige Meyerhofflösung erhielt durch den schwätzenden Stadtbaurat L. vor wenigen Wochen dieses Etikett verpasst:

„Bei einer Verwirklichung dieser Planungen würden uns immense Kosten ins Haus stehen“, betonte der Stadtbaurat in diesem Zusammenhang.“

Tatsächlich sind nicht die Kosten für die Umbaulösung von Ingenieur Wilhelm-G. Meyerhoff  sondern die Kosten für die nun beschlossene Circus-Krone-Halle längst außer Rand und Band:
Nachdem erst 15 Mio bereit standen, erhöhte sich dieser Betrag innerhalb kürzester Zeit auf 17, 45 Mio, dann am 21.06. auf 18,49 Mio und noch am selben Tag waren es 18,98 Mio. Angeblich wegen  Verbesserungen, „die eben mehr kosten“. Wer diese Ausrede glaubt, muss mit seiner Leichtgläubigkeit  selbst fertig werden. In Wahrheit sind die Kostensteigerungen das, was sie sind, Kostensteigerungen, denen bloß das Mäntelchen der Verbesserung umgehängt wird.

  • Aber das ist noch nicht alles: Gaaanz klein (5 Punkt Arial), kaum lesbar und damit unseriös war oben links auf der Vorlage vermerkt, dass die Kosten für die Verlegung der Darmer Hafenstraße und des Strootbaches nicht enthalten sind. 150.000 Euro kommen hinzu.
  • Und außerdem sind zusätzliche 3,7 Mio an Umsatzsteuer auch nicht enthalten; das „exklusive Umsatzsteuer“ stand auch gaaanz klein (unten links) auf dem Papier. Angeblich will man die zu bezahlende Steuer zurückholen durch eine „intelligente Konstruktion“ (Beeck). Diese sehr optimistische Planung ändert aber nichts daran, dass nach dem geltenden Gemeindehaushaltsrecht erst einmal ausnahmslos alle Ausgaben zu veranschlagen sind und getrennt von ihnen die Einnahmen wie Zuschüsse oder Steuererstattungen.

Wir sehen:
Die aktuelle Kostenschätzung liegt vor der Ausschreibung bei 23,7 Mio Euro. Da sind wir also jetzt bei der 9.500,- Euro-Marke pro Sitzplatz gelandet. Doch  nichts von alledem beschäftigt den kommentierenden LT-Chef Thomas Pertz. Statt dessen erteilt gar schon mal vorsorglich und ganz generös  Generalabsolution für weiter zu erwartende, zusätzliche Kostensteigerungen, weil

„… ein Bauvorhaben in dieser Größenordnung am Abrechnungstag teurer als veranschlagt geworden ist, ist mehr Feststellung als Vermutung.“

Nun werter Herr Pertz, ein Journalist müsste sich alle Finger lecken bei den von mir skizzierten Punkten. Sie aber geben bloß den lokalen Dauerjubler. Sie sind vielleicht mir ’ne Marke…

(ps Diesen, unter sonntäglichen Mühen entstandenen Beitrag widme ich der wieder aufgetauchten Ulrike: Schön, von Dir zu lesen! Ich freue mich auf weitere Kommentare)

42 Antworten zu “Dauerjubler”

  1. kib said

    Sehr gut „genörgelt“!

  2. Thomas said

    Viel schlimmer als die zu erwartende Jubelarie des Herrn Pertz finde ich die demokratiefeindliche Gesinnung.

    Da werden, wenn man nicht in den verordneten Jubelchor einstimmt, die Stempel der „Dagegen“-Demokratie und Dauernörgler gezückt. Herr Pertz trägt damit offen zur Schau, welch Geistes Kind er ist. Andere Meinungen dürfen nicht sein und werden von ihm und seiner Deutungshoheit nicht geduldet.

    Der Fall Pertz zeigt, welche Gefahr für Meinungsfreiheit und Demokratie in Lingen besteht.

    Schämen Sie sich Herr Pertz!

    • Ich wäre sehr vorsichtig mit solchen Vorwürfen. Man
      muss die Lingener Tagespost nicht lieben, und Herrn
      Pettz auch nicht. Aber vorsicht vor der Meinungs-
      freiheit!

      • Thomas said

        @ Jörg Küster
        Den Vorwurf den ich Herrn Pertz mache ist der, dass er seinen Job nicht richtig macht. Sein Kommentar ist seiner politischen Heimat geschuldet. Eine sachliche und kritische Auseinandersetzung findet nicht statt. Stattdessen werden
        kritische Stimmen als „Dagegen“-Demokratie und als Dauernörgler abstempelt. Solch ein unsägliches Verhalten stellt eine Gefahr für die Meinungsfreiheit dar.

        Übrigens hat die erste Bürgermeisterin, Frau Haar (CDU), bei der Zeugnisvergabe der Kaufleute im Kulturforum St. Michael am vergangenen Freitag dazu aufgefordert, dass man sich einmischen soll, neugierig sein soll und Kritik üben soll. Vielleicht folgen einige dem Dauernörgel Aufruf der Bürgermeisterin.

        Besser eine „Dagegen“-Demokratie als keine Demokratie (hatten wir in Deutschland ja auch schon mal).

  3. ulrike said

    Lieber Robert,
    endlich Klartext von Ihnen! Wie hat die CDU es nur hingekriegt ihren V-Mann Krone ins OB Amt zu hieven? um den Bau der Emsland-Arena zu retten? Klasse Leistung. Und Grüne und SPD haben noch Krones Wahlkampf bezahlt, tolles Eigentor. Damit sind diese Parteien als Alternative für die Kommunalwahl disqualifiziert. Krone executiert CDU-Politik . Als OB Kandidat hatte er diesen Arenabau gut begründet abgelehnt, machte sich damit bekannt und wurde deshalb zum OB gewählt. Wählertäuschung nennt man sein jetziges Verhalten. Er erklärt seinen Sinneswandel nicht, sondern handelt nach der typischen Politikerdevise: Was schert mich mein Geschwätz von gestern..

    • Birgit Kemmer said

      Liebe Ulrike, es ist schade das ich nur Ihren Vornamen kenne, ich würde mich gerne mal von Angesicht zu Angesicht mit Ihnen unterhalten, denn aus Ihrem Kommentar spricht doch wenig Sachkenntnis und ich sage Ihnen gerne wo Sie im Rathaus die Informationen bekommen, damit Sie sich ein eigenes, unverfälschtes Bild machen können!.

      Dieter Krone hat nie ein Hehl daraus gemacht, dass er die Arena bauen will, nicht nur vor der OB-Wahl, auch während des Wahlkampfes und auch seit seinem Amtseintritt.
      Fazit: Wählertäuschung?

      Interessant finde ich auch, dass wir Grünen ua. seinen Wahlkampf bezahlt haben, wo her nehmen Sie diese Information?

      In diesem Blog darf sich jede/rr austoben, und so schön praktisch

      „anonym“,
      da kann man/frau sich so richtig äußern, fern von allem Sachkenntnis. Ich kann nur feststellen, in diesem Blog wird keine von dem Betreiber so angepriesene Transparentz gelebt.

      Aber Demokratie ist ja auch nichts für Feiglinge.

      • Hendrik said

        Nun, jetzt wissen wir immer noch nicht, wer den Wahlkampf für den von SPD und Grünen unterstützten parteilosen Krone finanziert hat. Ich würde es begrüßen, wenn Sie dies ändern könnten, Frau Kemmer.

      • Ulrike said

        Hier der „Beweis“, den Frau Kemmer anführt, dass Dieter Krone immer schon für einen Neubau einer Arena war:
        Auszug aus dem Leserbrief des Musiklehrers Dieter Krone vom 07.06.2009

        „Keine zweite Grossraumhalle, sondern moderner Ausbau der Emslandhallen in Lingen“ Der Slogan der sich im Ruhestand befindlichen BI Arenawahn…..

        „Wenn also schon bei den jetzigen Konzerten die kleine Emslandhalle nicht ausverkauft ist, wie soll dann erst die doppelt so große Emslandarena jemals gefüllt werden. Die überdimensionierte Hallengröße wird sich dann sogar als ein großer Standortnachteil erweisen, weil Konzertmanager ihre Stars nicht in halbleeren Arenen auftreten lassen und nach Ausweichhallen Ausschau halten – und Lingen den Rücken kehren.

        Keine Halle in Deutschland kommt ohne öffentliche Zuschüsse aus. Die Emslandhallen verschlingen – trotz der noch relativ guten Auslastung – laut Verwaltung schon jährlich etwa 600.000 Euro. Bei der geplanten Emslandarena – als zweite Halle – werden Defizite in etwa gleicher Größenordnung „erwirtschaftet“. Da allerdings die alte Emslandhalle, aufgrund der Verlagerung der Rock- und Popkonzerte in die neue Arena, noch weniger ausgelastet sein wird, vergrößert sich ihr Defizit noch einmal um die Hälfte, so dass insgesamt ein Betrag von über 1,5 Millionen Euro die Stadtkasse jährlich belasten wird. Ein Betrag, der angesichts der Größe der Kommune und in Zeiten der Wirtschaftskrise unverantwortlich für jeden Steuerzahler ist.

        Dass dieses Szenario längst Realität geworden ist, zeigt der Blick auf unser benachbartes Oberzentrum Osnabrück. Noch im Januar wurden ähnlich hochtrabende Ziele einer Osnabrück-Arena verfolgt. Eine Machbarkeitsstudie errechnete eine hohe Auslastung, die allerdings schon Ende Januar vom Präsidenten des Europäischen Verbandes der Veranstaltungs-Centren (EVVC) August Moderer angezweifelt wurde. Es gebe in Deutschland einen erheblichen Überhang auf dem Markt, so der Kongress-Manager Moderer, der Wettbewerb in der Veranstaltungsbranche sei „mörderisch“. Letzte Woche wurde dann in Osnabrück das letzte Kapitel Arena geschrieben – und als nicht realisierbar geschlossen.

        Lassen wir es in Lingen nicht so weit kommen, sondern bündeln unsere Kräfte auf einen zukunftsfähigen Ausbau der Emslandhallen, sowohl in (lärm-)technischer als auch zuschauermäßiger Hinsicht. Der Standort hat sich in den vergangenen Jahren bewährt und über die Grenzen der Stadt hinaus sich einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet.

        Lassen Sie uns gemeinsam – Rat, Verwaltung und Bürger – in einen konstruktiven Dialog treten, der nach einer tragfähigen und nachhaltigen Lösung für zukünftige Generationen sucht, damit aus dem Traum Arena in einigen Monaten nicht nur ein Trauma übrig bleibt.

        Dieter Krone, Distelgrund 7, 49811 Lingen“

        • Thomas said

          @Birgit Kemmer

          Wer hat denn den Wahlkamp Dieter Krones bezahlt?

          – die Stände in der Stadt
          – die Wahlplakate
          – die Flyer
          – die Anzeigen in der Zeitung

          Ich bin mir sicher, dass es viele Grüne in Lingen bitter bereuen, sich für Herrn Krone eingesetzt zu haben. Denn:

          – Herr Krone hat sein Wahlversprechen zum Altenlingener Forst gebrochen.

          – Herr Krone hat – wir können es alle in seinem Leserbrief vom 07.06.2009 nachlesen – eine 180° Wende bei der Umsetzung der Emsland Arena hingelegt.

          – Herr Krone führt die Gestaltung der Stadt Lingen auf Pump und zu Lasten nachfolgender Generationen rücksichtslos fort (z.B. Emsland Arena).

        • kib said

          Dank Ihnen Ulrike! Sehr ähnlich hatte ich die Kron`sche Attitüde zur Causa EL-Arena auch in Erinnerung- schön, dass Sie den Leserbrief archiviert haben. Herr Krone hat mich – insbesondere nach der jüngsten „Infoveranstaltung“ zum Thema Emslandhalle ( in der IT-Halle) -einfach nur maßlos enttäuscht.

          • Birgit Kemmer said

            Seit Dieter Krone als Kandidat für die OB-Wahl feststand, hat er nie ein Hehl daraus gemacht, dass er die Arena bauen möchte.

            Liebe Frau Ulrike, was sind Sie denn von Beruf? Da Sie so abfällig Musiklehrer schreiben, gehe ich mal davon aus, dass Pädagogen bei Ihnen nicht hoch im Kurs stehen.

          • Stimmt nicht! Er hat ausdrücklich erklärt, dass sie auf den Prüfstand gehört. Das hat niemand so verstanden, dass er sie bauen will.

          • Thomas said

            @ Birgit Kemmer

            Es ist offensichtlich doch so, dass die Grünen viel Geld in den Wahlkampf von Herrn Krone gesteckt haben.

  4. Weltbürger said

    Da die Einnahmen wieder sprudeln, wird das Geld mit vollen Händen unters Volk gebracht. Getreu dem Motto: „Brot und Spiele für das Volk“. Schließlich stehen die Kommunalwahlen vor der Tür. Sowohl die Entscheidung für den Arenabau als auch für den Ausbau der Ulanenstraße sind fiskalpolitisch unseriös. bei der Arena sind weder die Investitionskosten sauber abgegriffen (Unterschreitung Baukostenindex um sage und schreibe 43 % und dann noch ein Leuchtturm) noch nennt irgendwer die jährlichen Unterhaltungskosten. Oder wurden die noch gar nicht gerechnet? Bei der Ulanenstraße erfolgt eine Verschwendung von Steuergeldern. Wie kann man eine Straße auf Bundesstraßenniveau bauen, wenn in den Sternen steht, ob diese jemals in eine Bundesstraße umgewidmet werden kann?
    Und nebenbei verrät OB Krone sein eigenes Wahlprogramm, in welchem es doch heißt, dass bei wichtigen Investitionsentscheidungen die Bürger befragt werden sollen!!

    • Georg Schlüssel said

      @ Weltbürger
      Verstehe ich nicht. Wenn Sie recht haben, dann will der Lingener Bürger, die Lingener Bürgerin die Arena nicht.
      Warum sollte sich dann der Ratsbeschluss für die Arena positiv auf die Kommunalwahl auswirken?

  5. wilhelmine said

    Die Arena ist, wie nunmehr alle wissen , vom Volke, wie es so
    schön heißt, beschlossen.
    Ist das wirklich der Wille der Lingener Bevölkerung?
    Ich glaube, hier verbirgt sich der größere Teil des Rates hinter dem
    Bürger .
    Eine Arena in der Größenordnung und Gestaltung als
    Leuchturm zu bezeichnen , ist schlicht und ergreifend unseriös.
    Die Stadtväter schämen sich nicht einmal, wenn sie die Idee
    eines ehemalgen Mitarbeiters in den Dreck ziehen.
    Sie lassen die Bürgerinnen und Bürger in dem Glauben, daß ein
    Anbau teuerer ist, beauftragen einen neutralen Gutachter der
    nur bestimmte Informationen erhält, denn die Arena muß,
    koste es was es wolle ,gebaut werden. Nicht anders ist zu erklären,
    daß während der Prüfung durch den Gutachter , der geplante und
    vorgesehene Neubau auf vollen Touren weiter forciert wurde.
    Man stelle sich vor, die Anbauvariante wäre favorisiert
    worden, die Gutachterkosten im nachhinein unnötig gewesen und alles aus Steuergelder, denn auch die Zuschüsse vom Land und Kreis gehören dazu.
    Ich könnte mir vorstellen, daß sich bei einer 2. Fehlplanung
    der Landesrechnungshof und der Bund der Steuerzahler
    intressieren würde.
    Hinzu kommt, daß ein Bedarf für eine derartig Halle nicht
    besteht, auch für Nordhorn nicht. Man muß kein Betriebswirt sein, um zu errechnen , daß diese Arena ,wenn es nicht wie üblich eine
    Schönrechnerei gibt, unter 25 Mio. nicht zu haben sein wird.

    Sind eigentlich die Ersatzaufforstungen, die gesamten Erschließungs-
    kosten (Darmer Hafenstraße etc.) in den Gesamtkosten enthalten?
    Reichen die Einstellplätze aus ,wenn in beiden Hallen Veranstaltungen
    gleichzeitig laufen.?
    Ist die Kirmes in Verbindung mit einer bzw. 2 gleichzeitig laufenden Veranstaltungen möglich?
    Personell ,da bin ich mir sicher ,wird es eine erhebliche Aufstockung geben müssen.
    Viele Dinge sind bis heute nicht gelöst, dieses ist scheinbar auch nicht gewollt, denn ansonsten würde man vorsichtiger mit den Finanzen
    umgehen.
    Geld, was man hat, kann man nur einmal ausgeben,
    Geld, das man nicht hat, scheint man nach der Logik vieler
    Volksvertreter im Rat zweimal versemmeln .

    Ich kann nur hoffen, daß am Ende nicht wieder der kleine
    Steuerzahler die Zeche zahlen muß.
    Leeres Haus, leere Kassen.
    Die Unterhaltung des gesamten Areals bleibt als Kostenfaktor
    jedoch erhalten.

    Sieht man sich die gesamten (Un)- Planungen in der Stadt
    an, könnte man auf die Idee kommen, Lingen hat auch einen Rettungsschirm erhalten und schöpft aus dem Vollen.
    Hängt das mit den anstehenden Wahlen zusammen, wo jeder noch
    eine Stimme erhaschen will?
    Nur Vorsicht ,abgerechnet wird zum Schluss.
    Bürger/innen, die sich täuschen lassen, dürften bis auf Wenige der Vergangenheit angehören.
    Wenn dieses Vorhaben schief geht, möchte ich nicht in der Haut
    des Oberbürgermeisters stecken.
    Die Kommentare der Lingener Tagespost sind schon lange nicht mehr lesenswert. Die CDU läßt grüßen.

  6. Dierke said

    Heute grüßt die CDU Kreistagsfraktion angesichts der bevorstehenden Kommunalwahlen mit einer kleinen Broschüre
    „VORNE UND MITTENDRIN.“ „GUT FÜRS EMSLAND“ Auf Seite 2 findet der interessierte Leser u.a. :
    „Die Verschuldungsentwicklung“ ( in Mio. Euro ) im Emsland seit 1978. Stolz listet man auf, daß die Verschuldung des Emslandes seit 1983 von 105 Mio. Euro bis 2011 auf 61 Mio. Euro zurückgegangen sein soll. Auf meine Intervention hin, daß ja bis 2001 in DM abgerechnet wurde, hieß es seitens der CDU, da müsse wohl „ein Fehler“ passiert sein…. Bei korrekter Aufstellung in DM und Euro sieht die Bilanz gar nicht mehr glorreich aus. Im Gegenteil : man hat ordentlich zugelegt !

    Bei einer augenblicklichen Verschuldung von 61 Mio. Euro im Emsland dürfte es keine Unterstützung für die Emsland Arena über 5 Mio. Euro geben.

  7. ulrike said

    @ Frau Kemmer: Sie haben völlig recht. Ich hätte nicht Musiklehrer schreiben sollen. Die korrekte Bezeichnung wäre „Musik – und Erdkundelehrer“ gewesen.

    • Schulte C. said

      @na na na Ulrike, nicht mit fremden Federn schmücken… der Beitrag mit dem Auszug aus dem Leserbrief kam von jemand anderem, und der nimmt den „Musiklehrer“ sicherlich auf seine Kappe. Der bricht sich keinen Zacken aus der Krone….;-)

      Aber dennoch zu Recht: 180° Wendung des ehem.Pressesprechers der BI Arenawahn.

  8. kib said

    @ Frau Kemmer und RK: Lassen wir die Haarspalterei bitte! Fakt ist, dass Herr Krone eine 180 Grad Wende vollzogen hat, wie sie sich gewaschen hat. Sollte als „Zwischenstadium“ nun ein Prüfstand zur Überlegung der EL-Arena angeführt werden, ist das verhältnismäßig unrelevant …. wobei dann bemerkenswerter Weise sämtliche Möglichkeiten zu seiner Meinungsbildung in Bezug auf die Arena (von „Nein- auf keinen Fall-wozu überhaupt“, über „mal sehen, was der Bürger/Wähler favorisiert“ bis hin zum jüngsten „hipphipphurra her mit der Arena- aber dringenst“ ) abgedeckt wären.

     Frau Kemmer, Ihr Zitat: SEIT Dieter Krone als Kandidat für die OB-Wahl feststand, hat er nie ein Hehl daraus gemacht, dass er die Arena bauen möchte.
    Liegt hier vielleicht die (Ihre) Betonung aus „seit“? Dann erinnert mich Ihre Aussage sehr an die Beteuerungen des Jan Ullrich zum Thema Doping. Er wurde auch niemals müde zu betonen, „er hätte niemanden betrogen habe“. Gemeint waren damit seine vermeintlich ebenfalls gedopten Konkurrenten bei der TdF, seine Fans hat er schlichtweg vergessen.

    Mit den „rhetorischen Kabinettstücken“ des Herrn Lis war ich bereits äußerst unzufrieden: Frau Kemmer, mit Ihrem Herumgereite auf den von Ulrike erwähnten Beruf von Herrn Krone bin ich es allerdings erst Recht. Können wir uns darauf einigen, dass es sowohl “solche, als solche“ gibt: Und das gilt dann bitte für Lehrersleute, Politiker und meinetwegen auch für anonyme Blog-Kommentatoren.
    Schönen Start ins Wochenende
    wünscht kib

  9. bolle said

    @kib ich wünsche dir ein schönes Wochenende und du hast mal wieder einen Volltreffer geschossen:-)) Die Feinheiten der deutschen Sprache haben es in sich sich- super erkannt.-)

  10. bolle said

    bin ich zu schnell-kaum möglich- oder warum werden meine Kommentare immer gedoppelt:-)

  11. Brüggmann, Brigitte said

    Zu dem Beitrag von Ulrike. Den Slogan der BI kann man immer noch im Internet nachlesen. In einem Brief vom 9.6.09 schreibt die BI mit den Absendern: Spielmanns, Bertling, Ernst, de Boer,
    Krone und Oldekamp an den damaligen OB Pott, die Mitglieder des Lingener Stadtrates, den Ortsrat Laxten mit Ortsbürgermeister Hoffschroer sowie Vertreter der Presse im
    letzten Satz:

    „Wir würden einen zweckmäßigen und zielgerechten Umbau der Emslandhallen am bisherigen Standort akzeptieren, damit Lingen auch weiterhin attraktiv, konkurrenzfähig und interessant bleibt. Eine Variante, die viel (Steuer-) Geld und Ärger sparen könnte.“

    Warum dann, als feststand, das eine neue Halle zwar nicht in Laxten dafür aber an der Lindenstraße gebaut wird, die BI „Hurra, wir haben unser Ziel erreicht“ geschrien hat, das ist mir nicht aufgegangen. Wenn man nur gegen den Standort Laxten war, dann hätte man sich einen anderen Slogan aussuchen müssen.

  12. kib said

    „Wir würden einen zweckmäßigen und zielgerechten Umbau der Emslandhallen am bisherigen Standort akzeptieren……“

    Diese Variante hat Herr Meyerhoff frei Haus geliefert….“zum Dank“ wurde ihm seitens der Verwaltung nicht einmal das Gutachten aus Stuttgart zu Verfügung gestellt. Geschweige denn jemals ein zielgerichteter fachlicher Austausch mit ihm gesucht.
    Aber ich beginne mich zu wiederholen, dabei war mein ernsthafter Vorsatz mich nicht mehr im Zusammenhang mit der „Arena-Arie“ zu ärgern…. Bin ich ehrlich, weiß ich mittlerweile nicht, worüber ich mich mehr echauffiere: Über den m.E. unnutzen Neubau oder über den diesbezüglichen „dickfelligen“ Umgang des Rates & der Verwaltung…

    Das eigentliche Thema war allerdings der „Kommentar“ des Herrn Pertz: In einem Kommentar darf jeder -nach meinem journalistischem Verständnis- seine Meinung kundtun- also auch Herr Pertz in der LT bzw. wir „Laien“ an dieser Stelle.

    Dass Herr Pertz zu den –nach meiner subjektiven Wahrnehmung*- wenigen Befürwortern eines Hallen – Neubaus gehört, ist eine Sache. Heikel finde ich persönlich, die Diskreditierung kritischer Ratsmitglieder. Nach meinem Demokratie -Verständnis (http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratie) gehört ein „Nörgler“ wie Robert Koop in den Stadtrat: Sicherlich gehört das „Nörgeln“ res. „kritische Hinterfragen“ zu seinem Berufsbild, was ich allerdings von einem Journalisten ebenso erwarte!

    Ganz etwas anderes: Waren Sie, Herr Pertz eigentlich bei der Vorstellung des unabhängigen Gutachtens aus Stuttgart in der Halle IV anwesend? (Ich setze sehr gern Anführungsstriche, -raten Sie mal wo?- möchte den Text allerdings grammatikalisch nicht überladen). Vertreter der EVW habe ich gesehen (und mich über deren anschließende Berichterstattung gefreut).

    Last but not least: zum *, meiner subjektiven Wahrnehmung bzw. dem Wahlversprechen unseres OB im Zusammenhang mit „der Mitnahme des Bürgers bei wichtigen Entscheidungen“ (oder habe ich schon wieder etwas falsch verstanden, Frau Kemmer?): Lingen mausert sich zum Hochschul-Standort u.a. mit :

    http://www.fachhochschule.de/FH/Studium/Wirtschaftsinformatik_1763.htm

    Wo ist also das Problem – dem Trend gehorchen- folgendes auf den Weg zu bringen:

    http://www.suite101.de/content/stadt-essen-ergebnisse-der-online-umfrage-zu-sparmassnahmen-a80012

    (nur eines von zig Google- Ergebnissen zum Thema „Online-Umfragen“)

  13. klaus said

    Na ja, wenn ich mir das Bild in der „Neuen Zeitung zum Wochenende“ zum Thema Saunalandschaft ansehe, dann denke ich, dass wir eigentlich keinen neuen OB bekommen haben.
    Für mich sagt das Bild mehr als Tausend Worte und wer weiß, vielleicht kommt der „ALTE OB“ ja bald wieder zu uns zurück. Somit kann ich auch Herrn Pertz verstehen…grins.

    • ulrike said

      Es gibt heute schon wieder einen Anlaß zum Jubeln !!!! Die begeisterten Leser der Lingener Tagespost können dort zum Thema“Pläne für die Wilhelmshöhe “ feststellen, daß Herr Beeck seine Einstellung zum Thema “ Subventionierung “ im Kulturbereich um 180 Grad gedreht hat:

      “ Wir müssen aber tatsächlich aufpassen,dass wir hier nach Übergabe der Wilhelmshöhe nicht wieder einen Bereich mit dauerhafter Subventionierung schaffen.“ ( Zitat)

      Nee,das Geld brauchen die Stadtväter zur Subventionierung von zwei Großraumhallen und auch anderer Petitessen, und da ist Herr Beeck entschieden dabei.

      Mein Jubel zielt nicht in Richtung Herrn Fuest,die Grünen sind ja immer so miesepetrig ( bis auf Frau Kemmer natürlich) und wollen sich nicht einfach so freuen, wie es unser OB empfohlen hat (Thema Leuchtturmarena)

  14. C.Ernst said

    @Brigitte Brüggmann
    Vielleicht ist deswegen der ein oder andere aus der BI ausgetreten und hat anschl. garantiert nicht HURRA geschriehen, weil derjenige weiterhin zu seinem Wort stehen und auch das erreichen wollte, wofür er anfangs einstand.
    Kein Einknicken und Kniefall. Und auch kein Machtgehabe, sondern Ehrlichkeit und Weitsichtigkeit.
    Der der mit Schrecke mit ansehen musste, zu was sich die ehem. BI hinreißen ließ. Sie wurden zu Möchtegern-Stadtplanern und so zum Spielball für Pott, dem es sehr gelegen kam, dass sich einige aus der BI derart profilieren mussten und damit das anfängliche Ziel der BI aus den Augen verloren. Mir persönlich taten diejenigen leid, die NICHT ihr Ziel verloren hatten, aber in ihrer Minderzahl nichts mehr ausrichten konnten. Später war es dann noch einfacher als Herr Krone wie ein Phönix aus der Asche in das Amt des OB’s emporgehoben wurde. Aus dem Möchtegern- wurde ein „Hurra ich darf jetzt-Stadtplaner“ und da interessierte ihn auch nicht mehr, was er einst in seinem Leserbrief geschrieben, in dem Brief an Pott etc. und während seiner aktiven BI-Zeit gesagt hatte. Ab diesem Zeitpunkt MUSSTE sich die BI in den Ruhestand verziehen,denn jeder weitere Widerstand hätte Herrn Krone geschadet. Also hatte man sich schnell mit einem kläglichen HURRA, wir haben unser Ziel erreicht, verabschiedet. Das man damit viele, die die BI unterstützt haben, aktiv und passiv das eigentliche Ziel der BI Arenawahn verfolgt haben, enttäuscht hat, war denen, die den „Umschwung“ in der BI zu verantworten hatten, vielleicht nicht bewusst, vielleicht aber doch.
    Für mich bleibt es der ARENAWAHN, nur jetzt mit einem anderen Schirmherren.

    • ulrike ( von unterwegs) said

      Es ist wohl kein Geheimnis,daß so richtig miese Lästerzungen schon im letzten Jahr von der Aktion Arenawahn als „Sankt Florians Veranstaltung “ gesprochen haben. Hauptsache diese Sache kommt woanders hin: So kann jetzt Florian Dieter Krone ungestört schlafen und die Käufer der richtig teuren neuen Wohnungen am alten Hafen werden sich umgucken,wenn simultane Veranstaltungen in zwei Hallen stattfinden. Denn die frohgestimmten Zuhöhrer oder – schauer werden sich nach Schluß der Veranstaltungen sicher nicht nur in den vom O B so hochgepriesenen Sanitärräumen der teuren neuen Halle aufhalten, sondern auch noch andre Sachen machen,Much fun!!!

      • volker racho said

        mir wird immer ein bischen schlecht wenn ich diesen dummen, generalisierenden, großkotzigen, oberlehrerhaften, arroganten, unbegründeten, mist lesen muss 🙂

        wenn ich hier richtig kombiniere, sind sie ulrike auch emsländerin.
        also auch typisch für sie, dass sie, wenn sie einen im tee haben, wild urinierend durch vorgärten laufen und randalieren. besonders nach großveranstaltungen in den ehallen.
        soo und nur so kennt man ihn, den klassischen emsländer 🙂

        ihren kommentaren nach verstehe ich gar nicht, warum sie sich überhaupt noch in lingen und umgebung aufhalten?!

        • Keltengrab said

          Hmm, da ist wohl jemand mit vollem Karacho gegen die Emsland-Wand gebrettert. Das Niveau haben Sie jedenfalls ohne viel Mühe unter die Grasnarbe gesenkt. Herzlichen Glückwunsch! 🙂

        • Das, werter „volker racho“, ist nicht das Niveau, das in diesem Blog -bei aller sachlichen und bisweilen unsachlichen Auseinandersetzung- gepflegt wird. Also: Gelbe Karte.
          ps in der Sache fällt Ihr Ton auf Sie selbst zurück.

          • kib said

            @Mr. Racho:
            ….wenn ich diesen dummen, generalisierenden, großkotzigen, oberlehrerhaften, arroganten, unbegründeten, mist lesen muss ……..Müssen Sie das wirklich??????
            Ich lese Ulrikes Beiträge äußerst gern (vor allem aber ohne Zwang)! Allerdings würde ich mir ernsthafte Gedanken machen, wenn ich erste Anzeichen einer Manie entdecken würden.

          • volker racho said

            Nundenn ich empfinde das Niveau meines Beitrags als angemessen angepasst an den vorangegangenen Inhalt.
            Mir passt dieses „von oben herab“ nicht.
            Ich zügel mich aber nehme die Überdenkammschererei nicht hin.

            Schön‘ Sonntag.

  15. Keltengrab said

    Leude, es geht doch nichts über Dual-Beschallung. Mindestens. Und wenn dann noch die Bonzen der elitären Am-Wasser-Wohnungen besoffen von den Dezibeln und mit Ohrenstöpseln bestückt taumelnd durch die Hinterlassenschaften der Anderen stapfen… Ein Bild für die Götter. Danke Krönchen. Sozusagen ausgelagerte Sanitärräume, groß, geräumig und direkt am Wasser. Nur gut, dass die Gutachter das Potential noch nicht bewertet haben.

    • ulrike said

      Oh,Gott , n e i n ! Ich dachte da eher an die typisch emsländischen Nach- Veranstaltungs-Sauf – Gröhl- Kreisch -Hup-Schepper -Klirr – Belästigungen bis zum frühen Morgen. Das dann als Grund für Dauerjubeln der Anwohner, die als Spaßbremsen glatt in der Unterzahl sind. Also mehr akustische als olfaktorische Missempfindungen.

      • Keltengrab said

        Im Grunde genommen ist es doch egal. Es spielt ja auch keine Rolle, ob und wenn ja etwas passiert. Oder auch nicht.
        Denn zur Not haben wir ja immer beide Seiten der Medaille: Auf der einen Seiten fordert unser Krönchen eine neue Halle, auf der anderen lehnt er sie vehement ab. Auf jede Eventualität ist er vorbereitet, frei nach dem Motto: „Ich habe es doch immer gesagt“. Ein pffifiges Kerlchen, unser OB.
        So lebt es sich bequem als Wendehals. Und lange schallt’s im (Blätter-)Wald noch: Unser Krönchen lebe hoch!

  16. ulrike said

    Der Dauerjubel in der Lingener Tagespost fällt heute beim Bericht über das sanierte L inus-Bad fast ins Wasser.Und die L T stellt gleich ganz entschlossen die Frage : Stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis im Linus noch? Die ebenso entschlossene Antwort kann bei d e r Berichterstattung nur lauten: auf gar keinen Fall ! Der Bevölkerung dürfen die tatsächlichen Kosten und Quersubventionierungen nicht bekannt werden,und bestimmt nicht vor der Kommunalwahl! Kostenloses Schwimmen gehört zur Grundversorgung der Bevölkerung , jawoll! Und später auch der regelmäßige Besuch von zwei Großraumhallen, der Kunsthalle usw. usw.Die fiesen Themen Doppik,Erstattung von Erschließungsbeirägen oder fehlender zukünftiger Gewerbesteuer durch Nachträge taugen ncht zur Erheiterung der Wahlvolkes.

  17. ulrike said

    Inzwischen jubelt die Tagespost aber ungebremst weiter : es ist alles halb so schlimm, denn die CDU Stadtratsfraktion wird brutalstmöglich ihre eigen Eintrittstarife für das neue Leuchtturmbad einem Stresstest unterziehen ! Prima!! Und aus Paritätsgründen wird einen Tag später,wenn auch in einem kürzeren Statement , die SPD in ihrer großen Sorge betreffs Linus-Wasserwelt zitiert . Na denn: Aber wo ist Jens Beeck ?“ Wir müssen Sorge tragen, daß nicht dauerhafte Subventionen nach Übergabe…usw. usw“. Genau diese Subventionen wären interessant : Was kostet eine Eintrittskarte wirklich? Welche Kosten enstehen pro Nutzer in der Luxussauna? Erst wenn alle Zahlen auf dem Tisch sind,kann entschieden werden, ob die Eintrittspreise gerechtfertigt sind. Ansonsten festigt sich die Meinung,daß der Büger seine diversen Leuchttürme zum Nulltarif nutzen kann.

  18. kib said

    @ Ulrike

    Bitteschön:
    http://www.noz.de/lokales/56054675/lingen-ab-sofort-gelten-neue-tarife-in-den-linus-wasserwelten

    Auf Ihren Vorschlag das Wort „Freibad“ künftig im wahrsten Sinne des Wortes zu leben, konnte Herr Ester als Geschäftsführer der WIRTSCHAFTSbetriebe dann doch leider keine Rücksicht nehmen. Verständlich; der Umbau wurde immerhin nicht von einer Freiwilligen- Brigade durchgeführt. OK 🙂

    Gleichwohl vermisse ich aber eine Tarifstruktur für einkommensschwache Familien -vor allem aber für die von RK erwähnten Harz IV`ler! Insbesondere, weil diese seit Nov. das bekannte „Fünferle“ mehr im Monat bekommen. Da geht was… 😦
    Im Umgang mit der LT bin ich in diesem Zusammenhang allerdings bei weitem nicht so streng (ungerecht?*) wie der Blogbetreiber bzw. Sie.
    Mein Eindruck war und ist: Herr van Bevern war eine kontroverse Diskussion dieses Themas wichtig und meiner Kenntnis nach ist in diesem Zusammenhang erstmals eine „Umfrage“ seitens der LT durchgeführt worden. Übrigens etwas, was ich mir von Parteien die das Attribut „bürgernah“ im Namen oder im Programm haben, wünsche (also neuerdings von allen Parteien!!!).
    Ich bin erklärter Fan kritischer Journalisten („aushilfsweise“ auch Stadtradsmitglieder):
    Etwas familienfreundlicher wurde die Tarifstruktur des Linus-Bades. Ob sie sozial zu vertreten ist, weiß ich bislang noch nicht- hoffe aber, das o.g. H IV`ler nicht wieder „durch`s Rost“ fallen. Weitere Nachbesserungen sind also nicht ausgeschlossen.
    Sollte Herr van Bevern noch nicht Gelegenheit gehabt haben, sich zu informieren, wird er dazu Gelegenheit haben. Robert Koop „verpennt“ derartige Gelegenheiten auch eher selten… Schauen wir einfach mal, wer von beiden, wann und vor allem was aus dem Hut zaubert.
    Ulrike, meiner persönlichen Einschätzung nach, hatten Sie bessere Momente im Blog.

    Ihnen ein schönes Wochenende!
    kib

  19. […] Einstieg in diesen Beitrag ein Zitat aus  “Dauerjubler“ vom 3. Juli dieses Jahres. „…Tatsächlich sind nicht die Kosten für die […]

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