Flora Emslandia

21. Juni 2011

Seit einem Monat gibt es einen neuen Blog im Emsland. David Janßen (Foto lks.) hatte schon länger auf seiner Internetseite die „Flora Emslandia“ zusammen getragen. Alle dort von ihm beschriebenen, inzwischen mehr als 200 Pflanzen hat der Botaniker aus Meppen im Landkreis Emsland gefunden.
Jetzt hat er sie mit einem launig – sachkundigen Wildpflanzen-Blog ergänzt. Neuester Beitrag: „Give me Moor„.

„Geprägt wird die Region hierzulande, jenseits von Maisäckern und Masttierställen, durch die Ems- und Hase-Auen mit Sandtrockenrasen-Komplexen, Au- und Erlen-Bruchwälder, Buchen-, Kiefern- und Mischwälder, die Heidelandschaften des Hümmlings, Binnendünen, naturnahe Kleingewässer, Röhrichte und nicht zuletzt wiedervernässte Hochmoore“, erläutert David Janßen, der zum Naturbeobachter-Netzwerk naturgucker.de zählt.

Über 70 verschiedene Naturschutzgebiete gibt es im Emsland, lese ich auf der Internetseite des Meppeners. Er erwähnt beispielhaft das Versener Paradies, die Haselünner Kuhweide, die Hügelgräberheide bei Berßen, die Meppener Kuhweide mit Wacholderhain, der Biener Busch in Lingen, die Tinner und Staverner Dose, das Bourtanger Moor im Westen des Emslandes sowie die Ems-Auen und das Wilde Moor bei Papenburg. Das größte ist die Esterweger Dose, ein großflächiges zusammenhängendes Moorgebiet im Norden des Landkreises.

All diese Kleinode durchstreift David Janßen mit seiner Olympus Camedia C-2500L, eine fast schon historische digitale Spiegelreflexkamera aus dem Jahr 1999  mit „gigantischen 2,5 Megapixeln“  David Janßen: „Was alle anderen Kameras in den Schatten stellt – sie besitzt eine Supermakrofunktion, wodurch die lästige Objektivschrauberei wegfällt.“  Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Janßens Internetauftritte lohnen den Besuch – unbedingt.

(Foto: © David Janßen)

4 Antworten to “Flora Emslandia”

  1. Lingen-light said

    Kennen wir die Folgen, wo bewegen wir uns hin mit unseren Erhöhungen, und Verdrängungen?
    Erstaunlich, ein Rädchen greift in das andere, da hat es die Natur aber leichter, die kennt keinen Wirkungsgrad und keine maximale Wirtschaft, die arbeitet mit den Gegebenheiten, und so wie die Artenvielfalt in der Pflanzenwelt, so werden auch die Kleintiere ständig weiter zurückgedrängt, und der Lebensraum verkleinert.
    Wenn dann ein Glied in der Kette fehlt, wie z. B. der Regenwurm unter dem Maisacker, der dort keine Nahrung findet, (obwohl, der Regenwurm produktiver ist, als die größte deutsche Bank!) im Maisacker findet der Regenwurm zuwenig verrottende Nahrungsquelle, und dabei als Folge die Vögle, Fasane, Eulen sich reduzieren, und im nächsten Rädchen wird die Ausbreitung von Pflanzenvielfalt massiv unterbrochen.
    Dem Landwirt wird das Saatgut entzogen wegen Patentrechte, (was für ein Irrsinn ?) und mittlerweile haben wir unsere Rinder, die im übrigen Grasfresser sind, umerzogen, aber auch die Fische in den Fischzuchten fressen jetzt Maiskörner, man muß eben zurechtkommen mit dem was da ist.
    Und wenn es nicht Menschen wie David Janßen gäbe, dann würden wir noch viel schneller vergessen wie die Welt um uns herum mal ausgesehen hat.
    Mittlerweile füttern wir eine Betonkuh, ohne Immunsystem, und Antikörperbildung, ich sage ausdrücklich wir, weil jeder zahlt über Steuern und den Strompreis die massive jahrelange Subvention.
    Bei dem ökonomischen Wahnsinn, und der sowieso „fehlenden Kraftwärmekopelung“, weil wir nur heizen wenn es kalt ist ( am meisten im Winter?), und in der restlichen Zeit wird mehr als die Hälfte vom der vom Mais produzierten Energie MWatt in Form von Wärmeenergie in die Umgebung geblasen.

    Müssen wir auch alle Fehler machen, die bereits in der USA gemacht wurden?

    http://tinyurl.com/5rrk2fu

    Der Film zeigt Zusammenhänge, über unser Ökosystem, Nahrung, Tierhaltung, und Gesundheit, die wir so, vielleicht noch nie, gesehen haben.

  2. hans said

    Ich konnte ihn noch nicht komplett sehen, diesen Hammer von Film, aber es ist Zeit, dass das FAST FOOD aufhört.

    Kälbchen mit ihren Müttern, auf die Weide nach draussen
    Schweine in den Matsch, raus aus dem miefigen Kannibalismus
    Hühner nach draussen, Schnäbel nicht stutzen, etc…

  3. Lingen-light said

    Ein schwerfälliges Volk läßt sich leichter führen und kontrollieren,
    das Gewicht führt zur Trägheit, lähmt, und wird willenloser, mit 100 Kg springt Keiner auf einen Berg, der reißt auch keine Bäume aus, und die Pharmazie hat Vollbeschäftigung.
    In der Folge geht die Produktivität in den Keller, und alleinige militärische Rohstoffsicherung, rettet auch nicht vor der Pleite.
    Go West.

  4. Gutgläubiger said

    Hier ein passender Artikel zum Thema:

    http://www.ithaka-journal.net/denn-wir-wissen-nicht-was-wir-essen

    Grüße in die Gärrest- Gülle- und Fäkalienhochburg Emsland.

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