EHEC II

5. Juni 2011

Ich würde mich freuen, wenn die Ursachenforschung der tödlichen EHEC-Keime nicht zu den Biogasanlagen führt. SPIEGEL-online schreibt über die heutige Pressekonferenz des Landwirtschaftsministers Gert Lindemann (CDU) in Hannover:

Nach Angaben des Ministeriums vertreibt die Firma 18 Sprossensorten, darunter Mungobohnenkeimlinge, Radieschensprossen, Erbsenkeime und Linsensprossen. Die Keimlinge werden in Trommeln bei einer Temperatur von 38 Grad Celsius mit Wasserdampf herangezogen. „Das sind auch optimale Bedingungen für das Keimen anderer Keime“, sagte Lindemann.

Warum die Sprossen eventuell mit Ehec-Bakterien belastet sind, darüber konnte der Minister nur spekulieren. Er betonte jedoch, dass die Sprossen nicht mit Dünger herangezogen werden. Zuvor war spekuliert worden, dass mit Gülle verunreinigte Produkte zu dem Ehec-Ausbruch geführt hätten.

Möglich sei, dass das in den Trommeln versprühte Wasser belastet sei oder dass die Körner, die aus anderen Ländern geliefert wurden, bereits mit Ehec-Bakterien belastet waren, die sich dann in den Trommeln besonders schnell ausbreiten konnten, sagte Lindemann.

Dies bringt die Suche nach der EHEC-Quelle einstweilen noch zu keinem Ergebnis. Hoffen wir, dass Montagnachmittag Klarheit herrscht.