Zwischenruf

30. Mai 2011

Ohne den erfahrenen SPD-Geschäftsführer Gerd Groskurt wäre die Veranstaltung des SPD Ortsverein Lingen am vergangenen Freitag vollends in die Hose gegangen. Ich war nicht dabei, aber meine Quellen berichten das. Es ging um die Kommunalwahllisten und die Genossen sind schon organisatorisch knapp an einer Blamage vorbei geschrammt. Die Nummer im Bürgerhaus Heukamps-Tannen dauerte bis 23.30 Uhr und der Kreis der Teilnehmer wurde zusehends geringer.

Ich muss sagen, dass es mich nicht mehr sonderlich anrührt, was da innerparteilich abgeht. Aber bemerkenswert ist es schon, wenn Heinz Willigmann aus dem Stadtteil Damaschke sich über  persönliche Verunglimpfung der bisherigen Leistungsträger  beschwert und ihm dann bedeutet wird, darum gehe es „heute Abend nicht“. Um was denn dann, wenn Personen die lokale SPD regelrecht übernehmen, die derlei betreiben?  Oder wenn man dem amtierenden Fraktionsvorsitzenden Hajo Wiedorn so demütigend zusetzt, dass er auf eine Kandidatur zur Kommunalwahl gleich völlig verzichtet. Oder Gerhard Kastein gar nicht erst mehr kommt. Mir wird zugetragen, dass Wiedorn nicht der einzige gewesen ist, der am Freitag auf seine Kandidatur verzichtet hat. Willigmann steht zwar noch auf  Platz 6 seiner Liste, verließ jedoch früh die Versammlung, nachdem man ihn gemaßregelt hatte.

Offenbar hat man vorsorglich und voraus schauend die Presse gar nicht erst eingeladen; die Onlineveröffentlichung trägt den Zusatz „PM“ – Pressemitteilung. Wahrscheinlich müsste man die Kommunalwahllisten sonst gar nicht erst einreichen, wäre die Presse vor Ort gewesen.

Das waren keine guten Tage  für die Lingener SPD und damit auch keine guten für unsere Stadt, kommentiere ich. Sie hatten damit begonnen, dass in einer SPD-Vorstandssitzung der altgediente Sozialdemokrat Gerhard Kastein von Parteinovizen ungestraft als „Verräter“ beschimpft werden durfte. Sein Vergehen:  Er stand im Verdacht, geheime Protokolle der SPD Lingen keinem anderen als mir mitgeteilt zu haben. Geheim mussten sie sein, weil sie die Kandidatennamen der SPD für die bevorstehenden Kommunalwahlen enthielten. Abgesehen davon, dass man mit Kastein den Falschen am Wickel hatte – Was ist das eigentlich für ein demokratisches Selbstverständnis einer politischen Partei, die sich nicht traut, in offenem Diskurs ihre Besten zu nominieren? Es ist vielleicht zu weitgehend, ihr gleich die Demokratiefähigkeit abzusprechen, aber sie präsentiert sich jammernd, ohne Selbstbewusstsein und vor allem ohne das, was die SPD seit ihrer Gründung stets ausgemacht hat: Solidarität.

Furios will man kommenden Mittwoch fast folgerichtig Gerhard Kastein als Schriftführer des Stadtverbandes abwählen, den sich die drei Lingener SPD Ortsvereine Lingen, Brögbern und Baccum übergestülpt haben. Grund: Er habe mir Informationen… Sie sehen, werte Leserinnen und Leser, man täte jedem Kindergarten unrecht, würde man ihn aktuell mit der lokalen Sozialdemokratie vergleichen.

So ist und wird das nix mit Euch, liebe Neo-Sozis.

update: kursiv

14 Antworten to “Zwischenruf”

  1. Job said

    Super. Her mit einem Aufnahmeschein in der SPD, Ortsverein Lingen.

  2. Frank O. said

    Bei vielen Krankheiten treten Fehlsteuerungen durch programmierten Zellselbstmord auf, die sich sehr schädigend auf den Organismus auswirken können.
    Das geschieht, wenn ein Virus eine Zelle befallen hat und versucht durch Umstellung der Proteinsynthese Moleküle herzustellen, aus denen neue Viren entstehen………

    • Alan Shore said

      Die Zelle opfert sich für das Gesamtwohl des Körpers – wie heroisch, nicht wahr? Passiert übrigens auch, wenn durch Mutationen der Stoffwechsel der Zelle außer Kontrolle gerät und sie anfängt als Tumor zu wuchern. Wenn sie sich dann nicht mehr selbst ausschaltet, kommen die Immun-Killerzellen, um den Organismus vor Schaden zu bewahren. Ist schon alles ziemlich martialisch.

  3. Jürgen Dietrich said

    @Robert
    Die BürgerNahen sollten Hajo und Gerhard eine neue politische Heimat anbieten. Hajo wäre dann ein sicherer Kandidat für die BN im Stadtrat im Lingener Rathaus und Gerd für den Kreistag.

    • Neo-Sozi said

      Wenn sie auf Masochismus stehen – bitte…

    • BN_Riße said

      Jürgen, die BürgerNahen sind die erste Adresse für ALLE politisch Heimatlosen in Lingen. Genauso für alle „eigentlich Verwurzelten“. Sonst gäbe es uns gar nicht.

      Wer dann als Stadtratskandidat aufgestellt wird, darüber entscheidet die Versammlung. Wir laden wie immer alle Interessierten ein: Jeden ersten und dritten Mittwoch um 20 Uhr ins Bürgerhaus Heukampstannen.

      Beste Grüße! Marc

      @Neo-Sozi und mawi: Deine Kommentare von 19:13 und 19:41 sind erbärmlich und dumm.

  4. mawi said

    Super Idee.Sie könnten dann im Rollator eure Stimmen nach Hause fahren

  5. Martin Oevermann said

    Mawi,mit solchen Äußerungen disqulifiziert man sich.
    Dies ist nicht einmal mehr mit der Unbedarftheit der Jugend zu entschuldigen.

  6. Horst said

    Als der Verstand verteilt wurde, habt ihr beiden
    ( Mawi, Neo-Sozi )euren Hohlkörper davor bewahrt,
    Intelligenz aufzunehmen.Man kann nur hoffen,dass
    da noch nachgearbeitet wird.

  7. bolle said

    die „Kinderkacke“ scheint mit den Kommentaren fortzuschreiten von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen.

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