Willis

30. Mai 2011

Es gibt Neues aus der Werkstatt der lokalen Sozialdemokratie:

Wie kann man nur als Sozialdemokrat solch einen Namensfehler produzieren und vor allem nicht einmal bemerken? Die LT-Redakteure haben es sofort gesehen und die Pressemitteilung korrigiert. Bei der SPD steht es seit einem Tag falsch auf der Internetseite.

Und nicht, dass Sie jetzt glauben, der Willi-Fehler sei ein einmaliges Versehen in der Überschrift. Hier ein Screenshot des weiteren Artikels:

Wenn ich das Wort peinlich nicht schon in diesem Monat verwurstet hätte, dann hätte ich es jetzt passend gefunden, Ihr Willis.

Denkansatz

30. Mai 2011

Irgendeine Idee, wem aus Lingen wir diesen Denkansatz widmen können?

Zwischenruf

30. Mai 2011

Ohne den erfahrenen SPD-Geschäftsführer Gerd Groskurt wäre die Veranstaltung des SPD Ortsverein Lingen am vergangenen Freitag vollends in die Hose gegangen. Ich war nicht dabei, aber meine Quellen berichten das. Es ging um die Kommunalwahllisten und die Genossen sind schon organisatorisch knapp an einer Blamage vorbei geschrammt. Die Nummer im Bürgerhaus Heukamps-Tannen dauerte bis 23.30 Uhr und der Kreis der Teilnehmer wurde zusehends geringer.

Ich muss sagen, dass es mich nicht mehr sonderlich anrührt, was da innerparteilich abgeht. Aber bemerkenswert ist es schon, wenn Heinz Willigmann aus dem Stadtteil Damaschke sich über  persönliche Verunglimpfung der bisherigen Leistungsträger  beschwert und ihm dann bedeutet wird, darum gehe es „heute Abend nicht“. Um was denn dann, wenn Personen die lokale SPD regelrecht übernehmen, die derlei betreiben?  Oder wenn man dem amtierenden Fraktionsvorsitzenden Hajo Wiedorn so demütigend zusetzt, dass er auf eine Kandidatur zur Kommunalwahl gleich völlig verzichtet. Oder Gerhard Kastein gar nicht erst mehr kommt. Mir wird zugetragen, dass Wiedorn nicht der einzige gewesen ist, der am Freitag auf seine Kandidatur verzichtet hat. Willigmann steht zwar noch auf  Platz 6 seiner Liste, verließ jedoch früh die Versammlung, nachdem man ihn gemaßregelt hatte.

Offenbar hat man vorsorglich und voraus schauend die Presse gar nicht erst eingeladen; die Onlineveröffentlichung trägt den Zusatz „PM“ – Pressemitteilung. Wahrscheinlich müsste man die Kommunalwahllisten sonst gar nicht erst einreichen, wäre die Presse vor Ort gewesen.

Das waren keine guten Tage  für die Lingener SPD und damit auch keine guten für unsere Stadt, kommentiere ich. Sie hatten damit begonnen, dass in einer SPD-Vorstandssitzung der altgediente Sozialdemokrat Gerhard Kastein von Parteinovizen ungestraft als „Verräter“ beschimpft werden durfte. Sein Vergehen:  Er stand im Verdacht, geheime Protokolle der SPD Lingen keinem anderen als mir mitgeteilt zu haben. Geheim mussten sie sein, weil sie die Kandidatennamen der SPD für die bevorstehenden Kommunalwahlen enthielten. Abgesehen davon, dass man mit Kastein den Falschen am Wickel hatte – Was ist das eigentlich für ein demokratisches Selbstverständnis einer politischen Partei, die sich nicht traut, in offenem Diskurs ihre Besten zu nominieren? Es ist vielleicht zu weitgehend, ihr gleich die Demokratiefähigkeit abzusprechen, aber sie präsentiert sich jammernd, ohne Selbstbewusstsein und vor allem ohne das, was die SPD seit ihrer Gründung stets ausgemacht hat: Solidarität.

Furios will man kommenden Mittwoch fast folgerichtig Gerhard Kastein als Schriftführer des Stadtverbandes abwählen, den sich die drei Lingener SPD Ortsvereine Lingen, Brögbern und Baccum übergestülpt haben. Grund: Er habe mir Informationen… Sie sehen, werte Leserinnen und Leser, man täte jedem Kindergarten unrecht, würde man ihn aktuell mit der lokalen Sozialdemokratie vergleichen.

So ist und wird das nix mit Euch, liebe Neo-Sozis.

update: kursiv