Schönes Lünne 7

11. Mai 2011

Die vielfach, auch im benachbarten Lünne geäußerten Bedenken gegen die Förderung von Schiefergas aus Gesteinsschichten mittels der sog. Fracking-Methode finden zunehmend wissenschaftliche Unterstützung. Um die in Gesteinsformationen eingeschlossenen Schiefergase in mehreren hundert Meter Tiefe zugänglich zu machen, wird bekanntlich das Gestein zunächst angebohrt und dann unter hohem Druck mit chemikalienangereichertem Wasser aufgebrochen (Hydraulic Fracturing, auch Fracking genannt). Die in den vergangenen Jahren dazu entwickelten Spezialbohrer, die die Gasförderung erst möglich machen,  bohren sich dabei zunächst senkrecht in die Erde, um dann nach dem Erreichen der gasführenden Gesteinsschichten in die Waagrechte abzuknicken. Da das Gestein, in dem das Gas gefangen ist, nicht durchlässig ist, werden dann künstlich Klüfte geschaffen, indem Chemikalien und mit Sand vermischtes Wasser unter hohem Druck in das Bohrloch geschossen werden.

Wird verstärkt mit dieser umstrittenen Methode nach Erdgas gebohrt, kann aber nach einer neueren US-Untersuchung die Trinkwasserqualität in der betroffenen Region beeinträchtigt werden. Das haben US-Forscher von der Duke University (US-Bundesstaat North Carloina) jetzt herausgefunden. Sie hatten dazu Brunnenwasserproben in den US-Bundesstaaten New York und Pennsylvania  untersucht.

Die US-Wissenschaftler stellten bei ihren Untersuchungen stark erhöhte Werte des Kohlenwasserstoffs Methan im Brunnenwasser fest, wenn in einem Umkreis von einem Kilometer um die Wasserquelle nach Schiefergas gebohrt wurde. So kann man es im US-Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ nachlesen (mehr -pdf-…). In Pennsylvania haben inzwischen bereits Gerichte Fracking- Bohrungen gestoppt, nachdem mehrere Haushalte ihr Trinkwasser als ungenießbar vorfanden. (mehr auf WDR5)

An einer anderen US-Universität sind ähnliche Probleme ermittelt worden. Wenn Teile des Wassers nach dem Aufschluss der Gesteinsformationen  wieder an die Oberfläche treten, werden sie von großen Mengen Methan begleitet, heißt es in der Studie der Cornell-Universität (New York). Zwischen 0,6 und 3,2 Prozent der geförderten Menge an Schiefergas können an Methan in die Umwelt entweichen.   Das Treibhausgas Methan  ist weitaus klimaschädlicher als z.B. CO2.

„Wir sollten uns davon verabschieden, Schiefergas als Überbrückungsbrennstoff zu sehen, der die nächsten Jahrzehnte andere fossile Brennstoffe ersetzen soll“, zog Robert W. Howarth, einer derAutoren der Studie , gegenüber der BBC ein Fazit. „Vielmehr sollten wir härter daran arbeiten, wirklich grüne, erneuerbare Energie, wie Wind und Solar, so schnell wie möglich voranzutreiben.“

(Quellen: Handelsblatt, BBC, SPON)

Abifestival III

11. Mai 2011

Escapado
Abifestival 2011

Freitag, 01. und Samstag, 02. Juli
Am alten AKW, Lingen (Ems).

Hier alle Bands des Abifestival 2011, die  in den nächsten Wochen hier vorgestellt werden:
Bakkushan, Beat!Beat!Beat!, Die Biertenöre, Bravour, Casper, DESONA, Escapado, Herrenmagazin, HGich.T, I Heart Sharks, K.I.Z., Kraftklub, Loui Vetton, Mikrokosmos23, Naked Fuzz Ensemble, No Time To Collapse, Saalschutz, Shatter, Stella, Tusq, Zoodiak