Danke

29. März 2011

Zwar habe ich noch nichts derartiges gehört, nehme aber an, dass längst alle Verantwortlichen ein dickes Dankeschön  jedem Einzelnen der  250 Feuerwehr- und Einsatzkräften  gesagt haben, die heute Nacht ebenso umsichtig wie mutig dafür gesorgt haben, dass die Flammen des explodierten Tankers Alpsray nicht -mit unabsehbaren Folgen- auf weitere Schiffe im Raffineriehafen übergreifen konnten.

Ich schließe mich dem Dank gern und aus Überzeugung an und denke dabei sogleich zurück an die Hagedorn-Brandkatastrophen vor 15 Jahren, als Feuerwehrleute vor den  angrenzenden Wohnhäusern stehend trotz extremer Hitze die Flammen bekämpften, als hinter ihnen schon die Fenstjalousien schmolzen. Es sind schon wirklich tapfere Feuerwehrleute, die wie hier in Lingen haben.

Deepwater horizon

29. März 2011

Unisono beklagten sich die Journalisten  über eine mehr als seltsame Informationspolitik nach der Explosion des Tankschiffs Alpsray im Hafen der Erdölraffinerie Emsland. Hier der Podcast der Ems-Vechte-Welle über BP, Deepwater horizon, die Informationspolitk, 80 Sekunden OB und viele falsche Ausagen:

“’Am Montag, den 28.03.2011 kam es um 22.50 Uhr zu einem Brand im Hafenbereich der Erdöl-Raffinerie Emsland. Ein Schiff, das mit Benzin beladen wurde fing Feuer und es kam zu insgesamt drei größeren Verpuffungen. Die Besatzung, die zum Zeitpunkt des Unfalls aus fünf Personen bestand, konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ein Mitarbeiter der Schiffsbesatzung wurde leicht verletzt.‘ So beginnt die Pressemitteilung der BP. Viele Informationen hat der Erdöl-Riese zum Unglück in seinem Hafen allerdings nicht rausgegeben. Ems-Vechte-Welle-Reporter Mario Köhne war vor Ort und einer von den verdutzten Journalisten.“

Hier geht es zum -eindrucksvollen- podcast der Emsvechtewelle

Nachtrag:

«Derzeit kann man davon ausgehen, dass die Lage unter Kontrolle ist», sagte gegen (Dienstag-)Mittag Ralf Büring, Erster Stadtrat in Lingen (Ems). Das Technische Hilfswerk und eine Spezialfirma waren noch damit beschäftigt, das Wasser-Benzin-Gemisch und den Löschschaum abzupumpen. Wann das Schiff geborgen werden kann, ist noch unklar.

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat unterdessen -wie in derartigen Fällen üblich-  Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet. Brandexperten untersuchen den Unglücksort. Der Kapitän des Tankschiffes steht unter Schock. Er konnte nach Angaben von BP noch nicht befragt werden.

(Quelle und Foto: © Ems-Vechte-Welle, Kieler Nachrichten)

Brief I

29. März 2011

Ende letzter Woche habe ich einen Brief an die Herren Helmut Hoeke und Hubert Ungrun, beide  Prokuristen der Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft Lingen (Ems) mbH, geschrieben. Bitte lesen Sie nach:

Sehr geehrte Herren,
im Rahmen der letzten Ratssitzung ist allen Ratsmitgliedern in nicht-öffentlicher Sitzung eine von Ihnen ppa. unterzeichnete Zusammstellung zu den Kosten aufgrund der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 20 in Altenlingen Baugebiet „Logistikzentrum an der Raffinerie -südliche Erweiterung“ ausgehändigt worden. Nach Ansicht des Ersten Stadtrats Dr. Büring sollen die in der Kostenaufstellung zum Grundstückskaufpreis enthaltenen Angaben vertraulich bzw. nicht öffentlich sein. Diese Rechtsauffassung halte ich angesichts der Besonderheiten des Grundstücksgeschäfts innerhalb der öffentlichen Hand (Land verkauft an 100%ige „Tochter“ der Stadt) nicht für überzeugend.
Nun widerlegt das von Ihnen erstellte Papier eindrucksvoll die öffentlich geäußerte Behauptung (http://trimr.de/SYy bzw http://url9.de/asw ), dass bei einer Wiederaufforstung der abgeholzten und gerodeten Fläche unserer Stadt ein Schaden von 1,8 Mio Euro entstehe.
Daher wende ich mich an Sie als Prokuristen der Gundstücks- und Erschließungsgesellschaft Lingen (Ems) mbH. Ich bitte die Gesellschaft um Zustimmung, die auf Seite 2 der Kostenzuordnung  der gefertigten Zusammenstellung vollständig veröffentlich zu können. Jede GmbH kann, sollte entgegen meiner Auffassung überhaupt eine öffentlich-rechtliche Verschwiegenheitspflicht nach der NGO stehen, von dieser Verschwiegenheitspflicht befreien. Gern wüde ich das Papier insgesamt der demokratischen Öffentlichkeit zugänglich machen. Aber mir reicht eben auch die Veröffentlichung der „Kostenzuordnung“ auf Seite 2, zumal sie keine schützenswerten Belange der Gesellschaft tangiert.
Ich stelle anheim, meine dringende Bitte mit den Geschäftsführern der GmbH zu erörtern. Wegen des überragenden Interesses der Öffentlichkeit an einer vollständigen und korrekten Information bitte ich um wohlwollende Prüfung, zumal die Aussagen von Verwaltungs- und Ratsmitgliedern, bei einer Wiederaufforstung entstehe der Stadt ein Schaden von 1,8 Mio Euro, dringend um der Wahrheit willen der Korrektur bedürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Robert Koop

ps Ich werde mir erlauben, diesen Brief in geeigneter Weise zu veröffentlichen.

Ich bin sehr gespannt, wie viel Offenheit es für Sie, liebe Leserinnen und Leser,  geben wird. Ich befürchte, Sie hören nur ein „Pssst! Unser Geheimnis“ und das ist dann keine Kinderbuchserie für Mädchen, sondern wirft die Frage auf, wer hier warum etwas zu verbergen hat.