Zunahme

28. März 2011

Die Atomkatastrophe in Fukushima beschäftigt und beunruhigt die Region weiter und dies aus ganz unterschiedlichen Gründen:

Noch einmal mehr Teilnehmer fanden sich am Montagabend bei der wöchentlichen Mahnwache auf dem Lingener Marktplatz ein. Nach knapp 150 Teilnehmern vor zwei Wochen und mehr als 180 vor Wochenfrist folgten diesmal 220 Demonstranten dem Aufruf des „Elternverein Restrisiko Emsland eV“ .

Auf Reden wurde verzichtet. Die Teilnehmer sangen zum Abschluss gemeinsam das Protestlied der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung ‚We shall overcome‘. Der Elternverein, sagte sein Sprecher Gerd Otten am Rande der Veranstaltung, wolle die montäglichen Mahnwachen zunächst bis zur  Karwoche (Mo, 18.o4.) fortsetzen und ruft zur Teilnahme auf.

Beim VW-Werk in Emden sorgt man sich um Produktionsprobleme; denn Spezialteile wie Navigationsgeräte oder elektronische Abstandswarner werden in Japan produziert. Man befürchte jetzt Lieferengpässe und müsse „von Woche zu Woche schauen“, so ein VW-Sprecher zu Radio Bremen. Noch produziert VW Volkswagen täglich mehr als 1.100 Passat in Emden.

Mit der Forderung von Bündnis’90/Die Grünen im Kreistag des Landkreises Friesland, das Kernkraftwerk Unterweser (KKW) in Kleinensiel dauerhaft stillzulegen, werden sich in einer gemeinsamen Sitzung Umweltausschuss und Bauausschuss des Kreistags befassen – nach einem Bericht der NWZ allerdings erst am Mittwoch, 6. April. Am vergangenen Montag (21.03.) hatte der Kreistag in Jever nämlich  mehrheitlich beschlossen, über den Entschließungsantrag zunächst in den Fachausschüssen des Kreistags zu diskutieren und da geht es um Umwelt und Bauen. Die Verfahrensweise ist ebenso schlicht wie die Begründung für das Vorgehen. Landrat Sven Ambrosy (SPD) hatte gesagt, dass keine Dringlichkeit vorliege…

Eine Antwort to “Zunahme”

  1. Ines Heimberg said

    Es ist gut, wenn sich in Lingen endlich mehr Menschen zu Demos oder „Mahnwachen“, wie es jetzt genannt wird, zusammenfinden. Am 26. August, als unsere Kanzlerin das AKW und die Führungsmannschaft der deutschen Atomindustrie beehrte (nicht etwa die Stadt selbst), um den Atomdeal auszuhandeln, waren die aus Lingen stammenden Demonstranten an wenigen Händen abzuzählen. Die weitaus größte Mehrheit kam von Ferne.

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