Grammatik

27. März 2011

„…Am 26. August besuchte die Bundeskanzlerin Angela Merkel das Kernkraftwerk Emsland im Städtchen Lingen, es gehört RWE und Eon.“

Zitat FAS, 27. März 2011

Veraltet

27. März 2011

„De Kerncentrale in Lingen staat in de achtertuin van Twente.“ Die niederländischen Nachbarn erkennen plötzlich, was sich da in ihrem „Garten hinter dem Haus“ so befindet. Nach langen Jahren der Zurückhaltung richten sie wie in den 1980er Jahren wieder ihren Blick auf das Lingener Kernkraftwerk Emsland. Denn, berichten niederländische Medien, helfen nicht im Falle einer Katastrophe, wie sie sich jetzt im japanischen Fukushima zuträgt. Die Notfallpläne  für den Fall einer Reaktorkatastrophe sind  hoffnungslos veraltet. Und: Die Notfallpläne entsprechen nicht den europäischen Richtlinien. Das berichtet das Onlinemagazin Twente@Actueel. Auf der Grundlage des niederländischen Informationsfreiheitsgesetzes hatten die Redakteure des Nachrichten-Portals Zugriff auf die veraltete Krisenplan verlangt.

Roel Cazemier, Bürgermeister der niederländischen Grenzgemeinde Dinkelland, übte Kritik an diesem Zustand. Der VVD-Politiker: “ Wir können nicht länger zuwarten. Wir brauchen Planungen für die notwendige Aktualisierung der Katastrophenpläne. Das muss schnell auf die Tagesordnung, weitere Verzögerungen sind lebensgefährlich“, unterstreicht Cazemier. Peter den Oudsten, der einflussreiche Bürgermeister der Großstadt Enschede, hat bislang keine Stellungnahme abgegeben.

Nachtrag:
„De Kerncentrale in Borssele staats in de achtertuin van Lingen.“ – und das ist mit diesen Informationen auch nicht besser als andersrum. Also liebe niederländische Freunde, wir müssen gemeinsam raus aus der Atomenergie – so schnell wie möglich.

Theo

27. März 2011

Das Sprengel Museum Hannover zeigt seit dem 9. Februar und noch bis zum 21. Juni eine von Hans-Peter Feldmann zusammengestellte Ausstellung über den Schauspieler, Regisseur und Autor Theo Lingen, der sich -in Hannover geboren- seinen Künstlernamen nach der Geburtsstadt seines Vaters aussuchte. Theo Lingens (1903-1978) Karriere begann am Theater. Als Filmschauspieler ist er einem breiten Publikum vor allem durch seine unzählige Komödien bekannt geworden.

Der 1941 geborene Hans-Peter Feldmann arbeitet mit Fotografien und Alltagsobjekten, die er sammelt, archiviert und arrangiert und schließlich in unterschiedlichen Konstellationen nach festgelegte Kriterien immer wieder neu zusammenstellt. In Serien angeordnet verweisen die Bilder auf eine Welt, die hinter dem Dargestellten liegt und konstruieren Geschichten, die aufgrund kollektiver und persönliche Erinnerungsmomente dem Betrachter die Möglichkeit zur individuellen Identifikation bieten. Damit führt der Ausstellungsmacher hinter die Maske des hölzern-perfektionistischen Komödianten in den vielgestaltigen Kosmos der Person und des Bühnenmenschen Theo Lingen ein. Hans-Peter Feldmann steht für ein demokratisches Bildverständnis, das keine Differenzierungen zwischen amateurhaft und professionell, privat und öffentlich oder fremd und eigen kennt.

Sprengel Museum
Hannover – Kurt-Schwitters-Platz
Öffnungszeiten: Dienstag 10 – 20 Uhr /  Mittwoch bis Sonntag 10 – 18 Uhr
Montags geschlossen

Eintritt 7,00 euro (ermäßigt: 4,00 Euro) Freitags Eintritt frei

 

(Bild: Karikatur des Schauspielers Theo Lingen, von Hans Georg Pfannmüller CC)