Unglaublich

23. März 2011

ich reibe mir  die Augen:

Der Fachdienst Arbeit der Stadt Lingen bleibt von heute bis Donnerstag , dem 24. März, ganztägig geschlossen. Die Mitarbeiter setzen in dieser Zeit die Gesetzesänderung im Bereich der Grundsicherung für Arbeitssuchende um. Ab dem 25. März sind die Mitarbeiter dann wieder erreichbar.

Was ist das für eine arrogante und bürgerfeindliche Art, öffentliche Dienstleistungen zu erbringen – Pardon: nicht zu erbringen. Da wird der Laden drei Tage (die von der  EVW publizierte, städtische Pressemeldung ist auch zeitlich von gestern) geschlossen, weil man ein Gesetz umsetzt. Und sich dann auch noch Fachdienst Arbeit nennen. Unglaublich.

15 Antworten zu “Unglaublich”

  1. Joachim said

    Servicewüste Deutschland.
    Das kann nicht nur die Stadtverwaltung. Die Post hat es m.E. erfunden. Heute ist mal wieder so ein Beispiel. Für einen kranken Kollegen habe ich etliche Unterlagen zusammengestellt und wollte sie in der Mittagspause bei der Post in der Mall aufgeben. Leider geschlossen wegen einer Veranstaltung. Ich wurde an die Poststellen in Darme und Damaschke verwiesen. Für mich als Fußgänger, der aus gutem Grund in die Innenstadt umgezogen ist, besonders ärgerlich. Wenn ich jetzt noch über den öffentlichen Nahverkehr in Lingen nachdenke, platzt mir endgültig der Kragen.

  2. Frank O. said

    Wer „Kunde“ des Fachdienstes für Arbeit in Lingen ist, sieht in dieser kurzzeitigen Schliessung nichts Neues. Es kommt dort ständig zu 1-3 tägigen Schliessungen des kompletten Fachdienstes für Arbeit.

    Mittwochs ist grundsätzlich geschlossen und auch sonst gibt es keine Sprechzeiten.Hier läuft alles nur noch nach Terminvergabe ab. Wer mal eben einen Antrag abholen oder abgeben will, steht genervten Mitarbeitern gegenüber die mit großen Augen fragen „Haben sie denn einen Termin?“.

    Damit haben sie nichts besonderes ausgegraben, Herr Koop. Das vermag man aber wohl nur zu beurteilen wenn man dort ungewollt lanjähriger „Kunde“ ist.

  3. Horst said

    Nicht immer nur meckern, vielleicht werden in dieser
    Zeit auch Anträge bearbeitet, denn das erledigt
    sich nicht in einem Kundengespräch.
    Oder kann es vielleicht sein, dass dieser Bereich unterbesetzt ist?
    Hier sollte jemand mal nachfragen.

    • Frank O. said

      Um Anträge in Ruhe bearbeiten zu können werden ja nur noch Termine vergeben. Die meines Wissens auch nur auf den Vormittag gelegt werden.
      Das dieser Bereich unterbesetzt ist trifft eher zu.
      Zuoft mußte ich bei Krankheit meines Sachbearbeiters von seiner Vertretung hören „Dann kommen sie doch bitte nochmal wenn der Kollege wieder da ist. Ich weiß da kein Bescheid.“.

    • Jau! Unterbesetzt! Das isses. 😉

      • kib said

        Die Aufteilung der unterschiedlichen Buchstabenkreise auf die fünfzehn Sachbearbeiter ist …zumindest „ungewöhnlich“ 🙂
        A – Alj
        Alk – Bee
        Bef – Bt
        Bu – Eb
        Ec – Geq
        Ger – Heil
        Heim – Janr
        Jans – Kon
        Koo – Lis
        Lit – Muem
        Muen – Reim
        Rein – Schme
        Schmi – Siek
        Siel – Til
        Tim – Z
        Interessant wäre es hier, die absolute Zahl der Bezugsempfänger in Relation zu den Sachbearbeitern zu setzten (natürlich unter Berücksichtigung von urlaubs- und krankheitsbedingter Abwesenheit bzw. ob Voll- oder Teilzeitstellen)

  4. Hansi said

    Lieber Robert,
    unglaublich finde ich Deine Kritik.
    Immer mehr „schlampig“ gemachte Gesetze und sonstige
    Rechtsvorschriften müssen angewandt werden. Um alles gut umzusetzen, bedarf es einer gründlichen Schulung.
    Die findet sicherlich an den gennannten Tagen statt.
    Die Vereinbarung von Terminen ist für den Leistungsempfänger eher vorteilhaft als negativ zu sehen.
    Also was soll das Gemecker?????

    • Hansi, da bist Du möglicherweise aufgrund Deiner beruflichen Tätigkeit befangen.

      Nun, wenn ich jedes Mal mein Büro schlösse, wenn es ein -sagen wir mal- neues Strafprozessgesetz gibt, wäre ich pleite. Das Einarbeiten absolviere ich folglich außerhalb oder neben der normalen Arbeitszeit. Man nennt dies bei abhängig Beschäftigten Überstunde. Aber ich sehe, dass es so etwas im Rathaus nicht gibt. Auf den Beitrag von FrankO. weise ich zusätzlich hin: Offenbar gibt es das von mir kritisierte Phänomen öfter…

  5. Hansi said

    Hallo Robert,
    ich bin nur wenig befangen.
    Als letzte Replik gebe ich zu bedenken, dass es auch im Fachdienst Arbeit bei der Stadtverwaltung „Überstunden“ gibt.
    Bedenke bitte auch, dass Dein Einkommen sich auf das Mehrfache im Vergleich zum Sachbearbeiter im genannten Bereich beläuft. Also darfst Du auch einen höheren Arbeitseinsatz zeigen (bei einem wahrscheinlich höheren IQ?)
    Woher kommt eigentlich Deine „chronische“ Geringschätzung für die Mitarbeiter im öffentlichen
    Dienst?
    Was hast Du gegen Beamte?: „Die tun doch nichts!!!

    • Frank O. said

      @Hansi

      Bedenken Sie bitte auch, dass das Einkommen eines Sachbearbeiters im genannten Bereich sich auf das Mehrfache im Vergleich zu einem Zeitarbeiter oder anderen Arbeitern beläuft. Also dürfen die auch einen höheren Arbeitseinsatz zeigen. 😉

  6. inge said

    … mal eine Frage: kann ich aus dem Vorgenannten schließen, daß „Hansi“ im öffentlichen Dienst beschäftigt ist?
    Aber: er hat am 24.03. um 13:06 geschrieben – ok, kann in seiner Mittagspause gewesen sein – aber: Surfen im Internet vom Dienst-PC : OK oder nicht??
    Aber: der 25.03., 10:06, liegt in der Kernarbeitszeit. Surfen im Internet, vom Dienst-PC, während der Arbeitszeit? OK oder nicht? Dann kann die eigentliche Arbeit natürlich nicht geschafft werden….. das kann man sich nur im ÖD erlauben…Oder Urlaub?

    • Alli said

      @ Inge – Die Vermutung finde ich schräg!
      Hansi kann ja auch im öD beschäftigt gewesen sein, deshalb so gut Bescheid wissen – und sich jederzeit hier einklinken können.
      Das ist so meine Vermutung…

    • Ob Schlussfolgerungen zutreffen – sicherlich nicht immer. Ob der öffentliche Dienst 365 Tage im Jahr arbeitet – sicherlich auch nicht immer. 😉

  7. Hansi said

    Ich wollte Robert eigentlich nur mitteilen, dass auch im öffentlichen Dienst gut und vernünftig gearbeitet
    wird.
    Inge, Sie sollten die Glaskugel aus der Hand legen.
    Ali, Ihre Vermutung trifft zu.

  8. Job said

    So ist es. Hansi ist schon etwas länger in seinem wohl verdienten Ruhestand.

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