Nomen…

10. März 2011

…est omen – oder:

Ein weiterer Beitrag zur Verunstaltung unserer Stadt durch überdimensionierte Werbeanlagen, die den Satzungsvorschriften widersprechen.

Mehr als schade für ein eigentlich pfiffiges, neues Einzelhandelsgeschäft am Beginn der Burgstraße, das dem Gegenteil dessen verpflichtet ist, was es an schlechter Gestaltung an seinen Giebel gedübelt hat. Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass auch diese Verunstaltung niemanden in der Bauverwaltung zu interessieren scheint? Wie nicht weit entfernt da, wo kommerzielle Transparente von intersport adventure und Betreiber die historische Stadtansicht von Rathaus und Posthalterei beschädigen. Und deshalb schon seit fast einem Jahr entfernt werden sollen. Nichts passiert und wir erkennen die Botschaft, die da lautet: Macht einfach, wir schauen weg. Ihre Bauverwaltung.

Dabei wäre alles so einfach, würde man nur die Örtliche Bauvorschrift über die Gestaltung von Werbeanlagen (Innenstadt) beachten, die der Stadtrat 1983 nach langer Diskussion auf Empfehlung des langjährigen früheren Stadtbaurats Nikolaus Neumann beschlossen hat. Die Neumann-Satzung ist gut und gründlich. Sie  könnte ein weiteres Abgleiten in kleinstädtisches -bemühtes Werbetralala zwischen Wimpelketten, Plastikterrakotta-Imitaten, schmutzigen Fahnen, Kundenstoppern und Plastikaufklebern nebst Lichtmüll verhindern. Bloß wird sie nach dem Weggang des früheren Baurates Nikolaus Neumann nicht mehr beachtet. Aber sie soll diskutiert werden, fordert der zuständige Ausschuss seit Jahren. Die Beratung werde vorbereitet, lügt uns die Verwaltung an. Ehrlich gesagt: Auf die Beratung könnte ich sogar verzichten. Es wäre doch viel besser, wenn die Bauverwaltung darauf achten würde, dass die Regeln der gültigen Satzung einfach eingehalten werden.

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9 Antworten zu “Nomen…”

  1. ulrike said

    Endlich die richtige und korrekte Bezeichnung!Lichtmüll. Ich frage mich seit Jahren,warum die nächtliche Dunkelheit zeitdeckend durch diese Mall und andere Verkaufsvorhaben bis in Wohnungsgeschosshöhen aufgegrellt werden muß.Ein neuestes Beispiel:das bis zum frühen Morgen grell bläulich erhellte nutzlose Dekodach des Bus“bahnhofes“.Sieht aus wie ein gestrandetes Riesenufo.Gibt es keine Satzung zum Abstellen oder Dimmen dieses Quarks?Robert,übernehmen Sie!

  2. Hans said

    Ein Laden, der sich StilBruch nennt sollte in der Lage sein ein schönes Werbeschild zu platzieren. Schade.

  3. Bernd said

    Das Schild war wesentlich teurer als €80,00.
    Wer`s wissen will möchte doch bitte in der Burgstr. 14 vorbeischauen!

    Übrings wird das Schild wieder abmontiert, lasst euch überraschen!!

  4. Jochen S. said

    da der Preis wohl bei einigen eine Rolle spielt, habe ich mal den Werbetechniker meines Vertrauens gefragt:

    –schnipp–

    aus 3mm Dibond in schwarz matt mit weißer glänzender Schrift incl.Montage vor Ort mit Leitern falls möglich (sonst Hebebühne 150,- extra, brauch man aber glaub
    ich nicht):

    ca. 250,- bis 280,- Euro und Anfahrt. Kann man aber auch effektvoll mit Schwarz reflektierend machen, aber auch 125,- Euro mehr.

    Alles zzgl. MWSt.

    —schnapp—

    so, jetzt wisst Ihr es genau 🙂

  5. Tom and Jerry said

    Oh, Sünde!

  6. Hendrik said

    Etwas kleiner ist es jetzt geworden, oder sagen wir weniger hoch. Und jetzt? Was sagt den die Satzung genau, bzw. grob zusammengefasst?

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