Meisterin!

26. Februar 2011

Im Vorfeld der Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften an diesem Wochenende in Leipzig galt Maren Kock aus Brögbern (Foto re.) als Favoritin im 3000m-Lauf. Dieser Rolle wurde die Läuferin der LG Emstal Dörpen dann auch gerecht. In einem taktischen Rennen siegte die 20jährige und holte damit -elf Jahre nach dem ersten und drei Jahre nach dem letzten Hallentitel von Ingo Schultz–   den Titel einer deutschen  Leichtathletikmeisterin in der Halle nach Lingen. Lange führte in der heutigen Entscheidung zunächst Marathon-Spezialistin Susanne Hahn (SV Schlau.com Saar 05) dicht gefolgt von Maren Kock, Corinna Harrer (LG Telis Finanz Regensburg) und Veronica Pohl (TSV Bayer 04 Leverkusen). Die ersten 1000m lief das Quartett in 3:11 min, die zweiten in 3:14 min. erst dann steigerte sich das Tempo. 150m vor dem Ziel setzte dann Maren Kock zum Spurt an. Corinna Harrer und Veronica Pohl ließen als einzige nicht abreißen. 100m vor dem Ziel konnte dann die Leverkusenerin nicht mehr mithalten. Auf der Zielgerade konnte Maren Kock ann auch den starken Schlussspurt der  Regensburgerin Corinna Harrer abwehren, rettete vor 4000 begeisterten Zuschauern einen Vorsprung von 3 Hundertstel ins Ziel und sicherte sich in 9:27,33 min zum ersten Mal Gold bei Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften.

Nach dem nicht unerwarteten 800m-Erfolg meiner Liebsten, Mastersläuferin Annette Koop, vor zwei Wochen bei den deutschen Senioren- Hallenmeisterschaften  in Erfurt kann heute Arno Kosmider, Erfolgstrainer der LG Emstal mit DLV-A-Lizenz, eine weitere deutsche Leichtathletik-Meisterschaft feiern. Mit Godehard Kock, dem glücklichen Vater der neuen deutschen Meisterin, und einem nach dem sächsischen  Radeberg genannten Getränk an der Hotelbar, wie zu hören war.

 

(Foto: Maren Kock bei den Nds. Landesmeisterschaften 2011 © privat)

Bedingungslos

26. Februar 2011

Gerade gefunden bei Michael Spreng (Foto re):

Wenn Wähler zu sehr lieben

Der gemeine Wähler ist ein untreuer Geselle, wankelmütig, unberechenbar, bindungslos wandert er mal zur einen, mal zur anderen Partei. Mal wählt er gar nicht, mal entscheidet er sich erst in letzte Minute. Im Grunde ist der Wähler den Parteien ein Gräuel. Und das beruht auf Gegenseitigkeit: der gemeine Wähler hält die meisten Politiker für karrieregeile Nichtskönner, die nur an sich denken.

Wehe aber, wenn der Wähler liebt. Dann liebt er bedingungslos.

Womit wir bei den Fans von Karl Theodor zu Guttenberg sind. Nichts kann sie von ihrer Liebe zu ihrem Idol abbringen. Weder sein Meinungswechsel in Sachen Kundus-Bombardements und der Rauswurf der Sündenböcke, noch sein – auf Zuruf von BILD – schneller Stellungswechsel in Sachen “Gorch Fock”, als zu Guttenberg den Kapitän suspendierte, dem er kurz zuvor noch eine faire Behandlung zugesichert hatte. Und erst recht nicht zu Guttenbergs plagiatdurchsetzte Doktorarbeit. Wer liebt, der verzeiht.

Zu Guttenberg profitiert davon, dass die Popkultur in die politische Kultur eingebrochen ist. Das ist ein völlig  neues Phänomen, das man bisher allenfalls von Berlusconi und den italienischen Wählern kannte. Der “Popstar”, der “Superstar”, wie…

weiter hier im Blog von Michael Spreng

(Foto: Udo Grimberg CC)