Ulanenstraße

16. Februar 2011

Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone hat gestern in Damaschke sein Konzept für den Ausbau der Ulanenstraße vorgestellt. Krone war in eine Sitzung des Förderkreises Damaschke gekommen. Hundert Bürger aus dem Stadtteil waren ebenfalls zu dieser Sitzung gekommen. Krone stellte sich den Fragen der Anwohner der stark befahrenen Bundesstraße 213. In dem Zusammenhang stellte er einen Plan vor, den er so dem Stadtrat vorlegen will. Krone sprach sich dafür aus, die Ulanenstraße noch in diesem Jahr bis zur Schillerstraße/ Jagdweg auf acht Meter Breite auszubauen. Damit habe sie laut OB Krone Bundesstraßen-Niveau. In 2012 sollen dann Gelder für einen Ausbau bis zur B70-Anschlussstelle Altenlingen eingestellt werden.
Durch einen Ausbau der Ulanenstraße zwischen den Bundesstraßen 70 und 213 soll der Stadtteil Damaschke vom Verkehr entlastet werden.

 

(Quelle: Ems-Vechte-Welle)

Grotesk

16. Februar 2011

Mehr als 50 namhafte internationale Historiker haben sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen den am vergangenen Donnerstag vom Deutschen Bundestag angenommen Antrag (Video) gewandt, den 5. August zum Vertriebenen-Gedenktag zu machen. „Die Annahme des CDU/CSU/FDP-Antrages ,60 Jahre Charta der deutschen Heimatvertriebenen – Aussöhnung vollenden’ durch die Mehrheit des Bundestages am 10. Februar 2011 ist ein falsches geschichtspolitisches Signal“, heißt es in der Erklärung, zu deren Erstunterzeichnern u.a. Wolfgang Benz, Eckhardt Conze, Norbert Frei, Jürgen Kocka und Konrad Jarusch gehören. (…)
Die “Charta der Heimatvertriebenen” vom 5. August 1950 ist dafür eine denkbar schlechte Grundlage. Denn in der Charta findet sich kein Wort zu den Ursachen des Krieges, zu den nationalsozialistischen Massenverbrechen, zum Mord an Juden, Polen, Roma und Sinti, sowjetischen Kriegsgefangenen und anderen verfolgten Gruppen, kein Wort zum Generalplan Ost, der die Vertreibung und Vernichtung von Millionen “slawischer Untermenschen” nach dem “Endsieg” vorsah. Stattdessen erklärten sich die deutschen Vertriebenen selbst zu den „vom Leid dieser Zeit am schwersten Betroffenen“, was angesichts des nationalsozialistischen Massenmords eine groteske Verzerrung der historischen Wirklichkeit darstellt. Das Wort “Versöhnung” taucht in der “Charta der deutschen Heimatvertriebenen” nicht auf. Vielmehr wird darin gänzlich deplatziert auf “Rache und Vergeltung” verzichtet, als gäbe es einen solchen Anspruch. Und hinter dem proklamierten “Recht auf Heimat” stand 1950 weiterhin die Forderung nach territorialer Revision der Nachkriegsgrenzen.

Zu Recht fragt übrigens kommentiert auf den NachDenkSeiten G.K.: Wo bleibt die lautstarke Kritik unserer Medien an der von Schwarz-Gelb im Bundestag durchgedrückten Bezugnahme auf die reaktionäre “Charta der Heimatvertriebenen”? Dieser Vorgang zeigt erneut, dass von konservativer Seite der Versuch unternommen wird, die vom Hitler-Faschismus begangenen Verbrechen zu “relativieren”. Stattdessen werden von den Konservativen diejenigen als “Antidemokraten” denunziert, die sich im Geiste Willy Brandts für die Ziele des demokratischen Sozialismus engagieren.

mehr zur Position von Bündnis’90/Die Grünen

Quellen: FR und NachDenkSeiten