Dagegen

15. Februar 2011

Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone ist gegen ein Wiederaufforsten des Altenlingener Forstes; das meldete gestern die Ems-Vechte-Welle. Allein in den Schneisen, die in den Wald geschlagen wurden, sollen, so  Krone,  neue Bäume gepflanzt werden. Die gerodete Fläche soll vermarktet werden, schlägt der OB vor. Er sagte gegenüber der Ems-Vechte-Welle:

„Diese bestehenden Waldflächen müssen erhalten bleiben. Als Kompromiss schlage ich allerdings vor, die jetzt bereits gerodeten Flächen nicht industriell zu nutzen, sondern gewerblich zu nutzen, um eine ökonomische Abfederung der Schäden in diesem Falle zu erzielen. Ich bin also wirklich dafür, dass dieser im Zusammenhang dort weiter erhalten bleiben muss.“

Krones Aussage kann sicherlich nicht nur ich überhaupt nicht teilen. Ich halte sie  für falsch, und es wäre auch wenig klug, sie vor den Kommunalwahlwahlen am 11. September umzusetzen. Jedenfalls besteht überhaupt keine Notwendigkeit, jetzt zu handeln. Die Frage ist doch, wie sich die Mehrheitsverhältnisse im Lingener Rat nach den Wahlen darstellen.  Jedenfalls sollte OB Krone seine Anhängerschaft nicht weiter irritieren. Sonst hat er bald keine mehr. Oder finden sich für Krone (wie vor zwei Jahren für Heiner Pott) in SPD und FDP ausreichend Abholzfreunde?

Meine Frage an Sie: Was jetzt?

11 Antworten zu “Dagegen”

  1. […] This post was mentioned on Twitter by hen wlil, Robert Koop. Robert Koop said: #Lingen #OB #Krone ist gegen die #Wiederaufforstung im #Altenlingenerforst: http://wp.me/p2aew-2a8 […]

  2. Brad Chase said

    Ist das noch zu fassen. Was schreibt da RK. OB Krone sollte nicht vor den Kommunalwahlen die Wähler irritieren?
    Ganz ehrlich, dies irritiert mich jetzt. Kandidat Krone hat mit seinen politischen Gefolgsleuten alles dran gesetzt, die Meinung und die Wählerschaft gegen seinen Stichwahlkandidaten aufzubringen. Und genau mit der Aussage der bedingungslosen Aufforstung zu einem Bürgerpark im Altenlingener Forst und durch seine Aussagen zur Arena hat er die Wähler für sich entscheiden können. Und jetzt bricht er eine Wahlkampfaussage nach der anderen. Und dann soll er die Wähler nicht irritieren?.
    Wähler hört bzw. lest: OB Krone verhält sich so, wie der schlimmste Politprofi sich auf der politischen Bühne nur verhalten kann. Erst die Wähler … (gestrichen, admin) abzocken und sich dann ungeniert als lieber Musiklehrer auf dem OB-Sessel mit einem süffisantem Lächeln (kann er übrigens sehr gut) hinsetzen und einen Wortbruch nach dem anderen begehen. Ich hoffe, Lingen sieht ein, dass es etwas besseres und kompetenteres verdient hat. Es sind Personen gefragt, die zu ihrem politischen Wort stehen. Und keinen OB, der den Altenlingenern und Heukampstannenern deutlich zeigt, dass, wenn er erst auf dem Sessel sitzt und seine Pension abwarten will, diese Menschen ihm den Buckel runterrutschen können.
    Ich bin gespannt auf alles das, was dieser OB den Bürgerinnen und Bürgern noch antun will.

  3. otto h said

    „Ich bin also wirklich dafür, dass dieser im Zusammenhang dort weiter erhalten bleiben muss.“ Jetzt kann man sich lange darüber streiten, was dieser Satz von Krone uns jetzt sagen soll. Wer oder was ist DIESER? Was meint er mit IM ZUSAMMENHALT und WEITER ERHALTEN? Da ist doch eigentlich nichts mehr erhalten. WOFÜR ist er denn nun?

    Der Mann lernt offensichtlich doch dazu. Er spricht daher einfach in Rätseln. So etwas bezeichnet man als „reden ohne etwas zu sagen“. Da kann ihn hinterher auch niemand mehr der Lüge bezichtigen.

    So weit, so schlecht.

    Im Gegensatz zu Brad Chase gebe ich RK durchaus Recht, wenn er darauf verweist, dass zur Zeit nicht der geringste Handlungsbedarf in Sachen Altenlingener Forst besteht. Warten wir doch lieber erst einmal den Ausgang der Wahlen im September ab. Danach wird die CDU nämlich keine Alleingänge mehr machen können. Insofern wäre es geradezu gemeingefährlich, die Chaostruppe um Hilling noch vor den Wahlen zu irgendwelchen Alleingängen zu anzustacheln.

    Eines ist jedoch völlig klar. Ein Gewerbegebiet -wie es Krone jetzt fordert- statt Industriegebiet ist mit der CDU nicht machbar, denn dann platzen die Blütenträume der Schwarzen sofort. Warum? Dafür muss man sich mit dem Unterschied ein wenig genauer befassen:

    Was ist ein Industriegebiet?
    Industriegebiete diesen ausschließlich der Unterbringung von Gewerbebetrieben, und zwar vorwiegend solcher Betriebe, die in anderen Baugebieten unzulässig sind.“
    (§ 9 Abs. 1 Baunutzungsverordnung)

    Was ist ein Gewerbegebiet?
    „Gewerbegebiete dienen vorwiegend der Unterbringung von NICHT ERHEBLICH BELÄSTIGENDEN Gewerbebetrieben.“
    (§ 8 Abs. 1 Baunutzungsverordnung)

    Sehr wichtig sind bei der Unterscheidung 2 weitere Kriterien, nämlich die zulässigen LÄRMGRENZWERTE und die zulässigen ARBEITS- und BETRIEBSZEITEN.

    So liegt der Lärmgrenzwert in einem Industriegebiet bei 70 db (A) in einem Gewerbegebiet jedoch nur bei 65 db (A). Dabei muss man wissen, dass eine Erhöhung um jeweils 3 db (A) einer Verdopplung des Lärms entspricht. Der zulässige maximale Lärmpegel in einem Industriegebiet liegt also fast 3,5 mal so hoch wie in einem Gewerbegebiet!!! (Für Heukampstannen und Altenlingen, wegen der vorherrschenden Westwinde auch Brögbern und wohl auch Damaschke macht das einen gewaltigen Unterschied)

    Ebenfalls gibt es einen erheblichen Unterschied bei den zulässigen Arbeits-, bzw. Betriebszeiten.

    In einem Industriegebiet darf rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche gearbeitet werden. In Gewerbegebieten darf an Sonn- und Feiertagen nicht gearbeitet werden. Zudem sind die Betriebszeiten begrenzt auf die Zeit zwischen 6:00 und 22.00 Uhr.

    In Konsequenz dieser Unterscheidung kann man zumindest davon ausgehen, dass ein Gewerbegebiet mit wesentlich geringeren Beeinträchtigungen für die in der Nähe wohnenden Menschen verbunden ist, als ein Industriegebiet. Also weniger Lärm, kein Gerüche, Nachtruhe, Wochenendruhe.

    Damit ist ein Güterverkehrszentrum an dieser Stelle ausgeschlossen, das bekanntlich sehr Lärm intensiv ist und, rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr arbeitet.

    Ich befürchte nur, dass sich unser unbedarfter OB dieser Konsequenz nicht bewusst war, als er sein Statement abgab. Denn eines ist klar: wenn die CDU ihr Spielzeug GVZ nicht bekommt, kann sie auch den Wald wieder aufforsten. Also wird Rotor Krone klar vorhersehbar in Kürze wieder eine 180° Wende hinlegen. Spätestens wenn Hilling ihm auf die Füße getreten ist.

    Was sagte ich doch gleich am Anfang? Er lernt dazu. Denn so besehen macht seine kryptische Aussage tatsächlich Sinn.

    PS
    Wie viel Zeit braucht man eigentlich für ein Bürgerbegehren, einen OB wieder los zu werden? Würde die Zeit noch reichen, um im September auch einen neuen Neuen zu wählen? Der jetzige Neue erweist sich doch zunehmend als völlig untragbar. Kann RK da etwas zu sagen?

    • Alan Shore said

      § 61 a, NGO

      Abwahl

      Die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister kann nach den Vorschriften des Niedersächsischen Kommunalwahlgesetzes von den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde vor Ablauf der Amtszeit abgewählt werden. Zur Einleitung des Abwahlverfahrens bedarf es eines von mindestens drei Vierteln der Ratsmitglieder gestellten Antrags. Über ihn wird in einer besonderen Sitzung, die frühestens zwei Wochen nach Eingang des Antrags stattfindet, namentlich abgestimmt; § 41 Abs. 1 Satz 3 findet keine Anwendung. Eine Aussprache findet nicht statt. Der Beschluss über den Antrag bedarf einer Mehrheit von drei Vierteln der Ratsmitglieder. Die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister scheidet mit Ablauf des Tages, an dem der Wahlausschuss die Abwahl feststellt, aus dem Amt aus.

      Also, abwählen sollte man ihn erstmal nicht, weil die Alternative wahrscheinlich ein CDU-Kandidat oder auch sonst irgendetwas schwarz-gelbes wird.
      Dieter Krone sollte sich wirklich erstmal still verhalten, bevor seine Wahlversprechen bricht und sich lieber von Menschen mit der richtigen politischen Einstellung beraten lassen als von einer schwarzen Filz-Verwaltung.

    • kib said

      …Im Gegensatz zu Brad Chase gebe ich RK durchaus Recht, wenn er darauf verweist, dass zurzeit nicht der geringste Handlungsbedarf in Sachen Altenlingener Forst besteht….

      @ottoh. Ist das wirklich so? Kann es vielmehr nicht sein, dass Herr Krone in der Wirklichkeit gelandet ist und erkennt, dass Lingen als Kooperationspartner für potentiell ansässigbereite Gewerbe- oder Industriebetriebe bereitstehen möchte (analog der Gemeinden Wietmarschen und Dalum)?
      Stehen Alternativflächen in Lingen tatsächlich in ausreichender Größe bereit? Wie gestalten sich Planungszeiträume im Zusammenhang mit der Erstellung neuer Bebauungspläne (ein Jahr braucht es hier sicherlich um Bebauungspläne zu erstellen, die andernorts bereits vorliegen) und
      wie steht es mit der „Geduld“ investitionsbereiter Unternehmen?
      Lingen spielte im Vergleich zu NOH und MEPbislang eine Vorreiterolle in Sachen Wirtschaftsstandort, hieraus reultierte unser „Reichtum“. Hier stellt sich die Frage, was man künftig anstrebt….
      Als Laie bin ich natürlich verwirrt darüber, wie „locker“ der Verwaltung/dem Rat „mit dem neuen –eher unverhofften (da zufälligen!) – Steuersegen“ in Lingen umgeht. Wir reden hier um eine (auch hier im Blog thematisierten „Delle“ von ca. 50%) .

      Der erneute „Konsumwahn“ betrifft die Abholzung des AL-Forstes (verwaltungsinterne Kreise sprechen übrigens von mindestens 2,9 Mio, nicht von 1,8 Mio), den Bau der Ulanenstrasse und die EL-Arena (um den Finger in die „Wunde der Versprechen des DK “ zu legen).
      Gleichwohl bin ich erstaunt, um den frisch aufgeblühten Optimismus im Rat/dr Verwaltung: Ich würde den größten Gewerbesteuerzahler in Lingen heftigst im Auge behalten- auch, wenn er bislang jahrzehntelang als „Größe“ galt.
      Auf der anderen Seite, lieber RK, denke ich, dass der Klinger bzw. das Baumaterial eines weiteren aufstrebenden lingener Unternehmens verhältnismäßig unrelevant ist (zumal es auf der „Grünen Wiese“ baut). Und, bei aller Freude über das Ergebnis vom 26.9.2011:
      wir wollen am Tag nicht vor dem Abend toben (oder so ähnlich)… Vor wenigen Tagen wurde das 100 Tage- Ergebnis des DK diskutiert (die Anzahl seiner Freunde hat sich seither vermutlich nicht potenziert). Aber von „Neuwahl des OB“ zu sprechen. Tut mir leid, aber dieser Blog wird mir zunehmend suspekter…. aus vielerlei Gründen.

      • schmut said

        Neuwahl wäre top!
        Die würde dem Blog neues Leben einhauchen.
        Der CDUkandidat wird gewählt und viele Blogpartizipanten können sich wieder voll und ganz ihrem liebsten Hobby, dem Schwarzmalen hingeben, ohne sich ernsthaft mit den Konsequenzen, des von ihnen vorgeschlagenen Handelns, beschäftigen zu müssen.

        hihi 😉

  4. Ignaz Wrobel said

    Die Aussagen von OB Krone gegenüber der Ems-Vechte-Welle sind in mehrfacher Hinsicht enttäuschend:
    – Wie einige Kommentatoren hier bereits festgestellt haben, besteht hinsichtlich der abgeholzten Flächen gegenwärtig kein Handlungsbedarf. Die Befürworter einer Wiederaufforstung wissen, dass ein solcher Beschluss erst nach den Kommunalwahlen bei hoffentlich veränderten Mehrheitsverhältnissen möglich sein wird. Ob Krone sollte daher nicht ohne Not auf unausgegorene CDU-Manöver reagieren. Sein nervöses und kurzatmiges Handeln belegt aber, dass er (noch) keine politische Kompetenz im Umgang mit den Parteien erworben hat. Dies ist schade, aber nach der kurzen Amtszeit noch verständlich.
    – Sein Hinweis in besagtem Interview, dass die Ausweisung der abgeholzten Flächen als Gewerbegebiet eine „ökonomische Abfederung der Schäden“ bedeute, ist eine rhetorische Nebelkerze erster Güte. Herr Krone hat in seinem erlernten Beruf auch das Fach Geografie unterrichtet, zu dessen Kernbereichen „Ökologie“ und „Nachhaltiges Wirtschaften“ gehören. Daher muss er sich fragen lassen, wie die ökologischen Schäden, die ein Kahlschlag verursacht „ökonomisch“ (meinete er vielleicht ökologisch?) abgefedert werden können. Auf diesem Gebiet müsste er eigentlich kompetent sein, oder hat er Schwierigkeiten, die sicherlich von ihm gehaltenen Unterrichtsreihen zu den ökologischen Folgen der Abholzung des Regenwaldes, auf kleinteiligere Arreale in unseren Breiten zu übertragen?
    – OB Krone bleibt im Rahmen dieser Diskussionen auch auf einem weiteren Gebiet überraschend blass: Die zukünftige Struktur von Gewerbe und Industrie in Lingen.
    Im Wahlkampf sprach er wiederholt davon, dass der Bereich „Raumordnung und großräumige Zukunftsplanungen“ zu seinen Kernkompetenzen als Geografie-Lehrer gehörten. Davon ist beim jetzigen Diskussionsstand und -niveau nichts zu erkennen. Damit vernachlässigt OB Krone eine zentrale Aufgabe der von ihm geleiteten Stadtverwaltung. Hier müssen intelligente mittel- und langfristige Strategien der ökonomischen Entwicklung der Stadt erarbeitet werden.Ansiedlungspolitik kann doch nicht länger darin bestehen, dass man Waldgebiete abholzt und dann wartet, dass ein Investor kommt. Für solche „Spontan“-Ansiedlungen, die es durchaus auch geben mag, hat man genügend Flächen „auf Halde“.
    Als gelernter Geograf und selbsternannter Raumordnungsexperte muss OB Krone hier die Meinungsführerschaft übernehmen. Es muss darum gehen, zukunftsfähige Firmen gezielt nach Lingen zu holen, oder die zukunftsfähigen Sparten der hier ansässigen Firmen in Kooperation mit den Eigentümern zu entwickeln. So ist beispielsweise der AREVA-Konzern, zu dem die Firma ANF gehört, längst auf dem Markt für regenerative Energiegewinnung aktiv. Außerdem plant man dort die Sparte „Rückbau alter AKWs“ deutlich auszuweiten. Die Zeit der Kernenergie wird in Deutschland früher oder später auslaufen. Hier liegen Potentiale, die man offensiv angehen muss, statt den Umzug einer Großwäscherei innerhalb des Stadtgebietes als Ansiedlungserfolg in Aussicht zu stellen.
    Eine strategische Ansiedlungspolitik kann nur von Fachleuten innerhalb der Verwaltung und durch externe Gutachter erarbeitet werden. Die Mitglieder des Stadtrates können dies, bei allem Engagement, nicht leisten. Sie müssen die Vorschläge letztlich politisch bewerten und umsetzen. In erster Linie ist als OB Krone gefordert!

  5. kib said

    Herr Wrobel, ich denke, H. Krone mein (auch) eine „ökonomische Abfederung der Schäden“ …die er –neben den ökologischen- übrigens nicht zu verantworten hat.
    Für ihn zurzeit vermutlich kein leichtes Los, denn weder Verwaltung noch Union betrachten beides gleichrangig.
    Wir machen uns sicherlich nichts vor, indem wir davon ausgehen: Für die Union gibt es in Causa AL-Forst absolut kein Zurück. Ich möchte mich auch nicht ausschließlich darauf verlassen müssen, dass die Karten im Herbst neu gemischt werden. Garstig formuliert: Sollte der Union im Zusammenhang mit dem Konflikt AL-Forst (besser dem anstehenden Wahlkampf) ein „grünes Hörnchen“ wachsen, dann hat man sie an den Hörnern zu packen!

    In der heutigen Pressemitteilung der CDU stach mir das Wort „Stadtwald*“ ins Auge.
    http://www.noz.de/lokales/51466689/altenlingener-forst-cdu-will-fuer-schutzwald-200000-euro-in-etat-bereitstellen
    Ich gestehe, das beflügelt meine Fantasie, zumal wir nicht einmal einen Stadtpark haben, der seinen Namen verdient hätte. Konkrete Ausführungen zur Unions-Stadtwald-Idee gab es allerdings nicht, und ein „Schutzwald mit Spazierwegen“, kann demzufolge auch ein Kiefernwald mit „Trampelpfaden“ und Parkbänken (quasi als Zugabe) sein, oder*
    Als gangbaren Kompromiss könnte ich mir tatsächlich vorstellen, den Versuch zu unternehmen, die Flächen im AL-Forst zu vermarkten. Sollte dies bis zur Wahl gelingen wäre der bisher entstandene (unnötige) fiskalen Schaden vielleicht kompensiert.
    ABER: Als Ausgleich müsste hier dann tatsächlich ein ausreichend großer Mischwald in bestmöglicher zentraler Lage geschaffen werden. Also, ein wirklicher ökologischer Ausgleich unter Berücksichtigung ökonomischer Aspekte. Etwas, das den Namen Stadtwald wirklich verdient hätte und nicht eine „Verlegenheitsaufforstung zwischen Bahndamm und Bundesstrasse“.

    Zu Ihren weiteren Sätzen:

    A)„Die Zeit der Kernenergie wird in Deutschland früher oder später auslaufen“
    B)Hier liegen Potentiale, die man offensiv angehen muss, statt den Umzug einer Großwäscherei innerhalb des Stadtgebietes als Ansiedlungserfolg in Aussicht zu stellen.
    A) Ich gehöre eindeutig zu den Verfechtern von „FRÜHER“!
    B) Regenerative Energien sind eine bundespolitische Angelegenheit. Der AL-Forst, ebenso wie eine Großwäscherei sind eindeutig kommunalpolitische Belange. Fangen wir also erst mal in Lingen an…

    * was ich (schon wieder!) nicht verstehe: Wie weißt man einen Schutz- als Stadtwald aus?

    • Ignaz Wrobel said

      @ kib:
      Freue mich über Ihre Rückmeldung und möchte noch folgendes ergänzen:
      zu A) Ich fuhr früher auch mal gern nach Brokdorf und ins bayerische Wackersdorf: Daher ganz klar für früher!
      zu B) Regenerative Energien werden in naher Zukunft keine „bundespolitische“, sondern viel stärker als heute eine rein wirtschaftliche „Angelegenheit“ sein (hierzu nur zwei kleine Denkanstöße: In fünf Jahren sind die einst riesigen Erdgasvorkommen unserer niederländischen Nachbarn erschöpft, aus und vorbei!/ Auch Uran ist nur endlich vorhanden, zumal ca. 260 neue AKWS z.Z. weltweit in Planung sind). Für die Zeit nach Gas, Erdöl und Kernkraft sollte man sich heute schon positionieren. Diese Zeit kommt schneller als wir denken. Nichts anderes habe ich gemeint. Lingen hat hierfür Ansprechpartner vor Ort. Ich wiederhole: AREVA „schraubt“ zurzeit nur Brennelemente in Lingen zusammen; dieser Konzern (z. Z. ca. 49 000 Mitarbeiter) ist aber auch auf dem Zukunftsmarkt „erneuerbare Energie“ längst tätig. Was spricht dagegen, hier kommunalpolitische Ansiedlungsanreize zu setzen und bestehende Kontakte zu nutzen (z. B. Kooperation mit der FH Lingen und Einrichtung entsprechender Studiengänge).
      zu OB Krone): Bei wohlwollender Interpretation seine Worthülse von der „ökonomischen Abfederung“ kann er vielleicht gemeint haben, dass durch ein Gewerbegebiet ein Teil der städtischen Vorleistungen ( angeblich ca. 1,8 Mio Euro) wieder an Einnahmen in die Stadtkasse zurückfließt. Dies bleibt ein „frommer Wunsch“ ohne konkrete Realisierungschance. Mit Ökologie hat sein ansatz nichts zu tun.
      zu Stadtwald) Gegen Aufforstungen ist prinzipiell nichts zu sagen, aber man muss wissen, dass dabei kein Wald entsteht!

      • kib said

        Hi, Herr Wrobel:
        Zu B: Wir sind vermutlich dichter beieinander als Sie denken! Den „reichsten Niedersachsen“ (& dieser Titel interessiert ihn vermutlich „null“) habe ich bereits an anderer Stelle hier im Blog bewundert. Was er in Haren schafft, wünschen wir uns beide für Lingen, da bin ich sicher.
        … noch sicherer bin ich mir, dass wir zwei vermutlich prima über Subventionen reden könnten… aber, dann wird die Nacht lang und dies ist hier schließlich kein Chat…
        Trotzdem höre ich auf meinen kaufmännischen Herzschlag: Bitte kein weiteres Geld in den Sand setzen (ich war So. noch im AL-Forst joggen- ganz traurig).
        Aber, so duselig, dass ich denke, die Union pflanzt einen Stadtwald bin ich nun auch weder nicht. Daher: Auf bald, ich freu mich!

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