Nix

7. Februar 2011

Die niedersächsischen Grünen gehen mit neuer Führungsspitze in den Kommunalwahlkampf. Auf der Landesdelegiertenkonferenz („LDK“) in Hannover wählte die Partei am Samstag ihren Landesvorstand. Anja Piel aus Hessisch Oldendorf wurde mit 118 von 144 Stimmen als Landesvorsitzende bestätigt. Jan Haude, bisheriger Landesschatzmeister, bekam 104 Delegiertenstimmen und wurde der andere Landesvorsitzende. Traditionell agiert Bündnis’90/Die Grünen mit einer so genannten Doppelspitze.

„Ich freue mich über das Vertrauen. Gerade in den anstehenden Wahlkämpfen werden wir Geschlossenheit brauchen, denn mit den gestiegenen Umfragewerten weht uns Grünen ein starker Wind entgegen“, kommentierte Anja Piel ihre Wiederwahl. Der erst 29 Jahre alte Hannoveraner Jan Haude betonte, dass die kommenden Vorstandsjahre eine arbeitsintensive Zeit werden: „Auf uns wartet ein spannender Kommunalwahlkampf.“ Nach der Kommunalwahl beginne gleich der Countdown für das Wechseljahr 2013. „Wir bereiten die Ablösung von Schwarz-Gelb vor, zuerst im Land, dann im Bund. Mit Grün wird die Politik ökologischer, gerechter und moderner“, sind sich beiden neuen Landesvorsitzenden einig.

Zum Landesschatzmeister wählten die Delegierten im zweiten Wahlgang den Lüneburger Matthias Wiebe. Er setzte sich im zweiten Wahlgang knapp durch – u.a. gegen die Lingenerin Birgit Kemmer. Dadurch konnte Hanso Janßen aufgrund der Männer-Frauen-Quote nicht wieder für das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden antreten. Neugewählte stellvertretende Vorsitzende für die nächsten beiden Jahre sind Julia Willie Hamburg aus Göttingen und -überraschend- dann doch Birgit Kemmer aus Lingen-Baccum (Foto, 2. von lks).

Die bisweilen eigenwillige Grüne aus dem Osten unserer Stadt habe ich natürlich zu ihrer Wahl beglückwünscht und geschrieben: „Jetzt kannst Du tatsächlich mit Heinzi Rolfes eine Fahrgemeinschaft bilden. Wow! ;-).“ Ihre Antwort kam prompt: „Danke, aber da fahre ich lieber alleine.“ Is also wohl nix mit schwarz-grünem Energiesparen in Lingen.

 

(Foto: © Bündnis’90/Die Grünen LV Niedersachsen)

34 Antworten to “Nix”

  1. Buggy said

    Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass für die Strecke nach Hannover die Bahn viel angenehmer ist.

    • Robert Weemeyer said

      Gleichwohl habe ich Herrn Rolfes – im Gegensatz zu Herrn Kues – noch nie am Bahnhof oder im Zug gesehen, dafür umso öfter im Auto.

  2. Tobias said

    Lieber Herr Weemeyer,

    dann kann ich nur sagen „Augen auf“.

  3. Birgit.Kemmer said

    Bahncard 50 ist schon bestellt.

  4. Thomas said

    Frau Kemmer ist so ökologisch, wie die Schnittblumen in ihrer Hand (siehe Foto oben). Für mich ist sie daher eine Mogelpackung.

    http://www.yaacool-bio.de/index.php?article=2029

  5. weltbuerger said

    @Thomas:
    Das kann ich nur bestätigen. Bei ihrem Abstimmungsverhalten im Lingener Rat ist keinerlei Linie zu erkennen, geschweige denn „Grüne Grundpositionen“. Wirklich „grüne“ Positionen vertritt dort doch nur Michael Fuest, den ich sehr schätze und dem eigentlich die gehobene Position in den Grünen-Parteizirkeln zustehen würde.

    • Ignaz Wrobel said

      @ weltbuerger:
      Bei allem Respekt vor der seriösen Ratsarbeit von M. Fuest zeigt Ihre Einlassung, dass Sie von der Partei Bündnis 90/Die Grünen und ihrer Geschichte und ihrer inneren Beschaffenheit (Seele)wenig verstehen.
      Ich erinnere nur an Joseph Beuys, Baldur Springmann, Jutta von Ditfurth usw.
      Auch wenn Bündnis 90/Die Grünen längst ihre Regierungsfähigkeit bewiesen haben und sich 2011 wieder anschicken, Regierungsverantwortung in Ländern und Kommunen zu übernehmen, gehört die historische Wurzel, die mit den o. g. Namen verbunden ist, weiterhin zu ihrem Profil. Das spontane, bunte, unkonventionelle Agieren ist ein Teil dieser Partei und macht ihren Charme aus. Wenn man sie und ihre Mandatsträger auf das Einhalten von „grünen Grundpositionen“ reduziert, blendet man einen wesentlichen Bestandteil dieser Bewegung aus. Ich denke, das sieht auch M. Fuest so.
      Deshalb ist die Wahl von Frau Kemmer zur stellvertretenden Landesvorsitzenden nachvollziehbar und passend, vor allem für jene BügerInnen, die nicht von Apparatschiks und Speichelleckern vertreten werden möchten, sondern von Menschen, die sich ihre Spontaneität und Emotionalität erhalten haben. Dies ist nicht immer bequem und nicht immer leicht vermittelbar, insbesonderes einer auf „Seriösität“ fixierten Öffentlichkeit.Diese einseitige Fixierung lässt dann im politischen Alltagsgeschäft oft keinen Spielraum mehr für Kreativität und Unkonventionalität. Es heißt dann, es sei „keine Linie“ erkennbar. Gut so!
      Daher: Frau Kemmer repräsentiert einen wesentlichen Teil der grünen Bewegung und ihre Wahl setzt ein richtiges und wichtiges Zeichen.

      • Thomas said

        Sorry, mit allem Respekt Herr Wrobel, das ist geistiger Dünnpfiff den Sie da vertreten.

        • Robert Koop said

          @Thomas
          Wie wärs -ob der Diskussionskultur- mal mit einem Argument für diese Aussage… statt dieser Sch… Fäkalsprache 😉

          • Thomas said

            @ Robert Koop

            Wenn Herr Wrobel Frau Kemmer mit Jutta Ditfurth (das „von“ verbittet sie sich) vergleicht, dann ist das ja wohl eine absolute Überbewertung von Frau Kemmer. Frau Kemmer ist in jeder Hinsicht Galaxien von einer Frau Ditfurth entfernt.

            Wenn Herr Wrobel dann noch davon schwärmt, dass es gut sei, dass bei Frau Kemmer keine Linie erkennbar ist, dann wird damit die inhaltliche Beliebigkeit zur Tugend hochstilisiert.

        • M.K. said

          Ein ernstzunehmender Anwärter für den Kommentar des Monats, meiner Meinung nach.
          Glückwunsch „Thomas“!

          • Job said

            @Thomas
            Ja, der Vergleich Ditfurth mit Kemmer ist wirklich nicht ok. Frau Kemmer ist besser.

  6. ulrike said

    Job: Tatsächlich? Müsste Frau Kemmer nicht erheblich an Gewicht zulegen? In jeder Beziehung?

    • Heukampstannener said

      BLOGDISZIPLIN BITTE!

      Was sollen denn diese Kindereien hier?

      Erkenntnisse, womit und welcher Klasse eine Person reist, was sie dabei macht, wiegt oder in der Hand hält, interessieren hier soviel wie der Titel des Blogeintrags lautet: NIX.

      (Ulrike, soll sie zu Fuß nach Hannover laufen? Das macht sie auch nicht dicker. Buggy, die Strecke nach Hannover ist nirgendwomit angenehm. Drei Tage Blogverbot für euch beide – wenns meiner wäre.)

      • kib said

        🙂 Die „Schnittblumen-Debatte“ wurde vergessen. „Blogverbot“ als Gegenentwurf zu den gern vergebenen „Kommentaren des Tages/Woche/Monats/Quartal…“ schöne Idee!

      • ulrike said

        Wieso denn der Buggy ? Und es ist Ihnen doch wohl bewußt,wie das mit dem Gewicht gemeint ist.

      • a) Isses aber nicht
        b) Recht haste trotzdem.

      • Buggy said

        Aha, nun wird hier Zensur gefordert! Wirklich bemerkenswert oder auch nur bedenklich?
        (Ich stehe übrigens weiter zu meinem Eingangsstatement. Ich berichtete von meinen (subjektiven) Erfahrungen und verwendete dort den Komparativ „angenehmer“- so viel dazu)

        • ulrike said

          An Buggy: ich glaube nicht ernsthaft,daß an diesem Ort Zensur stattfinden wird.Da ist R.K. vor. Derjenige, der nur einen ihm genehmen Text lesen will, muss halt Selbstgespräche führen und die dann für sich ausdrucken. Deshalb:alle können sich äußern, müssen es aber nicht!!Auch wir beide und auch die junge Union.Die Grenze liegt z.B. dort, wo unbescholtenen Zeitgenossen eine Nähe zur Nazi-Ideologie unterstellt wird. Schimpfworte übelster Sorte sind auch nicht erlaubt,klar. Also,nicht aufgeben!

          • Heukampstannener said

            Sorry, der Buggy bekam das mir nicht zustehende Blogverbot wegen eines Missverständnisses: Ich hatte seinen Tansania-Text vom 09.02. so gelesen, als wenn er (der sich ja landwirtschaftlich auskennt) bemängelt, dass die Dame in der Blümchentapete Blumen aus ehemals deutschen Kolonien in der Hand hält.

            Vielleicht sollte ich mehr mit Smileys arbeiten…

            Wenn hier Zensur gefordert wird, will ich das mal machen: Glatte eins für Buggy, fünf minus für Ulrike wegen der Gewichtsnummer und drei Tage Blogverbot für mich.

            Trotzdem finde ich diesen Fred blöde.

  7. ulrike said

    Da ich ja sowieso nicht tiefer als fünf minus sinken kann: was ist bitte ein Fred?

    • kib said

      @Ulrike, schön, dass Sie ähnlich „panzig“ („kibig“ kann ja jeder) wie ich auftreten.
      Aber, liebe Ulrike, Sie & der Heukampstannener schenken sich nichts
      Schön, dass der „Zensurvorwurf – Streit“ 😉 so schnell behoben ist, den Begriff „Fred“ erklärt er vermutlich vermutlich gern…
      PS: Ulrike, ich sehe Ihre Versetzung nicht gefährdet…..

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