AWD

12. Januar 2011

Die Blogger von NachDenkSeiten hatten berichtet, dass (heute !) am 12. Januar um 21:45 Uhr die Fernsehendokumentation „ARD-exclusiv“ „Der Drückerkönig und die Politik“ läuft:

„Am Mittwoch, den 12.01.11 von 21:45 – 22:15 bringt die ARD eine Dokumentation – incl. Interview mit (NachDenkSeitenMacher) Albrecht Müller. Hier die Einführung zur Ankündigung: „Dass ausgerechnet der Gründer des Finanzdienstleisters AWD, Carsten Maschmeyer, ein enger Freund der Spitzen unserer Gesellschaft ist, macht seine Opfer fassungslos. Ein Film über Freund- bzw. Seilschaften – und mögliche Interessenskonflikte.“

NachDenkSeiten-Leser wundern sich schon lange über die enge Verflechtung von Bernd Rürup, Walter Riester, Gerhard Schröder, Christian Wulff, u.a.m. mit den Interessen von Finanzdienstleistern…. (mehr)

Es geht in dem Report also um Maschmeyers Verkaufsmethoden und seine Helfer in Politik und Wissenschaft. Mit verarbeitet ist auch ein Interview mit Albrecht Müller. Gegen diesen späten aber immerhin begonnenen Versuch, über die Machenschaften um die Privatvorsorge aufzuklären, interveniert jetzt der Anwalt von Maschmeyer. Davon berichtet die Süddeutschen Zeitung Lesenswert, siehe auch…

(…weiter bei NachDenkSeiten)

10 Antworten to “AWD”

  1. Küster said

    Und der größte … (gestrichen, admin) war ein Sozialdemokrat namens „Gernhand“ Schröder, der sich von Maschmeyer auch noch eine ganzseitige Anzeige: „Der nächste Kanzler muss ein Niedersachse sein!“ finanzieren ließ. Anschließend kam es dann zur … (gestrichen, admin) Riesterrente, an der Maschmeyer und seine Räubertruppen richtig Kohle verdient haben.

  2. Jochen S. said

    ich würde nicht von „…“ (gestrichen, admin) reden, da möglicherweise justiziabel ;). Der Herr ist bekanntlich recht klagefreudig (Stichwort: Haarefärben)

    den Altkanzler qualifizieren eher seine „besten Freunde“: Herr Putin, Herr v. Fromberg etc. Ein begnadeter Populist mit wenig Substanz. Wobei er hier leider stellvertretend für einen Großteil der politischen Klasse steht.

    Der nächste Blender ist bereits im medialen Durchlauferhitzer: der Baron aus Bayern.

  3. Ich fand den Fernsehbeitrag gestern oberflächlich und nicht überzeugend. Es gab zwei Beispiele, bei denen AWD-Kunden von den AWD-Vertretern offenbar betrogen (und ihren eigenen €-Zeichen in den Augen? verführt) wurden und den Ausflug in einen österreichischen Gerichtssaal mit demselben Hintergrund. Dann den running gag, immer wieder Carsten Maschmeyer interviewen zu wollen, der das aber ablehnte. Das Statement von Albrecht Müller war plausibel.
    Doch wo ist -nach 20 Jahren öffentlicher Diskussion, dass die staatlichen Alterssicherungssysteme die Probleme nicht mehr stemmen können und es deshalb zusätzlicher privater Vorsorge bedarf- die bessere Alternative? Und betrügt Maschmeyer selbst, wenn es einige seiner Leute tun? Und (auch @Küster): Ist Kohle verdienen eigentlich doof?

  4. Hansi said

    Hallo Robert,
    auch ich habe viel mehr vom Panoramabericht erwartet. Größtenteils aufgewärmt.
    Leid tun mir die nachhaltig Geschädigten des AWD.
    Da fällt mir ein Song der „Scherben“ von 1970 ein;
    „Macht kaputt was Euch kaputt macht“
    Ein Song, der in Deinen Jusozeiten sicherlich zu den Lieblingen zählte, oder?

  5. lingentheo said

    riester, rürup, hartz, maschmeyer – alles wohl(-)täter!

  6. kib said

    Hier –in der Bild online– äußert sich Herr Maschmeyer.
    Schade, es gibt sicherlich seriösere Medien.

    Davon abgesehen, stimmt es, was CM zu der „Rendite-Gier“ einiger Anleger sagt (das war gestern gut zu erkennen und der Blogbetreiber beschreibt das schön mit euronenleuchtenden Augen).
    Ich werde seit vielen Jahren vom AWD gut beraten. Zunächst war ich skeptisch, betrachte den AWD mittlerweile als reinen Dienstleister (vergleichbar mit einem Rechtsanwalt, den ich konsultieren würde und der an seiner Beratung verdient- mit Recht).
    Ich möchte hier keine Werbung für den AWD betreiben, sondern schildere meine Erfahrung: Seit rd. 15 Jahren betreut mich ausschließlich nur EIN selbständiger, gut ausgebildeter AWD-Berater (mit Universitätsabschluss, sicher kein „Drücker – mir persönlich seit Schulzeiten bekannt, sonst hätte er keinen Fuß durch meine Tür gemacht).
    Bereits lange vor der Finanzkrise wurden sämtliche Beratungsgespräche protokolliert, dies findet bei sehr vielen Banken – trotz der gesetzlichen Pflicht hierzu- nicht statt. Als AWD Kunde wurde ich bereits vor rd. zehn Jahren hinsichtlich meines Risikoverhaltens getestet: Ich bin ein „eher konservativerer“ Anlegertyp, und werde daran bei jeder Kapitalanlage erinnert.
    Herr Maschmeyer ist mir persönlich nicht sympathisch, allerdings noch lange kein Grund, ihn zu kriminalisieren.

  7. „Auch nach der Ausstrahlung der ARD-Reportage „Der Drückerkönig und die Politik“ über den Gründer und langjährigen Chef des Strukturvertriebs AWD Carsten Maschmeyer hält der Rechtsstreit über den Film an. Nach Angaben des NDR-Justiziars Klaus Siekmann ging am Mittwoch um 18 Uhr im Sender ein Unterlassungsbegehren von Maschmeyers Anwalt Matthias Prinz ein. Darin fordert der Medienrechtler den NDR auf, eine Szene aus der Reportage nicht zu senden, die seinen Mandanten bei einem Finanzkongress in Frankfurt zeigt. In der Szene ist zu sehen, wie sich Maschmeyer zusammen mit einem Mitarbeiter auf die Veranstaltung an einem Stehtisch vorbereitet. Reporter Christoph Lüttgert geht mit seinem Kamerateam auf die beiden zu und bittet Maschmeyer um ein Interview. Dessen Mitarbeiter lehnt diesen Wunsch ab. Nach einigem Hin und Her verlässt Maschmeyer den Stehtisch.“

    Quelle: Hamburger Abendblatt, 14.01.2011

  8. Alan Shore said

    Schröders und Fischers Politik hatte mehr Substanz als die Politik von Kohl/Merkel und Merkel/Westerwelle. Ihnen und auch Steinbrück in der großen Koalition haben zu diesem konjunkturellen Hoch beigetragen.

    Die Agenda-Politik hat 2004 die deutschen Sozialsysteme vor dem Kollaps bewahrt, weil vorher keine Regierung den Willen gehabt hat, umfangreiche Reformen durchzuführen. Rot-Grün hat Deutschland tolleranter gemacht, die Umwelt in den Vordergrund gestellt und Deutschland aus dem Irak-Krieg rausgehalten.

    Es gab mit Sicherheit Fehler, aber Schröder hier so zu verteufeln geht einfach an der Realität vorbei.

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