Verurteilt

31. Januar 2011

Am 20.01.2011 fand vor dem Strafrichter des Amtsgerichts Lingen (Ems) die Verhandlung gegen Thomas Stratmann aus Emsbüren statt. Das berichtet indymedia.org, die den gelernten Metzger als Neonazi tituliert. Stratmann wurde  durch die Staatsanwaltschaft Osnabrück vorgeworfen, am 07.07.2010 nach dem WM-Spiel Deutschland gegen Spanien eine Körperverletzung, eine versuchte gefährliche Körperverletzung sowie das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in Form eines „Hitlergrußes“ und des Rufens von „Sieg Heil!“ begangen zu haben.
Nach dem WM-Halbfinale beschimpfte der Angeklagte am Lingener Bahnhof mehrere Personen als „Zeckenpack“. Ohne weitere große Worte schlug er einer der beleidigten Personen an den Kopf, entwendete dessen Bierflasche und warf diese in Richtung einer anderen Person aus derselben Gruppe. Dann zeigte er der Gruppe den Hitlergruß,  brüllte dabei „Sieg Heil!“ und „Heil Hitler!“ Er entfernte sich vom Tatort, bevor die Polizei eintraf. Sie konnte ihn aber anschließend als Tatverdächtigen ermitteln. 

Vor Gericht bestritt Stratmann die ihm vorgeworfenen Taten. Er habe  nichts dergleichen getan. Er sei  er nur auf dem Weg zum Bahnhof gewesen, um mit dem Zug nach Hause zu fahren, und sei von den Anzeigeerstattern beleidigt und geschubst worden. Die Flasche habe er nur entwendet, um sich selbst zu schützen, nicht jedoch, um damit zu werfen.

Nach Vernehmung mehrerer Zeugen  wurde der mehrfach wegen Körperverletzung vorbestrafte Emsbürener schließlich zu einer Freiheitsstrafe von 5 Monaten verurteilt, deren Vollstreckung für vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Der Strafrichter sah eine positive Zukunftsprognose, nachdem der Bewährungshelfer sich für den Angeklagten eingesetzt hatte;  der absolviere seit einiger Zeit  eine Verhaltenstherapie bei „Männer gegen Männergewalt„. Allerdings soll gegen den 30-jährigen bereits wieder wegen Körperverletzung ermittelt werden; er soll in einer Lingener Gastwirtschaft mehrere Gäste geschlagen haben…
Quelle indymedia.org (Indymedia-Logo oben re)

Herrenmagazin

31. Januar 2011

HERRENMAGAZIN
Gäste: ENNO BUNGER & BIG TENNIS


Lingen (Ems)  –  Alter Schlachthof
Samstag, 05.02.2011 – 20 Uhr

VVK: 9,00 € zzgl. Geb.

Stefan Wessels

30. Januar 2011

Nach Michael Rensing ist auch der zweite Lingener Fußballprofi jetzt wieder „unter der (Vereins)Haube“: Stefan Wessels, Ex-TuS-Lingen-Spieler  aus Schepsdorf (Foto re), hat einen neuen Verein. Odense BK. Das freut mich. Lesen Sie mehr:

OB har i dag forstærket truppen med den rutinerede tyske målmand Stefan Wessels frem til 30. juni 2012, der har en fortid i Bayern München og FC Köln.

31-årige Stefan Wessels har en fortid i Bayern München og 1. FC Köln, og han har desuden repræsenteret Tyskland på en række ungdomslandshold. Senest har han været på kontrakt i FC Basel 1893.

– Det er utrolig positivt, at vi har indgået en aftale med Stefan Wessels. Han er først og fremmest en dygtig målmand, og han har desuden været meget interesseret i at blive en del af OB samt klubbens udvikling og ambitioner, siger direktør Thomas Christensen.

– Roy Carroll har som bekendt udtrykt et ønske om at vende hjem til England. Den situation er endnu uafklaret, men vi har ikke ønsket at have usikkerhed på målmandsposten. Derfor har vi garderet os med endnu en dygtig målmand.

Det kommende halvandet år er Stefan Wessels således at finde i Ådalen, og cheftræner Henrik Clausen ser frem til at få den erfarne tyske målmand med i truppen.

– Stefan Wessels er en rolig og reaktionsstærk målmand, der kommunikerer godt med sit forsvar. Med adskillige kampe i Bundesligaen samt erfaring fra Champions League og Premier League er det en spiller, der har masser af rutine at byde på, siger Henrik Clausen.

Selv ser Stefan Wessels frem til at bevise sine kvaliteter overfor OB’s mange tilhængere. Målmanden har store ambitioner for sin kommende tid i Odense.

– OB er en klub, der spiller med i toppen af dansk fodbold, og som deltager i europæiske turneringer hvert år. I øjeblikket er vi placeret på andenpladsen, og jeg vil gøre mit for, at vi kan holde den position. Nu glæder jeg mig til at lære mine nye holdkammerater og byen bedre at kende. Jeg har allerede fået et særdeles godt indtryk af både truppen og Odense, siger Stefan Wessels.

I sin hidtidige karriere har Stefan Wessels spillet 60 kampe i Bundesligaen, 10 i Champions League samt opgør i Premier League, FA Cup og Europa League for klubber som Bayern München, 1. FC Köln, Everton FC, VfL Osnabrück og FC Basel 1893.

So weit, so gut. Stefan Wessels selbst kommentiert den Wechsel optimistisch. Er hat übrigens einen Vertrag bis Sommer 2012.

Stefan, Dein ehemaliges F-Jugendtalent Lukas und ich wünschen Dir viel Erfolg i Danmark.

(Foto: © OB, Stefan Wessels)

Freiwillig

30. Januar 2011

Noch während ich darüber nachdenke, weshalb diese freiwilligen Tätigkeiten und Hobbies, die man und frau so machen bzw. haben, immer gleich salbungsvoll zu einem „Ehrenamt“ hochgeredet werden (brauchen wir Deutsche das Übertriebene vielleicht?) , finde ich diesen Tweet  von gestern aus dem Lingener Centralkino:

Blöd! Wir müssen heute Abend leider schon wieder ausfallen lassen, weil wir nicht genügend Vorführer haben. Tut uns ehrlich leid!

Und dann sofort  die konstruktive Fortsetzung bei twitter:

Centralkino Lingen
CentralkinoLIN Centralkino Lingen
Unter technik@centralkino-lingen.de erwarten wir DICH als lernwilligen zukünftigen #Filmvorführer fürs Centralkino Lingen! Bitte retweeten!

Da will ich gern nicht nur retweeten sondern in diesem kleinen Blog einen sonntäglichen Beitrag schreiben. Filmvorführer – wäre das vielleicht was für SIE und DICH?

Übrigens Heute gibt es im CENTRALKino keinen Tatort! Das liegt aber nicht am fehlenden Filmvorführer sondern an Schimanski, der heute auch ehrenamtlich freiwillig ermittelt ..

Tittelbach

29. Januar 2011

Mittwoch „sind die Nominierungen für den Grimme-Preis 2011 bekanntgegeben worden. Das ist eine gute Gelegenheit, für die Seite tittelbach.tv zu werben“, schreibt „Medienguru“ Stefan Niggemeier in seinem Blog:

„Rainer Tittelbach ist freier Journalist und TV-Kritiker. Er schreibt über Fernsehfilme und Krimi-Reihen und sieht sie im Zweifelsfall alle. Auf seiner Internetseite, die er seit Herbst 2009 betreibt, sammelt er nicht einfach nur seine Texte. Er verlinkt und sortiert, er empfiehlt und analysiert, es ist eine gewaltige Datenbank, eine ideale Kombination aus Service und Feuilleton.

Zum Beispiel jetzt zu Grimme….“  weiter bei Stefan Niggemeier

Konsequent

28. Januar 2011

Nicht um die Haushaltslage der Stadt Lingen aufzubessern, sondern um der „wilden Parkerei“ in den verkehrsberuhigten Zonen Herr zu werden, wird die Stadt ab sofort „mehr und strenger kontrollieren“. Im Bereich rund ums Rathaus. Das meldet die LT am Donnerstag. Gehandelt wird nach 10 Jahren, weil es da die Verwaltungsfreunde sehen. Das Notwendige  erklärten am Mittwoch erster Stadtrat Dr. Ralf Büring, Katrin Möllenkamp, Fachbereichsleiterin Bürgerservice, Recht und Ordnung und Erhard Süß, Fachdienstleiter Recht und Ordnung, in einem Pressegespräch (natürlich mit der LT).

Hier fotografiert (© RobertsBlog CC) die Ekel-Bereiche hinter dem Rathaus (Sturmstraße), wo unsere Stadtverwaltung gar nichts macht. Die Müllhaufen in der Sturmstraße, nächtens häufig bevölkert von langschwänzigen, pelzartigen Tieren, sind  ganzwöchig seit dem Mai 2010 an Ort und Stelle  zu bestaunen. Das ist Lingens Entree zur Hochschule. Wiederholte Beschwerden beim Ordnungsamt, dann  im Planungs- und Bauausschuss und im Rat -durch mich und die Kollegin Brigitte Brüggmann- interessieren die desinteressierten (vulgo: unwilligen)  Mitarbeiter der Stadtverwaltung nicht. Wenn die Autofahrer jetzt erleben, was es heißt, mehr und strenger zu kontrollieren, fällt vielleicht noch ein Knöllchen für die gastronomischen Müllentsorger ab. Sonst, liebe Freunde im Rathaus, werde ich tatsächlich am Ende dieses Monats den Müllhaufen vor Eure Diensttür schieben. Wer von meinen Lesern will, darf dabei helfen. Wisst Ihr, neun Monat vergebliche Anfragen, Appelle und Ankündigungen reichen mir. Jetzt kommt der Müll eben zu Euch. Null Toleranz heißt das für mich. Konsequent.


Fehlersuche

27. Januar 2011

Einmal mehr ein Ratespiel in Roberts Blog: Wo irrt die Lingener CDU auf diesem Schaubild über den Lingener Stadtrat, das sie heute (27.01.2011) auf ihrer Internetseite präsentiert? Wer findet die meisten Fehler?

 

Schönes Lünne 3

26. Januar 2011

Fünf große Investmentgruppen in den USA haben  ExxonMobil, Chevron, Ultra Petroleum, El Paso, Cabot Oil & Gas, Southwestern Energy, Energen, Anadarko und Carrizo Oil & Gas aufgefordert, ihren Umgang mit den Risiken bei der Gasförderung mittels der umstrittenen Fracking-Methode offen zu legen.

Neben den Umweltrisiken stehen die finanziellen Risiken im Fokus der Investment Unternehmen. Sie fordern, das Fracking Wasser stärker recycelt wird, die Anzahl und Toxitität der Stoffe reduziert wird und die Zementummantelungen an Bohrlöchern bessert kontrolliert und getestet wird.

Oil and gas firms are being too vague about how they will manage the environmental challenges resulting from fracking,” said comptroller Thomas DiNapoli. “The risks associated with unconventional shale gas extraction have the potential to negatively impact shareholder value.”

“Öl- und Gasfirmen sind zu unklar, wie sie mit den Umweltherausforderungen durch Fracking umgehen wollen“, sagte Wirtschaftsprüfer Thomas DiNapoli. „Die Risiken, die mit unkonventioneller Gasförderung verbunden sind, können nämlich den Unternehmenswert sehr negativ beeinflussen.”

“Poor well construction can lead to drinking water contamination, well blowouts and gas leaks, the sponsors [die Investment Unternehmen] said.”

“Schlecht konstruierte Bohrungen können zu Trinkwasser Kontaminierung, Bohrlochausbrüchen und Gaslecks führen“, heißt es von den Investmentfirmen. (mehr…)

Mit ihren Aussagen sind die Investoren deutlich weiter als die Förderfirmen mit ihrem „Machen-wir-Optimismus“. Möglich scheint, dass die deutlich werdenden Bedenken der Finanziers zu Änderungen in den Verfahren führt. Auch das Aktienrecht versteht bekanntlich keinen Spaß, wenn Unternehmen Risiken leichtfertig verharmlosen. In den USA hatte es bei dem dort weit verbreiteten Fracking bereits erhebliche Probleme gegeben. Der im vergangenen Jahr  von Josh Fox gedrehte und vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilm Gasland (Trailer unten) dokumentierte die Auswirken der US-Fracking-Methode. Der Streifen zeigt unter anderem, dass die Konzentration des Gases in den betroffenen Wasserleitungen so hoch ist, dass sich das Wasser aus dem Wasserhahn mit einem Feuerzeug entzünden lässt. Die Löslichkeit von Gasen ist über den umgebenden Druck begrenzt. Die möglichen gesundheitlichen Folgen durch mit Erdgas kontaminiertes Trinkwasser sind bislang nicht umfassend untersucht.

In Deutschland  soll allerdings die Fracking-Methode in wesentlich tieferen Gesteinsschichten angewendet werden als in den USA. Im zu Lingen benachbarten Lünne läuft dazu eine Exxon-Mobile-Probebohrung seit knapp zwei Wochen.

Das finden bekanntlich die Lünner in ihrer Mehrzahl gar nicht gut. Inzwischen kommen dort zu den Versammlungen der Interessengemeinschaft (IG)  „Schönes Lünne“ wöchentlich rund 80 Fracking-Gegner, und in nur zwei Wochen hat die BI inzwischen 700 Unterschriften gegen das ExxonMobile-Projekt im südlichen Emsland gesammelt. Zum Vergleich: Übertragen auf  die Stadt Lingen (Ems) bedeutete dies, es kämen zu den Treffen der Bürgerinitiative wöchentlich rund 2200 Lingener und die BI hätte rund 20.000 Protestunterschriften gesammelt. Angesichts der geologischen Verhältnisse kann man die großen Sorgen in Lünne vor dem, was kommt, durchaus nachvollziehen.

Mit Blick auf den von ExxonMobile angekündigten Runden Tisch beschloss am Dienstag die  IG „Schönes Lünne“, sie würde „gern von ExxonMobil selbst und nicht aus der Presse über einen möglichen Runden Tisch und seine Inhalte sowie Rechte erfahren. Die Interessengemeinschaft erwartet von ExxonMobil Maßnahmen, um Vertrauen aufzubauen. Eine erste Maßnahme wäre, keine Horizontalbohrung zur Suche und/oder Förderung von unkonventionellem Gas in Lünne durchzuführen, solange Gespräche geführt werden.“ Eine Horizontalbohrung kann nämlich für Probe-Fracking genutzt werden.

Trotz (oder wegen?) des zunehmenden öffentlichen Protestes bleibt bislang die Rolle unklar, die der Bürgermeister der Samtgemeinde Spelle, Bernhard Hummeldorf (CDU), im Vorfeld der jetzigen Bohrungen eingenommen hat. Lünne zählt zur Samtgemeinde. Jetzt will der Kommunalpolitiker zwar „an der Seite“ der IG stehen. Aber ihm war der Satz zugesprochen worden, er freue sich bereits auf 18 Bohrtürme  (wohl eher auf die damit verbundenen Steuereinnahmen, denke ich). Hummeldorf hatte die Authentizität der Aussage allerdings öffentlich bestritten. IG und der Gemeinderat von Lünne haben derweil beschlossen, am 17. Februar eine öffentliche Bürgerversammlung durchzuführen.

Quelle: Jörn Krüger auf unkonventionelle Gasförderung
Quelle:  environmentalleader.

Hauruck

26. Januar 2011

In einem Pressegespräch hat Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone am Dienstag, meldet die Ems-Vechte-Welle,  den Ausbau der Ulanenstraße noch in diesem Jahr angekündigt. Das Land Niedersachsen hatte es in der vergangenen Woche abgelehnt, Fördermittel nach dem Gemeinde-Verkehrsfinanzierungs-Gesetz (GVFG) für den Ausbau der Ulanenstraße zu bewilligen. Krone will nun dem Lingener Rat empfehlen, das Geld für den Ausbau aus der Stadtkasse zu nehmen, sollte es keine weiteren Fördermöglichkeiten geben; so liest man es bei der Ems-Vechte-Welle. Nicht nur den Bürgern in Damaschke teilte OB Krone mit:

„..., dass natürlich diese Ulanenstraße gebaut wird. In welcher Form, das muss sich jetzt herausstellen. Da sind wir an dieser Stelle noch etwas zu früh. Aber: auf jeden Fall wird die Ulanenstraße gebaut. Auch in diesem Jahr schon!

Mehr zu den Vorstellungen von OB Dieter Krone gibt es am Mittwoch in der Sendung „Durch den Tag“ auf der Ems-Vechte-Welle (in Lingen über 95,6 MHz).

Nicht erst während des OB-Wahlkampfes im vergangenen Jahr hatten sich alle Ratsfraktionen für den Ausbau der Ulanenstraße ausgesprochen. (Ganz aktuell hier die SPD) Sie soll nach den Vorstellungen der Befürworter die Bundesstraßen 70 und 213 nicht mehr an der Abfahrt Damaschke, sondern  gut 2 km weiter nördlich an der Auffahrt Altenlingen miteinander verbinden und so den Stadtteil Damaschke deutlich vom Verkehr entlasten. Objektive Zahlen oder Untersuchungen für diese Annahme existieren allerdings nicht. Daher halte ich gar nichts von diesem Hauruck-Verfahren und plädiere noch einmal für einen anderen, sachlichen und seriösen Weg, um das Problem dauerhaft zu lösen.

Ohne Ausbau der Straße Im Brooke taugt das Projekt ohnehin nichts. Ohne teuren Ausbau in Bundesstraßenqualität ebenfalls nicht. Wie viel kostet beides? Kann der Schwerlastverkehr von Rechts wegen von der Bundesstraße auf eine gemeindliche  „Entlastungsstraße“ gezwungen werden?

Und überhaupt: Wo in unserer Stadtkasse ist eigentlich das Geld, das entnommen werden soll? Vielleicht verrät uns die Ems-Vechte-Welle die Fundstelle. Und weshalb die dringend notwendige Turnhalle der Matthias-Claudius-Schule in Heukamps-Tannen gestrichen wird für ein Straßenbauprojekt, für das nicht einmal das Land Niedersachsen zahlen will.

Durchdacht

26. Januar 2011

Durchdacht: unten die Zuffahrtsbeschilderung oben die Überraschung am P + R- „Ppl. 2 Bahnhof“

entdeckt von und gefunden auf twitter bei Rauhaardackel