Abmahnung

20. Dezember 2010

Samstagmorgen lag ein abgeschnittener Fischkopf in unserem häuslichen Briefkasten (Foto re.). Tiefgefroren. Meine 88-jährige Mutter fand ihn und wusste nichts damit anzufangen. Sie kennt eben Luca Brasi nicht. Seither diskutiert die Familie, wem dieser sizilianische Hinweis gegolten haben mag.

Schauen Sie: Als „Los Angeles Times“-Reporterin Anita Busch am 20. Juni 2002 zu ihrem Auto ging, fand sie eine zerbrochene Windschutzscheibe vor. Auf dem Beifahrersitz -wusste der STERN- lag ein toter Fisch. Daneben eine Notiz. „Stop“ stand drauf. Da wusste Anita wenigstens, dass sie gemeint war (mehr…). Aber einen Fischkopf in einen Familienbriefkasten zu werfen, bringt nur unnütze Diskussionen. Wenn wenigstens der restliche Fisch noch tiefgefroren dran gewesen wäre – am Kopf meine ich – hätten doch nach meinem Recherche-Ausflug in die Putenindustrie meine aktuellen Festtagsbraten-Bedenken gelöst werden können. Aber so?

Also will ich hier eine Abmahnung verfassen: Wenn schon zu einem solch metaphorischen Akt gegriffen wird, dann bitte klar und deutlich, wer, weshalb, wo und wie (mehr…). Das war bei Luca Brasi auch so. Und bei Anita Busch – beides mal allerdings mit ganzem Fisch. Überhaupt:  Ich kann mich schließlich nicht auch noch um Unzulänglichkeiten anderer Familienmitglieder kümmern. Meine eigenen reichen mir.

Unser familiäres Diskussionsergebnis war jedenfalls einstimmig:
Wir wissen nicht, für wen und wozu der Fischkopf in den Briefkasten gewandert ist. Unsere Lösung: Stimmen Sie ab, wer gemeint ist und kommentieren Sie weshalb:

ps Wissen Sie vielleicht bei der Gelegenheit, was das für ein Fisch war, der seinen Kopf in unserem Briefkasten lassen musste?

33 Antworten to “Abmahnung”

  1. Job said

    Sorry, Ich finde das Ganze gar nicht witzig.
    Ein Hinweis: Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken.

  2. Buggy said

    Sie nehmen es ja noch mit Humor! Ich finde diese Drohung (gegen wen auch immer) sehr bedenklich.

    Nun deckt sich meine Meinung nicht unbedingt immer mit Ihrer, aber auch deshalb lese ich hier gerne mit und mische mich manchmal mit einem Kommentar ein.

    Einschüchterungsversuche kommen anscheinend nicht aus der Mode- mir fällt da die Bombendrohung an Ex-OB Pott und die Drohbriefe im Zusammenhang mit Dörpener Kraftwerkspläne ein.

    Ich wünsche eine friedvolle (Rest-)Weihnachtszeit!

  3. Hans-Josef Leinweber said

    Bei allen Differenzen, die man mal miteinander hat. Dieses geht eindeutig zu weit.
    Dennoch und zum Trotz:
    Frohe Weihnachten

    • bn_ReinhardRauscher said

      Sehr geehrter Herr Leinweber,

      vielen Dank für Ihren Kommentar, war schon eine tolle Geste.

      Ebenfalls frohe Weihnachten
      Reinhard Rauscher

    • Thomas said

      @ H-J Leinweber

      Wenn Sie von Differenzen sprechen und davon, dass dieses aber eindeutig zu weit geht, dann bedeutet das ja, dass Sie Ihren CDU-Parteifreunden so etwas zutrauen!?!

      • Hans-Josef Leinweber said

        Hä? Komischer Zusammenhang. Nein, das kann ich mir nicht vorstellen.
        Das hat was mit Anstand und Achtung zu tun.

      • Heukampstannener said

        Thomas, bitte!! Was soll denn diese Giftspritzerei?

        Deine Interpretation ist haltlos. Herr Leinweber spricht von „man“. Ohne Reduzierung auf Parteizugehörigkeiten.

        Dein dusseliger Kommentar hingegen schiebt genau dich in den Mittelpunkt aller Spekulatius!

        Du Keks!

    • Danke! Meine besten Wünsche für Sie zu den Feiertagen und für 2011. RK

  4. Sven O. said

    Zur Frage was für ein Fisch das ist:

    Das müsste eine Forelle sein. Wenn noch weitere Bilder kommen, dann könnte ich auch sagen ob Lachs- Regenbogen oder Bachforelle.

  5. praktikon said

    Ach du heilige… wie können sie mit so einem „Geschenk“ so ruhig umgehen? Ich bewundere ihre Ruhe. Also ich drücke ihnen die Daumen, dass der Fischkopf bei der falschen Famile gelandet ist und ihre Nachbarn demnächst den nächsten „Boten“ kriegen 😉

  6. Monia said

    Ist ja unglaublich! Aber Sie nehmen’s auf die einzig richtige Art: Mit Humor, gut so! Aber vielleicht galt der Fisch auch gar nicht Ihnen oder Ihrer Familie; vielleicht hat der Postbote einfach nur Appetit auf eine leckere, rohe Forelle gehabt und wusste dann nicht, wohin mit dem Kopf. Oder so. Wie auch immer: Trotzdem schöne Weihnachtsfeiertage!

    • Jochen S. said

      genau, der Postbote, der zweimal klingelt wars.

      Oder Ultraorthodoxe, die RK am Freitag auf dem Weihnachtsmarkt mit ner Bratwurst erwischt haben. Weil, Freitags nur Fisch, ne woar? 😀

  7. also – ganz ehrlich: entweder Sie haben ein Haustier, wahrscheinlich eine Katze, dann war der Fisch ein Geschenk ihrer vielleicht nichtchristlichen Hausmeisterin, die sich im Datum geirrt hat. Oder Sie haben keine Katze, ihr Nachbar aber doch, und dann ist das Geschenk nachts aus Versehen im falschen Briefkasten gelandet.Oder, dritte Variante: die Nachbarskatze frisst keinen Fisch, der Nachbar argwöhnte, es sei Ihr Geschenk, weil Sie die Katze immer füttern – verbotenerweise, und hat Ihnen der Kopf zurückgesteckt. Warum geben Sie nicht einfach zu, dass der Fischkopp zu dem jüngst von Ihnen verspeisten keine-Ahnung-welche-Sorte Fisch gehört?

    Noch zwei Tipps: Ausdrucksvarianten machen sich bei Kommentaren immer ganz gut :-))))). Und nachdem ich hier Ihren Krimi gelöst habe, schauen Sie doch bei meinen vorbei: http://www.mariebastide.wordpress.com Hier gibts jeden Tag nen Krimi im Nanoformat! Ci si vede!!

    • Ignaz Wrobel said

      Wenn sich IchthyologenInnen (Ulrike und Sven O.) und KriminologenInnen einig sind, scheint sich ja mein erster Verdacht nicht zu bestätigen:

      Ein bronzezeitlicher Fischkopp in Herrn Koops Briefkasten!

      • Eine in mehrerer Hinsicht klassische Idee 🙂 ! Aber: wäre der nicht besser AUF dem Briefkasten zu vermuten? Oder anstelle des Türklopfers? Mir ist noch eine Möglichkeit eingefallen: vielleicht entsteht in Ihrem beschaulichen Lingen grade eine konspirativ frühchristliche, weinachtlich inspirierte politische Gemeinschaft? Die „Ichtys“ (habe keine gr. Tastatur, grade) modernisiert aufleben lässt? Schöne Tauwettergrüße aus MUC!

  8. Frank O. said

    Mein Votum: Gar keinem/r von allen

    Ich halte das ganze für ein Versehen.
    Denn wer kann schon so dumm sein einen Fischkopf (der ja stinken sollte) bei Minusgraden in einen Briefkasten zu stecken?!?
    Ich denke daher, dass dem guten Hern Postboten einfach ein Teil seines Mittagessens aus den klammen Fingern gerutscht ist als er nach einen Gang über den Markt der Familie Koop die tägliche Post zustellen wollte.

    Kleiner Tip an Herrn Koop:
    Einach einen kleinen Aufkleber an den Briefkasten „Bitte keine Essensreste einwerfen“

  9. wolfgang74 said

    Hey, ist das ein neuer Satire-Blog? Widersprüchlich ist aber, dass der Kopf tiefgefroren sein sollte! Ich denke mal, ein Fisch-Kopf-Rein-Schmeißer würde nachts agieren und der Kopf wäre dann am Vormittag doch nicht mehr tiefgefroren? Hier deuten sich Ungereimtheiten an?

  10. otto h said

    Das ist ja wirklich ein tolles Stück. Ich dachte immer, wir leben im beschaulichen Lingen unter sturen Emsköppen. Aber das Ding passt nicht ins Bild.

    Sie nehmen es zum Glück mit Humor. Trotzdem ist die Geschichte überhaupt nicht lustig.

    Aus welchem trüben Bach die Forelle stammt wird wohl im Dunkeln bleiben, doch als Jurist mit Vorliebe für Strafrecht sollten Sie wissen, wie man mit dem Fisch und seinem anonymen Spender umgeht. Da mache ich mir keine Sorgen.

    Was mich jedoch ein wenig nachdenklich macht, ist der Zuspruch von Leineweber. Ich kann einfach nicht glauben, dass der sich hier im Blog tummelt. Besonders sein zweiter Kommentar „Hä? Komischer Zusammenhang. ….“ klingt so gar nicht nach benanntem Herrn. Sind Sie sicher, dass die Beiträge authentisch sind?

    Wünsche Ihnen und Ihrer Familie jedenfalls ein besinnliches Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Neues Jahr.

    PS
    Ich bin ja schon oft genug von anderen Kommentatoren hier angemacht worden wegen meines Pseudonyms. Ohne selbiges hätte einer wie ich vermutlich auch schon einen Fisch im Briefkasten gehabt. Lege ich wirklich keinen gesteigerten Wert drauf.

    • Hans-Josef Leinweber said

      Gehen Sie mal davon aus, dass der Beitrag „authentisch“ ist. Übrigens, Nachdenklichkeit ist nichts schlechtes. Und wenn es sich nicht nach besagtem Herrn anhört, liegt es vielleicht daran, dass Sie mich, wenn überhaupt, nur oberflächlich kennen oder zu kennen glauben. Das fängt schon damit an, dass der Name nicht mal korrekt verwendet wird. Macht aber nix.
      Frohe Weihnachten und Ende

      • kib said

        „Davon ausgehen, dass „authentisch?“….. Na?
        Was soll dieses Hintertürchen und vor allem, seit wann haben Sie eine Affinität zum Twittern?
        Sorry, ich vermute mal Ottoh liegt gar nicht so arg daneben. Ihre „wahre Identität“ könnten Sie Herrn Koop mit einer kurzen Email aus der Gemeindeverwaltung Geeste bestätigen.
        Allen ein besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute für 2011.

  11. Markus Held said

    Damit eins klar ist: Auch ich finde diese Art der „Auseinandersetzung“ ziemlich geschmacklos und distanziere mich davon.

    Ihre, Herr Koop, etwas gespielte Überraschung über diese „Post“ mag man aber nicht verstehen. So scheint mir auch eindeutig zu sein, dass Ihnen diese „Wurfsendung“ galt. Warum?

    Wer tagtäglich, manchmal arg an der Grenze der Gürtellinie, bissig, zuweilen unsachlich und zunehmend persönlich Persönlichkeiten angreift, sie diskreditiert und öffentlich anprangert, sollte sich eigentlich nicht wundern, dass diese Kommunikations- und Diskussionsform a) nicht jedem passt und b) sogar zu übertriebenen Gegenreaktionen führt – meist von Leuten, die aus anderen Kreisen und Spähren kommen, aber Ihre Ablehnung radikal ausdrücken. Das verurteile ich scharf, aber als Scharfmacher muss man sich nicht wundern, wenn einige Dummköpfe scharf reagieren.

    Aber über die besinnlichen Feiertage haben Sie, Herr Koop, ja genügend Zeit, über all das und vor allem Ihr diesjähriges Schwadronieren in Ihrem Blog nachzudenken und Ihr Handeln zu reflektieren.

    Wie sagte einer meiner vorherigen Schreiber: „Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken!“ Damit sei auch beantwortet, welchem Mitglied ihrer Familie dieser stinkende Fisch galt!

    • Thomas said

      @ Maulheld
      Je öfter ich Ihre Beiträge lese, desto mehr erinnern Sie mich die Trollings. Übrigens, schon mal etwas von Meinungsfreiheit gehört? Soll angeblich sogar im Grundgesetz stehen.

      Ich gehen davon aus, dass Herr Koop sich nicht durch einen Fischkopf davon abhalten lassen wird auf Fehler und Blödsinn in unserer Stadt hinzuweisen.

  12. lingentheo said

    @ Herrn Koop,
    erst durch ihre Reaktion auf diesen bedenkenswerten und möglicherweise kriminellen Vorfall wird dieser der Lächerlichkeit preisgegeben und daher auch enbtsprechend kommentiert. Ich finde das alles gar nicht so lustig und hab´mir ernsthaft Sorgen gemacht.

  13. clatsch said

    hier hat mal jemand einem hundebesitzer einen hundehaufen in den briefkasten geschmissen

    • Der Hundebesitzer hatte den sicherlich vorher selbst verloren bzw. sein besessener Hund. Da hat ihn dann jemand als Fundsache zurückgebracht. Aber wer verliert schon seinen Fisch(kopp)?

  14. Möglichkeit 1
    Liebe besorgte Annette und Robert, nach ausgiebiger Recherche fand ich heraus, das eine Single-Börse namens“FISCHKOPF“ existiert.
    Nun ist wohl einer schüchternen „Fischköpfin“
    die Liebe unter die Schuppen gefahren und wählte eben diesen Weg,um ihren symbolischen Liebesbeweis bei Euch zu deponieren. Da sie sich bei soviel sympathischen „Koopschen Jungens“ nicht entscheiden kann, überlässt sie es dem Zufall,
    wer nun darauf reagiert 😉
    Möglichkeit 2
    Es gibt einen jüdischen Brauch, abends verschiedene Speisen zu sich zu nehmen, die einen guten Beginn für das neue Jahr verheißen.
    „Wir essen von einem Schafs- oder einem Fischkopf, damit wir zum Kopf und nicht zum Schwanz sein sollen“. Wir tauchen Challah und Apfel in Honig, damit wir ein „süßes“ Jahr haben sollen….

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