Grensland-Express

13. Dezember 2010

Für Berufspendler, Schüler und Besucher im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden und Deutschland gibt es seit gestern eine direkte Verbindung zwischen Bad Bentheim und Hengelo. Die  haben gemeinschaftlich  die niederländische Provinz Overijssel, die Region Twente und die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) – verantwortlich für das öffentliche Verkehrsangebot – realisiert. Das niederländische Nahverkehrsunternehmen Syntus und der deutsche Nahverkehrsbetrieb Bentheimer Eisenbahn werden die neue regionale Zugverbindung zwischen dem deutschen Westen und dem ostniederländischen Twente  im Namen der Provinz, der Region und der LNVG umsetzen. Diese neue regionale Zugverbindung wird unter dem Namen Grensland Express fahren. Dieser niederländische Name symbolisiert die Zusammenarbeit im Grenzraum und die historische Überwindung von Grenzen.

Der Grensland Express wird zunächst probeweise für drei Jahre unterwegs sein. In diesem Zeitraum wird dann auch untersucht, ob es genug Reisende gibt, damit diese Zugverbindung auch auf längerer Sicht angeboten werden kann. Das wären 600 am Tag. Wenn sie erfolgreich ist, soll die neue Bahnverbindung  voraussichtlich bis nach Nordhorn verlängert werden, das seit 1974 nicht mehr von Personenzügen angefahren wird. Aber wenn Sie mich fragen, wäre auch Lingen ein ebenso guter, alternativer Endpunkt der Strecke wie Enschede oder Coevorden auf niederländischer Seite.

Die Züge fahren ab Hengelo um 6.35 (Sa: 7.35, So: 8.35), ab Bad Bentheim geht es jeweils um 10 Minuten nach der vollen Stunde zurück. In und nach Bad Bentheim gibt es nach eintreffen des Grensland-Express jeweils drei Minuten vor der vollen Stunde einen direkten Anschluss mit der Westfalenbahn in Richtung Rheine und darüber hinaus.

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De nieuwe treinverbinding tussen Hengelo en Bad Benthheim – met Oldenzaal als tussenstop – werd zondagmorgen officieel in gebruik genomen. Ze verbindt het moderne, zakelijke centrum van Hengelo met de sprookjesachtige wereld van het kuuroord Bad Bentheim.

Het So ein tag, so wunderschön wie heute klonk al bij het uitrijden van het station Hengelo. Een trein vol genodigden, spoorwegliefhebbers en dagjesmensen maakte de eerste feestelijke rit van de Grensland Express mee.

De lijn is in korte tijd met veel geld van Europa, de provincie Overijssel, de Regio Twente en de betrokken gemeenten tot stand gekomen. Om bestaansrecht te bewijzen moet de verbinding, die door Syntus en de Bentheimer Eisenbahn wordt geëxploiteerd, de komende drie jaar gemiddeld 600 passagiers per dag vervoeren. Zowel Nederlandse als Duitse instanties zijn optimistisch dat dat lukt. Al benadrukte Overijsselse gedeputeerde Job Klaassen, dat het van alle betrokkenen een permanente en creatieve inspanning zal vergen om genoeg toeristen, ‚fun-shoppers‘, scholieren, werknemers en werkgevers de trein te laten nemen.

Als de lijn bij de evaluatie in 2013 een succes blijkt te zijn, overwegen de Duitsers de verbinding door te trekken naar Nordhorn en vandaar mogelijk zelfs naar Coevorden.

(entnommen von der Tubantia)

(Foto:  copyright Grensland-Express)

Enercon

13. Dezember 2010

Aloys Wobben, der aus dem emsländschen Rastdorf stammende Gründer des ostfriesischen Windenergie-Unternehmens Enercon,  hat schon früher Flagge gezeigt. Wenn das damals geplante Kohlekraftwerk in Dörpen komme, werde Enercon  die Pläne für sein Rotorenwerk in Haren aufgeben. Das soll immerhin 1000 Arbeitsplätze ins mittlere Emsland bringen. Mit seiner  „klaren Ankündigung“ sorgte Wobben im Sommer 2009 auf einer Podiumsdiskussion Sögel für Furore. Inzwischen sind die Dörpener Kohlekraftwerkspläne (mehr…) Geschichte, das Harener Rotorenwerk entsteht ab dem kommenden Jahr.

Jetzt haben die Enercon-Mannen um Wobben mit einem ungleich kleineren Schritt den Atomkraftbefürworter vom Deutschen Atomforum  ein Stopp aufgezwungen. Sie erwirkten  eine einstweilige Verfügung gegen ein retourchiertes Werbe-Plakat der Atomlobbyisten. Das Berliner Landgericht folgte Enercon und sah in einer Werbeanzeige einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. (Beschluss vom 07.12. 2010 – Az. 16 O 560/10)

Die beanstandete, seit mehreren Wochen geschaltete Atomkraftwerbung zeigt ein geradezu idyllisches Bild: Im Vordergrund vier Windgeneratoren und eine Wiese voller Heuballen, hinter grünen Bäumen lugt im Sommerlicht eine weiße AKW-Kuppel hervor. „Klimaschützer unter sich – Kernkraftwerk Unterweser und Windenergie: CO2-Ausstoß = Null“ steht in weißen Buchstaben in den blauen Himmel darüber  geschrieben. Mit ihr warb das Deutsche Atomforum auf Plakaten und im Internet. Das vermeintliche Foto war in Wahrheit aber nur eine Montage aus AKW und Enercon-Windrädern. Seit drei Tagen ist die Anzeige aus dem Netz verschwunden.

Grund dafür sind Enercon, die hineinretouchierten Windräder und das Landgericht Berlin. Aloys Wobbens Enercon wollte mit seinen Anlagen keine Werbung für Atomkraft  machen. Deshalb beantragte das Unternehmen den Erlass einer einstweiligen Verfügung beim Landgericht Berlin gegen die Anzeige – und war erfolgreich. Die Atomlobby, so das Landgericht, übertrage den guten Ruf, den Windenergie in weiten Kreisen der Bevölkerung genieße, auf die Atomkraft. Das verstoße gegen das Wettbewerbsrecht. Bemerkenswert ist ein Teil der Begründung, in dem die Richter das von den AKW-Betreibern stets bestrittene Konkurrenzverhältnis von Öko-Strom und Atomkraft betonen. Die Anzeige diene dazu, so der Gerichtsbeschluss, Atomstrom „zulasten der Anbieter alternativer Energie“ zu fördern.

Die Enercon-Windräder sind  für Interessierte klar zu erkennen: Der Fuß jeder Anlage ist in grünen Farben bemalt; die Farbgebung ist als Markenzeichen registriert. Die Anlagen haben besonders große Maschinenhäuser in Tropfenform (Foto re.) . Diese Erkennbarkeit war für die Verfügung der Richter wichtig und wurde als Grund für das Urteil hervorgehoben.

Eher unwahrscheinlich ist indes, dass die Atomlobby generell nicht mehr mit Öko-Strom-Anlagen werben darf. Auf den Seiten der Lobbyisten findet sich schon ein Ersatzbild und zwei weitere Anträge Enercons, die in dieselbe Richtung zielten, hat das Unternehmen wieder zurückgezogen. Vor einem Monat hatte das Landgericht Berlin in einem bemerkenswert falschen Urteil bereits erlaubt, Atomkraftwerke als Anlagen mit Null Emissionen zu bewerben.

„Wir sehen Wind- und Kernkraftwerke keineswegs als miteinander harmonierende, klimafreundliche Stromerzeuger an“, erklärte Enecon Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig in einer Pressemitteilung. „Stattdessen wird durch die Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken die Energienwende eher verzögert“. Die länger am Stromnetz verbleibenden Atomkraftwerke sorgen u.a. dafür, dass das Netz länger als bisher geplant mit Atomstrom blockiert wird und somit den kontinuierlichen klimafreundlichen Ausbau der regenerativen Energien behindert.

(Quellen: Frankfurter Rundschau, Generalanzeiger; Foto: Enercon-Windrad, © Albin Denooz, CC)

 

Chris Barber

13. Dezember 2010

The Big  Chris Barber  Band
Meppen, Theater im Windthorstgymnasium
Montag, 13.12.2010, 20 Uhr

Eintritt € 28,- / 32,- / 36,-
(keine Ermäßigung)