Journalismus

2. Dezember 2010

Nein, ich will nicht schreiben, dass und wie unlängst Friedhelm Spiekermann zum Chef des Biener Schützenvereins und gestern Abend die nun offenbar vollends genesene Irene Vehring zur neuen Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes Lingen gewählt wurde.
Ich finde die folgende Gegenüberstellung viel spannender als einen kleinen Beitrag hier im Blog über die Nicht-mal-eine-Woche-CDU-OB-Kandidatin. Denn eine Spalte zeigt die CDU-Pressemitteilung von gestern, die andere den offiziellen LT-Artikel vom selben Tag. Sie dürfen raten, was was ist. Aber ich frage nach der journalistischen Qualität der Zeitungsveröffentlichung und danach, weshalb ausgewachsene Journalisten eine parteiliche Presseerklärung so unkritisch übernehmen:

Lingen. Intensiv, offen und konstruktiv waren die Beratungen und Diskussionen, hatte die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Lingen auf ihrer alljährlichen Klausurtagung an der Aselager Mühle in Herzlake nach eigener Darstellung doch einige Dinge aufzuarbeiten: Die verlorene Oberbürgermeister-Wahl, die personelle Neuausrichtung der Fraktionsführung und der Umgang mit dem neuen parteilosen Oberbürgermeister Dieter Krone waren wichtige Themen. Lingen/Herzlake. Intensiv, offen und konstruktiv waren die Beratungen und Diskussionen, hatte die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Lingen (Ems) auf ihrer alljährlichen Klausurtagung an der Aselager Mühle in Herzlake doch einige Dinge aufzuarbeiten: Die verlorene Oberbürgermeister-Wahl, die personelle Neuausrichtung der Fraktionsführung und der Umgang mit dem neuen parteilosen Oberbürgermeister Dieter Krone waren da nur einige Themen des Wochenendes.
Nach den vergangenen ereignisreichen Wochen konnte der neue CDU-Fraktionsvorsitzende Uwe Hilling eine vollzählig erschienene CDU-Stadtratsfraktion zur Klausurtagung begrüßen. „Unsere Stärke ist unsere Geschlossenheit, und das muss auch so bleiben. Nach den zurückliegenden Diskussionen personeller Art wollen wir uns nun wieder ausschließlich um die Sachdiskussionen im Sinne unserer Stadt widmen“, schwor Hilling die versammelten christdemokratischen Ratsmitglieder ein. Es gebe in nächster Zeit viele wichtige, manchmal schwere Entscheidungen zu fällen, „wo wir als Mehrheitsfraktion gefragt sind“. Nach den vergangenen ereignisreichen Wochen konnte der neue CDU-Fraktionsvorsitzende Uwe Hilling eine vollzählig erschienene CDU-Stadtratsfraktion zur Klausurtagung begrüßen. „Unsere Stärke ist unsere Geschlossenheit, und das muss auch so bleiben. Nach den zurückliegenden Diskussionen personeller Art wollen wir uns nun wieder ausschließlich um die Sachdiskussionen im Sinne unserer Stadt widmen“, schwor Hilling die versammelten christdemokratischen Ratsmitglieder ein. Es gebe in nächster Zeit viele wichtige, manchmal schwere Entscheidungen zu fällen, „wo wir als Mehrheitsfraktion gefragt sind“.
Mit Blick auf die zukünftige Ausrichtung der CDU-Stadtpolitik kündigte Hilling an: „Wir haben das Votum der Wählerinnen und Wähler zur OB-Wahl verstanden und wollen Vertrauen zurückgewinnen.“ Mit Blick auf die zukünftige Ausrichtung der CDU-Stadtpolitik kündigte Hilling an: „Wir haben das Votum der Wählerinnen und Wähler zur OB-Wahl verstanden und wollen Vertrauen zurückgewinnen.“
Erfreut waren die Mandatsträger über die Anwesenheit des Lingener Verwaltungschefs auf ihrer Tagung. Dass Oberbürgermeister Krone zusammen mit der kompletten Verwaltungsspitze nach Herzlake gekommen war, ist für die CDU-Stadtratsfraktion ein gutes Zeichen. „Wir wissen diesen Vertrauensbeweis sehr wohl zu schätzen“, signalisierte Uwe Hilling Dialogbereitschaft zum neuen Oberbürgermeister. Mehrheitsfraktion und OB könnten nur zusammen zum Wohle der Stadt arbeiten. Hilling: „Uns ist es wichtig, möglichst viele wichtige Beschlüsse gemeinsam mit Dieter Krone zu fassen.“ Erfreut waren die Mandatsträger über die Anwesenheit des Lingener Verwaltungschefs auf ihrer Tagung. Dass Oberbürgermeister Krone zusammen mit der kompletten Verwaltungsspitze nach Herzlake gekommen war, ist für die CDU-Stadtratsfraktion ein gutes Zeichen. „Wir wissen diesen Vertrauensbeweis sehr wohl zu schätzen“, signalisiert Uwe Hilling Dialogbereitschaft zum neuen Oberbürgermeister. Mehrheitsfraktion und OB könnten nur zusammen zum Wohle der Stadt arbeiten. „Uns ist es wichtig, möglichst viele wichtige Beschlüsse gemeinsam mit Dieter Krone zu fassen“, unterstreicht der CDU-Fraktionschef.
Inhaltliche Diskussionen führten die Tagungsteilnehmer unter anderem zur Zukunft der Emslandhallen bzw. dem möglichen Bau einer Emslandarena. Eine abschließende Meinung konnten sich die CDU-Fraktionsmitglieder noch nicht bilden, will man doch erst die weiteren Beratungen in den städtischen Gremien abwarten. „Außerdem werden wir bei all unseren Meinungsbildungsprozessen noch stärker die Ansichten und Auffassungen der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen“, ist nach Aussage des Fraktionsvorsitzenden Hilling der erklärte Wille der Fraktion nach einer CDU-Politik nah am Bürger zu verstehen. Inhaltliche Diskussionen führten die Tagungsteilnehmer unter anderem zur Zukunft der Emslandhallen bzw. dem möglichen Bau einer Emslandarena. Eine abschließende Meinung konnten sich die CDU-Fraktionsmitglieder noch nicht bilden, will man doch erst die weiteren Beratungen in den städtischen Gremien abwarten. „Außerdem werden wir bei all unseren Meinungsbildungsprozessen noch stärker die Ansichten und Auffassungen der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen“, ist nach Aussage des Fraktionsvorsitzenden Hilling der erklärte Wille der Fraktion nach einer CDU-Politik nah am Bürger zu verstehen.

Dass in beiden Publikationen dasselbe CDU-Foto zu sehen ist, ist angesichts dieser Verlautbarungspresse fast schon eine zu vernachlässigende Petitesse.

Nun kann man sich vorstellen, wie bequem es für einen überlasteten Lokalredakteur ist, eine einigermaßen getextete Parteipressemitteilung kurzerhand 1:1 zu übernehmen. Allerdings berichtet der Verfasser der CDU-Mitteilung auch über die Lingener Verwaltungsspitze. An mehr als Verlautbarungstralala interessierte Journalisten hätten daher bei eben dieser Verwaltungsspitze z.B. bei OB Dieter Krone (parteilos) recherchiert, was es denn sonst noch aus dem 4-Sterne-Romantik-Hotel Aselager Mühle an Berichtenswertem gibt.

(Foto Aselager Windmühle : © Corradox, wikipedia CC)

42 Antworten to “Journalismus”

  1. BN-Seitenleser said

    Interessant finde ich diese Passage in beiden CDU-Artikeln:

    „…Klausurtagung an der Aselager Mühle in Herzlake… “ .

    Das klingt wie ein Treffen in der Baccumer Mühle oder einer anderen Jugendherberge. Tatsächlich hat man aber in einem nicht ganz billigen ****Hotel getagt, was natürlich das gute Recht der CDU-Ratsmitglieder ist.
    Ich frage mich aber, warum das so (un)geschickt verschwiegen wird!

    • schmut said

      Das es ihr gutes Recht sei, sagen Sie selbst.
      Warum wollen Sie dann eine besondere Kennzeichnung?
      Hätten Sie es journalistisch wertvoller gefunden hätte es „…Klausurtagung im 4*Hotel Aselager Mühle in Herzlake…“ gehießen?

  2. BN-Seitenleser said

    Ja, weil das ehrlich wäre. Die jetzige Formulierung soll nur verschleiern. Oder sehen Sie diesen Zusammenhang nicht?

    • Job said

      Soll die CDU doch tagen wo sie will. Heraus kommt doch nur heiße Luft. Ich frage mich nur wer die Kosten trägt, die CDU-Mitglieder oder der Steuerzahler?

      • Buggy said

        oder die Hotelbetreiberlobby? 😉

        Das wird schon die Fraktion/Partei selber zahlen, ansonsten gäbe es den nächsten Skandal, der die Erfolgsaussichten der CDU bei den nächsten Wahlen schmälern wird.

  3. Martin said

    Bis ins BildBlog geschafft: http://networkedblogs.com/bitHw
    Glückwunsch!

    • Frank said

      Wem wunder das denn???

      Die NOZ ist doch das Parteiblatt der CDU. Leider wird das nicht so gekennzeichnet. Ich finde LT/Ems-Zeitung/Meppener Tagespost -Offizielle Parteizeitung der CDU – wesentlich ehrlicher.

      Von der CDU wird jedes noch so kleine Treffen riesig in der Propagandapresse veröffentlicht, während PM von Bürgerinitiativen und andere Parteien sich in einem „Fünfzeiler“ wiederfinden.

      Aber in der hiesigen Presse regiert wohl auch „Geld die Welt“. Die Geldgeber (durch Anzeigen usw.) werden wohl doch bevorzugt behandelt!

    • Hans W. said

      Auch von mir meinen herzlichen Glückwunsch zu dieser Anerkennung.

  4. Rudel said

    Das ist doch normal. Das oberbayrische Volksblatt ist das inoffizielle Presseorgan der CSU-Abgeordneten. Ist ja auch für den „Journalisten“ einfacher, den Text zu übernehmen als sich selbst was auszudenken. Ausserdem wollen die Leser ja eh nur das lesen, was ihr Abgeordneter sagt und nichts hinterfragen.

  5. Analyst said

    Sich anbiedernden Journalismus nennt man das, was die Zeitung lokal leistet. Wir können von den Redakteuren dieses Lokalblättchens recherchierende Leistungen wohl nicht erwarten. Es bereitet uns jedoch Sorgen, dass die so genannten Journalisten nicht einmal nachhaken, wenn die Volksvertreter offensichtlich Eigennutz mit Volkswohl verwechseln.

    • ulrike said

      Die LT hat nicht die manpower,um zu jedem Sportklub,Kaninchenzüchterverein,Parteiversammlung oder ähnlichem einen Journalisten ganztägig abzustellen.Da muss der Leser mit dem rausgereichten Text zufrieden sein.

  6. Hermann said

    Es steht keine Kürzel einen Journalisten am Anfang des Berichts. Damit ist klar, das der Text von einem Verein oder Partei kommt.
    Ich kann die Aufregung so nicht ganz nachvollziehen.

  7. Gerald said

    Na wenigstens steht nicht unter

    LINGENER TAGESPOST

    der Zusatz

    ÜBERPARTEILICH UND UNABHÄNGIG

    sondern nur

    AMTLICHES BEKANNTMACHUNGSBLATT

    Und amtlich ist leider nur, was die bekannt
    machen wollen/dürfen.

  8. Bürgerin said

    Auch ich verstehe Ihre Aufregung nicht. Klar, dass Sie sich hier ein CDU-Beispiel heraussuchen, aber mal ehrlich: Wörtlich (oder fast wörtlich) übernommene Presseerklärungen finden Sie doch jeden Tag. (Übrigens nicht nur im Loklateil – was meinen Sie wohl, wie brav von fast allen Medien die Infos aus Unternehmen und Landes- oder Bundespressekonferenzenn übernommen werden?!)Im Wahlkampf lief das auch manches Mal zu gunsten der anderen politischen Seite. Die journalistische Qualität zu kritisieren, geht schon in Ordnung, aber legen Sie diese Kritik mal allgemeiner und grundsätzlicher an, das wäre nämlich fairer!

  9. Tobias said

    Hallo zusammen,

    das ist doch wohl nicht zu fassen.
    Das Pressemitteilungen übernommen werden ist doch keine Besonderheit?

    Denn:
    „Es steht keine Kürzel einen Journalisten am Anfang des Berichts. Damit ist klar, das der Text von einem Verein oder Partei kommt.
    Ich kann die Aufregung so nicht ganz nachvollziehen.“

    • Hermann said

      Also: Der Bericht kommt von der CDU Lingen.
      Kann auch jeder auf der CDU-Internetseite nachlesen.
      Wäre der Bericht von einem Journalisten verfasst worden, hätte dort das Kürzel gestanden.

      • Tobias said

        Ja das meine ich ja.
        Pressemitteilungen sind doch dafür da, dass sie in der Presse erscheinen?
        Das ist doch kein neuer Vorgang…

        • daniel said

          Kein Kürzel = PR ?
          und PM sind dazu da, so zu erscheinen?

          Gut, nach der Argumentation brauchen wir auch keine Journalisten mehr.
          Denn Journalismus ist das nicht.

  10. Jürgen Dietrich said

    Also, Pressemitteilungen sind kein Privileg für die CDU, sondern für Parteien, Organisationen, Vereinen usw. gleichermaßen. Auch die BürgerNahen benutzen diese Art der Öffentlichkeitsarbeit. Ich war SPD-Mitglied, als noch Robert Parteivorsitzender der SPD war. Auch er hat damals die LT mit PM bombadiert und sich verbeten, wenn ein Redakteur ohne Rücksprache mit ihm seinen Text inhaltlich verändert bzw. gekürzt hat.

  11. Gerald said

    Zum besseren Verständnis,
    wie drastisch gekürzt und gestrichen wird.

    http://www.ferdinand.ta-web.de

  12. Mr. AK said

    Der obige Link scheint nicht ganz richtig zu sein.
    Ich denke mal der folgende Link ist gemeint, richtig?

    http://ferdinand.ta-web.de/wp/?p=727

  13. Daniel said

    Naja, dass es mittlerweile Alltag in den Redaktionen zu sein scheint, Pressemitteilungen nur oberflächlich redigiert zu veröffentlichen, macht es ja nicht besser. Wenn man als Leser davon ausgehen muss, dass alles, was in der Zeitung steht, Pressemitteilungen sind, es sei denn es ist vermerkt, dass ein Journalist gründlich recherchiert hat, kann man sich das alles auch sparen. Wobei: Sparen (an festen und auch freien Autoren) wird hier das Stichwort sein… Hier oder da ein paar Zeilen rauskürzen und stattdessen offenlegen, woher die Informationen stammen, würde für Transparenz und Glaubwürdigkeit sorgen und das journalistische Ansehen sicher weniger schmälern als solche Blogeinträge…

  14. Theobald Tiger said

    Die seit Jahren und Jahrzehnten monopolistisch strukturierte Lokal- bzw. Regionalpresse zeigt Wirkung: Vielen Schreibern auf dieser Seite fehlt jegliches Bewusstsein für handwerklich gut gemachten Journalismus!
    Theobald Tiger meint damit nicht in erster Linie die viel zitierte und oft überstrapazierte Forderung nach „Unabhängigkeit“ eines Presseorgans. Denn eine bestimmte weltanschaulich-politische Grundströmung gehört zu (allen/vielen)Zeitungen einfach dazu, so auch bei der LT und ihrem Verlagshaus.
    Viel gravierender findet Theobald Tiger es, dass die LT-Redaktion Grundregeln des Journalismus verletzt:
    1) Aufgrund ihrer monopolistischen Stellung müsste sie mit ihren politisch-weltanschaulichen Präferenzen zurückhaltender umgehen, gerade im Sinne eines offenen demokratischen Dialogs! Die LT-Redaktion ist mit dieser Verantwortung überfordert, es fehlt ihr einfach an persönlicher Souveränität und journalistischer Klasse.
    2) Die LT-Redaktion arbeitet überdies auch handwerklich schlampig: Es ist ein journalistisches Unding, eine Presseerklärung in der Art und Weise zu veröffentlichen, wie dies im vorliegenden Fall geschehen ist.
    Hinweise auf das fehlende Kürzel eines Redaktionsmitgliedes sind an den Haaren herbeigezoge Ausreden und haben weder mit einem seriösen Journalismus noch mit der üblichjen Praxis in anderen Zeitungen etwas zu tun. Theobald Tiger kann nur den Kopf schütteln über soviel Genügsamkeit und Einfalt!
    Natürlich werden Presseerklärungen abgegeben, damit sie Eingang in den redaktionellen Teil einer Zeitung finden. Die Veröffentlichung erfogt dann aber stets mit einem einleitenden redaktionellen Vorspann, dieser kann sehr knapp gehalten sein, Er endet z. B. mit folgendem Hinweis: „…Hierzu teilt die CDU-Fraktion in einer Presseerklärung mit: …“. Dann folgt der Wortlaut der Erklärung oder eine gekürzte Fassung. Dies ist sauberer Journalismus, weil „Ross und Reiter“ genannt werden.
    Theobald Tiger weiß, dass sich bei der LT so schnell nichts ändern wird, daher ist es um so wichtiger, dass wenigstens dieses Diskussionsforum erhalten bleibt (siehe: ZWÄNGE)!Hier wünscht er sich mehr Kommentare und Ideen wie’s weitergeht!

  15. Monia said

    Keine Redaktion ist verpflichtet, eine Pressemitteilung zu veröffentlichen. Sie hat darüber hinaus das Recht, Pressemitteilungen zu redigieren. Das heißt: Ist eine Pressemitteilung nichts anderes als plumpe Werbung ohne Informationswert, dann kann sie auch mal in den Mülleimer geworfen werden. Beinhaltet sie Meinungen, mit denen die Redaktion nicht einverstanden ist, können diese durchaus gestrichen oder geändert werden, genauso wie Satzungetüme oder eine unangemesene Wortwahl. Pressemitteilungen von Parteien, egal welcher, sollten hinterfragt werden. Dafür muss man keinen Journalisten stundenlang „abstellen“, dafür reicht oft ein Griff zum Telefonhörer.
    Pressemitteilungen dieser Art können und sollten außerdem als solche gekennzeichnet werden. Das wird woanders (zum Beispiel bei der Ems-Vechte-Welle) durchaus auch getan. Das Hinzufügen eines Vor- oder Abspanns mit dem Satz „Dies teilte die CDU gestern in einer Pressemitteilung mit“ ist weder besonders Zeit- noch besonders Personalintensiv.
    Und: Ausgerechnet bei den hiesigen Lokalteilen der NOZ von einer dünnen Personaldecke zu reden, ist schlichtweg lächerlich.

  16. kib said

    @Monia
    Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu. Der journalistische Anspruch einer überregionalen Tageszeitung, mit Auflagen wie die NOZ sie hat, darf nie der sein, als „Schwarzes Brett seiner finanziell potentesten Anzeigenkunden“ zu fungieren.

    @Robert
    Ich finde es politisch nicht fair, den Versuch der Umgestaltung innerhalb der CDU mies zu machen (vor allem bereits nach wenigen Stunden). Solltest Du künftig Anlass zur Kritik an der neuen Führungsspitze der CDU haben, Du wirst es uns sicherlich wissen lassen. Die Personalien Vehring und Leinweber als OB-Kandidaten (ob kurz oder langfristig) sind thematisch erledigt.
    Frau Vehring ist aus gesundheitlichen Gründen, die niemand kennt, weil selbige schlichtweg NIEMANDEN (außer ihrer Familie) etwas angehen, zurückgetreten.
    Sie ist offensichtlich wieder gesund und übernimmt nun politische Verantwortung. Das ist die aktuelle Situation, auf diese solltest Du Dich beschränken (bzw. Dich freuen, dass es Deiner Ratskollegin offensichtlich besser geht). Mit einem völlig zerrütteten Stadtrad ist ab Herbst 2011 niemandem geholfen. Insbesondere auch seinen Mitgliedern nicht. An letztere ein herzliches Danke: für die Zeit und Anstrengung, die sie opfern ….. und dem Ärger, denen sie sich aussetzen (der vermutlich häufig einem „Parteigeplänkel“ geschuldet ist).

    • Lieber Tobias Dankert,
      bitte versuche zu differenzieren: Eine Presseerklärung ist eine Presseerklärung. Man mag sie 1:1 veröffentlichen, wenn man sie als solche kenntlich macht.
      Um eine Presseerklärung geht es aber bei dem CDU-Text gar nicht, sondern um einen Bericht über eine Veranstaltung, an der neben Unionisten auch andere teilgenommen und die Veranstaltung inhaltlich mitgestaltet haben. Über deren Position und Beiträge erfährt der Leser nichts.

    • bn-stueting said

      Tobias, man muss zugegeben schon genau hinsehen: zum Schluß eingefügt hat die LT ein „in der Mitteilung“.

      Wir freuen uns natürlich, wenn die LT uns die Möglichkeit gibt, Texte zu veröffentlichen. Leider liest ja noch nicht jeder in unserem oder Roberts Blog….

      Selbstverständlich rechnen wir mit redaktioneller Überarbeitung, und wenn wie in dem Beispiel dem Redakteur nur so wenig Änderungsbedarf auffällt, haben wir wohl nicht schlecht formuliert. (Lob an die Presseabteilung).

      Als kritischer Leser erwarte ich grundsätzlich, dass Quellenangaben vorhanden sind. Ansonsten entsteht der Eindruck, dass der Redakteur eigene Beobachtungen objektiv berichtet.

      In wissenschaftlich-medizinischen Texten muss mittlerweile ja sogar angegeben werden, ob Interessenskonflikte vorliegen. Wenn Prof. A sich über Produkte von Fa. B in den höchsten Tönen auslässt, hilft es bei der Interpretation zu wissen, dass er von Fa. B Vortragshonorare erhält…

  17. Tobias said

    Und hier noch für alle, die nicht lang vergleichen wollen – die Übersicht zum Download.
    (Einfach „Download“ anklicken und dann öffnen – es ist nur der Adobe Reader notwendig, da es eine PDF-Datei ist).

    http://www.file-upload.net/download-3019362/BN-vs.-LT.pdf.html

    (Einfach in die Adressleiste kopieren)

  18. […] den Beitrag weiterlesen: Journalismus « Roberts Blog Tags:Artikel, mung-geh, vom-selben, zeigt-die, theobald-tiger, grundstr, die-viel, eine-bestimmte, […]

  19. Job said

    33 Kommentare in diesem Blog zum Thema schlechter Journalismus bei der LT.
    Was lehrt uns das? Zeitung abbestellen oder weiter so?
    Demo vor der Redaktion in der Schlacherstrasse? Alternative Zeitung herbei zaubern?
    Das was hier abgeht, diskutieren wir hier in Lingen schon seit 30 Jahren. Geändert hat sich bis heute aber nichts.
    Job hat kein ABO bei der LT. Das neuste steht sowieso hier im Blog.

  20. otto h said

    @Tobias
    Wenn Du schon manipulierst, dann doch bitte nicht so plump, lieber Tobias.

    Bei den beiden von Dir nebeneinander gestellten Texten (Original und LT) lässt du bei der LT Version ganz am Schluss einfach den Hinweis darauf weg, dass es sich bei dem Text um einen von der BN handelt. Da heißt es nämlich:
    „….so Claudia Becker von den Bürgernahen in der Mitteilung abschließend.“

    Man kann in diesem Fall sehr wohl erkennen, wo der Beitrag seinen Ursprung hat.

    .
    @Robert Koop
    Grundsätzlich halte ich die ganze Diskussion um die ungefilterte Übernahme einer Pressemitteilung der CDU für ausgesprochen müßig.

    Jeder, der hier im Blog aktiv ist, weiß um die Funktion der LT/NOZ als inoffizielles Verlautbarungsorgan der CDU. Der „Journalist“/ Abschreiber Perz ist für seine Willfährigkeit gegenüber allem was nach CDU riecht hinreichend bekannt.

    Warum dann aus dieser eigentlich doch völlig normalen (Hof-)Berichterstattung jetzt so eine Sensationsgeschichte machen??? Das bringt doch absolut nichts.

    Mein Eindruck ist jedenfalls, dass auch andere Parteien, inklusive den Koop`schen Bürgernahen durchaus ihre Pressetexte in die LT kriegen. Wenngleich sich pe. bei den anderen Parteien des öfteren die Mühe zu machen scheint, die eingereichten Pressemitteilungen in den Konjunktiv zu übersetzen, den er offenbar sehr liebt.

    Wie sagte doch Shakespeare so schön: „Much Ado about Nothing” (Viel Lärm um nichts), lieber Robert Koop.

  21. otto h said

    @kib
    Da ich der besagten Partei nicht angehöre habe ich auch nicht die Insider Info, wer in der LT/NOZ gerade was für die CDU schreibt.

    Ob der Artikel von lj oder pe stammt ist letztendlich unerheblich, ist auch nicht ersichtlich, da er nicht entsprechend gekennzeichnet ist.

    • kib said

      @ottoh
      Dazu benötigt man keine Insider Information: Stand heute schließlich in der Zeitung ;)Der Hinweis auf lj war keineswegs wertend gemeint.

  22. […] sondern bestimmt an einer grundsätzlichen Neuorientierung.  Seit zwei Tagen aber  und direkt im Anschluss an diesen Beitrag- markiert unsere ‘Lingener Tagespost’ ihre Artikel eingangs danach, aus welcher Feder […]

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