XXL

24. Oktober 2010

„Man hat den Spaß sehen können, den Rainer Brüderle verspürte, als er vom Aufschwung XXL schwärmte. Es ist ja auch schon fast 20 Jahre, eine ganze Wiedervereinigung her, dass ein deutscher Wirtschaftsminister solch stolze Wachstumsprognosen verkünden konnte: 3,4 Prozent für das laufende Jahr. Und auch die knapp zwei Prozent für 2011 sind deutlich mehr als der Schnitt der vergangenen zehn Jahre. Was Brüderle besonderen Spaß bereiten dürfte: Er heimst den Lorbeer ein für Entscheidungen, die er nicht getroffen, geschweige denn unterstützt hat. Der Aufschwung gehört vielen, am wenigsten indes Brüderle…“ (weiter bei der Frankfurter Rundschau)

FR-Kommentator Robert von Heusinger erinnert an Dinge, an die angesichts des Sicht-selbst-auf-die-Schulter-klopfenden FDP-Mann erinnert werden muss:

Brüderle nämlich hat die beiden zentralen  nationalen Programme abgelehnt, die eine wesentliche Grundlage für den Aufschwung bilden: Die Abwrackprämie und die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes, bekämpfte Brüderle als „Wirtschaftsexperte der FDP“. Die Abwrackprämie sei „ökonomischer Unsinn“ (O-Ton Brüderle), das Kurzarbeitergeld streue den Menschen Sand in die Augen, lautete die offizielle FDP-Position. Es gaukele eine Sicherheit vor, die der Realität nicht standhalte. Erst als Wirtschaftsminister hat Brüderle dann der Verlängerung des Kurzarbeitergeldes zugestimmt. Er könnte auch noch woanders dazu lernen.

Was sonst noch zu den Grundlagen des Aufschwungs zählt, findet man hier und hier dargelegt. Schönen Sonntag noch!

(Quelle: NachDenkseiten)