Cindy

21. Oktober 2010

Cindy aus Marzahn
Programm: Nicht jeder Prinz kommt uff’m Pferd!
Donnerstag, 21. Oktober 2010, 20 Uhr
Emslandhallen – Lingen (Ems)
29,00 Euro

7 Antworten zu “Cindy”

  1. Sofonisba Anguissola said

    Diese Kunstfigur stimmt mich traurig, solche Typen sind leider alltäglich, sie fallen nicht mehr auf in ihrer Vulgarität und Ahnungslosigkeit.
    Ich bin gespannt, wer nach der Schau und mit 29 Euro weniger im Säckel sagen kann, er ist so richtig zum Lachen gebracht und getröstet worden.
    Es wäre zu nett, Gardi Hutter, ein Clown ,wieder in Lingen zu sehen. Das ist eine ja! hochklassige Künstlerin-wer entscheidet diese Auftritte in Lingen?

  2. robert.koop said

    Kunstfigur? Sicherlich! Aber guckst Du auch hier:
    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,723720,00.html

    • kib said

      Danke, für die Verlinkung zu dem Interview, das wirklich sehr lesenswert ist… Ich gebe zu, mit dem Beitrag konnte ich zunächst so gar nichts anfangen. Ich habe mich sogar dabei ertappt, mich zu fragen, ob der Blogbetreiber den Ehrgeiz hat, jeden Tag etwas zu posten bzw. das „Kulturleben“ der Stadt Lingen mal gerade an der Reihe war.
      Sehr schön, dass der Hintergrund durch die Antwort auf den Kommentar deutlich wurde.
      Meine (leider weniger kluge) Einschätzung der Ilka Bessin habe ich revidiert und mich vielmehr dabei ertappt, dass meine bisherige Meinungsbildung sich ausschließlich auf die „Kunstfigur Cindy “ bezog.
      Eine emotional sehr kluge, mutige Frau und meiner Einschätzung nach, die derzeit einzige Prominente, die sich für die Belange sozial Benachteiligter einsetzt und dabei wirklich weiß, worüber sie spricht….

  3. ottoh said

    Eine Prominente, die sich für die Belange Benachteiligter einsetzt?

    Prominent ist diese „Dame“ ganz bestimmt nicht. Sie ist wohl bekannt, aber noch lange nicht prominent. Bekannt ist sie durch das Unterschichtenfernsehen der Privatsender, die sich bekanntlich in Sachen Niveaulosigkeit gegenseitig zu überbieten suchen.

    In diesem Wettkampf ist Cindy aus Marzahn so ziemlich die schärfste Waffe, die es derzeit auf Sendung gibt. Immerhin ist sie offenbar echt. Sie spielt nicht nur den Proleten, sie ist es offensichtlich auch. Denn derart aus der untersten Kiste zu schöpfen ist nur möglich, wenn man sich dort auch zuhause fühlt.

    Auch wenn RTL sie für das Spiegel Interview gut eingenordet hat, dass diese wandelnde Beleidigung des guten Geschmacks sich auch noch als Kämpferin der Benachteiligten gibt, wird schon alleine dadurch, dass sie sich als eine von ihnen ausgibt zu einer üblen Beleidigung der großen Mehrheit der Hartz IV Empfänger. Diese Frau ist eine Proletin, eine die man am besten nicht einmal mit der Kohlenzange anfasst.

    Auch wenn das Unterschichtenfernsehen sie zu einer bekannten Figur gemacht hat, auch wenn sie jetzt viel Geld verdient, wird sie immer bleiben, was sie ist und wo sie ist. Eine Proletin der für jeden zivilisierten Menschen besonders peinlichen Sorte. Inzwischen eben eine bekannte Proletin mit Geld. Doch weder Bekanntheit noch viel Geld machen aus dieser Ilka Bessin alias Cindy jemals etwas anderes, als das krasse Gegenteil einer Dame.

    Übrigens:
    Ilka war ja nach eigenem Bekunden einst Geschäftsführerin eines Restaurants in Berlin und wurde wegen Krankheit in Hartz IV entlassen. Ich hörte da übrigens mal von einer Geschäftsführerin eines solchen Restaurants, die einen von um die 100 Currywurstwagen eines großen Berliner Metzgers „leitete“….

    RTL weiß eben, wie man eine Geschichte verkauft, ohne all zu sehr zu lügen.

    @Robert Koop
    Sie sollten doch wissen, dass RTL seine „Künstler“ intensivst betreut. Die werden es niemals riskieren, dass einer ihrer „Stars“ unvorbereitet in so ein Spiegel Interview geht. Und wie so ein Interview tatsächlich abläuft (schriftlich eingereichte Fragen, Genehmigung des Textes vor Veröffentlichung etc.) ist einem alten Fuchs wie Ihnen auch nicht unbekannt. Oder?

    • kib said

      Ottoh, eines vorab: ich persönlich finde die Figur Cindy aus Marzahn ebenfalls unerträglich. Sie trifft absolut nicht meinen Humor. Aber vermutlich gibt es wichtigeres zu diskutieren. Ich habe mich nach dem Lesen des Interviews dabei ertappt, dass ich mit meiner Beurteilung von Menschen manchmal zu schnell und zu heftig bin. Verstehen Sie meinen Beitrag bitte nicht als ein Hohelied auf Cindy aus Marzahn.

      Ich denke allerdings, in Ihrer Antipathie übersehen Sie manches:
      Wären Ilka Bessin und Cindy tatsächlich identische Persönlichkeiten, könnte es die Kunstfigur nicht geben; Denn dann säße Frau Bessin weiterhin arbeitslos und depressiv auf Ihrem Sofa und würde vermutlich ab mittags fragwürdige Talkshows im Privatfernsehen verfolgen.
      Ihren Rückschluss, dass sie eine Proletin sein muss, um selbige als Kunstfigur dermaßen glaubhaft darstellen zu können, lässt die Möglichkeit außer Acht, dass I.B. evtl. einfach nur ein enormes schauspielerisches Talent besitzt. Um als Schauspieler glaubhaft einen Mörder darzustellen, muss man schließlich –als Referenz- nicht ein Tötungsdelikt begangen haben.

      In ihre Beschreibung der intensiven Betreuung der RTL-Künstler haben sie vergessen, dass jeder Sender, also auch RTL, eine ganze Reihe von „Gagschreibern“ beschäftigt. Gehen wir also davon aus, dass nur ein geringer Teil Ihrer „Gags“ wirkliche Eigenproduktionen der I.B. sind. Hinsichtlich der Betreuung in Fragen der Öffentlichkeitsarbeit bzw. dem Umgang mit Presse: Wer mit PR zu tun hat, weiß, dass diese Art der Betreuung / Beratung nicht unsinnig ist.

      Eindeutig, setzt Frau Bessin sich für die Belange Arbeitsloser ein, indem sie ein klares Signal sendet, das da lautet: Kommt runter vom Sofa, brecht aus der passiven Abwärtsspirale aus, werdet aktiv. Sie hätte vier Jahre Arbeitslosigkeit auch verschweigen können. Sie wäre nicht die erste Prominente, die ihren Lebenslauf schönt.
      Interessant auch, ihre Erfahrung mit der ARGE: Dieser Frau einen Job als Skilehrerin anzubieten ist Hohn und Spott! Das muss nicht nur für sie frustrierend gewesen sein. So etwas kann doch auch für einen Sachbearbeiter in der Agentur für Arbeit unmöglich erfüllend sein.

      PS: Ihre Differenzierung zwischen Bekanntheit und Prominenz habe ich nicht verstanden.

  4. Sofonisba Anguissola said

    Auch ich beklage die M a ß l o s i g k e i t dieser Figur. Cindy, Ilka, du bist zu dick!!
    Zuviel Fett, zuviel Fastfood zuwenig Motivation, zuwenig Bewegung.
    Darum ging es auch Herrn Sarrazin, um die Masslosigkeit der Politik in Sachen Integration und staatliche Stütze.
    H a u s h a l t e n lernen!
    Nach sparsamen Rezepten kochen, entsprechend Jahreszeit, Angebote nutzen.
    Es klingt aus diesen Sketchen kein Lösungsansatz heraus
    Das ist sein Ansatz.
    Wir in Lingen werden zum Glück noch ein wenig warten müssen auf eine Type Cindy aus Lingen, weil man hier mit Stütze-anders als im Ballungsgebiet und mit gesetzten Prioritäten noch gut über die Runden kommt.
    Dennoch erzählte mir auch eine Dame die bei der Tafel einkauft, sie verschweige dort ihren langjährigen, kettenrauchenden Hartz4-Gatten lieber, denn mit dem Status „Alleinerziehende“ habe sie Anrecht auf einen grösseren „Einkaufskorb“ bei der Tafel…
    Ich bin froh, dass ich den von Cindy aus Marzahn geforderten Respekt entgegengebracht habe: keine 29.- Euro für ihre Schau ausgegeben, sondern in Sarazzins Buch gut investiert.
    Darauf ein Glas Leitungswasser!

  5. Sofonisba Anguissola said

    khkhjnk

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