Tief

13. Oktober 2010

Angenehme morgendliche Allzeittief-Meldung der Agenturen:
Die Koalitionsparteien CDUCSUFDP  sind in der wöchentlichen Forsa-Umfrage für «Stern» und RTL auf ein neues Rekordtief gefallen, die Grünen erreichen immer neue Höhen. Zusammen kommen Union und FDP nur noch auf 33 Prozent, berichtete der Fernsehsender RTL.

CDU und CSU fielen wieder um zwei Punkte auf 29 Prozent zurück. Die FDP rutschte in der Sonntagsfrage erneut um einen Punkt auf 4 Prozent und müsste im theoretischen Fall einer Bundestagswahl zum jetzigen Zeitpunkt um den Wiedereinzug ins Parlament bangen. Die Grünen gewannen einen Punkt hinzu und lagen mit 25 Prozent nun schon zwei Punkte vor der SPD mit unverändert 23 Prozent. Die Linke verbesserte sich um zwei Punkte auf 12 Prozent.

Mit zusammen 48 Prozent hätten Grüne und SPD einen 15-Punkte- Vorsprung vor Union und FDP. Theoretisch hätten sie bei einer tatsächlichen Wahl damit die absolute Mehrheit der Stimmen.

(Quelle Süddeutsche) …und mehr

LT

13. Oktober 2010

Die Blogger von carta.info berichten aktuell über diese neuesten Erkenntnisse: Die Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA) legt neue Zahlen vor:

Die junge, formal höher gebildete Zielgruppe verfolgt das aktuelle Geschehen zunehmend elektronisch – über Internet und TV. Print verliert deutlich. Das Fernsehen zeigt sich robust.

In den sechs Jahren, seit es Acta gibt, haben die Printmedien ein Drittel verloren. Das Internet als Informationsquelle nutzen doppelt so viele. Eine bemerkenswerte Entwicklung, wie ich finde, und keine gute Aussichten für die LT.

Alles weiter findet sich hier

Säulen

13. Oktober 2010

Über die Gestaltung des Kreisverkehrs Lindenstraße/Kurt-Schumacher-Brücke habe ich hier schon ein paar Mal einige Bemerkungen  geschrieben. Ich halte ihn für reichlich vermurkst. Ein Tiefbauarchitekt, der mal in Kunst machen wollte, aber nicht konnte. Gut gemeint ist immer noch nicht gut gemacht. Vor allem nämlich sind die Wasserröhren nicht gebrauchstauglich.

Denn gleich alle drei Säulen oder Röhren des Kreisverkehrs sind in der vorletzten Nacht einmal mehr  zerstört worden. Das vierte Mal inzwischen. Offenbar geht dies binnen weniger Minuten. Der angerichtete Schaden beträgt inzwischen mehr als 25.000 Euro. Es zahlt der Steuerzahler. Ich halte längst die Zeit für gekommen, um über eine andere, vandalensichere Säulenlösung nachzudenken. Die diskutierte Alternative „Kameraüberwachung“ ist rechtlich zweifelhaft; tatsächlich bringt sie nichts in Zeiten, in denen es tatsächlich zulässig ist, seinen Kopf mittels eines Motorradhelms, einer Skimaske oder eines Schals zu verhüllen. Also: Kein Wasser in die Säulen. Baut sie massiv und beleuchtet sie. Oder fällt jemandem etwas Besseres ein?

Bevor übrigens jetzt wieder ein überkritischer Zeitgenosse über die Bahnunterführung am Theo-Lingen-Platz einen empörten  „Istdochauchsodoof“-Kommentar postet: Nein, die Unterführung ist gut gestaltet. Aber auch sie ist leider wenig gebrauchstauglich und vandalenresistent. Doch bietet es sich hier an, den Dauerbewacher auch für die abend- bzw. nächtliche Betreuung des Mittelbahnsteigs einzusetzen und zur Reinigung von Bahnsteig und Umfeld.  Oder fällt jedenfalls hier jemandem  etwas Besseres ein?

 

(Foto: © dendroaspis2008, cc flickr)