37 Grad

6. Oktober 2010

Die ZDF-Dokumentation „Fass mich nicht an!“ zeigte am Dienstagabend das Leben von Pädophilen und Sexualstraftätern nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis. Bereits zum fünften Mal hat sich Filmemacher Manfred Karremann in der Reihe „37 Grad“ mit sexueller Gewalt an Kindern auseinandergesetzt, erklärt das ZDF. Für seine neue Dokumentation habe Karremann sechs Monate lang verurteilte Straftäter bei dem Versuch begleitet, sich jenseits der Gefängnismauern ein neues Leben aufzubauen.

Unter ihnen ist Fred E., der weiterhin als hoch gefährlich gilt. Der ehemalige Erzieher Max W. hat hingegen seine Therapie in Lingen  erfolgreich absolviert und mittlerweile eine Familie gegründet. Dem Sender zufolge sitzen derzeit über 2000 Männer wegen Delikten an Kindern in Haft, etwa die Hälfte von ihnen wegen schweren sexuellen Missbrauchs. Das Bemerkenswerte der Dokumentation sind die Blicke hinter die Mauern der JVA Lingen und in die dortige Sozialtherapie. Dort betreibt man unter der Ägide von Bernd Wischka aktiven Opferschutz, indem man die Täter therapiert.

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(Foto: © ZDF)