Stuttgart 21

1. Oktober 2010

Hier mehr Tweets über das durchgezogene Projekt, das Durchziehen des Projekts und den Bürgerprotest.


Vasen

1. Oktober 2010

Was eine OB-Wahl so alles bewirkt: Birgit Kemmer (Bündnis’90/Die Grünen) unterschreibt neuerdings ihre E-Mails mit „Wir sind Oberbürgermeister“ und am historischen Rathaus ist -passend zur Stimmungslage der CDU- das Licht im rechten* (!) der beiden Leuchter ausgegangen (Foto) -beide übrigens Geschenke der Kivelinge im Jahr 1958.  Die CDU sucht sich -in frühere Defizite aufarbeitender- Bürgernähe (Beispielsweise Ratsmitglied Vehring:“ Der Grünstreifen ist aber auf Anregung der CDU entstanden!“).

Lingen wartet an diesem Wochenende mit Spannung -und mehr oder weniger aufgeregt- auf den Amtsantritt seines neugewählten Oberbürgermeisters Dieter Krone. Alles auf dem bürokratischen Weg dahin scheint reichlich trantütig und langsam. Ich lese: „Formal sei die Ernennung  von Dieter Krone auf den Weg gebracht, betonte (!) Dr. Ralf Büring. Das Schreiben mit dem Ergebnis des Stadtwahlausschusses sowie der Frage, ob Dieter Krone die Wahl annehmen werde, sei bereits verschickt.“ … Jaja, bereits verschickt und ich frage mich, ob man es nicht auch hätte vorbeibringen können.

Dieter Krones  erster Arbeitstag soll der kommende Montag sein, nachdem alles seinen bürokratischen Gang gegangen ist. Am 8. Oktober wird der neue OB im Rat vereidigt. Ich bin gespannt, wie er am Samstag um 11 Uhr an der Feierstunde zum „Tag der deutschen Einheit“ teilnimmt und ob OB-Büroleiterin Elisabeth Lüken die historische Amtskette des Lingener OB herausrückt. Für Montag jedenfalls sollte sie ausreichend Blumenvasen bereit halten. Die CDU schickt bestimmt 27 weiße Calla.

*ps und bevor nachgefragt wird: Vom OB auf der Rathaustreppe aus gesehen rechten Leuchter… 🙂

Fahrradabstellbügel

1. Oktober 2010

Geschlagene 20 Minuten referierte Stadtbaurat L. am Mittwoch im Stadtrat über geschätzt 25 weitere Fahrradabstellbügel, die in der Lookenstraße aufgestellt werden sollen. So setzt  der Oldenburger seine Schwerpunkte. Auch sprachlich produzierte dabei seine Bauverwaltung bemerkenswerten Müll- zum Beispiel:

„Das Prinzip der Verwaltung in Bezug auf die Verteilung von Fahrradabstellbügel sieht regelmäßig vor, die Bügel dort zu installieren, wo der Bedarf erkennbar ist.“

„In der Vielzahl der Belange wird allerdings bereits erkennbar, dass die zu wählenden Standorte immer auch einen Kompromiss darstellen, der häufig nicht allen Erwartungen gerecht werden kann.“

(Guckst Du hier die Vorlage)

Zur Orientierung: Wie jeder Besucher sieht, stehen oft zu viel Räder kreuz und quer in der von nahezu jedem Grün befreiten Fußgängerstraße. Das berührt die sog Verkehrssicherheit zum Beispiel bei Krankenwagen- oder Feuerwehreinsätzen. Die Verkehrssicherheit hat die Verwaltung zu gewährleisten; der Ratsausschuss kann dazu allenfalls mal Anregungen geben. Zu entscheiden hat er dazu nach klassischer Aufgabenverteilung zwischen kommunalen Selbstverwaltungsgremien und Verwaltung nichts.  Also einem Ratsausschuss mit 11 erwachsenen Mitgliedern „aktuell vorzutragen“ (nicht aktuell wäre auch schlecht), wo 25 Fahrradbügel aufgestellt werden…