Trittin

23. September 2010

Ein maskierter Unbekannter hat den Grünen-Bundestagsfraktionschef Jürgen Trittin (Foto) am Mittwochabend auf einer Bühne in Hannover mit weißer Farbe überschüttet. Dem Politiker geht es gut, die Polizei Hannover ermittelt wegen versuchter Körperverletzung. Die Beamten suchen nach Zeugen, die Hinweise zu dem in weiß gekleideten Täter geben können. Die Farbattacke ereignete sich während einer Podiumsdiskussion auf der zentralen Bühne der Theaterinszenierung „Republik Freies Wendland -Reaktiviert“ auf dem Ballhofplatz in Hannover. In einzelnen Medien war anschließend zunächst „nur“ von einem Tortenwurf die Rede. Tatsächlich erinnert der Vorgang aber an den Farbbeutel-Anschlag auf den damaligen Außenminister Joschka Fischer beim Parteitag von Bündnis’90/Die Grünen 1999 in Bielefeld.

Kurze Zeit später kam es zu einem weiteren Eklat: Als es Trittins Diskussionspartnerin, die Hamburger „Umweltaktivistin“ Hanna Poddig, ablehnte, sich von der Attacke zu distanzieren, brach der Grünen-Politiker die Diskussion ab und verließ die Bühne. „Körperliche Gewalt kann keine Basis einer Diskussion sein und ich kann mit niemandem diskutieren, der körperliche Gewalt gegen mich gut findet“, sagte Trittin.

Mit dem zehntägigen Projekt „Freie Republik Wendland- Reaktiviert“ will das Schauspiel Hannover an die gleichnamige Protestaktion aus dem Jahr 1980 bei Gorleben erinnern. Dazu wurde ein Hüttendorf aus Holz, Pappe und Stroh errichtet. Dabei soll vor allem der Austausch zwischen der Jugend und der Generation der Gorleben-Gegner im Vordergrund stehen.

Die Theateraktion war im Vorfeld durch lokale CDU-Politiker kritisiert worden. Dabei war ausdrücklich auch der Auftritt des Grünen-Politikers Trittin Anlass zu einer verbalen Attacke auf die Hannoveraner Theatermacher. Der dafür verantwortliche CDU-Landtagsabgeordnete Dirk Toepffer äußerte sich bisher auf seiner Internetseite nicht zu dem Angriff auf Trittin.

(Foto: © dirk@vorderstrasse.de, creative commons)

8 Antworten to “Trittin”

  1. Reiner Szepan said

    Grüne Feiglinge

    Dazu in aller Kürze. Es war zu den Zeiten Trittins als BMU, als ich der Ruth
    Paulig und dem Rudi Ammansberger im Bayersichen Landtag Unterlagen vorlegte, die den illegalen
    Betrieb der 2 Blöcke Gundremmingen, ISAR1 und FRM2 dokumentierten. Nach
    mehreren Monaten erhielt ich die schriftliche Antwort, daß meine Kritik wohl
    zutreffen könne, die politische Situation in Berlin aber keine Anwendung
    erlaube. Danach gefragt, sagte Trittin ferner in einem Referat im Landtag,
    die betreffenden bayersichen Anlagen seien 100% sicher. Die Basis seiner
    Weisheiten waren Hahn und Sailer vom Ökoinstitut, nützliche Idioten zur
    Besetzung der RSK bzw GRS und bewußt wirkungslosen Abschöpfung /
    Stilllegung der Bürgerinitiativen. Raimund Kamm und Gina Gillig berufen sich
    auf dieselben Quellen. Der BMU Röttgen nennt seine Vorgänger Trittin und
    Gabriel zutreffend Feiglinge. Da gibt es neuerdings eine Fr Prof Becker, die
    mich nach der Funktion von SWR fragt aber bereits Gutachten zur Sicherheit
    macht. Also alles wie gehabt.

  2. Was wollen Sie damit sagen? Man darf Trittin wie geschehen gewaltsam attackieren – oder was? Mit Verlaub, genauso klingt ihr Posting! Dann aber hätten Sie se wohl nicht mehr alle.

    • Frank O. said

      Ob es wirklich der Münchner Diplomphysiker und Atomgegner Reiner Szepan ist der hier schreibt??

      • Nach IP und URl könnte es so sein. Ich kenn den Herrn allerdings nicht und es ist mir auch gleichgültig. Nich gleichgültig ist mir allerdings, wenn jemand durch einen Beitrag den Eindruck erweckt, dass er körperliche Gewalt relativiert.

  3. ulrike said

    Nein, natürlich darf man das nicht und es ist reichlich geschmacklos ( je nach Tortensorte natürlich) Aber wir können uns beruhigt zurücklehnen, aus der Person wird nichts!! Um Innenminister zu werden, muß man schon harte Pflastersteine werfen können oder Personen derbe verprügeln.

  4. ulrike said

    ulrike korrigiert:
    23. September 2010 um 14:44

    Nein,natürlich darf man das nicht und es ist reichlich geschmacklos( je nach Tortensorte natürlich)Aber wir können uns beruhigt zurücklehnen,aus der Person wird nichts!! Um AUSSENminister
    zu werden, muß man schon harte Pflastersteine werfen können oder Personen derbe verprügeln.

    • Theobald Tiger said

      „Schöner“ Beitrag, jedenfalls schön entlarvend – erinnert mich an die Niveaulosigkeit und die Ignoranz der (alten) Springer-Presse.
      Die Saat geht immer noch auf!
      Ein persönlicher Tipp:
      Ulrike, falls Sie mal ’nen Job suchen: Einfach bei BILD versuchen. Die suchen politische AnalystenInnen Ihren Kalibers,

      Würg !

      • ulrike said

        Ich habe natürlich auf den Rat vom getigerten Theobald gleich bei der Bildzeitung angerufen und Schiffbruch erlitten.Man teilte mir auf brutale Weise mit,daß um die Uhrzeit kein Vorstellungsgespräch für blonde,noch dazu uralte Frauen mit abgeschlossenen Hochschulstudium möglich sei,auch wenn sie noch so grün gewandet seien. Versteh ich nicht, aber sicher wird der getigerte Theobald für mich ein gutes Wort einlegen. Sonst muß ich mich eben an eine der zahlreichen Frauenbeauftragten wegen dieser üblen Diskriminierung wenden.

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