Und?

21. September 2010

Und? Wie war die heutige Diskussion der Ems-Vechte-Welle in Halle IV zwischen den OB-Kandidaten Dieter Krone und Hans-Josef Leinweber nach Ihrer Ansicht? Twitter schaltete mich um 21 Uhr nach mehr als 150 Tweets einfach ab. Der Ersatzaccount funkionierte nur bescheiden. Vielleicht war dies ein Zeichen.  😉

Am Besten waren …die Moderatoren der Ems-Vechte-Welle. Respekt,  Marko Schnitker (!!) und Inga Graber (!!).

Mein Fazit:  Leinweber war nicht ganz so peinlich wie bei der Diskussion vor drei Wochen im Lookentor. Aber klar besser war am Ende Dieter Krone – weil er das modernere Konzept für die Stadt hat. Man glaubt ihm, dass er etwas bewegen will.  Leinweber sagte kaum, was er eigentlich will. Typisch die Diskussion um den Haushalt, als Moderator Marko Schnitker nachfragen musste: „Aber wo sind Ihre Vorschläge?“ Dann kam von Herrn Leinweber nur das Hinausschieben der Emsland-Arena. Sonst nichts. Das aber ist einfach nicht genug.

Die Leinwebersche „Gemengelage“ war das Wort des Abends. Davon sprach er immer dann, wenn’s schwierig wurde. Und schwierig ist vieles in diesen Zeiten. Alles, so Leinwebers Botschaft,  soll so weitergehen wie bisher. Und immer öfter sprach er dann von „wir“, wenn er sich meinte.

Krone hat seine ökologischen Ansätze herausgearbeitet, auch wie wir künftig leben können. Nachhaltigkeit sagt man dazu. Nicht Zersiedlungspolitik a la Geeste, die die Menschen nicht nur viel Geld kosten wird; sondern Sein Ansatz: Verantwortung und Überzeugen. Gar kein Problem seine mangelnde „Verwaltungserfahrung“. Das handelte er souverän ab.

Es wird also sehr spannend am Sonntag – voraussichtlich erneut bei einer niedrigen Wahlbeteiligung, weil letztlich so richtig keiner der Kandidaten 100% überzeugen konnte.

Und was machen Sie, fragte Hans-Josef Leinweber am Schluss den Herausforderer Dieter Krone, wenn Sie bei aller Neutralität sich als OB mit einem Vorschlag im Rat nicht durchsetzen? „Dann war mein Vorschlag wohl schlecht!“  Chapeau, Dieter Krone.  Meine Stimme haben Sie.

Zwischenruf

21. September 2010

Dieser Blog twittert heute Abend ab (kurz vor)  19 Uhr über die

Podiumsdiskussion

zwischen den beiden Kandidaten für das Amt des Lingener Oberbürgermeister
Dieter Krone und Hans-Josef Leinweber .

Die Debatte wird von der Ems-Vechte-Welle im Radio übertragen.

Schon heute lesen wir in der Lingener Tagespost ein Interview mit beiden Kandidaten.
Es hat etwas Besonderes: Es enthält konkrete Inhalte. Guckst Du hier.

CDU-Politik I

21. September 2010

Die Renaissance der Atomkraft erschwert den Start ins neue Energiezeitalter. Doch das ist bei Weitem nicht das Schlimmste. Die Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz sorgen dafür, dass 2012 bei der Solarwirtschaft die Lichter ausgehen. Ein kleines Gesetz und seine große Wirkung.

Die Gegenrevolution ist im Detail verborgen: Während alle Welt sich über die Ausweitung der AKW-Laufzeiten echauffiert, hat die Koalition das Aus für die Sonnenenergie bereits in Gesetzesform gegossen. Ab 2012 werden in der Solarbranche wohl unweigerlich 90 Prozent der Arbeitsplätze vernichtet. Ohne viel Federlesens.

Der Hintergrund: Im Juli 2010 wurde die Einspeisevergütung für Solaranlagen außerplanmäßig um 13 Prozent gekürzt. Weitere drei Prozent sinkt sie im Oktober. So weit, so gut. Zusätzlich hat die Bundesregierung gleich den sogenannten “atmenden Deckel” beschlossen, der aber vielen zu kompliziert ist, um ihn näher in Augenschein zu nehmen. Doch er bestimmt die große Linie.

Im Kern soll der Deckel den Zubau von Solaranlagen in Deutschland “in einem steuerbaren Korridor” halten. Konkret: Ab einem Zubau von 3.500 Megawattpeak (MWp) pro Jahr sinkt die Einspeisevergütung pro 1.000 zusätzlich installierter MWp ab 2011 um jeweils ein weiteres Prozent. Im Jahr 2010 wird bundesweit mit einem Zubau von rund 10.000 MWp gerechnet. Dies führt dazu, dass ab Januar zusätzlich zu der herkömmlichen jährlichen Absenkung von neun Prozent aufgrund des zu erwartenden Zubaus 2010 noch einmal vier Prozent Degression hinzukommen. Insgesamt dann also 13 Prozent. Nach den Einschnitten 2010 eine Rosskur für die Branche. Doch das ist erst der Anfang.

Denn dass der atmende Deckel nur ein Jahr lang wirklich “atmet”, ist noch gar niemandem aufgefallen. Ab 2012 wird der Deckel nämlich blitzartig…

…weiter auf der Internetseite von TheEuropean.

(Foto: Emsländisches Solarunternehmen Solen Energy, Meppen © Solen)