Krebs

20. September 2010

An der Südseite von Cloppenburg erkranken auffallend viele Menschen an Krebs. Anwohner verdächtigen eine alte Müllkippe. Das Gesundheitsamt hält weitere Untersuchungen für sinnlos.

Vom einen bis zum anderen Ende der Krapendorfer Kämpe sind es gut tausend Meter. Um die 15 Häuser stehen rechts und links des Sträßchens, das sich vom Cloppenburger Stadtrand schnurstracks nach Süden zieht. Eine ländliche Idylle zwischen Feldern und Wäldchen. Doch eine Anwohnerin war misstrauisch geworden: Krebs bei den Nachbarn links, Krebs bei den Nachbarn rechts. Es ließ ihr keine Ruhe. Sie lief die Straße ab und in die Seitenstraßen, klingelte an rund 30 Türen. Sie stellte überall dieselbe Frage und bekam häufig, viel zu häufig, dieselbe Antwort Krebs.

„Das kann kein Zufall sein“, sagt Franz-Josef Hermes. Der Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins für den Cloppenburger Südwesten (VVC) erinnert sich noch gut an jenen Tag vor vier Jahren, als ihm die Frau ihre Statistik präsentierte: 29 Menschen, die mit Krebs kämpften oder daran bereits gestorben waren. Fast in jedem Haus einer.

„Erst wenn wir Bürger was machen, passiert etwas“, sagt Bernd Hindrichsmeyer. Der…

(…weiter auf der Internetseite der taz)

(Foto: Cloppenburger Innenstadt – Allie_Caulfield, creative commons)

4 Antworten zu “Krebs”

  1. Frank O. said

    Pressemitteilung vom 23.11.2009

    Untersuchungen zeigen insgesamt keine besondere Krebsproblematik für das Gebiet der Stadt Cloppenburg – Ursachen für vermehrte Krebssterbefälle im Südwesten bleiben unklar

    Cloppenburg – Bezogen auf das gesamte Gebiet der Stadt Cloppenburg ist keine Häufung von Krebssterbefällen festzustellen. Allerdings haben die ergänzenden Untersuchungen bestätigt, dass im Südwesten des Stadtgebietes in den letzten 20 Jahren mehr Menschen an Krebs gestorben sind, als statistisch zu erwarten war. Diese Ergebnisse der ergänzenden Untersuchungen durch das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) und das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen (EKN) gaben jetzt die Stadt Cloppenburg und das Gesundheitsamt Cloppenburg bekannt.

    (Hier gehts weiter zum kompletten Pessebericht:) http://www.lkclp.de/presseberichte/20091123121809.shtml

  2. Frank said

    Es ist genau wie mit den Krebsfällen um die Kernkraftwerke umzu. Auch dort gibt es ein erhöhtes Krebsaufkommen… aber auch dort wird das als normal abgetan.

    Klicke, um auf ElbmarschDokumentation2.8MB.pdf zuzugreifen

    http://translate.google.de/translate?hl=de&langpair=en|de&u=http://alethonewsa.wordpress.com/2009/10/09/more-childhood-cancer-near-nuclear-power-plants/

    … es gibt jede Menge solcher Berichte, allerdings wird nicht´s getan, sondern den Menschen und Kindern ihrem Schicksal überlassen!

    Wie sieht es denn aus in Lingen und Umgebung?

  3. Hendrik said

    „Bezogen auf das gesamte Gebiet der Stadt Cloppenburg ist …“

    Da sind wieder wieder bei Blitzen innerorts und aber doch 50km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. Oder war’s doch das mit rechte Hand im eis- und linke Hand im kochenden Wasser? Das fühlt sich ja bekanntermaßen auch angenehm an…!

    • Glocke said

      Es kommt eben darauf an wie und was gemessen wird,
      zum Beispiel wenn mann im Stahlungsschatten unter dem Sender in Lingen Schepsdorf die Messung macht,dann kann ich mir vorstellen das die Grenzwerte auch gut einzuhalten sind. Nur der Stahlungsschatten der ist eben nur ein paar Meter im Durchmesser (150m??)

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