offener Brief

14. September 2010

„Liebe Macher der Ems-Vechte-Welle!

Lingen wählt am 26. September seinen neuen Oberbürgermeister. Es kandideren der parteilose Dieter Krone und Hans-Josef Leinweber (CDU). Vor zwei Wochen haben Sie beim Kaffeeklatsch in der Lookenstraße unter Beweis gestellt, dass Sie ein engagiertes Streitgespräch von Kandidaten perfekt veranstalten und moderieren können. Jetzt sollten müssen Sie nachlegen: Krone vers. Leinweber. Das ist eine 2-Stunden-Sendung wert – am Besten vor Publikum, damit man sieht, wer seine Erklärungen abliest und so.

Also: Wie wär’s ?! Und vor allem wann?

Mit freundlichen Grüßen
Robert Koop“

55 Antworten zu “offener Brief”

  1. ulrike said

    Bei einer Zweistundensendung mi Politgeblubber hört kein Mensch zu. Vorschlag : Maximal eine Stunde und keine Spickzettel. Dann wird`s lebhafter.

  2. Hartwig said

    1.Ist es nicht Herrn Koops Aufgabe das zu
    organisieren
    2.Entscheidet das nicht Herr Koop
    3.Ist es auch nicht die Idee des Herrn Koop
    4.sollte Herr Koop in Sabine XIV die Wahlnachlese
    der BN aufarbeiten

  3. Hans said

    TV-Duelle der Kanzlerkandidaten sind 90min lang. Das sollte das wichtige Duell von Krone/Leinweber auch sein.

    Bürgerfragen bitte vorab(!) einreichen, man erinnere sich an den zweiten Fragensteller bei der LT-Diskussion. (Lächerlich…!)

    Ansonsten die großen Themen abklopfen und -wie damals im Lookentor- kritisch nachhaken und nachfragen.

    Wenn Leinweber sagt, dass wir eine „abgespeckte“ Emslandarena bauen können, will ich wissen, was er damit meint!1!!

    Wenn Krone sagt, dass Fremde nicht in Baccum bauen dürfen, soll er das auch erläutern.

    Und am Ende wichtig! Auch wie beim Kanzler-Duell: Eine Uhr für jeden Kandidaten! Das war beim LT Gespräch einfach unfair.

  4. Hans said

    @Hartwig

    zu 1.) er will es anregen, nicht organisieren.
    zu 2.) richtig. Das macht die EVW.
    zu 3.) what? Natürlich nicht, aber es ist wichtig, dass es ein weiteres Gespräch gibt.
    zu 4.) 7,20% geholt. Das sind plus 7,20%. Das ist ein ordentliches Ergebnis. Denn Sie dürfen nicht vergessen, dass alle(!) Parteien einen Kandidaten im Aufgebot hatten.

  5. Franz said

    Wie soll ich ( bisheriger Unionswähler, Nichtwähler beim ersten Durchgang) mich bei der Stichwahl entscheiden? Vorneweg, ich brauche keinen Ratschlag, von wem auch immer. Herr Beeck steht leider nicht mehr zur Wahl, Herr Leinweber war und bleibt mein Enthaltungsgrund – aber Herrn Krone wählen? Außer seiner immer wieder vorgebrachten Worthülse, das alles so facettenreich und er wegen seiner Geografiekenntnisse geeignet sei, einen neuen Politikstil einzuführen, ist er mir nicht weiter aufgefallen.

    Ach so, er will beim gemeindlichen Grundstücksverkauf selektieren, ob Eingeborener oder Zugereister kaufen will. So einen Kleingeist verträgt eine Stadt mit oberzentralen Aufgaben schon gar nicht. Also bleibe ich der Wahlurne fern und trauere, dass ich mich beim ersten Wahlgang nicht aufgerafft habe. Bitte Reset, und wiederholt den ersten Durchgang noch einmal. Dann mache ich mein Kreuz an der richtigen Stelle.

    • kib said

      Franz, es gibt aber keine Reset-Tast. Vielleicht überdenken Sie Ihre Entscheidung noch einmal und machen das Kreuz am 26.9. „an der -für Sie- fast richtigen Stelle“. Das könnte bei der Trauerabeit hilfreich sein.

  6. ulrike said

    An Hartwig:O.K., Herr Koop soll etwas nicht organisieren, das nicht seine Idee ist und er nicht entscheidet. Da bin ich d’accord. Aber hatte er nicht einen offenen Brief an den Sender geschrieben?

    Verstößt nicht gegen die Verfassung. Herr Hartwig, können Sie mir helfen: Ab welcher Wahlbeteiligung ist eine Wahl ungültig? Gibt es da eine Untergrenze? Wissen Sie das so mal aus dem Handgelenk? Stell dir vor, es ist Wahl, und keiner geht hin (leicht abgewandelt)…

    • Frank O. said

      @ ulrike
      Eine Wahl ist nie ungültig. Es gibt kein Minimum einer Wahlbeteiligung. So habe ich gelesen, dass in Bad-Friedrichshall bei der Bürgermeisterwahl gerade mal knapp 20% Wähler zur Abstimmung gingen – im Stadtteil „Plattenwald“ aber sage und schreibe nur 5% den Weg zur Wahlurne fanden.

      Dass keiner zur Wahl geht, ist ziemlich unwahrscheinlich, da doch zumindest die Kandidaten selbst wählen würden. Sollte aber doch der Fall eintreten, dass es keiner zur Wahlurne geschafft hat,wird sooft neu gewählt, bis es einer schafft.

      Bei einer Regierungswahl bleibt die alte Regierung dann solange im Amt, bis eine neue gewählt ist. Wie das bei einer BM/OB- Wahl ist entzieht sich allerdings auch meinem Wissen. Zumal unser alter OB ja nicht mehr zur Verfügung steht.
      Vielleicht kann man sich ja aber einen aus einem Nachbarort leihen. Es muss ja nicht gerade Geeste sein. 😉

  7. Hans said

    @Hartwig

    So viel gibt es da nicht aufzuarbeiten. 7,20% sind ordentlich. Krone hatte SPD/Grüne hinter sich und hat damit auch die -wie 2006- dürftigen 27,7% geholt. Beeck hat von der Schwäche der CDU/Leinweber profitiert. Er ist halt rhetorisch gut und erfahren („19 Jahre Stadtrat“). Dazu der Trick, dass er die FDP bei sich ausgeblendet hat, siehe Wahlplakate.

    Ergo: SPD & Grünen Wähler haben wie gewohnt Krone gewählt. Beeck hat 16% von Leinweber abgegriffen & Stüting hat 7% geholt, davon auch das allermeiste bei Leinweber. Eben weil er die 11. Wahl der CDU war, aus dem Dorf Geeste kommt usw.

  8. Dierke said

    @ Franz
    Ich fürchte, Sie sind auf dem Holzweg. Nichtwählen ist keine Lösung. Warum wollen Sie Lingen nicht mit einem parteilosen OB eine neue, andere Chance geben ? Die Stichwahl zwischen Beeck und Leinweber wäre eine denkbare Variante gewesen, hätte aber wohl der Stadt keine nennenswerte Veränderung gebracht. Lassen wir einmal die „Worthülsen“ beiseite. Einen neuen Politikstil braucht Lingen nach jahrzehntelanger, eintöniger „Einparteien-Herrschaft“. Die Verbindung einer nach wie vor starken Mehrheit der CDU im Rat der Stadt und ein unparteiischer OB könnte für anspruchsvolle Bürger in Lingen die Lösung der Politikverdrossenheit sein.

  9. lingentheo said

    Ein offener Brief (früher Sendbrief) ist ein Schriftstück, das gleichzeitig zu der Briefzustellung an den Empfänger in der Presse oder in anderen Medien veröffentlicht wird.

    Ich nehme mal an, dass Koop seinen Aufruf auch in der LT veröffentlicht, ansonsten ist es kein offener Brief sondern nur Geschwafel ohne Wirkung.

    • martin said

      „…in der Presse oder in anderen Medien“

      andere medien wie – sie ahnen es – eben dieser blog hier 🙂
      die lt ist einer der hauptgründe warum es diesen blog überhaupt gibt (sofern ich die frühen einträge überflogen und korrekt interpretiert habe).

      unwahrscheinlich also, dass er den brief an die lt zur vö schickt. aber sag niemals nie.

  10. Hans said

    Tja. Nur hat die LT natürlich auch ein interesse an dem Kandidaten Gespräch = ergo würde Koops Brief nicht veröffentlicht, jedenfalls nicht in der LT. Dafür hier im Blog, immerhin.

    Hauptsache es gibt noch ein Gespräch…

  11. ulrike said

    @ Frank:Ich glaube nicht, daß der Kandidat Leinweber wählen darf, da er kein Lingener Bürger ist. Anstatt Nichtwahl mein Vorschlag:

    Wer mit beiden nicht einverstanden ist, kann eine ungültige Stimme abgeben.So säßen die Wahlhelfer nicht arbeitslos herum.

  12. Theobald Tiger said

    Auch Theobald Tiger hält einiges von einem direkten Duell der beiden verbliebenen Kandidaten. Er hat dies bereits am Wahlabend spontan in diesem Blog vorgeschlagen und freut sich, dass die Idee (von ganz oben)aufgegriffen wird: Ob mit oder ohne Zettel, ob eine oder zwei Stunden, ob von der LT oder der EVW organisiert, ist ziemlich Schnupppe, die Wähler haben schlicht und einfach ein Recht darauf, beide Bewerber noch einmal „live“ erleben zu dürfen. Wenn’s klappt, wird es ein sehr unterhaltsamer und vielleicht wahlentscheidender Abend und das bei freiem Eintritt – da kann man sich doch nur jetzt schon freuen!

    Ich werde es mir nicht entgehen lassen,

    Euer Theobald Tiger

  13. lingentheo said

    Ein offener Brief muß im wahrsten Sinne des Wortes dem Wähler die Augen öffnen. Die sich jetzt bietende Chance kommt nie wieder. Die Lingener sind doch bereit dazu, die CDU nach der Fahnenflucht des Ex-OB Pott abzustrafen; sie wissen nur nicht genau, wohin mit ihrer Stimme, weil viele verunsichert sind. Diese Gelegenheit muß genutzt werden, unabhängig davon und scheißegal, wie der parteiloser Bewerber heißt.

    Es gilt jetzt, die Klientel von Stüting u. Beek für Krone zu gewinnen und dafür müssen nun mal persönliche Eitelkeiten zurückgestellt werden. Oder wollt ihr auf halben Weg umkehren und am Ende doch noch die CDU belohnen. Was ist denn wohl das größere Übel? Die aktiven Wähler benötigen jetzt den entscheidenden Anstoß…

    • Theobald Tiger said

      Ihr Wort ins Ohr der BürgerNahen, unserer neuen staatstragenden Partei: „Uns gehr es nur um Inhalte“!

    • Franzi said

      Das geht ja gar nicht: Hauptsache der CDU einen auszuwischen und „Scheißegal“ wie der parteilose Bewerber heißt ?????
      Dabei wird m.E. vergessen, der soll die nächsten 8 Jahre die Stadt lenken. Insofern finde ich es ganz und gar icht egal, wer es ist und wie er heißt. Da wünsch ich mir schon ein klein wenig Sachverstand und den finde ich bei Herrn Oberstudienrat nicht wirklich; vielleicht bei Herrn Leinweber auch nicht in dem gewünschten Umfang aber doch immer noch mehr !!!!!!!

      • Chris said

        Können Sie sich einen OB vorstellen, der bei Verhandlungen und Gesprächen mit Vertretern, Geschäftsführern, Aufsichtsräten von großen Firmen und Konzernen vom Zettel ablesen muss?
        Krone muss das nicht…

  14. lingentheo said

    …schaut Euch nur mal den unverschämten Aufruf von MdL Rolfes an:

    http://www.noz.de/lokales/47723018/rolfes-krone-soll-klare-kante-zeigen

    Er ahnt schon, dass ein Parteiloser mehr Stimmen bekommt, wenn er sich eben nicht zu einer Partei bekennt.

    Herr Koop, reagieren Sie!!!

    • Hartwig said

      Wenn Rolfes nur einen Blick auf den Krone-Flyer geworfen hätte, würde er nicht so einen Stuss von sich geben. Und dann noch dieses Foto dazu. Peinlich der ganze Mann.

      Einen Parteilosen hatten wir noch nie…., kennen wir nicht…., verstehen wir nicht…. Und das schreiben wir dann auch noch groß in die Zeitung…

      Schlimmer geht nimmer.

      • Darum geht es doch gar nicht. Rolfes will keine inhaltliche Debatte, er will nur seine CDU-Wähler mobilisieren. Das geht am Besten mit einem Frontalangriff auf die Unabhängigkeit von Krone; auch Strippenzieher und Pulloverträger Bröring hat ja schon am Wahlabend von „Krone (SPD)“ gesprochen.

        Rolfes will mit seinem Angriff bloß eine unsachliche Reaktion von Krone (oder irgendeines Sozis) provozieren, dann hat er Krone da, wo er ihn braucht, um die CDU-Wähler zur Wahl zu bringen. Die LT wird pflichtgemäß in einem solchen Fall das Ihre dazu beitragen, und empört die mediale Stirn runzeln. (Ich schlag schon mal die Überschrift vor: „Im Ton vergriffen!“)

        Alles ist eine leicht durchschaubare Finte von Rolfes. Bleibt also bitte geschmeidig, Leute!

  15. Dierke said

    Hat jemand den Beitrag von Herrn Rolfes in der morgigen Ausgabe der LT gelesen ? Herr Koop, sonst Sie hier in Ihrem Blog immer so schnell !?

  16. @lingentheo
    Reaktion: Dieser Heinz Rolfes sollte sich zurücknehmen.

  17. Bernd Koop said

    Gibt es dann auch ein gemeinsames Twitter Hashtag? …oder gibt’s auch wieder eine Zusammenfassung: https://robertkoop.wordpress.com/2010/09/08/7-9-nachtrag/

  18. Freude! Die Veranstalter des „Kaffeeklatsches“ (Kath. Jugendbüro, Stadtjugendring, KiJuPa und der Abenteuerspielplatz Wunderland in Kooperation mit der Ems-Vechte-Welle) am 01.09.2010 im Lookentor freuen sich darüber, dass die Veranstaltung auf positiven Zuspruch stößt und eine Wiederholung zur Stichwahl gefordert wird, was wir natürlich ausdrücklich unterstützen. Wir freuen uns, dass die Ems-Vechte-Welle mit ihren sehr guten Moderatoren wieder durch die Veranstaltung führt.
    Frank Surmann
    (Kath. Jugendbüro EL-Süd)

  19. Theobald Tiger said

    Da ist man sich ja wider einig und irgendwie ganz nah – und das auch noch mit kath.-kirchlichem Segen. Es wird beide kandidaten erbauen: Der eine ist in der CDU, der andere arbeitet an einem katholischen Privatgymnasium!

    Vergelts’s Gott: alles für Lingen!

  20. Otmar H. said

    Es bleibt zu hoffen, dass die beiden verbliebenen Kandidaten endlich zu den hier in Lingen offenen Fragen Farbe bekennen. Derjenige, der in der Podiumsdiskussion nachvollziehbare inhaltliche Antworten gibt, könnte meine Stimme bekommen. Es ist aber das Schlimmste zu befürchten, nämlich das Fortsetzen der bisherigen erfolgreichen Agitation. Nicht wählen ist ganz schlecht, aber die Auswahl macht es ja wirklich schwer. Ausserdem wird nach der Wahl ein Kreuzchen immer wieder deutlich überbewertet, deshalb:

    „Ich gehe zur Wahl, brauche aber für mein Kreuz keinen Stift.“

  21. Otmar H. said

    Es bleibt zu hoffen, dass die beiden verbliebenen Kandidaten dann doch in der Podiumsdiskussion Farbe bekenne und sich zu den hier in Lingen (Ems) offenen Fragen inhaltlich äußern.
    Sollte das nicht der Fall sein, und statt dessen uns wieder ausweichende Antworten aufgetischt werden, sollte man am Wahltag das entsprechend honorieren. Momentan würde ich zur Aussage tendieren, dass Nichtwählen unschön ist, aber die Auswahl kaum eine „Wahl lässt“. Kurz:

    „Ich gehe zur Wahl, aber brauche für das Kreuz keinen Stift!“.

    • Keine Lösung dürfte das sein, sondern nur eine Wahlenthaltung der besonderen Art, sozusagen für Umdieeckegucker und -denker. Läuft aber aufs selbe raus, wie gar nicht wählen zu gehen. Man stärkt damit immer den, den man noch weniger will. Das ist also nur eine Scheinlösung.

      • bn_ReinhardRauscher said

        Mag sein, aber dann erzählt wenigstens nachher keiner, es sei mit xx % (überwältigende Mehrheit) gewählt worden.

        Ausserdem erzählt dann keiner mehr, die geringe Wahlbeteiligung läge am Wetter.

    • Theobald Tiger said

      Der Philosoh hat gesprochen

  22. kib said

    Herr Rauscher, schade, dass sie so denken…Ich vermute, dass in einigen Wochen niemand mehr danach fragt, wie* –also mit welchem Ergebnis- der OB gewählt wurde.
    Das interessiert dann weder selbigen (wenn er erst einmal „hoch und trocken“ sitzt) bzw. die Nichtwähler: Keine Wahl ist automatisch die falsche.
    Gern gehe ich allerdings wahrlich nicht…Aber „Kopp in den Sand stecken“ kann ich mir noch viel weniger durchgehen lassen.
    Ich denke in Lingen ist momentan ein Ansatz von einer „Verhinderungs-Kultur“ zu erkennen. Vielleicht partizipieren Sie als Bürgernaher auch davon in einem Jahr und die Stühle im Rat sind danach etwas „bunter“?
    *Das ist wie beim Fußball; der FCB ist auch so manches Mal mit viel Glück Meister geworden- wie wichtig ist heute das „Wie“?

    • bn_ReinhardRauscher said

      Schade, dass Sie so denken.
      Am 26.9.10 wird einer der Kandidaten (bei vermuteter noch deutlich geringerer Wahlbeteiligung) ein paar Stimmen mehr als sein Kontrahent auf sich vereinigen und alle schauen nur auf diese absolute Prozentzahl, die per se über 50 liegen muss. Dann tut man so, als wenn es ein Riensenerfolg gewesen wäre. Die geringe Wahlbeteiligung schiebt man aufs Wetter, Stadtfest oder sonstwas.
      Das ist das Eine, was mich ärgert.
      Das Andere, was mich viel mehr ärgert, ist, dass die Kandidaten zu verschiedenen Sachpunkten nicht einmal den Ansatz einer Lösung auch nur andeuten (Z.B. „Woher sollen die 13 Mio kommen“), statt dessen wohl wieder mit normalen Politikeraussagen kommen. Am kommenden Dienstag haben sie ja noch eine Chance, dann würde ich möglicherweise meine Meinung wie wohl viele andere auch revidieren. Wenn es aber so bleibt wie bisher, bleibe ich bei meiner Einstellung.
      Haben Sie denn eine Wahlempfehlung?

      • Frank O. said

        @bn_ReinhardRauscher

        Stellen Sie sich vor, Sie wären in einem Autohaus und hätten die Wahl sich eines von 2 Autos auszusuchen.

        Das eine ist Schwarz,hat zwar eine bequeme Ausstattung, weißt aber doch schon einige Kratzer und Dellen auf und die Lenkung ist schwerfällig und zieht etwas nach rechts.

        Das andere ist Rot,nicht so gut ausgestattet und auch einiges kleiner doch obwohl die Lenkung leicht nach links zieht ist es dennoch fast neu und voller Energie.

        Nun ist ihre Lieblingsfarbe aber Blau und die Wahl fällt daher etwas schwerer. Um aber auch weiterhin arbeiten zu können benötigen Sie unbedingt ein Auto, ohne wird es nicht gehen.

        Also schauen Sie sich beide Autos noch einmal genau an, schließen die Augen und lassen ihr Gefühl entscheiden welches Auto, bis zur Lieferung ihres blauen Traumautos, ihr „Nutzfahrzeug“ sein soll.

        So einfach geht Wahl. 😉

  23. kib said

    Ihr Ärger ist völlig nachvollziehbar und wird von sehr vielen Wählern geteilt. Letzteres wird vermutlich dazu führen, dass die ohnehin schlechte Wahlbeteiligung eher noch geringer sein, wird, da stimme ich zu. Mir war allerdings sehr früh klar, wen ich NICHT wählen werde. Dass dieser Kandidat noch im Rennen ist, „vereinfacht“ meine Entscheidung (zumal die Option nicht zu wählen für mich überhaupt nicht in Frage kommt- das ist wohl der wesentliche Unterschied zwischen uns). Es klingt vielleicht garstig, aber einem von beiden könne ich „den Riesenerfolg“ schlichtweg nicht! Ich gebe zu, das sind keine idealen Voraussetzungen, aber die Rahmenbedingungen kann ich nicht beeinflussen (die Entscheidung zur Wahl zu gehen schon). Wäre daher schön, könnten Sie am Dienstag Ihre Meinung revidieren. Vielleicht kommen Sie dann zu dem Schluss, dass es besser ist, sich über die Kandidaten zu ärgern, als eventuell später über die Tatsache nicht zur Wahl gegangen zu sein?

  24. „zumal die Option nicht zu wählen für mich überhaupt nicht in Frage kommt“

    !!

    • bn_ReinhardRauscher said

      @Frank O.:

      Tolle Metapher!
      Wenn alle Autokäufer so vorgehen wie von Ihnen geschildert, hätte jeder Autoverkäufer nur zwei Autos
      und müßte nur einen Tag in der Woche arbeiten, da alle Interessenten sofort kaufen.
      Meien Version von Autokaufen ist eine andere: Ich schaue mir die Autos an, bin gerne bereit bei bestimmten Sachen Abstriche zu machen, wenn der Preis stimmt, der Verkäufer an bestimmten Sachthemen (z.B. Navi) bereit ist nachzubessern. Sehen Sie die Parallelen??

      Oft gehe ich aber wieder, ohne gekauft zu haben. Oft erkläre ich dem Verkäufer meinen Wunsch und lasse die Vistenkarte da, er ruft an, wenn er ein geeignetes Fahrzeug hat.
      Dadurch gibt es eine gewisse Regelung des Ganzen. Der Autoverkäufer denkt mal nach, besorgt geeignete Ware, oder geht pleite. Sehen Sie die Parallelen??

      Sie sehen, so einfach ist Autokauf!

      Gruss R.Rauscher

  25. kib said

    Herr Rauscher, der Vergleich Autokauf / Wahl ist unglücklich. Ich versuch es trotzdem noch mal, ok?

    Oft gehe ich aber wieder, ohne gekauft zu haben. Eben, das sollten Sie nicht, sondern vielmehr als Verbraucher Einfluss auf den Markt nehmen! Beim Autokauf würde das bedeuten, das bessere der beiden schlechten Modelle zu kaufen und sämtliche auftretende Mängel konsequent zu reklamieren. Damit erreichen Sie eher einen Prozess des Umdenkens beim Verkäufer.

    Oft erkläre ich dem Verkäufer meinen Wunsch und lasse die Vistenkarte da, er ruft an, wenn er ein geeignetes Fahrzeug hat. Das kann ich schlecht auf die OB-Wahl übertragen, hier hinkt etwas! Bedeutet das im Umkehrschluss: Konsum (Politische Gestaltung) also nur, wenn das ultimative (Wunsch-) Produkt (Kandidaten) am Markt verfügbar ist? Das wird im Zweifel –relativ betrachtet- die Verkaufszahlen des schlechteren Modells pushen….und damit ist der Markt nicht korrigiert. Der Gewinn des Herstellers mag sinken, er bleibt aber Marktführer.

    Der Autoverkäufer denkt mal nach, besorgt geeignete Ware, oder geht pleite. Nachdenken? Macht er das wirklich in den nächsten acht Jahren? Oder frühestens mit der nächsten Verkaufsaktion?

    Außerdem gibt es kurz vor Ladenschluss (26.9.) keine neue Ware. Nimmt man das Brot vom Vortag oder geht man hungrig zu Bett, wohl wissend, das nächste Brot wird erst wieder in acht Jahren geliefert? Geht er wirklich pleite? Ich sehe nicht ausschließlich eine Pleite bei den Parteien.

    Viel schlimmer ist die Beschädigung der Demokratie….wie Peer Steinbrück bei Anne Will sagte: „Kümmere dich um mich, sonst verlasse ich dich. Deine Demokratie“.

  26. bn_ReinhardRauscher said

    Sie sprechen mir aus der Seele, aber was will uns das Ganze sagen.

    Doch nur: Wenn wir bei der Wahl (die ja auch aus meiner – und nicht nur meiner – Sicht noch eine werden könnte, das hängt vom Dienstag ab) einfach das wenig schlechtere Produkt abnicken, verhalten wir uns wie die Autokäufer vor 8/16 Jahren.
    Kurz: Jeder der Kandidaten sollte seine Chance bekommen, aber nicht mit allgemeinen üblichen Politikeraussagen. Ansonsten empfiehlt sich nur zur Wahl gehen, aber keinen ankreuzen. Je länger ich darüber nachdenke, desto weniger Wahl hat man eigentlich (in der jetzigen Situation).

    So, jetzt sollten wir die Diskussion beenden oder privat fortführen. Meine E-Mail lässt sich ermitteln.

    • Theobald Tiger said

      Aufrufe, eine Diskussion zu beenden, empfinde ich irgendwie (weiß nicht wo das herkommt) als Appell nachzuhaken:
      Herr Rauscher, ich bewundere Ihren missionarischen Ansatz. Sie sind ein Mann von Prinzipien und „klarer Kante“.

      Ich wünsche gute Verrichtung in der Wahlkabine am 26. September 2010!

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