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14. September 2010

Eine kurze Zwischennachricht für die geneigte Leserschaft dieses kleinen Blogs. Was tut sich in Sachen Stichwahl für das Amt des Oberbürgermeisters? Der Tag 1 nach dem ersten Wahlgang der Lingener Oberbürgermeisterwahl ist mit Beratungen bei den BürgerNahen, der Union und den rot-grünen Unterstützern von Dieter Krone zu Ende gegangen. MorgenDienstag früh treffen sich der Ortsvorstand und die Ratsfraktion der FDP.

Klar ist: Was mit Blick auf die Mobilisierung der eigenen Wählerschaft ein Vorteil war – gleich fünf Kandidaten der Opposition im Rat wie außerhalb-  ist jetzt eine Bürde. Denn es ist einiges im Wahlkampf geschehen, das mit einem einfachen Druck auf die Resettaste nicht zu korrigieren ist.  Beispielsweise persönliche Angriffe, die besser unterblieben wären. Also zu einem Bündnis der Minderheitsfraktionen ist es zurzeit noch sehr weit.

Am Ende des gestrigen Tages war völlig offen, wie sich die unterlegenen Kandidaten der Ratsminderheit – Jens Beeck (FDP) und Sabine Stüting (Die BürgerNahen) – verhalten. Klar ist, dass es bei den BürgerNahen mit einem bloßen „Wählt Krone“ nichts wird. „Es gibt keinen Blankoscheck. Wir stehen für Inhalte. Da wollen wir verbindliche Absprachen treffen!“ hieß es selbstbewusst nach einer engagierten und freimütigen Diskussion der BN-Mitglieder. Sabine Stüting wird die Vorschläge der BürgerNahen jetzt Dieter Krone übermitteln. Ein vierköpfiges Gremium soll ggf. in Verhandlungen treten.

Ach ja, die Union. Hier toben die Gerüchte, aber das, was ich hier und da erfahren habe, ist nicht ausreichend belastbar, um es hier zu veröffentlichen. Nur so viel, dass nicht wenige in der Lingener CDU die Troika um Heinz Rolfes (MdL), Hermann Kues (MdB) und Landrat Hermann Bröring für die Wahlschlappe und deren Ausmaß verantwortlich machen. Sie hatten mit dem Geester Bürgermeister Hans-Josef Leinweber den neben den Kandidaten Wilfried Fenslage und Jörg-Friedrich Küster unglücklichsten Kandidaten durchgesetzt. Ihre Positionen sollen daher mächtig wackeln, zumal sie im Vorfeld vollmundig angekündigt hatten, im Falle einer Niederlage Verantwortung zu übernehmen.

Gegenwärtig versuchen sie allerdings mit aller Macht, eine Niederlage Leinwebers bei der Stichwahl zu verhindern und wollen sich dabei auf die Wähler von Jens Beeck konzentrieren. Mehr an dieser Stelle in allernächster Zeit.

10 Antworten to “Inhalte”

  1. Hans said

    Nunja. Beeck hat selbst kandidiert und wollte einen Wechsel. Leinweber stellt diesen Wechsel auf keinen Fall dar, also bleibe nur Krone.

    Man darf gespannt sein, wie er und ob er sich äußert!1!!

  2. Jochen S. said

    Sie schreiben:

    > Ihre Positionen sollen daher mächtig wackeln

    Was soll denn da „wackeln“? Kues und Rolfes haben Mandate bis 2013 und Bröring ist afaik bis Ende 2011 gewählt.

    Wegen einer (im ersten Wahlgang nicht gwonnenen) OB-Wahl wird die lokale CDU sicher nicht ihre bekanntesten Gesichter in Frage stellen. Da ist wohl der Wunsch Vater des Gedankens 😉

  3. Hermann said

    @ Jens Beeck: Du hast einen tollen Erfolg hingelegt. Jetzt gilt es aber die gute, gemeinsame Politik der vergangenen Jahre zu verteiligen.
    Grüße
    Dein Partner

  4. Theobald Tiger said

    Die arg gerupfte CDU-Führungstroika möchte sich also auf die Wähler von Herrn Beeck „konzentrieren“.
    Ich Frage mich: Wie erkennt man Wähler, die für den FDP-Mann gestimmt haben?

    Viel Spaß beim „Konzentrieren“ wünscht

    Theobald Tiger

  5. ulrike said

    was für ein Unfug mit “ konzentrieren“.Wir Wähler sind frei und in der Kabine allein. Übrigens auch frei genug, nicht zur Wahl zu gehen,wenn wir beide Kandidaten für ungeeignet halten. An persönliche Verunglimpfungen kann ich mich nicht richtig erinnern, wenn man von den Vertretern der jungen Union absieht, die in jugendlichem Überschwang ihr ständiges “ nicht kompetent“ in die freie Luft blökten.Benehmen ist eben Glückssache und wird wohl nicht in jedem Elternhaus bzw. politischem Umfeld gefördert.

  6. Dierke said

    Die drei Herren der Findungskommission für Herrn Leinweber als Nachfolger für OB Pott scheinen nun recht hilflos zu sein. Was tun, damit die „Schäfchen“ nun doch und endlich richtig wählen ? „Kompetenz“ dem Wähler nur einreden zu wollen, genügt nicht !

    Die Stichwahl wird sicherlich spannend werden. Die in meinen Augen interessante Frage ist doch: Welcher Wähler sollte plötzlich am 26.09.2010 Herrn H.-J. L. wählen, der ihn am 12.09.2010 abgelehnt hat ??

  7. Hans said

    @Dierke

    „Denkzettel“ nennt man sowas und das hat auch Wulff/Merkel abbekommen. Daher ist Leinweber jetzt ja noch nicht geschlagen.

  8. ulrike said

    An Dierke: aus gesicherter Quelle kann ich mitteilen,daß in der Findungskommission zwei Damen sich durchgesetzt haben und auf leinweber bestanden haben. Auf die sollte sich mal jetzt die Basis stürzen.Ein schwacher Kandidat hätte im Fall der Wahl den Beiden nicht die Schau gestohlen. Meine Prognose: in der Stichwahl Wahlbeteiligung unter 30 Prozent

  9. Dierke said

    @ ulrike.
    Wahlbeteiligung unter 30 % halte ich auch für möglich und frage mich, wem wird sie von Nutzen sein ?

    @ r. koop Thema: Streigespräch zwischen K. und L. halte ich nicht für sinnvoll. Es kommt mit Sicherheit nichts dabei heraus, vielleicht nur Mitleid ….

  10. ulrike said

    An Dierke: Mitleid aber nur,wenn die Mitnahme und das Ablesen von Zetteln verboten wird. Nur freie Rede ist erlaubt!

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