Streitgespräch – update

14. September 2010

Am 14.09.2010 14:08, schrieb  Robert Koop:

Liebe Macher der Ems-Vechte-Welle!

Lingen wählt am 26. September seinen neuen Oberbürgermeister. Es kandideren der parteilose Dieter Krone und Hans-Josef Leinweber (CDU). Vor zwei Wochen haben Sie beim Kaffeeklatsch in der Lookenstraße unter Beweis gestellt, dass Sie ein engagiertes Streitgespräch von Kandidaten perfekt veranstalten und moderieren können. Jetzt sollten müssen Sie nachlegen: Krone vers. Leinweber. Das ist eine 2-Stunden-Sendung wert – am Besten vor Publikum, damit man sieht, wer seine Erklärungen abliest und so.

Also:  Wie wär’s ?! Und vor allem wann?

Mit freundlichen Grüßen

Robert Koop

ps Ich veröffentliche diesen Brief in meinem kleinen Blog.

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Am 14.09.2010 14:44, schrieb  Jan Schenkewitz

Hallo,

wir arbeiten daran. Wenn der Termin steht, geben wir Bescheid.

Mit freundlichen Grüßen

Jan Schenkewitz
Ems-Vechte-Welle
Geschäftsführung

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Am 14.09.2010 17:31, schrieb  Jan Schenkewitz

Hallo,

noch ohne Gewähr: voraussichtlich am Dienstag, 21.9. ab 19 Uhr. Ort: vermutlich wieder Halle IV, müssen wir aber noch klären.

Mit freundlichen Grüßen

Jan Schenkewitz
Ems-Vechte-Welle
Geschäftsführung

offener Brief

14. September 2010

„Liebe Macher der Ems-Vechte-Welle!

Lingen wählt am 26. September seinen neuen Oberbürgermeister. Es kandideren der parteilose Dieter Krone und Hans-Josef Leinweber (CDU). Vor zwei Wochen haben Sie beim Kaffeeklatsch in der Lookenstraße unter Beweis gestellt, dass Sie ein engagiertes Streitgespräch von Kandidaten perfekt veranstalten und moderieren können. Jetzt sollten müssen Sie nachlegen: Krone vers. Leinweber. Das ist eine 2-Stunden-Sendung wert – am Besten vor Publikum, damit man sieht, wer seine Erklärungen abliest und so.

Also: Wie wär’s ?! Und vor allem wann?

Mit freundlichen Grüßen
Robert Koop“

Entsorgen

14. September 2010

Das Atommülllager Asse entstand 1965 in einem stillgelegten Salzstock. Nachdem dort die Salzförderung 1964 aus wirtschaftlichen Gründen endete, kaufte die damalige Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung (GSF) das Bergwerk. Bereits zwei Jahre später begann in dem damaligen Forschungsbergwerk die Einlagerung schwach radioaktiver Abfälle. Das Bergwerk droht einzustürzen. Es dringt Wasser ein. Deshalb hat im Januar dieses Jahres das Bundesamt für Strahlenschutz empfohlen, die knapp 126 000 Fässer Atommüll zu bergen, die dort bis 1978 verbuddelt wurden.

Die Behälter enthielten zunächst schwach radioaktive Abfälle z.B. aus Laborabfällen, kontaminierten Geräten und Kleidung, Asche aus Verbrennungsprozessen und Luftfiltern aus Atomanlagen. Die ersten Fässer wurden senkrecht übereinander gestapelt. Später änderte die GSF das Einlagerungsverfahren, um die Kammern besser ausnutzen zu können. Fortan wurden die Fässer mit Hilfe eines Gabelstaplers liegend in bis zu zehn Lagen übereinandergestapelt. Weil diese Techniken relativ viel Zeit beanspruchten, wurden die Fässer ab 1974 per Schaufellader in die Kammern gekippt. Ab 1972 wurden zudem 1293 200-Liter-Fässer mit mittelstark radioaktiven Abfällen in der Asse eingelagert. Das Schlimmste: In der Asse lagern auch mehrere Kilogramm extrem giftiges Plutonium.

All dies zurückzuholen kostet Milliarden Euro und ist zudem besonders gefährlich. Also werden Gutachten erstellt und natürlich wollten die Gutachter wissen, was genau angeliefert worden sei. Aber die Atomfirmen, die vor ein paar Jahren ihren Atommüll an die Asse geliefert haben, mussten nun einräumen, dass sie das selbst nicht wissen und vergessen haben. Denn ihre Bücher mussten sie nur zehn Jahre aufbewahren. Unter den Einlieferern in Asse ist auch die Betreiberin des alten Lingener „Kernkraftwerks“, außerdem die Betreiber der (alten) Atommeiler Würgassen, Stade, Unterweser, Isar, Gundremmingen, Biblis, Kahl, Obrigheim und Brunsbüttel. Alle haben den Asse-Gutachtern mitgeteilt, dass ihnen keine Informationen mehr vorliegen. Die Gutachter dazu: „Zum Zeitpunkt der Einlagerung war der heute hohe Anspruch an die Langzeitsicherheit noch nicht gefordert.“ Und sie fügen entschuldigend hinzu, das Wissen um die Gefahren der verschiedenen radioaktiven Abfälle habe „sich erst mit Fortschreiten der Kerntechnik und der Erfahrungen bei Lagerung und Transport entwickelt“.

Klingt wie eine verständnisvolle Entschuldigung.

Sie wissen vielleicht, dass ich auch Notar bin. Verwendete Schreibgeräte müssen zB nach DIN 16554/2 urkundenecht sein. Meine notariellen Urkunden muss ich 100 Jahre aufbewahren. Aber sie strahlen ja auch nicht sonderlich.

VGE II

14. September 2010

+++Die Sonderbusse der „Nachteule“ fahren nun doch auch am Freitag zum Altstadtfest!+++

…meldet die Internetseite des Alten Schlachthofs. Das Alarmschlagen hat sich also gelohnt. 🙂 Der Erste Stadtrat hat es sofort geregelt. Bedankt!

Guten Morgen, Lingen!

14. September 2010

Guten Morgen, Lingen!

Der Ausgang des ersten Wahlgangs der OB-Wahlen vorgestern ist weiterhin das Gesprächsthema No 1 in Lingen. Mit aller Kraft, die sie (noch) haben, stemmen sich die führenden Unionsleute gegen etwas Selbstverständliches: Den völlig normalen Vorgang, dass Demokratie Macht auf Zeit ist und die greifbare Möglichkeit, dass sie am 26. September die Macht abgeben müssen.
Nothing else matters.

Inhalte

14. September 2010

Eine kurze Zwischennachricht für die geneigte Leserschaft dieses kleinen Blogs. Was tut sich in Sachen Stichwahl für das Amt des Oberbürgermeisters? Der Tag 1 nach dem ersten Wahlgang der Lingener Oberbürgermeisterwahl ist mit Beratungen bei den BürgerNahen, der Union und den rot-grünen Unterstützern von Dieter Krone zu Ende gegangen. MorgenDienstag früh treffen sich der Ortsvorstand und die Ratsfraktion der FDP.

Klar ist: Was mit Blick auf die Mobilisierung der eigenen Wählerschaft ein Vorteil war – gleich fünf Kandidaten der Opposition im Rat wie außerhalb-  ist jetzt eine Bürde. Denn es ist einiges im Wahlkampf geschehen, das mit einem einfachen Druck auf die Resettaste nicht zu korrigieren ist.  Beispielsweise persönliche Angriffe, die besser unterblieben wären. Also zu einem Bündnis der Minderheitsfraktionen ist es zurzeit noch sehr weit.

Am Ende des gestrigen Tages war völlig offen, wie sich die unterlegenen Kandidaten der Ratsminderheit – Jens Beeck (FDP) und Sabine Stüting (Die BürgerNahen) – verhalten. Klar ist, dass es bei den BürgerNahen mit einem bloßen „Wählt Krone“ nichts wird. „Es gibt keinen Blankoscheck. Wir stehen für Inhalte. Da wollen wir verbindliche Absprachen treffen!“ hieß es selbstbewusst nach einer engagierten und freimütigen Diskussion der BN-Mitglieder. Sabine Stüting wird die Vorschläge der BürgerNahen jetzt Dieter Krone übermitteln. Ein vierköpfiges Gremium soll ggf. in Verhandlungen treten.

Ach ja, die Union. Hier toben die Gerüchte, aber das, was ich hier und da erfahren habe, ist nicht ausreichend belastbar, um es hier zu veröffentlichen. Nur so viel, dass nicht wenige in der Lingener CDU die Troika um Heinz Rolfes (MdL), Hermann Kues (MdB) und Landrat Hermann Bröring für die Wahlschlappe und deren Ausmaß verantwortlich machen. Sie hatten mit dem Geester Bürgermeister Hans-Josef Leinweber den neben den Kandidaten Wilfried Fenslage und Jörg-Friedrich Küster unglücklichsten Kandidaten durchgesetzt. Ihre Positionen sollen daher mächtig wackeln, zumal sie im Vorfeld vollmundig angekündigt hatten, im Falle einer Niederlage Verantwortung zu übernehmen.

Gegenwärtig versuchen sie allerdings mit aller Macht, eine Niederlage Leinwebers bei der Stichwahl zu verhindern und wollen sich dabei auf die Wähler von Jens Beeck konzentrieren. Mehr an dieser Stelle in allernächster Zeit.