Wahrlich

5. September 2010

Auf der Internetseite des CDU-Kandidaten lese ich dies:

Wahrlich kein gemütlicher „Kaffeeklatsch“ war die gleichnamige Veranstaltung auf Einladung verschiedener Lingener Jugendgruppierungen im Café Wintering im Lookentor. Alle sechs Kandidaten für die Wahl um das Amt des Oberbürgermeisters standen dabei Jugendlichen und jungen Erwachsenen Rede und Antwort. Inhaltlich überzeugen konnte aber nur einer: Hans-Josef Leinweber… (CDU).

Ich weiß nicht, weshalb man diese falsche Darstellung auch noch mit dem Wort wahrlich beginnt.

5 Antworten to “Wahrlich”

  1. Thomas said

    Netter CDU-Lacher.
    Dank Ems-Vechte-Welle kann gluecklicherweise jeder das nachverfolgen.
    Allenfalls Beeck und Stueting gaben eine gute Figur ab. Ueber den Rest sollte man besser schweigen.

  2. Hermann T. said

    Wahrlich, es ist eine Zeit der Trauer. Die Union stellt einen unfertigen. unsicheren, der freien Rede unfähigen und für Lingen nicht präsentablen Kandidaten auf. Dieser Missgriff wird dann
    auch noch auf der CDU- Webseite als großer Sieger im Wettstreit der Kandidaten schön geschrieben. Da ich anwesend war, tröstet mich ein wenig, dass ein führender Parteifreund von Hans Josef beim
    Verlassen der Veranstaltung auch für mich vernehmlich äußerte“ das muss noch besser werden, so gewinnt er nicht!“
    Im übrigen ist der Unionskandidat ein Mann von gestern. Die Probleme der demographischen Entwicklung mit den Auswirkungen auf Flächennutzungspläne und kommunale Verschuldung sind für ihn kein Thema. Wie aus besseren Zeiten unrühmlich bekannt, verspricht er unbezahlbare Wohltaten, redet bei seinen Ortsteilspaziergängen jedem nach dem Mund, verschenkt an Jungwähler Kinofreikarten, kneift aber vor Diskussionsrunden.
    Warum Lingen ihn wirklich nicht verdient, veranschaulicht ein Kommentar der letzten Tage. Darin übernimmt der Kommentator die hilflose Ausdrucksweise von Hans Josef Leinweber. So stammelte dieser bei der oben genannten Kandidatenvorstellung:
    Persiflagezitat:“Mit den Worten des CDU-Kandidaten glaube ich, „dass auch bei einer schlechten Kandidatenlage innerhalb der CDU durchaus Möglichkeiten sind, den Personalstatus einmal komplett festzustellen und dann zusehen, dass gewisse Entscheidungen bestimmt neu umstrukturiert werden, um so Personal frei zu bekommen, für einen besseren Kandidaten.. . Ich persönlich glaube, dass für die Stadt Lingen (Ems), so wie sie aufgestellt ist, im Landkreis Emsland, im weiteren Umland hier, dann ein entsprechender Kandidat durchaus seine Daseinsberechtigung hätte.“
    Für die grammatikalische Unzulänglichkeit dieser Aussage ist die Zwergschule Damaschke mitverantwortlich. Sollte das Unmögliche eintreffen, müsste die Stadt Lingen neben Herrn Leinweber noch einen Deutschlehrer einstellen. Das wird teuer. Evtl. gibt es dafür EG-Zuschüsse aus dem Fonds für die unterentwickelten Gebiete?“ Ende des Zitates.
    Hans Josef, bleibe lieber in Geeste der Erste, als Zielscheibe des Spottes in Lingen!

  3. Jochen S. said

    wahrlich, ich sage Euch:

    als „Birne“ 1982 Kanzler wurde, gab es fortan ein munter Geschrei ob des Provinzdeppen mit seinem Pfälzer Dialekt und seiner Vorliebe für süße Weißweine und Saumagen. Karikaturisten und Satiriker (und die sich dafür hielten) mühten sich geschlagene 16 Jahre an Kohl ab.

    Das Land gibt es immer noch, wir haben den Osten annektiert, einen Schröder überlebt und Jogi Löw führt „uns“ alsbald zum vierten WM-Titel.

    Die Hunde bellen und so 😀

    • Alan Shore said

      Sie haben die schwarzen Konten vergessen.

      Dass unser „Bimdeskanzler“ aus der Pfalz 16 Jahre lang dieses Land regiert hat, ließ mich schon des öfteren an der Demokratie zweifeln. Den Reformstau, den die Birne verursacht hat, durften die Sozen unter Schröder wieder auslöffeln – aber ohne Aussitzen!

      Was allerdings am schlimmsten ist, dass er 1982 den besten Kanzler abgesägt hat, den diese Republik je hatte, mit der Hilfe dieses Steuerhinterziehers Lambsdorff -oh Verzeihung Graf Lambsdorff – und Genscher.

      Das brauchen wir in Lingen bestimmt nicht!

  4. Hans Peters said

    Ich erinnere mich anders:
    Kohl war Ende der 1980er Jahre von den Wählern der alten Bundesrepublik längst durchschaut und wäre nicht wieder gewählt worden, als unverhofft der „Eiserne Vorhang“ fiel und er die historische Chance erkannte und nutzte.
    Mit seinen „blühenden Landschaften“ konnte er damals die Mehrheit der DDR-Bürger gewinnen. Nur weil sie ihn wählten. dauerte es dann noch einmal 8 Jahre, bis er abgewählt wurde.

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