Kneifen

1. September 2010

Mich hat die Idee von Sabine Stüting sofort überzeugt. Alle Oberbürgermeisterkandidaten sollen an einen Tisch und das Problem diskutieren, das den Stadtteil Baccum bewegt: „Wasse erlauben Overhoff?“ – um  mich an die legendäre Wortwahl des italienischen Fußballtrainers Trappatoni anzulehnen. Oder klarer für die Sachlichen unter uns: Wie kann eine überdimensionierte Biogasanlage mit negativen Folgen für die Umgebung und die Umwelt genehmigt werden? Wie ist es möglich, durch das Ziehen eines Steckers behördliche Auflagen zu umgehen und welche Konsequenzen hat das für die Betreiber, die Anlage, das Bauamt als Genehmigungsbehörde und vor allem: Was bedeutet dieser rücksichtslose Egoismus für das Zusammenleben in Baccum? Was kann man dagegen tun? Man kann noch eine Reihe Frage hinzusetzen.

An anderer Stelle dieses Blogs hieß es gleich vorwurfsvoll, die Idee zu dem Treffen in Baccum und die ihr folgende Veranstaltung von Sabine Stüting sei „Stimmenfang“. Welch eine grandios falsche Beurteilung! Wie kann es Stimmenfang sein, wenn alle auf dem Podium sitzen? Wenn der Besucher hören und abwägen kann, was jeder einzelne Kandidat zu sagen hat?  Jens Beeck, der kluge FDP-Mann, hat sofort zugesagt. Andere bemühen jedenfalls Vertreter. Der rot-grüne Kandidat wollte nicht etwa die Grünen sondern die SPD Baccum schicken und -jetzt kommt’s- die sagt (trotz eines Anrufs von Sabine Stüting beim Vorsitzenden Reinhold Hoffmann) unverhofft ab. Der rot-grüne Kandidat taucht ab und die SPD Baccum will nicht. Nebenbei: Birgit Kemmer, die grüne Ratsfrau, wohnt auch in Baccum.

Das „Nö, nicht mit uns!“ haben die Baccumer Genossen auf der SPD-Internetseite verkündet, und da habe ich spontan diesen Kommentar auf dieser Internetseite hinterlassen:

„Das sieht jetzt aber leider sehr nach Kneifen aus und ist es wohl auch. Eine Veranstaltung, an der alle OB-Kandidaten teilnehmen, ist sicherlich gerade nicht auf Stimmenfang ausgerichtet. Vielmehr gibt sie den Baccumer Gelegenheit, die Positionen jedes einzelnen Kandidaten zum Thema Biogas-Anlage am Baccumer Berg kennen zu lernen und zu beurteilen. Was ist daran Stimmenfang?
Robert Koop“

Alle Kommentare müssen bei der SPD durch den Administrator erst freigeschaltet werden. Darauf warte ich. Bisher ist mein kurzes Statement  nicht veröffentlicht (Stand: 1.9.2010, 7.45). Wenn man kneift, dann offenbar konsequent, kommt mir gerade in den Sinn. Nun ja, s *Sehen wir uns  morgen Abend bei Hense? 20 Uhr!

(Kneifzange, © hmboo, creative commons)

* Nachtrag: Zu den gestrichenen Zeilen: Durch diesen Kommentar bin ich eben auf einen Fehler aufmerksam geworden und habe anschließend tatsächlich dies in den SPAM-Tiefen meiner E-Mailadresse von web.de gefunden (zum besseren Lesen bitte die Grafik anklicken):

Sorry, Ihr Sozis, ihr kneift nicht konsequent – es bleibt beim einfachen Kneifen.

32 Antworten to “Kneifen”

  1. Alan Shore said

    Es sieht ganz einfach so aus, als würde die BN jetzt ein Thema aufgreifen, nur weil es für den Wahlkampf interessant geworden ist. Die SPD-Baccum hat sich schon vorher gegen den Bau einer Bio-Gas-Anlage eingesetzt, ohne Wahlkampf und mit geringem öffentlichen Interesse.
    Aber diese kurzfristig angesetzte Diskussion ist offensichtliche Wahlkampftaktik und kein Kandidat muss sich dazu gezwungen fühlen, eine Wahlkampfveranstaltung einer Mitbewerberin zu Unterstützen.

  2. was will koop said

    Liebe Frau Stüting!
    Ihre Aktion ist wirklich toll, doch wenn Sie diese vor 6 Wochen begonnen hätten, hätte man Ihnen sicher mehr geglaubt!

  3. Weiterhin gilt, dass im Vorteil ist, wer lesen kann. Als alle noch jubelten, griff der BN-Blog eine erste Stellungnahme von Christine Ernst zum Thema auf. Dann folgten vor sechs Monaten Positionierungen durch Stefan Wittler und BN-Chef Reinhard Rauscher. Guckst Du hier:

    http://bnlingen.wordpress.com/?s=Biogas

    Klicken Sie auf den Link und finden Sie alles im BN-Blog, für den auch Sabine Stüting verantwortlich zeichnet. Also: Durchschaubar wäre es also, wenn Sabine Stüting allein nach Baccum käme. Sie holt aber alle an einen Tisch, um die Bürger zu informieren. Dieser bürgernahe Schritt stört ihre Kritiker, die sich damit als bloße Parteigänger ihrer jeweiligen Parteifavoriten entlarven.

    • Alan Shore said

      „Auf Antrag der SPD-Fraktion stand die Biogasanlage (BGA) als Tagesordnungspunkt 5 auf dem Programm.“

      „Die SPD-Fraktion übergab dem Ortsbürgermeister Heinrich Schomaker eine Unterschriftenliste, in der sich bis zum 02.03.2010 insgesamt 461 wahlberechtigte Einwohner aus Ramsel, Baccum und Münnigbüren gegen die Erweiterung dieser BGA ausgesprochen haben. Diese Unterschriftenliste ist noch nicht abgeschlossen, da man noch nicht alle Bewohner ansprechen konnte.“

      Die BN macht es sich zu einfach, wenn sie glaubt, dass Blog-Einträge ausreichend sind. Wo war die BN, als Unterschriften gegen die Bio-Gas-Anlage gesammelt wurden? Ich unterstelle Ihnen, es ist der Versuch der SPD Wählerstimmen abzujagen, indem Sie ein Thema besetzen, für das die SPD mehr getan hat, als eben nur Blog-Einträge zu schreiben.

      Aber viel interessanter, als dieses Hick-Hack zwischen zwei inhaltlich eigentlich gleichgesinnten Parteien (deren größter taktischer Fehler nach wie vor unterschiedliche Kandidaten sind), ist das Verhalten der CDU.

  4. ulrike said

    Liebe Frau Stüting,Sie hätten doch wirklich vor drei Monaten vor allen anderen über die erhöhte Einspeisung Bescheid wissen müssen und vor vier Monaten deshalb zur Diskussion einladen können

  5. Conny Spielmanns said

    Hallo Robert!
    Jetzt habe ich doch den Eindruck, du kommst mit deiner eigenen Bloggerei arg durcheinander.
    Gestern schreibst du unter Sabine XI, 31.08.2010, 21:02H, „Übrigens war die SPD Baccum gar nicht eingeladen. Sie kandidiert nämlich nicht für das Amt des Oberbürgermeisters.“
    Stimmt genau! – Deshalb war es auch überflüssig von Frau Stüting, Reinhold Hoffmann telefonisch dazu einzuladen.

    Dann wirfst du der SPD Baccum (nicht freigeschaltet? SPD-Lingen Seite) vor, zu kneifen.

    Damit schießt du dir wohl selbst ins Knie. Schlimmer noch, deine eigene Glaubwürdigkeit nimmt Schaden.

    Was ich aber nun ganz und gar nicht verstehe ist seit Wochen, warum du dich (und auch Frau Stüting) sich dafür hergibst, immer und immer wieder den Kandidaten Dieter Krone anzuschießen?

    Macht das Herr Hans-Josef Leinweber gegen andere Kandidaten? – Nein!
    Macht das Jens Beeck gegen andere Kandidaten? – Nein!
    Macht das Jörg Küster gegen andere Kandidaten? – Nein!
    Macht das Herr Wilfried Fenslage gegen andere Kandidaten? – Nein!
    Macht das Dieter Krone gegen andere Kandidaten? – Nein!

    Nur du machst das. (Leider mit Duldung der Bürgernahen). Außer einem gelöschten Rauscher-Kommentar habe ich danach nie wieder so etwas wie Widerspruch aus der Wählervereinigung vernommen.

    Auf der Homepage unserer Bürgerinitiative habe ich seinerzeit geschrieben:

    „Die Bürgerinitiative ARENAWAHN Lingen gratuliert Dieter Krone zur Nominierung für das Amt des Oberbürgermeisters und zu dem Vertrauensbeweis der beiden Parteien SPD und Bd90/Grüne.
    Gleichzeitig danken wir ihm, dass er willens ist, sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe zu stellen.
    Dafür gebührt ihm ehrliche Hochachtung.
    Wir wünschen ihm einen fairen Wahlkampf und einen respektvollen Umgang mit seiner Person.“

    DAS WÜNSCHEN WIR SELBSTVERSTÄNDLICH AUCH ALLEN ANDEREN KANDIDATEN.

    Schade, dass das Wörtchen „fair“ für den einen oder anderen auf deinem Blog wohl nicht existiert.

    Solch ein Verhalten schadet dem Ansehen deiner/eurer Kandidatin doch nur. Vielleicht ist im Falle einer Stichwahl ein Kandidat oder eine Kandidatin auf genau diese Leute und deren Unterstützer, die du jetzt so unfair behandelst, einmal angewiesen.

    Schon mal darüber nachgedacht?

    Ach, da fällt mir noch ein, – wenn ich Gäste einlade, stimme ich das immer im Vorfeld ab. Niemals würde ich zuerst den Party-Service bestellen und dann von meinen Gästen verlangen auch pünktlich zu erscheinen, um hinterher über diese herzuziehen und behaupten, sie hätten mich versetzt.

    • Hans Peters said

      Wie bitte ?
      Krone hat -laut seinem Kalender- am Donnerstagabend keinen Termin. Die SPD Baccum sagt ab, obwohl sie teilnehmen kann. Das posaunt sie laut hinaus.

      Wer hat an all dem Schuld? Koop! Erklär mir das mal jemand.

    • Klaus R. said

      „Nur du machst das!“
      So kritisiert Frau S. wie eine beleidigte Leberwurst Blogautor Robert Koop. Sie lenkt aber vor allem ab, weil doch zu fragen ist:

      Warum boykottieren Dieter Krone, die SPD und Bündnis90/Grüne die Veranstaltung in Baccum, an der ALLE OB-Kandidaten teilnehmen?

      Dazu fehlt eine Aussage von Frau S., obwohl sie dem Wahlkampfteam von Dieter Krone angehört und am Infostand für ihn wirbt.

      Nach meiner Meinung vergeben Dieter Krone und seine Freunde eine wichtige Chance zum gemeinsamen Gespräch und das verstehe ich nicht. Wer diese Verweigerungshaltung öffentlich kritisiert, liegt damit richtig.

      Die SPD hat vor einem halben Jahr Unterschriften gesammelt- gut so! Aber jetzt meint sie offensichtlich, alle anderen hätten sich aus „ihrem Thema“ raus zu halten. Das ist kuriose Eitelkeit und es ist ein seltsames Politikverständnis.

      • Küster said

        Sehr geehrte Damen und Herren,
        der Aussage, „alle OB-Kandidaten hätten eine Teilnahme zugesagt“ muss ich widersprechen. Bereits am Sonntag habe ich Frau Stüting mitgeteilt, dass ich an diesem Runden Tisch aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen kann. Gleichzeitig halte ich es nicht für richtig zu einem laufenden Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Osnabrück Stellung zu beziehen. Hier sind jetzt die Ermittlungen gefragt.

        Mit freundlichem Gruß
        Jörg-Friedrich Küster

      • bn_ReinhardRauscher said

        Es ist schon unglaublich, was der BN bzw. der Kandidatin Sabine Stüting vorgeworfen wird. Wir laden absolut korrekt zu einer Podiumsdiskussion ein, zu einem Thema, das brandaktuell ist und das von uns BN seinerzeit ebenfalls aktiv verfolgt wurde.
        Es gibt und gab dazu Leserbriefe, Blogeinträge; ich könnte den Saal Hense von innen beschreiben, man könnte ja auch Herrn Bernd E. (Name auf Anfrage) befragen, aber das will ja keiner!

        Ziel ist ja nur, der Kandidatin am Zeug zu flicken !

        Drehen wir den Spiess doch einmal um:
        Haben wir Zeter und Mordio geschrien als ein anderer Kandidat bei Timmer in Altenlingen zur EINZELdiskussion über den Altenlingener Forst eingeladen hat ?
        Darf ich daran erinnern, dass der Ortsrat Altenlingen einstimmig (mit den Stimmen der SPD) die fraglichen Bebauungspläne 19 und 20 verabschiedet hat ?

        Darf ich darauf hinweisen, dass die Waldspaziergänge der BI Altenlingener Forst von je genau einem Mitglied der SPD bzw. der Grünen (Cornelia S. und Michael F) wahrgenommen wurden.

        Warum regt sich da keiner auf ? Unsymmetrische Wahrnehmung ??

        Kurz: Offensichtlich dürfen die einen alles, da regt sich kein Lüftchen; wenn aber die anderen auch agieren, kreiert man einen Sturm der Entrüstung.

        Prima, weiter so !
        Das scheint ja der richtige Weg zur – bisher nicht gewünschten – Zusammenarbeit sein

      • martin said

        @küster hier (http://www.facebook.com/event.php?eid=122959721085542) steht, dass sie heute abend auch nicht da sind. steht da etwa auch was im weg?

      • Bernd Koop said

        Zitat: „Kurz: Offensichtlich dürfen die einen alles, da regt sich kein Lüftchen; wenn aber die anderen auch agieren, kreiert man einen Sturm der Entrüstung.“

        Das scheint ja das Lingener Motto zu sein; vielleicht sollte man morgen auch für diesen Themenkomplex etwas Zeit reservieren..?

  6. Anne said

    Was wollt ihr in Lingen erreichen?

    Als Nicht-Lingener Leser dieses Blogs stelle ich mir diese Frage.
    Bei der OB Wahl hoffen alle (außer CDU) auf große Stimmverluste für den Kandidaten Leinweber. Warum jetzt also dieser HickHack und sich gegenseitig Vorwürfe machen. Die CDU lacht sich halbtot, bessere Werbung kann ihr Kandidat kann nicht bekommen.
    Die Wähler werden abgeschreckt und denken sich, bleiben wir doch lieber bei dem was wir bisher auch gemacht haben – CDU wählen.
    Wenn ihr in Lingen was erreichen wollt, dann arbeitet endlich mal zusammen!!

    • Frank said

      @ Anne

      Dem kann ich nur zustimmen. Das Lachen der CDU-Protangonisten ist bis weit über die Lingener Stadtgrenzen zu hören. Wenn man der CDU ärgern will, dann sollte man sich so schnell wie möglich zusammensetzen und versuchen sich auf den „wirklichen“ Gegner einzuschiessen, die CDU und deren Kandidaten. Herr Leinweber kann sich ja ganz ruhig und genüsslich zurücklehnen (ein bischen provozieren lassen) und sich aus der Ferne ansehen, wie sich die anderen Kandidaten und deren Umfeld „bekämpfen“. Gut, es heißt zwar Wahlkampf, aber soooo wird sich in Lingen nichts ändern!

      • Jürgen said

        Anne und Frank,
        ja das stimmt. Meine Nachbarin, Mitglied in der CDU und für die CDU im Stadtrat, sieht dies genau so. Die CDU mit Leinweber lesen genüsslich Tag für Tag diesen Blog und lachen sich halb tot über die gegenseitige Anmache der anderen Kandidaten.
        Hört endlich auf. Redet miteinander und nicht ständig übereinander.

    • Dieter Herrmann said

      > arbeitet endlich mal zusammen!!

      Na der Zug war doch spätestens am 20./21.06.2010 abgefahren 🙂 Na vielleicht wirds ja was beim nächsten Mal.

    • Alan Shore said

      Aber dennoch: Sie hat doch Recht! Annes Beitrag sollte man golden Umrahmen und ganz oben auf diesen Blog stellen!

  7. Peter Supritz said

    @ Alle Kommentare müssen bei der SPD durch den Administrator erst freigeschaltet werden…

    Diese Behauptung ist völliger Quatsch, wie einiges andere mehr von dem, was Du, Robert, in deinem Blog zum Besten gibst.

    An die Homepage der SPD Lingen versandte Kommentare müssen vom Verfasser oder der Verfasserin selbst durch einen speziellen Aktivierungslink freigeschaltet werden. Dieser Aktivierungslink wird an die vom Kommentator benannte Mailadresse gesandt. Eine separate Freischaltung durch den Admin ist unserer Kommentarverwaltung nicht vorgesehen und daher nicht möglich.

    Kommentare können lediglich gelöscht werden. Im Gegensatz zu Dir macht die Lingener SPD von dieser Möglichkeit aber keinen Gebrauch. Es sei denn, es handelt sich um strafrechtlich relevante Beiträge, um massive Verstöße gegen die allgemeinen Netiquette oder einfach um SPAM.

    Vielleicht warst Du nur zu zerstreut um diesen Archivierungslink zu betätigen? Vielleicht ist Dir ein Fehler bei der Angabe Deiner Mailadresse unterlaufen. Dann wird das nichts mit dem Aktivierungslink. Kann aber auch sein, dass der Liveserver der SPD Deinen Beitrag schlicht als SPAM bewertet und aussortiert hat;-)

    Verständnis dafür hätte ich;-)

  8. Gutgläubiger said

    Sich auf die CDU und seinen Kandidaten ein zu schiessen ginge in Baccum doch besonders gut bei dem Bild, das die CDU dort in den letzten Monaten abgegeben hat. Kommt eigentlich der CDU – Kandidat zu der Veranstaltung?

  9. ulrike said

    Der Beitrag von Anne spricht mir aus dem Herzen.Der kleinkarierte Hickhack nervt unsäglich. Zur Erinnerung:Es war Vorschlag der BN einen gemeinsamen Kandidaten auszuwählen,das hätten viele Bürger begrüßt.Wer hat eigentlich so viel Zeit ,seitenlange Komentare mitten in der Arbeitszeit zu schreiben? Alles Frührentner?

    • Dieter Herrmann said

      Ich lachte! 😀 Man muss doch nicht gleich Silversurfer sein, wenn man zu werkstägig-üblichen Arbeitszeiten (in der heutigen 24/7-Welt sowieso nicht mehr durchsetzbar) einen Kommentar in einem Blog abgibt.

  10. Gutgläubiger said

    Wenn DAS so weitergeht bleiben alle Kandidaten in der Opposition und die CDU kommt vor Lachen nicht mehr in den Schlaf. Ist diese Veranstaltung villeicht von der CDU inszeniert worden? Gratulation

  11. Alan Shore said

    Frau Stüting hat gestern auch ihren Beitrag dazu geleistet. Anstatt sich für eine innovative Politik einzusetzen sagt sie

    1. Sie sei konservativ (warum dann nicht CDU?)

    2. Sie sehe zur Kernkraft keine (!) Alternative.

    3. Sie würde Jens Beeck wählen, stünde sie nicht auf dem Wahlzettel.

    Mit dieser Einstellung steht sie näher bei Leinweber/Beeck (als schwarz-gelb), als für einen linksliberalen erträglich. Für mich war sie bisher eine gute Alternative, wenn auch nicht meine Favoritin, aber nach der Diskussion gestern ist sie für mich nicht mehr wählbar.

    Über Leinweber brauchen wir nicht zu diskutieren, er macht es ja selbst nicht und selbst die Jubelperser der JU klatschten nur einmal – schwacher Kandidat für die CDU.

    Beeck wiederholte mehrmals wie gut die Situation in Lingen sei. Was will er verbessern? Kein Wort dazu, nur Lobeshymnen auf die Arbeit seines Vorgängers. Kein Wunder, dass viele CDU-Anhänger lieber ihn anstatt Leinweber sehen würden.

    • Sabine Stüting ist während der Radioübertragung, die ich verfolgt habe, gefragt worden, wo sie die BürgerNahen und wo sie sich politisch einordnen wolle. In der Antwort hat sie für sich und für die BürgerNahen den Begriff ökokonservativ verwendet und das auch fest gemacht an der Geschichte der BürgerNahen, die überwiegend aus Öko-Bürgerinitiativen kommen. Jetzt könn(t)en wir darüber sprechen, was ökokonservativ bedeutet. Zum Wochenende kommt Sabine Stütings Faltblatt mit ihrem Programm. Dies beantwortet diese Frage. Warten wirs ab?!

      Jens Beeck hat sich gestern in der Tat als der wahre CDU-Kandidat geoutet. Das hat jede/r verstanden. Aber nur die bessere Rhetorik macht noch keine – Sie schreiben es- bessere Politik als die, die er mit exzellent bewertet. Für mich das schlagende (kleine) Beispiel ist dabei sein Jubel in der Zeitung über die Vernichtung des Baudenkmals „Hotel zur Post“ in der Marienstraße durch Investor Berning („„Eine tolle Baustelle hier..„) . Wer nur das hohe Lied des Kapitalismus singt, hat wesentliches nicht verstanden. Wenn er dann noch die Vernetzung städtischer Politik mit privaten Investoren fordert und ruft „In der Gemeinsamkeit liegt unsere Stärke“, dann ist das die Ankündigung, dem schwarzen Filz einen Spritzer blau-gelb hinzuzusetzen.

      Über die anderen OB-Kandidaten schreiben Sie nichts oder Richtiges. Diese Bewertung teile ich; auch nichts schreiben ist eine Bewertung.

      Noch etwas zur Atomenergie. Dazu habe ich diese Meinung.

    • bn_Sabine Stüting said

      Mister Shore,
      ad 1: ich habe den Begriff konservativ gewählt, mit dem ich ein bewahrendes Moment bezeichne und das ich für einen wesentlichen Motor der Bürgerinitiativen halte, die ja jede für sich nicht „innovativ“ , sondern „konservativ“ in diesem Sinne waren – wenn sie so möchten. Warum nicht CDU – weil ich nicht die die bisherigen Politikstrukturen in Lingen „konservieren“ möchte.
      ad 2: Sie zitieren mich falsch. Ich habe festgestellt, dass wir in Lingen noch längere Zeit mit dem Atomkraftwerk leben werden müssen – und dass die lokale politische Frage sein wird, wie wir uns zu der Frage einer eventuellen Erweiterung und zur Dauer des sogenannten Zwischenlagers stellen werden.
      ad 3: ich stehe für meine Überzeugungen – und wenn ich anderes wählen müsste, würde ich als kleinstes Übel einen eloquenten und präsentablen Mann aussuchen.

      • Alan Shore said

        Danke für Ihre Aufklärung. Allerdings würde ich Ihnen generell vom Begriff „konservativ“ abraten, weil man damit grundsätzlich die CDU-Konserve in Verbindung bringt. Ich würde Ihrer Wählergemeinschaft vorschlagen, sich als „ökologisch-liberal“ (und zwar liberal im politischen Sinne und nicht im FDP-Sinne) zu bezeichnen.

        Ich hoffe, dass SPD und Grüne mit Ihrer Verfassungsklage erfolgreich sein werden und das Gesetz zur Laufzeitverlängerung im Bundesrat abgeblockt wird und ich würde mir wünschen, sollten sie Zur OB’in gewählt werden, dass Sie die Kernkraft kritischer sehen als Ihre Vorgänger.

        Jens Beeck: Ich halte ihn auch für persönlich recht anständig, aber kleinstes Übel? Wie Robert Koop schon richtig sagte, er ist der wahre CDU-Kandidat. Er wird die alte Politik seiner Vorgänger in einer „eloquenten und präsentablen“ Form fortführen, sollte er gewählt. Das heißt keine Veränderung:

        – Abholzung von Wald, weil ökonomische Interessen vor ökologischen stehen

        – Verschandelung der Altstadt mit Großstadt-Gebäuden

        – Mangelnde Bürgerbeteiligung usw.

        Im übrigen ist Dieter Krone auch ganz eloquent und präsentabel 😉

      • Hendrik said

        Wie wäre es mit progressiv?
        Leider schade das der Begriff „Fortschrittspartei“ international so verbrannt wurde, hätte vom Charakter der DFP wohl auch gepasste.

  12. Weltbürger said

    Liebe Frau Spielmanns,
    wer das Wort „Spiel“ im Namen trägt, hat noch lange nicht das Recht, „Spiel“-regeln so auszulegen oder zu definieren, wie es einem in den Kram passt. Nichts anderes tun Sie nämlich mit Ihren absurden Vorwürfen gegen Koop, Stüting und die BN. Hat von denen jemand gejammert, als Ihre Partei und Ihr Kandidat Krone plötzlich den „Altenlingener Forst“ mitten im Wahlkampf als Thema zum Stimmenfang entdeckt hat? Ich meine, nein.
    Und Ihnen fällt nichts besseres ein, als laut zu lamentieren, wenn sich andere als die Baccumer SPD mal mit der Biogasanlage in Baccum beschäftigen wollen. Und dies auch noch in ganz anderer Form, als Quasi-Podiumsdiskussion unter den OB-Kandidaten.
    Im übrigen scheinen sie eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Kandidaten Krone für unfair zu halten. Fürwahr ein seltsames Demokratieverständnis.
    Statt hier mit untauglicher Kritik zu agieren, sollten Sie vielleicht die Strategie Ihres Kandidaten überdenken, ein Oberbürgermeister muss „führen“ können. Dazu gehören auch klare Aussagen.
    Wenn man nur moderieren will, sollte man eher nach dem Beruf „Mediator“ streben.

  13. H.Hartwig said

    Nachtrag für den klugen Weltbürger
    gefunden bei Kneifen II:

    Jochen S. sagte
    2. September 2010 um 23:31
    Leinweber und Krone sind einfach schlau. Sie ignorieren dieses leicht durchschaubare (und recht plumpe, da mag man sich das hier zurechtfabulieren wie man will) Manöver und bleiben weg, ohne zu sagen warum. Diese Demokratienichtversteher (oder was hier an Unfug zu lesen war).

    Jedenfalls haben die beiden Jungs Politik verstanden (oder eben die besseren Einflüsterer, ähh, spindoctors ) und werden daher auch zu Recht Platz 1 und 2 bei der Wahl einnehmen. Obs zur Stichwahl kommt? Abwarten.

    Nach der Wahl könnte man bei xy in z einen Runden Tisch der Wahlverlierer machen, moderiert vom Pfaffen Ihrer Wahl und gesponsert von Tempo©. Und wer nicht kommt, hat eben Demokratie nicht verstanden. Oder kneift.

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